Phono Vorvertärker für Shure V15 III an einem Dual CS 621

  • Hallo,


    ich habe mal eine Frage zu passenden Vorverstärkern. Ich habe einen Dual CS 621 mit einem Shure V15 III. Originalnadel in gurem Zustand (kaum gespielt) Und noch als Ersatz eine Nachbaunadel besorgt. Irgendwann wurde mal am Dual auf Cinch umgebaut. Mein Verstäker ist ein Yamaha RX-V 765. Ich suche nun eine geeignete Phono Vorstufe. Da das System jedoch 400 bis 600 Pikofarad angegeben hat, brauche ich vermutlich einen Phono Vorverstärker der ebenfalls etwas mehr hat. Mir ist der Cambridge CP1 ins Augegefallen der hat 220 pF angegeben. Der Hama PA 605 allerdings auch. Und der ist erheblich günstiger. Ich wollte jetzt auch nicht allzu tief in die Tasche greifen. Daher meine Frage (n) . Reicht der Hama für das System? Ist der Cambridge wirklich besser? Oder sind beide schrott und es gibt (welche?) Alternative?


    Danke schön vorab und viele Grüße,

    Matze

  • Hallo Matze

    Ich betreibe am Shure V15III die Phono Box DS von Project, damit liefter er erstklassige Qualität.

    Bei der Phono- Box DS kannst du alles wichtige umschalten, auch die Eingangskapazität- Ich betreibe ihn mit 347pf. (Ca. 200€)

    Du kannst auch die Phono-Box S nehmen, wenn du nicht ständig den Tonabnehmer wechselst. Dort lässt sich alles per Dip- Schalter auf der Unterscheite einstellen, diese Box betreibe ich am Rega. (ca. 130€) Beide klingen erstklassig, ich kann keinen Unterschied feststellen.

    Das Shure V15III soll sich recht unempfindlich bezüglich der Eingangskapazität verhalten, ich höre keinen Unterschied on 47, 147, 247, 347 pf. Aber ich habe auch keine genauere Testreihe bei kritischen Stücken durchgeführt.

    Wenn du nur den V15 betreiben und nicht ständig wechseln willst, würde ich die Phono-Box S wählen. Aber Achtung: Nicht die ohne S, die soll schlechter sein.

    Gruß Thorsten

  • Du kannst Phonostufen übrigens auch bedenkenlos gebraucht kaufen. Und wenn die Eingangskapazität für das Shure zu gering sein sollte (auch die 220pF wären noch zu wenig...) kannst Du auch bei einer nicht einstellbaren Phonostufe problemlos die fehlende Kapazität dazuschalten. Einfach den benötigten Kapazitätswert als Folien- oder Keramikkondensator besorgen, je einen in einen Cinchstecker einlöten (2 mal das ganze da Stereo...) und per Y-Adapter parallel zum Plattenspieler anschließen.

    Aber Achtung: dadurch kannst Du die Kapazität nur erhöhen - aber nicht senken! Nimmst Du eine Phonostufe mit 220pF Eingangskapazität, kannst Du 95% aller heute neu erhältlichen MM-Tonabnehmer nicht sinnvoll nutzen! Achte daher darauf, daß die Kapazität nach Möglichkeit einstellbar und der kleinste Wert so niedrig wie möglich ist! 100pF sollten nicht wesentlich überschritten werden weil (Achtung!) das Kabel des Plattenspielers hat ja auch noch ca. 100...150pF Kapazität... Und die addiert sich!


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Guten morgen,


    vielen Dank für die netten Antworten. Das war sehr hilfreich. Es tut mir leid, bei der Angabe des Verstärkers ist mir wohl ein Zahlendreher unterlaufen. Es handelt sich um einenRX-V675. Es ist kein Phono Eingang vorhanden. Der Tipp sich die S oder DS Reihe von Pro-Ject anzusehen war gut. Ohne handwerkliches Geschick ist das Einstellen der Werte am Gerät selbst doch wesentlich komfortabeler. Die Phono Box DS ist mir doch für meine Zwecke zu kostspielig. Ein Tausch der Systme zwischendurch ist bei mir nicht vorgesehen. Aber die Phono Box S ist genau das was ich gesucht hatte, Sie bietet auch die Möglichkeit die Verstärker anzuheben, Ich empfinde das Shure (im Gegensatz zu einigen moderneren Ortofon Systemen) als sehr leise.


    Vielen Dank ud freindliche Grüße,

    Matze