Plattenspieler Step-up von Sony PS 6750

  • Hallo liebe AAA Community,


    ich habe über meinen Sony PS 6750 den Einstieg in die analoge Welt geschafft - und wie das so oft ist, Lust auf mehr bekommen. Kennt ihr ja sicher :)


    Ich würde mir gerne als nächstes einen modernen Riementriebler zulegen, also etwas in die Richtung von Clearaudio oder Pro-Ject. Schön finde ich auch die etwas unkonventionellen Plattenspieler, wie etwa Clearaudio Innovation oder Oracle Origine.


    Ich hatte mal bei Phonophono angerufen, und da wurde mir ein Rega Planar 3 mit Clearaudio Performer ans Herz gelegt.


    Ich bin gerade frisch ins Berufsleben gestartet - mein Budget liegt bei ca 500 Euro, ein bisschen mehr wird es ja sowieso immer. Ich würde ganz gerne wieder gebraucht kaufen, dieses Mal am liebsten hier im Forum. Ich habe auch keine Eile und kann deshalb auch warten, bis ich etwas finde, was mir zusagt. Als nächstes kommt dann ein Phonopre dazu, weil ich meinem Vollverstärker (Yamaha AX 596) nicht zutraue, das Optimale aus dem Signal rauszuholen ;)


    Nun zu meinen Fragen:


    1.) Ist es überhaupt realistisch, bei 500 Euro schon eine spürbare Verbesserung zu dem Sony DD zu bekommen?


    2.) Wenn ja, worauf sollte ich achten? Meine laienhafte Vorstellung ist, dass der Klang primär vom System kommt, der Rest also alles erstmal zweitens ist. Aber wenn ich sehe, wieviel hier teilweise für Tonarme ausgegeben wird, kann das wohl nicht ganz stimmen. Also, was ist an einem Plattenspieler wirklich wichtig? Teller, Lager, Tonarm, Tonabnehmer, Zarge, oder noch was ganz anderes?


    3.) Was sind ein paar Plattenspieler auf die ich in der Preisklasse achten sollte?


    4.) Auch wenn es vielleicht nicht in dieses Subforum gehört - was ist der Unterschied zwischen MM und MC? Den technischen Unterschied verstehe ich, aber was heißt das? Ich brauche einen passenden Phonopre und MC ist anscheinend teurer. Der Typ von Phonophono meinte, dass MC sich erst ab TA aufwärts von ca 700 EUR lohnt und dann auch nur mit entsprechendem Phonopre...


    Das ist bislang alles, im Laufe dieses Threads wird sich bestimmt aber noch Nachfragebedarf entwickeln :)


    Besten Dank schonmal!

    It's never too late to have a happy childhood


    ... hört mit:

    Quelle: Sony PS-6750 mit Audio Technica AT91; Yamaha CDX 596

    Verstärkung: Yamaha AX 596

    Lautsprecher: Quadral Aurum 30

  • Stimme Holger voll zu.

    Anfangen würde ich mit einem anderen Chinch-Kabel und danach mit einem anderen Stromkabel als die Beipackstrippe.

    Dann den Tonabnehmer.

    Kommt natürlich auf den Rest Deines Equipments an...wieviel davon Du hörst.

    Arm sieht mittelschwer aus...also viele Optionen.

    Wenn du " Neu" upgraden willst, liegst Du bei 1000 bis 1500 Euro und zwar gebraucht!

    Bezgl. des Yahmaha, habe mehr Vertrauen. Auch die Verstärker in den 90 ern, so schätze ich ihn ein; hatte so gute Phonostufen, für die Du heute ab 600 euro aufwärts ausgeben musst, um sie zu toppen.

    Nur meine Vermutung, aber es gibt hier sicherliche Leute, die das Ding einschätzen können

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8) 
    --you are lucky, if you live twice.....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Volker S. ()

  • Sowohl Strom-, als Cinchkabel werden gar nichts bringen. Das ist nicht nachvollziehbares Vodoo. Ein neuer Tonabnehmer kann etwas bringen. Ein Upgrade mit Verbesserung zum PS-6750 sollte für 500 Euro mit einer neuen Fräse auch nicht machbar sein. Ebenso mit einem höheren Budget wäre das nur schwer realisierbar, denn der PS-6750 ist schon richtig gut und eine spürbare Verbesserung des Klanges mit einer sauteuren, modernen Fräse wäre imho auch im Bereich der Einbildung. Behalte den PS-6750.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Naja, der PS-8750 ist schon ein aufwändigerer Spieler, als das kleinere Modell PS-6750. Auch wenn ich das mit Sicherheit nicht heraushören würde. Und der DQX-1000 ist mit Sicherheit nicht weniger hochwertig, als der PS-8750. Beide Spieler vertreten nur grundsätzlich unterschiedliche Konzepte. Der DQX kann bis zu 3 Wechselarme tragen, während der Sony mit einem fest eingebauten, aber sehr hochwertigen Sony PUA-1600S mit Carbonarm ausgestattet ist. Ich würde beide Spieler als gleichwertig betrachten, sie waren seiner Zeit die Top Direct Drives des jeweiligen Herstellers mit Quartz Steuerung der Drehzahl. Der Sony war allerdings elektronisch aufwändiger, was heute seine Reparatur erschwert.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Hallo Sony-Betreiber,


    Dein Player ist ein gutes Teil, den wirst du nur mit einer vierstelligen Summe toppen können.

    Dein Verstärker kann auch schon einiges, da kann man mit arbeiten.

    Ich würde, abhängig was momentan verbaut ist, mit einem guten MM- oder HO MC System anfangen.

    Die Auswahl hängt auch von der eff. Tonarmmasse ab (BDE).

    Die Cinchkabel würde ich zumindest probeweise mal tauschen, das kann, muß aber nicht, sehr viel bringen.

    Ein seriöser Fachhändler wird dir so etwas zum testen zur Verfügung stellen.


    Wenn du noch die BDE hast kann man anhand der Beschreibung einiger Details dir auch noch zielführender

    helfen.



    Viele Grüße aus HH

    Dieter

    Pro-Ject Perspective,PS mit luftgelagertem Tellerlager diy, Ortofon 2M Black, und Shelter 301 MkII, Arme: Jelco SA-750 12", Pro-ject 12cc Evo., Dr. Fuss Steuerung, MuFi MX-Vnyl, ASR Emitter II plus, LS+Sub+SUR: Antaris, Hannl Mera MLB

  • Nachtrag:


    Ich meinte natürlich BDA und nicht BDE!



    Grüße

    Dieter

    Pro-Ject Perspective,PS mit luftgelagertem Tellerlager diy, Ortofon 2M Black, und Shelter 301 MkII, Arme: Jelco SA-750 12", Pro-ject 12cc Evo., Dr. Fuss Steuerung, MuFi MX-Vnyl, ASR Emitter II plus, LS+Sub+SUR: Antaris, Hannl Mera MLB

  • Und der DQX-1000 ist mit Sicherheit nicht weniger hochwertig, als der PS-8750.

    Hallo Andreas,

    da gebe ich Dir Recht. Ich habe beide.

    Der 8750 ist für mich halt etwas praktischer. Kürzere Hochlaufzeit, automatische Endabschaltung, einfacher zu bedienen.

    Klanglich geben die sich nichts.

    Freundlich

    Frank

  • Hallo Frank,


    ich habe auch beide (beinahe jedenfalls). Beim Micro kann ich nur mit einem DDX-1000 aufwarten. Der macht aber auch Spaß. Den PS-8750 nutze ich allerdings regelmäßig aus eben Deinen oben genannten Gründen. Ist schon ein sauguter Spieler.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Den Ausführungen der anderen kann ich mich nur zu 100% anschließen, der PS-6750 ist so hochwertig, das du schon

    sehr tief in die Tasche greifen must, um unter den heutigen Neugeräten etwas gleichwertiges btw. besseres zu bekommen,

    da bist du schnell bei Beträgen von 2000,-€ und mehr.


    Die angedachten 500,-€ Budget solltest du in einen wertigen Tonabnehmer investieren, das bringt dich auf der Leiter ein ganzes

    Stück nach oben. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat der Tonarm eine eff. Masse von ca. 15-17g, dadurch bieten sich eine

    ganze Menge Optionen in Bezug auf ein passendes MM/MC TA-System.


    Der MM Phono Eingang des Yamaha bietet mit 2,5 mV/47 KOhm normale Eingangswerte, über die Anschlusskapazität des Eingangs

    habe ich leider keine Daten. Der Betrieb eines MM Systems am Eingang ist durchaus einen Versuch wert, für den Betrieb eines LO

    MC-Systems wäre dann aber ein passender PreAmp mit MC Eingang fällig. Welches System ist denn momentan verbaut?

    Gruß Martin


    Sony tts-8000 - Ortofon MC 30 Super II - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B2014
    Pioneer PL-70 - Ortofon MC 30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B2014
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Wie schon ausführlich besprochen: nur mit großem Budget zu toppen, besser in den TA zu investieren. Es lohnt sich eher ein Full Service bei ETUS-Landgraf oder vergleichbar renommierten Restauratoren.


    Such dir einen gebrauchten Sony XL-45 Body und kauf eine neue Jico neoSAS Nadel dazu. Da bist du Stilecht und du sparst gegenüber einem Ebenbürtigen (je nach Zweck sogar schlechteren) 2M Black auch noch gut 100-200€. Mit sehr viel Geduld tauchen gelegentlich bei eBay auch noch versiegelte neue XL-45 auf, die kann man bedenkenlos kaufen, die sind auch mindestens auf 2M Black Niveau und i.d. Regel günstiger. Mit der neoSAS Nadel dürftest du auch die meisten MCs in der <700€ Klasse toppen.


    Mike

    --- Ich höre hiermit und zwar das--- Ich suche dringend einen SONY XL-70 Body. Bitte anbieten!

  • 1.) Ist es überhaupt realistisch, bei 500 Euro schon eine spürbare Verbesserung zu dem Sony DD zu bekommen?


    2.) Wenn ja, worauf sollte ich achten? Meine laienhafte Vorstellung ist, dass der Klang primär vom System kommt, der Rest also alles erstmal zweitens ist. Aber wenn ich sehe, wieviel hier teilweise für Tonarme ausgegeben wird, kann das wohl nicht ganz stimmen. Also, was ist an einem Plattenspieler wirklich wichtig? Teller, Lager, Tonarm, Tonabnehmer, Zarge, oder noch was ganz anderes?


    3.) Was sind ein paar Plattenspieler auf die ich in der Preisklasse achten sollte?


    4.) Auch wenn es vielleicht nicht in dieses Subforum gehört - was ist der Unterschied zwischen MM und MC? Den technischen Unterschied verstehe ich, aber was heißt das? Ich brauche einen passenden Phonopre und MC ist anscheinend teurer. Der Typ von Phonophono meinte, dass MC sich erst ab TA aufwärts von ca 700 EUR lohnt und dann auch nur mit entsprechendem Phonopre...

    1.) Du beliebst wohl zu scherzen. Hast Du die "modernen" 500€ Dreher mal in natura angeschaut? Aber selbst für 5000€ wäre das nicht realistsich! Wenn der Sony funktioniert - behalt ihn! Was Besseres wirst Du aus heutiger Produktion nur schwerlich finden. Und ein "moderner" (wohl eigentlich eher antiker) Riemenantrieb kann sowieso prinzipbedingt nicht besser sein als ein DD - bestenfalls vergleichbar gut.

    2.) Der Klang kommt in der Tat primär vom Tonabnehmer, insbesondere dessen Nadel. Hier zu sparen ist als das falsche Ende, alle anderen Teile der Kette (bis auf Lautsprecher, Raumakustik und Ohren) sind bei weitem nicht so wichtig. Leider ist eine Nadel Präzisions-Feinmechanik hoch drei und eine wirklich gute Nadel deswegen nicht billig. Aber es gibt noch mehr: der Tonabnehmer muß mechanisch zum Tonarm passen (effektive Tonarmmasse plus Tonabnehmer-Gewicht interagiert mit der Compliance / Nadelnachgiebigkeit des Tonabnehmers). Und er muß elektrisch zum Phonoeingang passen (bei MM ist die Eingangskapazität relevant und bei MC der Eingangswiderstand).

    3.) Gar keine. Vielleicht könnte der Brinkmann konkurrieren. Frag aber lieber nicht, was der kostet...;)

    4.) Auch ein Denon DL110 klingt schon sehr manierlich. 700€ müssen es nicht unbedingt sein, darunter gibt es schon einige MCs, mit denen man sehr gut Musik hören kann. Beispiele: AT-33PTG, AT-OC9, ein retipptes und in einen Alubody verpflanztes Denon DL103, Transrotor Cantare. Nur beim Marktführer Ortofon brauchst Du unter dem Quintet Black eigentlich nicht anfangen (das X5-MC gibt's ja nicht mehr). Wobei es aber auch darüber noch MCs mit preisbezogen eher bescheidener Nadel gibt.

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Danke schonmal für die vielen Antworten! Ich glaube ich werde es nicht schaffen, auf jeden Beitrag einzeln einzugehen, aber ich habe alle gelesen!


    Und entschuldigt bitte, dass ich erst so spät antworte, war diese Woche immer lange auf der Arbeit und ich wollte mir die Zeit nehmen, richtig zu antworten.


    Ich habe halt angefangen, mir das zu überlegen, weil ich im Hi-Fi Laden einen Transrotor Fat Bob und einen Clearaudio Champion gesehen habe, und die schon irgendwie ästhetisch fand. Klar, etwas außerhalb meines Budget, aber der puristische Ansatz gefällt mir erstmal ganz gut :) Was ist denn so viel schlechter an den modernen Drehern? Die kommen doch häufig auch aus Manufakturen (solange es jetzt nicht gerade ein Pro-Ject Debut oder sowas ist). Machen die da keine gescheite Arbeit? Bzw. woran hakt es konkret?


    Wenn ich darf, schmeiße ich meine Fragen hier mal einfach in den Raum. Weil es doch ziemlich viele sind, glieder ich das einfach mal mit Nummern, auch wenn ich das generell eher unpersönlich finde ;)


    1.) Darf ich mal in die Runde fragen, was der Wert von meinem Sony ist? Ich habe den damals für 140 EUR auf ebay bekommen, das scheint mir dann ziemlich unter Wert gewesen zu sein, hm?


    2.) Der Sony scheint mir nicht hunderprozentig sauber zu laufen, beim Stroboskop sehen die Punkte jedenfalls verschwommen aus und "schwimmen" manchmal auch leicht in die eine oder andere Richtung.


    3.) A propos Kabel - wichtig ist, symmetrische Kabel zu haben, oder? Also eine neue Verkabelung könnte schon was bringen, wenn die alten Kabel das nicht leisten. Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die Qualität der Kabel Voodoo ist.


    4.) Sollte ich auch einen Phonopre besorgen oder reicht der Phonoeingang meines Yamaha 596? Ich hätte eigentlich gedacht, dass das das erste ist, was ich in meiner Kette upgraden sollte. Ich hatte im Kopf, dass quasi jeder Phonopre besser ist als der "Chip" in einem Vollverstärker.


    5.) Was meint ihr mit "Anschlusskapazität" des Eingangs?


    6.) Wieso ist ein Riemenantrieb prinzipbedingt nicht besser als ein DD? Ich dachte, die zusätzliche Entkopplung würde das System vibrationsärmer machen?


    7.) Jetzt zum Tonarm: Erstens, den lasse ich dran, ja? Zweitens, inwiefern ist die Masse wichtig? Wenn ihr einen Link parat habt, der das erklärt, reicht mir das auch :)


    8.) Ich habe noch einen alten TA zum System: einen Ortofon VMS 20e. Da liegt aber die Nadel quasi schon auf. Ich war dann, um eine Ersatznadel zu kaufen, bei Phonophono. Dort wurde mir erklärt, dass Tonabnehmer eine begrenzte Lebensdauer haben, weil die Teile ermüden, insbesondere das Gummi. Statt einer neuen Nadel solle ich lieber ein neues TA System kaufen. Das leuchtete mir damals ein, also bin ich mit einem Audio Technica AT91 nach Hause gegangen. Sollte ich also auch lieber den alten TA behalten, oder stimmt das, was mir der Verkäufer zu den Tonabnehmern erzählt hat.


    Puh, okay, ich hoffe dass ist jetzt nicht zu viel Text. Besten Dank jedenfalls schonmal!

    It's never too late to have a happy childhood


    ... hört mit:

    Quelle: Sony PS-6750 mit Audio Technica AT91; Yamaha CDX 596

    Verstärkung: Yamaha AX 596

    Lautsprecher: Quadral Aurum 30

  • 1. Der Preis für ein gebrauchtes Laufwerk ist schwer zu bewerten, da er von vielen Faktoren abhängig ist, letzten Endes auch

    davon, wieviel der Käufer bereit ist zu bezahlen. Für 140,- € war der PS-6750 mMn. schon günstig, vorallem wenn man sich die

    aktuellen Kurse ansieht, für den großen Bruder PS-8750 werden 1500,-€ und mehr aufgerufen.


    2. Die Schwankungen des Stroboskops hängen oft mit verschmutzten Potis für die Einstellung zusammen, hier kann mehrfaches

    hin und herdrehen Abhilfe schaffen, ansonsten ein Reinigungsspray.


    3. Ein Standard Cinch Kabel reicht völlig aus, es sollte nur eine niedrige Kapazität aufweisen, das kann man sich selber anfertigen

    oder für kleines Geld kaufen.


    4. Abhängig vm System würde ich es erstmal mit dem Phonoeingang des Yamaha ausprobieren.


    5. Für MM Systeme wird eine Anschlusskapazität vom Hersteller angegeben, mit der das System betrieben werden soll. Die

    Anschlusskapazität setzt sich aus der Kapazität des Tonarmkabels + Anschlusskabel + Kapazität des Phonoeingangs zusammen.


    6. Das Antriebssystem ist mMn. eher eine Frage des persönlichen Geschmacks, über den Riemen werden Vibrationen vom Motor

    auch auf den Plattenteller übertragen. Ich habe beide Antriebssysteme hier und kann keinen hörbaren Vorteil bei einem Riemen

    erkennen, ein DD Antrieb hingegen hat für mich praktische Vorteile, schnellerer Anlauf und Stop des Tellers.


    7. Der Tonarm stellt in Verbindung mit dem Tonabnehmer ein Masse-Feder-System da, aus diesem Grund muss die Nachgiebigkeit

    der Nadel (Compliance) zur eff. Masse des Tonarms passen.


    8. Das Ortofon VMS 20e ist von der Compliance für leichte Arme ausgelegt, da es eine hohe Nadelnachgiebigkeit aufweist. Das

    AT91 ist gerade mal die Einsteigerklasse, da hat das Laufwerk besseres verdient.

    Gruß Martin


    Sony tts-8000 - Ortofon MC 30 Super II - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B2014
    Pioneer PL-70 - Ortofon MC 30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B2014
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • MnOne: den Wert des 6750 würde ich etwa auf max. 400 - 500 € taxieren, zumindest sind die Ebay/Kleinanzeigen mit diesen Summen beendet worden.


    Zwei Empfehlungen meinerseits: wenn schon hier fast alle zu einem Systemwechsel raten, würde ich bei der geballten Kompetenz das als die beste Empfehlung sehen. Wenn du dir zu unsicher bezgl. der Qualität des Players bist, versuch dich mal im I-Net über den Sony schlau zu machen und lies Erfahrungswerte. Auch ich glaub kaum, daß du im Neubereich unter 1500 - 2000 € was besseres finden wirst und dann mußt Du noch zsätzlich in ein System investieren. Behältst du den Sony, kannst du mehr in das System investieren.


    In der Tat: die Aussage, MC System unter 700 € würden nichts taugen, ist vollkommen haltlos.

  • Martin hat ja schon einiges geschrieben. Hier noch ein paar Ergänzungen:

    1.) Vielleicht hat der Markt damals nicht mehr hergegeben. Aber aus heutiger Sicht war das definitiv unter Wert.

    2.) --> Martin

    3.) Da ein Tonabnehmer per se eine symmetrisch-erdfreie Signalquelle ist erscheint eine symmetrische Verkabelung sinnvoll zu sein. Jedoch bieten nur die allerweinigsten Phonostufen die Möglichkeit eines symmetrischen Anschlusses. Ein möglicher Zwischenschritt (wenn ich es so nennen darf) wäre eine "quasi-symmetrische" Verbindung, zumal auch viele Cinch-Eingang "quasi-symmetrisch" ausgeführt sind. Dabei verwendest Du ein Cinchkabel mit 2 Innenleitern, die das plus und minus Sinal des TA führen. Der Schirm des Kabels wird dann nur auf Seiten des Verstärkers angeschlossen.

    4.) Die meisten externen Phonostufen arbeiten auch mit "Chip". Das ist auch per se nichts Schlechtes, im Gegenteil. Operationsverstärker bieten für wenig Geld manch begrüßenswerte Eigenschaft, die diskret nur mit sehr viel Aufwand realisierbar wäre (z.B. Differenzverstärker-Eingang (da sind wir wieder bei der "Quasi-Symmetrie") oder geringes Rauschmaß).

    5.) Ein MM hat eine sehr hohe Induktivität, die per se einen Tiefpaß schon bei wenigen Kilohertz bedeutet. Ohne eine Kapazität, die mit dieser Induktivität einen Schwingkreis bildet, wäre überhaupt kein Hochton möglich. Andererseits darf diese Kapazität im Interesse eines möglichst linearen Frequenzgangs nicht beliebig sein. Da hat man dann schnell mal zu viel oder zu wenig Hochton...

    6.) Die Entkopplung ist sehr relativ da ja Motor und Tellelager und Tonarm in aller Regel über das Chassis miteinander verbunden sind. Motorvibrationen übertragen sich da genauso gut wie über einen wie auch immer ausgeführten Antriebsstrang. Mit anderen Worten: vibriert der Motor nützt der Riemenantrieb auch nichts... Andererseits bringt der Riemen aber auch Nachteile: Verschleiß, schlechte Kraftkopplung und damit schlechterer Gleichlauf.

    7.) Die effektive Masse des Tonarms ist ein Maß für das Trägheitsmoment, das der Tonarm der Nadelbewegung entgegen setzt. Und wie Martin schon sagte hat man da mit der Compliance zusammen auch ein Feder-Masse-System, das z.B. durch wellige Platten angeregt werden kann. Die Eigenresonanz sollte nach anerkannter Meinung zwischen 8 und 12 Hz liegen. Ein bischen mehr oder weniger ist noch nicht schlimm. Liegt man aber deutlich daneben leiden der Baßfrequenzgang, die Nadel kann bei Impulsen aus der Rille fliegen und im Extremfall kann sogar der Nadelträger abbrechen (ist aber zum Glück sehr selten).

    8.) Dem optischen Eindruck nach dürfte der Tonarm eher schwer sein oder zumindest am oberen Ende von mittelschwer. Daher würde ich da ein MC bevorzugen. Ein High-Output-MC wie z.B. das Denon DL110 läuft auch an einem MM-Eingang, so daß Du da keine extra Phonostufe dafür kaufen mußt. Solche Systeme haben ggü. MMs sogar den Vorteil, daß sie unempfindlich ggü der Abschlußkapazität sind, weil ihre Spuleninduktivität etwa 5 Zehnerpotenzen kleiner ist als bei MMs.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
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