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A.K.

Master

Date of registration: Feb 23rd 2009

Posts: 1,577

1

Monday, February 20th 2012, 3:32pm

Realisierung von brauchbarem DAB- und DVB-T- Empfang in ungünstiger Empfangslage

Beim Testen von Empfängern dieser Gattung stellte ich fest, daß in
meinem Wohnort mit den üblichen Stab- und Kabelwurfantennen kein
Empfang möglich ist.

Man muß in diesem Zusammenhang wissen, das in meinem Wohnort - bevor
der Satellitendirektempfang etwa 1986 eingeführt wurde und bei uns
1987 die ersten 3m Parabolantennen auftauchten - absolut kein
eiwandfreier Fernsehempfang möglich war. Auch UKW-Stereoempfang war
nicht zufriedenstellend möglich (und ist es auch heute nicht),
unabhängig vom verwendeten Empfängermodell (rausch- und
zwitscherfrei leider nur Mono - aber eine sehr hohe Anzahl weit
entfernter Sender wie z. B. RTBF, Belgien und Radio France).

Bei einem solch hohem Verspiegelungsgrad (Mehrwegeempfang) wäre der
Antennenaufwand einfach zu hoch geworden (Yagi-Antennengruppe von
vier bis 8 Einzel-Yagis hätte wahrscheinlich erst zu befriedigenden
Resultaten geführt).

Auch das analoge Fernsehen war eine Katastrophe (hoher Pegel, aber
immer Geisterbilder - man sehnte die Satellitenempfangstechnik bei
uns schon viel früher herbei wegen dieser gravierenden Mängel als
anderenorts).

Im Grunde genommen greift man deshalb bei uns heute ausnahmslos auf
Satellitenempfang zurück (und bei UKW nach wie vor nur auf
Mono-Empfang).

Da ich aber zum Zwecke der Ausarbeitung von
Modifikationsmöglichkeiten und Überprüfung der klanglichen Resultate
einigermaßen einwandfreien Empfang für die DAB/DVB-T Gerätegattung
brauche, will ich die vorhandenen Antennen, die noch den alten Platz
haben und für das analoge Fernsehen genutzt wurden, für DAB/DVB-T
zum Einsatz bringen und ggf. bestimmte Antennen gegen andere
austauschen, sofern die Polarisation abweicht und Frequenzabweichung
zu groß ist.

Ich bin bis jetzt bei der Klärung für die Zielsetzung wie folgt vorgegangen:

A) Wie war die frühere Empfangssituation (welche VHF/UHF Sender) für ARD, ZDF und SWR-RP ?

Folgende Sender wurden mit folgenden Antennen empfangen (alle
analogen Programme der genannten Kanäle strahlten in horizontaler
Polarisation ab):

1) Sender Koblenz (Dieblich-Naßheck) - Richtung Norden
http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kobl…Na%C3%9Fheck%29
Kanal 7 ~ 190 MHz (ARD: "Das Erste") typische 8 Element VHF Yagi Antenne
2) Sender Haardtkopf - Richtung Westen
http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Haardtkopf
Kanal 25 ~ 505 MHz (ARD "Das Erste")
Kanal 35 ~ 585 MHz (ZDF)
Kanal 55 ~ 745 MHz (SWR-RP)
- typische 24 Elemente Kanalgruppen-Antenne (UHF Yagi für die oberen Kanäle, auch benutzt für Kanal 25+35)

B. Welche DAB/DVB-T Senderstandorte in Rheinland-Pfalz kommen in Frage in meinem Wohnort ?

gemäß den URLs
http://www.swr.de/frequenzen/radio/dab__…ae7x/index.html
und
http://www.swr.de/frequenzen/radio/-/id=…159&Karte.y=186
eigentlich die gleichen wie für das analoge Fernsehen - Koblenz hat
jedoch einen 2. Sender für DAB/DVB-T eingerichtet, dessen Distanz
zum Sender Dieblich-Naßheck aber keine Neuausrichtung der Antenne
erfordert. Also folgende Sender:

1) Fernmeldeturm Kühkopf (Fernmeldeturm Koblenz)
http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm_Koblenz
2) Sender Haardtkopf
http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Haardtkopf

Bei allen anderen Sendern, die von der Signalstärke her gesehen noch
empfangbar sind, wäre die Fehlerrate wegen des zu ausgeprägten
Mehrwegeempfangs mit hoher Wahrscheinlichkeit zu hoch.

C: Welche DAB/DVB-T Kanäle werden ausgestrahlt über diese Sender?

1) DAB
Koblenz: "11A" Mittenfrequenz: 216,928 (Band III, VHF Kanal 10-11 vertikal)
und ab ca. Mrz./Apr. 2012 "5C" Mittenfrequenz: 178,352 (Band III, VHF Kanal 5 vertikal)
Haardtkopf: auch "11A" (exakt wie Koblenz), Mittenfrequenz: 216,928
(Band III, VHF Kanal 10-11 vertikal)
Notwendige Antenne: 2x VHF Breitband- oder Kanalgruppen-Yagiantenne
2) DVB-T
Koblenz: E56 horizontal (754MHz- ARD-Paket I), E33 (570MHz, ARD-Paket II) und E28 (530MHz, ZDF Paket)
Haardtkopf: E46 horizontal (674MHz- ARD-Paket I), E48 (690MHz, ARD-Paket II) und E30 (546MHz, ZDF Paket)
Notwendige Antenne: 2x UHF Breitband- oder 4x UHF Kanalgruppen-Yagiantenne

D) individueller Empfangstest dieser Sender:

Einwandfreier Empfang von der Signalstärke her gesehen nach
optimierter Positionierung im provisorischen Aufbau für max.
Signalstärke. Keine hörbaren und sichtbaren
Aussetzer/Klötzenbildung. Fehlerrate und Verspiegelungsgrad nicht
untersucht, weil kein professionelles Empfangsequipment (wie
spezielle Meßempfänger) vorhanden, sondern erst mal nur einfachste
Geräte:
1) Argon DAB+ Adaptor
http://www.schopper.ch/index.php?page=argon
2) Nokia Mediamaster 150T für DVB-T
http://www.ebay.de/itm/DVB-T-Tuner-Nokia…=item460128cbc2

E. Ergebnis der Auswertung; noch zusätzlich notwendige Antennen und Maßnahmen:

1) a. weitere VHF-Antenne für "Haardkopf" in vertikaler Montage (DAB)
1) b. bestehende VHF-Antenne für Koblenz umsetzen von der horizontalen auf die vertikale Position (DAB)
2) a. weitere UHF-Antenne für Sender Koblenz (DVB-T)
2) b. bestehende UHF Antenne bleibt auf horizontaler Position stehen (DVB-T)
3) Umschaltung zwischen zwei identischen Antennen, die in unterschiedliche Richtungen zeigen (noch unklar, welche Umschalt-Technik).

Ev. Interessant ist diese Vorgehensweise für Anwender, die ähnliches planen und ähnlich schwierige Empfangssituationen haben.

Für alle, die ähnliches vorhaben, aber nicht mehr wissen, wo sich
die alten Fernsehantennen befanden und wie sie ausgerichtet waren,
helfen die noch sich im Einsatz befindlichen UKW-Radiosender und
eine UKW-Richtantenne sowie ein UKW-Empfänger mit RDS-Anzeige, um
grob die Richtung zu bestimmen, wo man später die DAB/DVB-T Antennen
hindreht. Das geht natürlich nur, wenn die UKW-Frequenzen und die
DAB/DVB-T Frequenzen vom gleichen Sendermast kommen oder die
Sendermasten zumindest nahe beieinander liegen.

Meine zuständigen UKW-Sender mit Frequenzen für bestehendes UKW
Radio zur Antennenausrichtung gemäß der Listung von
1) SWR Sender Koblenz (Dieblich-Naßheck)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kobl…Na%C3%9Fheck%29
und 2) Sender Haardtkopf
http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Haardtkopf
sind die folgenden:
SWR 3 Koblenz 91.6 MHz
SWR 3 Haardtkopf 90.0 MHz
SWR 2 Haardtkopf 93.0 MHz
SWR 2 Koblenz 94.0 MHz
SWR 1 RP Koblenz 96.1 MHz
SWR 1 RP Haardtkopf 97.7 MHz
SWR 4 Radio Koblenz Koblenz 107.4 MHz
SWR 4 Radio Trier Haardtkopf 107.1 MHz

Über die Nennung weiterer Details, die ich hier übersehen habe, freue ich mich.
== Gewerblicher Teilnehmer ==

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2

Monday, February 20th 2012, 9:09pm

Hi, ich habe das mit Interesse gelesen, vermisse allerdings - oder habe ich das übersehen - eine Angabe über den genauen Ort der Untersuchung. Dies wäre schon hilfreich, wenn man es auf die eigene Situation übertragen wollte.

BG Konrad

(der hier in HH-Nord Fernsehen und Radio über digitales Kabel empfängt, obwohl ganz guter terrestrischer Empfang zumindest über Außenantenne möglich wäre.)
Dreher: Thorense 125 x, 126 x, 16x, 14x, Lenco L75/78

A.K.

Master

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3

Monday, February 20th 2012, 10:46pm

Ja, habe ich vergessen.
Empfangsort: Heideweg, 55629 Schwarzerden
http://maps.google.de/maps?hl=de&gs_sm=1…ved=0CCAQ8gEwAA
Kühkopf Koblenz (1 km südlich vom Forsthaus)
http://maps.google.de/maps?hl=de&gs_upl=…=2&ved=0CAkQ_BI
Haardtkopf
http://maps.google.de/maps?hl=de&gs_sm=1…ved=0CCAQ8gEwAA
== Gewerblicher Teilnehmer ==

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norbi

Intermediate

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Posts: 207

Location: Hansestadt Bremen

4

Tuesday, February 21st 2012, 11:27am

Hallo,
Hier gibst eine Eigenbau Anleitung für eine DVBT Antenne mit einer Tabelle wo man sein Standort mit einbeziehen kann.

http://www.cnet.de/praxis/wochenend/4100…uro_basteln.htm

Gruß,
Norbert

A.K.

Master

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5

Tuesday, February 21st 2012, 6:39pm

Hallo,
Hier gibst eine Eigenbau Anleitung für eine DVBT Antenne mit einer Tabelle wo man sein Standort mit einbeziehen kann.
http://www.cnet.de/praxis/wochenend/4100…uro_basteln.htm
Gruß, Norbert
Besten Dank für den Link.
Ich habe für einen schnellen Versuch eine Wurf-Antenne wie unter
http://home.arcor.de/wilhelm.brehm/hubi/antenne.jpg
halbiert und mit einem Symmetrierglied wie unter
http://www.maplin.co.uk/balun-300-75andohm-5145
zu sehen angeschlossen.
Ich empfange nach senkrechter Anbringung am Fenster damit zwar die Sender, aber mit bereits zu vielen Aussetzern.

Eine Frage zu DAB+, daß die alte DAB-Norm ersetzt:

Ich habe eben das Vorgängermodell wie unter
http://www.schopper.ch/index.php?page=argon
zu sehen zum Test. Dieses Modell unterstützt noch nicht DAB+.

Warum höre ich damit trotzdem noch zwei Stationen der unter dem Block 11A des Senders
http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm_Koblenz
aufgeführten (es handelt sich um SWR1 und SWRinfo - die anderen Sender werden zwar auch normal angezeigt im Display, jedoch mit unterdrücktem Ton) ??

Ich ging bisher davon aus, daß alle DAB Empfänger, die nicht DAB+ unterstützen, nichts mehr empfangen/decodieren (genau wie in Kürze alle analogen Sat-Receiver) und daher wertlos sind.
== Gewerblicher Teilnehmer ==

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analog.digital

Größtenteils harmlos

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Posts: 396

Location: Duisburg

6

Tuesday, February 21st 2012, 8:15pm

Hallo,
Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/DAB%2B) sagt:
"Der Südwestrundfunk (SWR) sendet seit dem 9. Januar 2012 offiziell über DAB+. Bereits vorher nutzte man DAB zur Verbreitung der Radioprogramme. Zum Neustart des Digitalradios stellte man die Programme SWR 2, SWR 3, SWR 4, DasDing sowie SWRinfo auf DAB+ um, lediglich SWR 1 sendete weiterhin im alten DAB-Modus"
Warum du noch SWRinfo empfangen kannst, beantwortet das nicht aber es ist davon auszugehen, das es auch noch nicht in DAB+ ausgestrahlt wird.
Gruß,
Uli
21 ist nur die halbe Wahrheit

A.K.

Master

Date of registration: Feb 23rd 2009

Posts: 1,577

7

Wednesday, February 22nd 2012, 9:54am

Hallo,
Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/DAB%2B) sagt:
"Der Südwestrundfunk (SWR) sendet seit dem 9. Januar 2012 offiziell über DAB+. Bereits vorher nutzte man DAB zur Verbreitung der Radioprogramme. Zum Neustart des Digitalradios stellte man die Programme SWR 2, SWR 3, SWR 4, DasDing sowie SWRinfo auf DAB+ um, lediglich SWR 1 sendete weiterhin im alten DAB-Modus"
Warum du noch SWRinfo empfangen kannst, beantwortet das nicht aber es ist davon auszugehen, das es auch noch nicht in DAB+ ausgestrahlt wird.
Gruß,
Uli
Besten Dank für die Info.
unter
http://www.infosat.de/Meldungen/?msgID=65860
findet man alle Details zu der Situation
Das Vorgängermodell wie unter
http://www.schopper.ch/index.php?page=argon
ist nicht DAB+ tauglich, weil es noch den alten DAB Baustein unter
http://www.frontier-silicon.com/products…s/venice5.0.htm
enthält. Entweder ist eine neue Firmware aufzuspielen oder man muß den Baustein durch den Nachfolger, wahrscheinlich jenen unter
http://www.frontier-silicon.com/products…/Venice7_PB.pdf
ersetzen.
Fotos vom Innenleben des besagten Vorgängermodells unter
http://www.hifiklubben.com/images/produc…DAP1V3PBK_1.jpg
sieht man unter
http://www.minhembio.com/micma18/139168/
== Gewerblicher Teilnehmer ==

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tomfritz

Hörer

Date of registration: Mar 25th 2009

Posts: 1,681

8

Thursday, February 23rd 2012, 8:47pm

Auch das analoge Fernsehen war eine Katastrophe (hoher Pegel, aber
immer Geisterbilder - man sehnte die Satellitenempfangstechnik bei
uns schon viel früher herbei wegen dieser gravierenden Mängel als
anderenorts).
Gab es denn bei Euch keinen Umsetzer?

Quoted

Im Grunde genommen greift man deshalb bei uns heute ausnahmslos auf
Satellitenempfang zurück
Warum ist das für Dich keine Alternative?

Quoted

A) Wie war die frühere Empfangssituation (welche VHF/UHF Sender) für ARD, ZDF und SWR-RP ?

Warum wurde für die ARD zusätzlich eine VHF-Antenne installiert, wenn doch das Programm bereits über den Sender Haardtkopf zu empfangen war (gab es eventuell eine andere Regionalvariante?) und gab es im VHF-Kanal 7 Störungen aus Luxembourg?

Quoted

Bei allen anderen Sendern, die von der Signalstärke her gesehen noch
empfangbar sind, wäre die Fehlerrate wegen des zu ausgeprägten
Mehrwegeempfangs mit hoher Wahrscheinlichkeit zu hoch.

Das wäre zu prüfen. Beim Digitalempfang wirkt sich Mehrwegempfang bis zu einem bestimmten Grad nicht so störend aus, wie beim Analogempfang. Ein Beispiel: Ein Grundnetzsender in ca. 50 km Entfernung zu meinem Wohnort konnte zu Analogzeiten nur mit einem extrem vergeisterten Bild empfangen werden, allerdings mit ausreichender Feldstärke. Bildinhalte waren nicht nachzuvollziehen, selbst der Ton war verzerrt. Es spielte dabei auch keine Rolle, wie die Antenne gedreht war. Die "Sicht" zum Sender war durch einen Bergrücken versperrt. In Gegenrichtung sorgte ein weiterer Bergrücken für ordentliche Reflexionen. UKW-Empfang war auch nur mühsam in Mono möglich. Nun, mittlerweile ist der Sender auf DVB-T umgestellt, ist es überhaupt kein Probleme die Programme von dort zu empfangen. Der Empfang ist stabil und zu 99,9% klötzchenfrei.

Quoted

Umschaltung zwischen zwei identischen Antennen, die in unterschiedliche Richtungen zeigen (noch unklar, welche Umschalt-Technik).
Im Prinzip macht man das mit Kanalweichen bzw. Kanalgruppenweichen. Diese Bauteile können auch aktiv sein, d.h. sie beinhalten gleich eine entsprechende Verstärkung der Wunschkanäle. Wichtig hierbei ist die Güte der verwendeten Bauteile, insbesondere das Rauschmaß muß bei aktiven Bauteilen möglichst niedrig sein. Im Notfall kann man aber auch zwei Yagi-Antennen durch einen umgekehrt verwendeten Zweigeräte-Verteiler zusammenschalten. Im Analogbetrieb wäre das mit erheblichen Geisterbildern oder anderen Fehlern verbunden. Da dies bei Digitalbetrieb aber nicht unbedingt ein Problem sein muß, könnte man es zunächst so versuchen. Aber gerade in schwierigen Empfangslagen würde ich nicht darauf hoffen, dass dies so klappt. Allerdings, ein Versuch ist es allemal wert.

Um wirklich erfolgreichen Empfang zu realisieren, würde ich ausschließlich Hochleistungs-UHF-Antennen namhafter Hersteller verwenden. Hierbei bieten sich z.B. an Hirschmann Fesa 817, Kathrein Olympia oder WISI EB 66, allein weil sie auch schon eine gewisse statische Stabilität aufweisen. Und ich denke, Du wirst raus müssen und sie an einen Mast schrauben müssen.

Nochmal ein Wort zu den Tunerbausteinen. Bei DAB habe ich wenig eigene Erfahrung, umso mehr bei DVB-T. Hier gibt es Boxen, die äußerst empfindlich sind, also auch Empfang aus weiten Entfernungen ermöglichen (bis zu 130-150km sind wohl auch bei UHF möglich). Andererseits gibt es aber auch Boxen, die äußerst stabil dekodieren, also nicht zur Klötzchenbildung neigen, wenn der Empfang nicht so einwandfrei sauber sein sollte. Ich kann leider nicht sagen, wie sich hier Deine Nokia-Box verhält. Ähnliche Unterschiede soll es wohl auch DAB-Empfägern geben.

Quoted


Warum höre ich damit trotzdem noch zwei Stationen der unter dem Block 11A des Senders Koblenz aufgeführten (es handelt sich um SWR1 und SWRinfo)
Diese beiden werden noch in der Norm DAB (ohne Plus) ausgestrahlt und können von daher mit Deinem Gerät empfangen werden. Der Empfang von DAB+ soll angeblich deutlich weniger störempfindlich sein. Also wenn es bei Dir mit DAB (ohne Plus) klappt, sollte auch DAB+ funktionieren.
Im Übrigen würde ich Dir bezüglich DAB noch den Sender Heidelberg empfehlen, dieser strahlt mit deutlich höherer Leistung ab als die von Dir genannten und ist bei Dir vor Ort möglicherweise (Entfernung ~100km) noch empfangbar. Für DVB-T bieten sich eventuell außerdem noch die Standorte Donnersberg (Entfernung ~40km) und Feldberg/Taunus (Entfernung ~ 80km) sowie Göttelborner Höhe (Entfernung ~ 65km) an. Achtung: Die beiden letztgenannten strahlen vertikal polarisiert ab. Vertikal polarisierte Wellen können manchmal in schwierigen Empfangslagen (Tallagen) besser empfangen werden. Die größte Anzahl an Programmen bietet übrigens der Feldberg im Taunus.

Viel Erfolg!
Gruß tomfritz

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