Wartungsbericht zum Thorens TD2001

  • Es gibt durchaus Gründe Thorens-Spieler zB die 125er und 126er zu zerlegen. Warum man nun einen 2001er zerlegt sobald man ihn in die Finger bekommen hat erschließt sich mir nicht.

    Das muss dann wohl ein ganz besonderer "Kenner" sein.

  • Ganz einfach deswegen, weil es an dem Teil wie an jedem Fahrzeug/Gerät verschleissteile vorhanden sind, die gewartet werden müssen, damit das Gerät sauber spielt. Reines Schmieren bring hier nichts. Lesen Sie bitte den Beitrag von Captn Difool, wieviel Schrott inzwischen im Netz zu finden ist. Seine Aussage gilt für Geräte bis zum Jahr 2000. Dem muss ich leider zustimmen. Hier die Verschleissteile eines TD2001 BC (ohne Lift/Tonarm).


    - Das Lager / Spiegel

    - Die Achse

    - Der Motor

    - Bauteile der Steuerungsplatine

    - (bedingt) Aufhängung der Federung

    - (bedingt) Federung selbst, wenn mit zu viel Last bespielt

    - Riemen


    Schon mal von der reinen Optik der Zarge abgesehen. Oder meinen Sie etwa, da muss man nichts machen, damit ein Gebrauchtgerät mit 20 Jahren auf dem Buckel gut spielt ?

    Hat nichts mit der gleichnamigen Firma zu tun.

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  • Kein Grund zum beleidigten "Sie" zu wechseln.

    Ich finde Deine Posts in diesem Thread teilweise überzogen. Ich habe den 2001er, den ich vor 3 oder 4 Jahren bekommen habe nicht zerlegt. Warum auch? Er hat einen neuen Riemen und einen neuen Schalter bekommen und gut wars. Durch die Blattfedern schwingt das Subchasis konstuktionsbedingt kolbenartig. Da war nichts einzustellen.

    Einen 126 musste ich zerlegen um den Motor zu tauschen. Beim 124 musste der Motor zerlegt und revidiert werden und beim 125 mussten einige Bauteile der Steuerung erneuert werden. Ansonsten laufen die Thorens Plattenspieler über Jahrzehnte ohne zerlegt werden müssen.

    Was Gewerbliche zum Thema Wartung und Instandhaltung schreiben fällt für mich unter die Rubrik "Klappern gehört zum Geschäft".

  • Das "Sie" war aus Höflichkeit und nicht wg. einer Beleidigung.

    Aus den Laufwerken versuche ich klanglich das Beste herauszuholen, daher die Radikalkur. Ich versuche eine Sammlung von 9 Geräten schrittweise auf den besten technischen Stand zu bringen, ohne die Geräte unnötig zu verbasteln.

    Jeder hat so seine Vorlieben. Die einen basteln, die anderen restaurieren, und noch andere wollen nur hören.



    Hat nichts mit der gleichnamigen Firma zu tun.

  • hier noch der bildhafte Nachweis für meine Erfahrung, die ich mit der Federung gemacht habe. Hierfür habe ich 2 wunderschöne Mahagoni-2001er Laufwerke aus den Jahren 1990 (B) -1993 (A) unters Messer gelegt. Diese beiden Hübschen werden bald jedoch eine sehr schonende Verwandlung zum BC-Modell erleben unter der Verwendung des alten Subchasisbrettes mit neuen Federn, ohne Lift und guten Tonarmen (der Plastik-Tonarm ist bereits ab). Die Besonderheit war, daß beide über Jahre mit identischer Ausstattung gelaufen sind: mit dem Originalteller, dem leichten TP90 und der tollen dicken Gummimatte. Daher war die Abnutzung als recht gut vergleichbar anzusehen. Habe zwei gleichwertige Laufwerke aus zwei weit entfernten Ecken der Republik herangezogen, um diesen Nachweis ein wenig glaubhafter erscheinen zu lassen. Die Federung wurde vor dem Ausbau mit Aufklebern versehen, um versehentlich nichts zu vertauschen.


    In beiden Fällen wird sichtbar, daß die Federung am Teller sichtbar stärker verbogen ist als an den anderen Punkten.
    Beim TD3001 mit einem 1kg schwereren Teller sah es noch ausgeprägter aus. Da sieht man den Unterschied zwischen allen drei Federn noch besser.


    Übrigens. Habe bei Phonosophie die Federn des P3 für satte 120 Euro angefordert.. Was habe ich dafür bekommen ? Die 0.7mm Federn des TD 2001 waren es. Ob den Federn ein Hauch Aura beigemischt wurde, habe ich nicht weiter untersucht.

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    Hat nichts mit der gleichnamigen Firma zu tun.

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  • Übrigens. Habe bei Phonosophie die Federn des P3 für satte 120 Euro angefordert.. Was habe ich dafür bekommen ? Die 0.7mm Federn des TD 2001 waren es.


    Hahaha, beim Dualfred hättest Du für die 3 neuen Federn (NOS) 18.- Euro bezahlt. Was denkst Du ist ein P3 ?


    Guckst Du, falls Du es noch nicht weißt !


    Ach ja ich vergaß. Es ist eine komplette Eigenentwicklung aus Hamburg. Wahrscheinlich von Jungfrauen bei Vollmond konstruiert, oder wie sonst kommen diese Preise zustande?


    Gruss Frank

  • Ach, diese alten Seiten kenne ich doch alle seit Jahren auswendig. War ursprünglich auf der Suche nach dem glaubwürdig enger toleriertem P3-Lager (hat sogar Joel getestet). Da es nicht mehr lieferbar war, war noch etwas Geld übrig. Wie beim Poker wollte ich einfach die Karten sehen, 120 Euro hin oder her. Alleine die Erfahrung war es Wert und ein weiterer Bluff entlarvt. Ich war zu beschäftigt, um sie mit einem wenig netten Brief zurück zu schicken. Die Schieblehre habe ich erst später besorgt, um nachzumessen, die Rückgabefrist war verpasst. Jetzt kann ich wenigstens behaupten, daß in meinem TD die Federn vom P3 drin sind..


    Interessant fand ich den Test zum P3 im LP-Magazin.

    " Am Subchassisprinzip hat man per se nichts geändert – man verwendet die seit dem legendären TD320 bekannten Blattfedern,

    allerdings dann doch wieder in einer heftig veränderten Version, der man einen Gutteil der Klangeigenschaften des Laufwerks

    zuschreibt"


    Achso, die Änderung bezieht sich auf den TD320 (doppelte Federung), der mit dem P3 nun wirklich nicht viel gemeinsam hat und nicht auf den praktisch baugleichen TD2001. So verbiegt man geschickt wie Wahrnehmung. Soetwas kennt man eigentlich aus der Politik...bravo "Fachpressse"

    Hat nichts mit der gleichnamigen Firma zu tun.

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