Loudness ein Thema für Euch !!!!???

  • Hörgewohnheiten sind immer eine Frage des individuellen Geschmacks und der eigenen Hörgewohnheiten. Wer eine bass- oder höhenlastige Wiedergabe bevorzugt, soll das doch so hören, es ist doch sein Leben.


    Lautsprecher sind natürlich gesoundet und werden ebenso nach Gusto gekauft und betrieben. Lineare Frequenzgänge sind ein absolutes Märchen, es sei denn, Wohnraum, Anlage und Lautsprecher sind penibel eingemessen und per Elektronik linear abgestimmt. Das funktioniert soweit, wie man mit Testtönen arbeitet. Kommt dann Musik ins Spiel, ist´s aus mit der Linearität.


    Ab davon wird Produktions seitig soviel an der Musik rumgedoktert, dass von Linearität und Klangwahrheit nicht die Rede sein kann. Insofern gibt es bei highfideler Musikwiedergabe keine Wahrheiten.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Hat nichtjeder Lautsprecher sein eigenes Loudness.

    Ja, aber ist auch wie weiter oben schon gesagt die zeit. Verglaiche mal zwei grossen, einer aus den 70er und einer von jetzt, zum beispiel Cabasse Albatros und Wilson Watt auch immer. Der angedickter (mid)bass vom Wilson und zeitgenossen.

    Und ja, alle teile in der ganzen kette sind 'filter', faengt mit dem mikrophon an, nehmen wir den condensator oder den ribbon ... Die saengerin im 'vocal booth' oder im kozertgebauede?

    ... a simple product of sophisticated thinking.

  • Genau...Spassss muss man an der Sache haben! Wenns mich juckt, dehe ich auch mal Bässe und/oder Höhen auf oder mache die Loudness rein. Und drehe laut auf. Und genieße wieder das Feeling, noch einmal 20 zu sein. Was bin ich doch für ein alter Sack, dass ich solche Hilfsmittel brauche. Porsche und Oldtimer sind auch schon vorhanden. Demnächst folgt der Rollator. Aber nur mit Gettoblaster dran8)


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Tja, schlimm, schlimm, aber du warst deswegen nicht in Therapie, oder?;) Ansonsten müßtest du versuchen die High-End Industrie, incl. ihrer schreibenden Markenbotschafter in Regress zu nehmen. Wobei - klingen nicht alle Verstärker gleich, ganz zu schweigen von Kabeln? Die können ja gar nicht klingen, weil sich das messtechnisch ja nicht nachweisen läßt - echt übel das Ganze.

  • Basstrombone:


    Deinen Verweis auf mangelnde Hörerfahrung unverstärkten Gesangs und Instrumentenklangs bei vielen

    Zeitgenossen kann ich nur unterstreichen. So viele kennen Musik nur aus dem Lautsprecher und wissen gar nicht wie Instrumente natürlicherweise klingen.

    Am besten man singt oder spielt selbst in einem Ensemble. Das schult das Ohr. Mir ist natürlich klar, dass

    nicht jeder HiFi Freund hier unterwegs ist. Aber damit hast Du Recht. Geht in Konzerte und hört Euch Livemusik umverstärkter Natur an, Augen schließen und mit Eurer Anlage vergleichen. Trifft wie schon

    geschrieben auch auf die Lautstärke zu. Bei den komprimierten Aufnahmen klingen oft alle Instrumente gleichlaut, eine Querflöte so laut wie das begleitende Orchester. Achtet bei den CDs mal drauf.

  • Hallo Tillerman,

    Deine Empfehlungen sind richtig, aber ich habe Zweifel, ob sie im erforderlichen Umfang umgesetzt werden. Letztlich entscheidet der einzelne Musikfreund vor seiner Anlage auf Grundlage seiner subjektiven Befindlichkeit, was und wie er hören möchte. Die wenigsten werden zwecks Entscheidungsoptimierung in den Kirchenchor eintreten.

    BG Konrad

  • Bis vor kurzem hatte ich einen Marantz PM-11 an meiner Anlage. Dieser hat eine "Loudness-Taste", die man aber individuell programmieren kann, d.h. die Anhebungen / Senkungen von Höhen, Mitten und Bässen werden nach eigenem Geschmack voreingestellt.

    Ich habe diese Funktion auch gern für niedrige Lautstärken genutzt.


    Das Gerät ist inzwischen einem Mcintosh gewichen. Hier nutze und vermisse ich keine Klangkorrektur. Der spielt bis in untere Lautstärken nach meinem Geschmack.


    Gruß, Andreas

  • Das Gerät ist inzwischen einem Mcintosh gewichen. Hier nutze und vermisse ich keine Klangkorrektur. Der spielt bis in untere Lautstärken nach meinem Geschmack.


    Gruß, Andreas

    Naja, wenn Du nur Musik von Quellen hörst, die klanglich zu Deinem Equipment passen, brauchst Du ja auch keine Möglichkeiten zur Klangkorrektur. Aber hörst Du dann mal Mucke, die klanglich oben, mittig oder unten im Frequenzbereich nicht optimal passt, bist Du ohne Möglichkeiten zur Klangkorrektur aufgeschmissen und fängst ggf. wieder an, zu optimieren. Oder lässt als einfachste Möglichkeit die Finger von solcher Mucke. So entsteht dann die Mär vom Highender, der nur 30 Platten besitzt und hört....;).


    Ab davon, nichts gegen McIntosh, Geräte davon habe ich unter anderem auch. Aber mit Klangreglern und Loudnesstaste.


    Achtung: Dieser Beitrag enthält Anteile von Ironie. also bitte nicht so ernst nehmen :saint:!


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Nun ja, der Mac HAT ja Möglichkeiten zum Equalizing... ich brauchte sie bisher jedoch nicht.


    Aber ich arbeite ja auch noch an den "Goldohren" ;)


    Um zum Ernst zurück zu finden, ein Beispiel. Hubert von Goisern hat eine wunderbare Coverversion von Janis Joplins "Mercedes Benz" geschrieben. Da brauchts schon ein wenig Punch um die Trommelfelle noch bei Zimmerlautstärke in Szene zu setzen. Hier musste dem Marantz bei wenig LStärke etwas nachgeholfen werden, was übrigens gar nicht ehrenrührig ist und nichts daran ändert, dass der PM-11 ein toller Verstärker ist.

    Der Mac langt an der Stelle aber einfach besser hin.


    Wenn ich ganz ehrlich bin - was vielleicht mit der Eingangsfrage auch ein bischen gemeint war... ja, ich brauche schon auch etwas "Überwindung", bevor ich eine Loudnesstaste drücke..... sachlich vollkommener Quatsch, aber es bleibt das kleine Gefühl etwas "Verbotenes" zu tun :D

  • hallo zusammen,


    ich habe nicht die historie des threads im kopf, ggf. wurde das schon angemerkt.


    es ist psychoakustisch nachgewiesen, das das menschliche ohr in verbindung mit den dingen die im gehirn passieren bei geringen lautstärken die hohen und tiefen frequenzen weniger gut hören kann. habe dazu die bezeichnung bzw die messmethode nicht parat. aus meiner erinnerung, als ich in den 80ern im hifi studio in den ferien gejobbt habe, war diese loundness-funktion dazu gedacht, beim hören mit geringen lautstärken die tiefen und hohen frequenzen minimal anzuheben. also als ausgleich zu funktionieren, damit es im "kopf" einigermassen linear ankommt. einige hersteller wie yamaha hatten damals loudness-funktionen, die mit zunehmender lautstärke abnahmen, der begriff fällt mir gerade nicht ein.


    das sich evolutionstechnisch an unseren ohren / gehirnen die letzten hundert jahre nicht viel verändert hat, kann man diese frage also gar nicht beantworten wer richtiger hört bei geringen laustärken, der high-ender der das problem mit den fehlenden frequenzen hat oder der andere der die loudness-taste einschaltet. ich mache das für mich so, dass ich meistens in den laustärken höre, wo das problem nicht mehr existiert und habe an meine geräten gar keine loudness- / klangregelungs-möglichkeit


    jemand hatte hier im forum irgendwo angemerkt, dass eine klangregelung in bezug auf phasenlage oder so ähnlich einfluss nimmt und damit den "klang" verschlechtert, das kann ich nicht bewerten. vermutlich ist eine loundness-funktion ist ja wahrscheinlich nichts anderes, als bei bestimmten frequenzen die amplitude des signals zu erhöhen.


    viele grüße

    markus