• Hallo Ihr,

    ich habe da mal eine Frage zu einer Tonarmwaage, die ich besitze.

    Es ist im Prinzip die Waage wie von Pro-ject (https://www.fono.de/Zubehoer/T…gen/Pro-Ject-Measure-it-2) nur ohne Aufschrift aber auch für ca. 70 €.

    Als Kontrollmöglichkeit besitze ich noch eine Federwaage bis 10 g ähnlich dieser hier (https://www.springair.de/media…799-0-33799_1280x1280.jpg)

    Jetzt zur Frage: wenn ich mit meinem neu eingebauten Shelter 901 in die Mitte des Auflagepunktes der Waage gehe, ziegt diese -0,13 Gramm an. Ich gehe davon aus daß die Tonarmzelle vom Magneten des TA angezogen wird. Senke ich diese dann ab, zeigt sich ein normaler Auflagewert, z.B.: 1,3 g. Diesen korrigierte ich dann auf 1,75 g.

    Muß ich jetzt die 0,13 g abziehen? Wenn ich mit der Federwaage dann kontrolliere, messe ich hingegen schon 2,0 g, was für das Shelter ja schon zu viel ist. Mit dem 5 g Kontrollgewicht der Elektronikwaage habe ich auch die Kalibrierung der Waage geprüft. Da zeigt diese 5,026 g an, daß finde ich schon sehr genau. Trotzdem habe ich das Gefühl, daß selbst diese Auflagekraft noch zu gering ist. Mein altes Shelter 301 hatte ich einmal mit der Shure SFG-2 gemessen, die ich aber im Moment (vor zwei Jahren umgezogen) nicht finde. Welche Metode ist nun richtig? Kann man solchen Federwaagen trauen? Gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Danke im Vorraus für eure Hilfe

    LG Herbert

  • Die erstgenannte Waage sollte nicht magnetisch sein. Ich habe ein ähnliches Modell von Analogis und das reagiert nicht auf die Magnete eines MC. Bei mir zB das DL103. Und ich habe eine Federwaage wie Du sie auch hast. Die Messergebnisse sind bei beiden Waagen identisch wobei die Federwaage Prinzip bedingt schlechter abzulesen ist. Man muss auch darauf achten, dass die Federwaage exakt auf 0 steht!

    Ich würde es wie folgt machen:

    1. Auflagekraft mit der Pro-Ject Waage bestimmen. Ggf vor dem auflegen nochmals nullen.

    2. Das Ergebnis mit der Federwaage kontrollieren.

    3. Falls die Abweichung signifikant ist, ist die Pro-Ject eine mE Fehlkonstruktion

  • Falls die Waage und der Abtaster magnetisch interagieren ,gibt es den alten Trick mit der Keditkarte: Eine alte Plastikkarte mit Tesa auf die Wägefläche kleben so das sie etwas übersteht . Den Abtaster auf den überstehenden Bereich absenken und dort messen. Klappt bei mir immer. Klar sollte man mit einem Centstück überprüfen,ob die Waage richtig "geht"....Waagenmessfläche bitte immer ganz genau auf die Schallplattenhöhe bringen und dann messen. Drei Messungen machen und den Mittelwert bilden...Die Digitalwaagen springen manchmal zwischen zwei Werten hin und her-deshalb. Ich glaube aber noch nie eine Abweichung von 0,1-0,2 Gramm gehört zu haben ;-)) Insofern übertreibe ich es nicht mit der Genauigkeit.....

  • Waagenmessfläche bitte immer ganz genau auf die Schallplattenhöhe bringen und dann messen

    Dann ist es empfehlenswert, ein dünnes Alublech anzufertigen, das man im Vorderen Bereich auf Plattendicke falten kann, ansonsten müßte man jedesmal die Tonarmhöhe justieren.

  • Oh-jeh wie kompliziert!!!

    Mit der Wägezelle habe ich es nochmal mit einem kleinen Kunststoffblock (7 x 7 x 7 mm) versucht, ich gebe zu, nicht mit genau horizontalem Arm, Waage auf Null gestellt (Kunststoffblock war 1,2 g schwer), da habe ich, 7 mm von der Wägezelle entfernt ~1,6 g gemessen. Das würde ja die - 0,13 g erklären, die ich vor der Messung beim annähern des Tonabnehmers an die Wägezelle gesehen habe. 1,75 g Anzeige - 0,13 ~ 1,6 g . Ist da meine Theorie in Ordnung oder sehe ich da falsch?

    LG Herbert

  • Hallo Herbert,


    ich kann Deine "Berechnungen" nicht nachvollziehen. Ich denke Du machst es komplizierter als nötig. Eine Tonarmwaage soll das Auflagegewicht anzeigen und nicht aufgrund einer Fehlfunktion Ausgangspunkt irgendwelcher "Berechnungen" sein.

    Nimm entweder die Federwaage oder kaufe die Tonarmwaage von "analogis" für €30 zB bei Amazon.

  • Die Artikelbeschreibung erinnert mich an Textfragmente eines Foranten... 🤔

    Zitat

    "LCD display:5 digit LCD display. Für MM/MC/MI und piezeolektrische akustische Pickup,nichtmagnetischen,kein Magnetfeld Haft,Lesen zuverläsig. Diese Einschränkung gilt auch für einen Fehler, der durch unsachgemässe Reparatur durch einen von uns autorisiertem Servicepartner entstanden ist."


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  • Dann ist es empfehlenswert, ein dünnes Alublech anzufertigen, das man im Vorderen Bereich auf Plattendicke falten kann, ansonsten müßte man jedesmal die Tonarmhöhe justieren.

    ? Nee, das ist nicht nötig .Ich justiere den Tonarm fertig-bis auf die perfekte Einstellung der Auflagekraft. Die Waage wird mittels Bücherstapel oder einer passenden Menge CDś genau auf Höhe der Schallplatte (Nicht Plattenteller) gebracht und dieser Stapel samt der oben drauf befindlichen Waage wird nun ganz nah neben den Plattenteller gebracht und der Arm dort drauf abgesenkt. Also quasi neben der Einlaufrille der Platte. Die einzige "Schwierigkeit ist dann nur noch die passenden CDŚ für den jeweilig unterschiedlich hohen Plattenteller zusammenzustellen-dauert ca. 15 sec.... Balkenwaagen fand ich immer furchtbar und gute Federwaagen kosten richtig Geld. Meine digitale TOMOPOL i400 hat ca. 20 Euro gekostet-bin seit Jahren sehr zufrieden. Beste Grüße, Tobias

  • Naja, gehen tut alles, aber so ein Wackelstapel ist nich gerade das Ende der Fahnenstange. Oftmals geht so etwas auch nicht weil die Liftbank stört.;) Und so ein Blech sollte schnell zugeschnitten sein.

  • Ich benutze die Analogis seit Jahren und bin damit sehr zufrieden. Wichtig ist die Nadel exakt auf den Mittelpunkt zu setzen, dann findet man eine sehr geringe Streuung der Messergebnisse (+/- 0,1mN).