Moderner Plattenspieler mit Endabschaltung?

  • Guten Morgen Analogis!


    Ich suche einen ernstzunehmenden Plattenspieler aus aktueller Fertigung mit automatischer Endabschaltung, da ich auf diesen Luxus nicht verzichten möchte.

    Vollautomatik brauche ich nicht, aber Endabschaltung mit Anhebung des Tonarms ist Pflicht.

    Einsteigerdreher bis 800 oder 1000 Euro schließe ich aus, ein gewisses Grundniveau sollte schon vorhanden sein.

    Hab bei meinen Recherchen ab 1000 Euro nur manuelle Dreher gefunden.

    Kann mir jemand behilflich sein?


    Gruß

    Frank

  • Ich glaube, entweder den Begriff "aktuelle Fertigung" oder den Begriff "ernstzunehmend" wirst Du ein wenig dehnen müssen...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Guten Morgen,


    ich fürchte, Du hast recht, Andreas, aber der Tip von Ronny ist klasse, kannte ich noch nicht.

    Mir ist schon bekannt, daß gelegentlich behauptet wird, schon das Vorhandensein einer Endabschaltung schade dem Klang, so ganz nachvollziehen kann ich das nicht, beim Thorens TD 320 merk ich davon nichts.


    Gruß

    Frank

  • Mir ist schon bekannt, daß gelegentlich behauptet wird, schon das Vorhandensein einer Endabschaltung schade dem Klang,

    Diese generelle Behauptung ist aber auch 100% Quatsch;). Der Grund für das Nichtvorhandensein von Automatik, bzw. Endabschaltung mit Liftanhebung ist einfach der Aufwand. Den will sich kein Kleinserienherseller antun.


    Selbst bei den Thorensen mit der Lichtschranke (die übrigens nicht zuverlässig bei Single-Schallplatten funktioniert, bzw. dann bei LPs nicht abschaltet:( ), ist schon mal ein Tonarm nötig, der die Integration der Lichtschranke und Schaltblende zulässt. Dann muss aber noch eine Abschaltlogik her, die den Motor abschaltet, den Lift betätigt und beim Rückführen des Tonarmes den Motor und Lift nicht wieder anschaltetet bzw. absenkt.


    Beim automatischen Liftbetätigen wirds dann schon richtig aufwändig mit der Machanik . Mit nem einfachen Jelco-Lift geht das nicht. Es sei den man möchte einen Doppelift, so wie die oben verlinkte Tonarmanhebung. Da muss man dann beim erneuten Start erst mal die Liftanhebung wieder zurücksetzen und den normalen Lift wieder anheben. Der Motor wird damit ohnehin nicht abgeschaltet. Das ist alles andere als "Automatik":wacko:.


    Gruß Alfred

    "Gewerblicher Teilnehmer" -> Großer Bestand an originalen Dual- und Thorens-Ersatzteilen, auch für DIY unter www.dualfred.de

  • Hallo Frank, das mit der Klangbeeinflussung von Automatiken trifft in der Regel auf Voll- oder Halbautomaten zu, die oftmals ein großes Mechanikpaket mitbewegen. Die Lösungen von Thorens fand ich eigentlich immer sehr smart, waren aber Tonarmgebunden und deswegen verzichten die Plattenspielerhersteller heute meist darauf.

    Mit dem bfly Teilchen habe die ich keine Erfahrung, allerdings mit dem Vorgänger, einem Lifter von Aufiotechnica. Der hat auch immer zuverlässig funktioniert. Heute brauche ich das nicht mehr.

  • Hallo Frank,

    ich hab' mir vor einiger Zeit die gleiche Frage gestellt wie Du. Ich recherchierte nach einem aktuellen Komplettspieler mit Halb- oder Vollautomatik oder auch "nur" mit Endabschaltung als Ergänzung zu meinem Rega RP3, der mittlerweile (eigentlich) ausgereizt ist. Ergebnis: Nix gefunden!

    Meine Frau findet ja einen alten Thorens schön... .


    Beste Grüße, Dirk.

  • Hallo Frank!

    Schau doch mal bei Ballfinger:

    • Wahlweise mit manuellem Lift oder halbautomatisch mit Tastenlift und Start-Stopp-Automatik

    da muss man auf keinen Luxus verzichten 8o.

    Technisch ein Leckerbissen mit neuartiger Tonarmführung, Direktantrieb mit Magnetlager, höhenverstellbarem fast 5 kg schwerem Aluteller,... und optisch mbMn ein Traum :love:.

    Leider kann ich diesjahr nicht nach Krefeld kommen;( - da ist er wohl zu sehen :meld:

    Mit analogen Grüßen

    Clemens


    P.S.: Das einzige Manko dürfte der ( von mir vermutete niedrige fünfstellige) Preis sein :wacko:.

    P.P.S.: http://www.ballfinger.de/turntable-ps-2

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Akito126 ()

  • das von mir verlinkte kleine Dingens funzt prima.

    Hallo Ronny,


    das glaube ich Dir gerne. Es ist eine echt simple und dennoch zuverlässige Lösung gegen den Dauerplop in der Endrille.


    Es ist aber meines Erachtens keine wirkliche Automatik. Der Motor läuft weiter und das Dingens muss man vor jedem Betrieb wieder "scharf" machen.


    Gruß Alfred

    "Gewerblicher Teilnehmer" -> Großer Bestand an originalen Dual- und Thorens-Ersatzteilen, auch für DIY unter www.dualfred.de

  • Es ist aber meines Erachtens keine wirkliche Automatik. Der Motor läuft weiter und das Dingens muss man vor jedem Betrieb wieder "scharf" machen.

    Genau so wie man beim Automatikus in der Regel einen Startknopf betätigen muß...;)

    Der Synchronmotor meines CA läuft übrigens immer durch, wenn ich zuhause bin. Das hat noch nie etwas geschadet. Das mit dem Nadelabheben ist verständlich.

  • das mit der Klangbeeinflussung von Automatiken trifft in der Regel auf Voll- oder Halbautomaten zu, die oftmals ein großes Mechanikpaket mitbewegen

    Das tun sie eigentlich nicht. Schau Dir mal die Konstruktionen von Dual an, da wird der Tonarm von der ganzen Mechanik zu 100% entkoppelt (okay, über das Chassis gibt es halt noch Kontakt). Selbst das Kurvenrad dreht sich nicht ständig mit sondern wird erst durch Betätigen des Start-Stopp-Schalters oder am Plattenende soweit weitergedreht, daß das Zahnrad unterm Plattenteller greift. Aber: wolltest Du heute z.B. einen 1229 exakt in der gleichen Qualität nachbauen, würde der garantiert fünfstellig kosten... Mechanik ist heutzutage eben sauteuer. Und genau das ist der Grund, warum das heute keiner mehr macht. Die Duals, die heute noch verkauft werden, sind auch nur deshalb noch verhältnismäßig leistbar, weil die Konstruktion und die Werkzeuge noch aus den 80ern sind. Da mußten keine neuen Investitionen getätigt werden. Die andere Alternative sind die ganzen Billigdinger von Auna und Konsorten, die zwar Automatik haben, aber von lausiger Qualität sind...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


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  • Die Hebel machen sich doch auch maximal in dem Moment bemerkbar, in dem Du sie betätigst bzw. die Endabschaltung läuft. Und ob ich 0,2...1 sec vor dem Abheben der Nadel ein kleines Geräusch höre - ganz ehrlich, das ist mir ziemlich schnuppe...

    Es geht doch darum, ob diese Mechanik die Abtastleistung des Tonabnehmers in irgendeiner Form beeinträchtigt. Und genau das ist eben nicht der Fall, wenn es richtig gemacht ist.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
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  • Danke an alle für die Einschätzungen!

    Gerade ist die Endabschaltung meiner Jukebox kaputtgegangen. Zum Glück weiß ich immerhin, wie man das mechanisch regelt, sonst wär im Moment Feierabend mit Musikbox.

    Bei meinen Drehern möchte ich auf diesen Luxus nicht verzichten, der Tonarm muß sich am Ende hochheben und, ja, ich liebe mein altes Elac- und Thorensgeraffel nicht zuletzt wegen dieses Komforts.

    Ein Ballfinger wäre nett, wenn das Budget es hergäbe, aber leider...


    Gruß

    Frank

  • Bliebe noch der neue Technics SL-1200 GR oder 1210-GR.

    Plattenspieler mit Tonarm-Rückführung gibt es dagegen m.W. heute nicht mehr.


    Eine Abschaltautomatik mit Tonarmrückführung hat keinen klanglichen Einfluß, denn die Tonarme wie Antriebe laufen während das Abspielens genauso berührungsfrei wie bei manuellen "High-End-Drehern". Bei High-End, wo man gerne einen individeullen Tonarm nach Wahl verbaut, muß man auf die aufwändige Rückführungsmechanik naturgemäß verzichten. Daher hat sich hier das "manuelle" etabliert. Die Rückführungsmechanik läßt sich nur mit Kunststoffspritzgußteilen in industrieller Massenproduktion kostengünstig realisieren und wurde Anfang 90er Opfer der Digitalisierungswelle, als die großen Hersteller die Plattenspielerproduktion einstellten.

    Individuell läßt sich eine Endabschaltung auch beim Thorens TD126 einrichten, wenn man beim Tonarm seiner Wahl die Sensorik oberirdisch montiert. Das ist die kleine Ferritspule, die fix montiert wird und das Ferritjoch, welches am Achsenkreuz des Tonarmes geklebt wird. Ein solcher TD126 ist aber nur noch gebraucht und zumeist als "Baustelle" zu erwerben.

    Geht es also nur um das Abheben des Tonarmes am Ende der Platte, ist Ronnies Tip die beste Lösung.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer