Ortofon M2 Black oder Denon 103 R?

  • Hi, ich bin ganz neu hier und ziemlich technikbegeistert. Ich habe aber erst seit letztem Jahr einen Plattenspieler und auch nicht gerade ein Toppmodel, aber ich denke, ich kann
    trotz nicht allzu großer Fachkenntnis(se), meine Meinung zum 2M Black kundtun. Ich hoffe, manche halten meinen Post nicht für allzu einfach gehalten, da ich nicht gerade
    mit Fachtermini strotze.


    Mein Plattenspieler ist ein Einsteigermodel von Pioneer namens Pioneer PL 30 K. Es gibt den gleichen Dreher auch von Teac und Denon im Angebot. Ich hatte anfangs einen
    "Alibi"-Tonabnehmer , den Audio Technica 3600. Er war ganz OK, mehr nicht. Danach hatte ich den Ortofon 2M Red zwei Monate lang. Er war schon besser, aber konnte mich
    auf Dauer auch nicht zufriedenstellen. Seit ca. 3-4 Wochen habe ich jetzt den 2M Black. Anfangs sagte man mir, er mache bei so einem billigen Dreher keinen Sinn, aber ich
    bin da anderer Meinung, und Leute aus einem anderen Forum sagten, dass sie das ähnlich sähen.


    Mein Gesamteindruck beim 2M Black, ist dass er erstens wenig Nebengeräuse produziert. Ich habe das Gefühl, dass er so gut wie möglich Knackser etc. minimiert. Das war schon
    ein großer Unterschied zum 2M Red. Er hat bei sehr ruhigen Platten einfach zu stark geknistert und es hat echt genervt. Beim 2M Black knistern sie auch, aber weniger und vor allem
    subtiler. Es stört nicht mehr.


    Klanglich aber ist das Ding schon der absolute Hammer, auch auf meinem einfachen Dreher mit eingebautem Vorverstäker ( ich habe keinen separaten Preamp ). Heute habe
    ich z.B. Whitney Houston - Whitney ( 1987 ) aufgelegt und die Platte mit der CD verglichen - Kein Vergleich. Die Platte klingt absolut
    großartig, die Stimme kommt super rüber. Wenn Whitney in Hochform singt, kommt alles glasklar rüber, null Verzerrungen. Es klingt, verglichen mit der CD, viel weniger langweilig,
    es klingt vor allem sehr lebendig.
    Wenn dann das Saxophon beim zweiten Track auf Seite A am Ende einsteigt, wow.. Besonders toll klingen jegliche Art von Drums etc. auf dem Santana "Santana 3" Album u.a.


    Ansonsten ist das ein toller Tonabnehmer. Manche meiner Platten klingen damit einfach WOW. Frau Nielsen von Ortofon selber schrieb mir, der
    2M Black mache nur Sinn bei Drehern im Bereich von ca. 2000 $. Ich finde das absurd.
    Ich kann den Tonabnehmer nur allerwärmstens empfehlen. Es ist definitiv nie ein Fehlkauf. Aktuell kriegt man ihn auch schon für ca. 500 €. Das ist ein guter Preis für so ein tolles System.


    Da ich noch ein absoluteer Newbie bin, habe ich sicherlich nicht alles richtig eingestellt, und man kann es noch sicher besser machen, aber es klingt jetzt schon wirklich sehr gut, auch
    auf meinem einfachen Dreher und meinen zwei linken Händen und fehlender Fachkenntnis. Aber jemand möchte mir ja schon aus diesem Forum helfen. Da bin ich mir sicher, dass es
    danach noch eine Ecke besser klingen wird als es jetzt schon der Fall ist. Auf jeden Fall: Two thumps up für dieses System.


  • Hallo,

    wenn auch sehr alt - kann es aber sein daß bei der dargestellten Messung die Entzerrung mit 6dB/Oktave für das Rosa Rauschen fehlt. Ansonsten Super Kurve.

    Dietmar

  • confederate schrieb:

    Beim 2M Black knistern sie auch, aber weniger und vor allem

    subtiler. Es stört nicht mehr.

    Und wenn du jetzt noch die Platten wäscht, ist das knistern komplett weg. Gegen Knackser hilft wäsche natürlich nicht. Beim Waschen gibt es mehrere Lösungen von billig, mittel bis scheissteuer...guter Anfang ist die Knosti wie ich finde....

  • Hallo Confederate,


    schön, das auch bei Dir das Black so gut läuft und wenn du es mal irgendwann auf ein anderes, besseres LW mitnimmst wird es Dir auch dort viel Freude machen. Die Aussage von Frau Nielsen kann ich in keinster Weise nachvollziehen.


    Viele Grüße

    Dieter

    PS mit luftgelagertem Tellerlager, Outer Ring und VTA Lifter diy, Pro-ject Perspective, Ortofon 2M Black, Sumiko Black Bird, Arme: Jelco SA-750 12", Pro-ject 12cc Evo., Dr. Fuss Steuerung, MuFi MX-Vnyl, Kabelkonfektion diy

  • Frau Nielsen hat insofern Recht, dass sich die Frage stellt ob man sein Geld in beschädigungsträchtige schlecht wiederverkaufbare Produkte mit niedriger Laufzeit investiert (Abnehmer) oder in andere Komponenten der Kette.


    Sie hat insofern nicht recht, dass im bereich bis 600€ die beste Lösung um klanglich weiterzukommen der TA ist. (Man muss halt hoffen dass er fehlerfrei produziert ist und hält). Das Risiko dass man sehr viel Geld vernichtet ist halt hoch.


    Man kann halt ein 2M Black an ein Vorstufe der <300€ (willkürlich) Klasse hängen oder ein AT71 an ein gute Vorstufe der >1000€ Klasse hängen, das klangliche Ergebniss dürfte viele überraschen. Aber ein 2M Black kostet 600€ mehr, die Vorstufe 1000€. So gesehen würde ich das nicht als sinnlos bezeichnen man muss sich nur klar machen dass es recht schnell geht dass man die 600€ zweimal ausgibt und das tut weh.


    Deshalb empfehle ich in der Konstellation eher eine gute Phonopre und einen ordentliches Mittelklasse MM/MI.


    Mike

    --- Ich höre hiermit und zwar das--- Ich suche dringend einen SONY XL-70 Body. Bitte anbieten!

  • Hallo Mike,


    ich denke das 2M Black ist eine gute Basis und wenn es mit dem eingebauten Pre harmoniert, umso besser. Die Peripherie kann Confederate ja nach und nach verbessern, es ist ja, klanglich gesehen, immer das Ergebnis aller Komponenten die gut miteinander zusammenspielen sollten.

    Und was ist das 2M Black denn anderes als ein ordentliches Mittelklasse MM?

    Von der Wertstabilität her kann ich aus eigener Erfahrung sagen das man 2M-Systeme oder Teile hiervon zu sehr guten Preisen wieder verkaufen kann.

    Aber es gibt wie immer mehrere Wege zum Ziel die nicht richtig oder falsch sondern nur anders sind.


    Viele Grüße

    Dieter

    PS mit luftgelagertem Tellerlager, Outer Ring und VTA Lifter diy, Pro-ject Perspective, Ortofon 2M Black, Sumiko Black Bird, Arme: Jelco SA-750 12", Pro-ject 12cc Evo., Dr. Fuss Steuerung, MuFi MX-Vnyl, Kabelkonfektion diy

  • Der Ton macht die Musik und dafür ist in erster Linie der Tonabnehmer verantwortlich. Auch ein Vorverstärker der >1000 € Klasse kann nicht aus Scheiße Gold machen denn er verarbeitet nur die Signale die er vom Tonabnehmer geliefert bekommt.


    Das 2M Black ist mehr als nur eine gute Basis, mMn. nach ist es eines der Besten MM Systeme auf dem Markt, wenn man das Ortofon typische Klangbild mag bietet es in allen Belangen Musikgenuss auf sehr hohem Niveau und muss sich keines Falls vor anderen Tonabnehmern gleicher und sogar höherer Preisklasse verstecken, egal ob MM/MI oder MC System.


    Aber es gibt wie immer mehrere Wege zum Ziel die nicht richtig oder falsch sondern nur anders sind.

    Genau so ist es und diesen Weg muss jeder für sich selbst finden und gehen.

    Gruß Martin


    Sony tts-8000 - Ortofon MC 30 Super II - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B2014
    Pioneer PL-70 - Ortofon MC 30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B2014
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Hallo zusammen,


    das Thema "Ortofon 2M Black vs. ..... " interessiert mich da ich das System in Verbindung mit einem Technics SL 1200 GR und einer Pro-Ject Phonobox S betreibe.
    Mit dem Klangergebnis (sowohl im Hörraum bzw. über Kopfhörer) bin ich persönlich sehr zufrieden.


    Gruß

    Peter

    ... und Musik wird bei mir gehört mit einer

    => Restek MINT / Dynaudio Contour 1.4LE Kombi

    oder

    => Lehmann Linear / Denon AH-D7200 Kombi

  • Hallo,


    habe ich an anderer Stelle schon mal gesagt: das Ortofon 2M Black am alten Technics SL 1200 MK II geht sehr gut. Ist zwar kein 1:1-Vergleich zum neuen 1200 GR, vom Konzept her sind die Geräte aber ähnlich.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Leute,


    Das 2M Black ist zweifellos ein gutes System mit viel Potenzial, will sagen das mit gutem Tonarm und Phonopre da sehr viel geht. Wichtig ist das der Phonopre mit 50µF Eingangskapazität eingestellt werden kann weil das System sehr empfindlich auf zu hohen kapazitiven Abschluß reagiert. Bei mir läuft es momentan an einem durchverkabelten 12"cc evo von Pro-ject. Da gehen dann auch 100µF am PP, weil das Kabel sehr niederkapazitiv und relativ kurz gehalten ist.


    Das gute Ergebnis bei Confederate lässt sich u.U. auch damit begründen das der PP im Player integriert ist. Dadurch entfallen lange Kabelverbindungen mit diversen Steckverbindungen.


    Viele Grüße

    Dieter

    PS mit luftgelagertem Tellerlager, Outer Ring und VTA Lifter diy, Pro-ject Perspective, Ortofon 2M Black, Sumiko Black Bird, Arme: Jelco SA-750 12", Pro-ject 12cc Evo., Dr. Fuss Steuerung, MuFi MX-Vnyl, Kabelkonfektion diy