Verschiedene Plattenstärken (Material / Gewicht / Qualitätsfrage)

  • Da ich für mich erst jetzt die Schallplatte für mich als Musikmedium entdeckt habe, waren die ersten Käufe erstmal ein Griff ins Blaue.


    Dabei musste ich feststellen, dass es verschiedene Materialstärken gibt, die sich doch erheblich voneinander unterscheiden. Bei manchen Maxis (in meinem Fall die mit Papiercovern ohne Extrahülle) sind die Scheiben so dünn, dass sich diese schon beim Betrachten verbiegen. Andere sind so schwer, dass man Befürchtungen hat, dass es der Motor vom Plattenteller nicht mehr schafft. Farbige Vinyls sehen zwar klasse aus, aber das Material wirkt so weich, dass man Angst bekommt, dass die Scheibe sich bereits beim Herausnehmen aus der Papierhülle verkratzt.


    Was hat es mit den verschiedenen Materialien und Stärken auf sich? Gibt es einige Plattenlabel, von denen man besser die Finger lässt?

  • Da ist nix generalisierbar. Es gibt 100 g Pressungen die gut klingen, es gibt 100 g Pressungen die schlecht klingen. Es gibt 180 g Pressungen die gut klingen und es gibt 180 g Pressungen die schlecht klingen. Es gibt schwarzes Vinyl das knistert, es gibt farbiges Viny das gut klingt oder andersherum. Das Label ist für die Pressung eher zweitrangig, das beauftragte Presswerk spielt die große Rolle. Aber auch da ist nichts zu verallgemeinern. Es gibt gute und schlechte Pressungen von Pallas, Optima oder CZ Vinyl.


    PS: Es gibt aber einzelne Pressungen, wo man weiß dass alle Kopien einer Auflage knistern wie Lagerfeuer. Das muß man dann aber im Einzelfall klären. Ich habe z.B. viele MPO Pressungen die einfach schlecht sind. Andere schimpfen recht oft über CZ Vinyl, von denen habe ich nun wiederum nicht eine schlechte Pressung.

  • Naja, 180 gr Pressungen sind wohl eher ein Marketing Gag und machen mehr Probleme als eben recht. Die LPs werden zwar als das Nonplusultra verkauft, sind aber zu einem grossen Teil weit davon weg. Dann schon lieber eine 120 gr Pressung, da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die LP nicht verzogen ist und nicht ganz so viele Störgeräusche hat.


    Aber wie T.U.F.K.A.U. schon sagt, es gibt eben diese und diese. Du kannst mit jeder Platte auf der Müllhalde landen oder umgekehrt. Lass einfach die Finger von den Picture Discs (oder wenn nicht, dann machs wie ich, kauf die nur zum Einstellen in die Sammlung und schau sie dir an), sonst ist es ziemlich egal ob schwarz, farbig oder was auch immer.


    Mir gefällt dein erster Satz mit dem Griff ins Blaue. Mach weiter so und entdecke die Pros und Cons selber. Und nimm Meinungen im Internet mit mehr als einer gesunden Portion Skepsis auf. Eine Frage, zweihundert Meinungen und am Schluss weisst du ungefähr soviel wie am Anfang.


    Cheers


    Roland

  • Lass einfach die Finger von den Picture Discs

    Prinzipiell völlig richtig, aber selbst da habe ich eine die geradezu audiophil klingt und die Störgeräusche halten sich auch in Grenzen. Aber warum fällt mir das so auf, richtig, die meisten Picture Discs sind eben nicht mehr als chiquer Sondermüll.

    Naja, 180 gr Pressungen sind wohl eher ein Marketing Gag und machen mehr Probleme als eben recht.

    Das sehe ich auch so.

  • Hallo


    Also ich habe bei den Jazz Platten mit 180g zu 90% gute Erfahrungen gesammelt manche sind beinahe perfekt. Da sieht’s mit 140g oder 120g schon anders aus da sieht man oft im Cover schon die Schüsselung. Alles bei neuen Pressungen, alte Pressungen sind fast immer um einiges besser auch wenn dünner.


    Top sind die 200g Pressungen die ich bis jetzt gekauft habe allesamt.


    Beste Grüße

    Oliver

  • Hallo,


    ich hatte früher mal (bis sich die CD durchsetzte) eine Sammlung von ca. 500 Lp's u. hatte damit kaum Probleme. Könnte mich noch heute für meine Blödheit ohrfeigen, alles verkauft zu haben. Als ich heuer wieder zu sammeln anfing und mir die ersten 180g in die Hände fielen war ich manchmal über deren Qualität mehr als enttäuscht. Da waren wellige Dinger drunter - einfach nur grausam ( z.B.: Pink Floyd Platten bei diversen Anbietern nachgekauft u. jede dritte war verzogen!) Bei älteren nachgekauften Originalen hatte ich bislang keine Probleme.


    Grüße

    Roger

  • Roger mit alten Platten gibt es meiner Erfahrung nach auch kaum Probleme.

    Die Neuen sind das Problem und vorallen meistens 180g.

    Ich habe ein Turntable auf dem ich sie hören kann, bei den anderen Ketten

    gehts meistens garnicht (für meine Ohren).


    Gruß Lars

    Yamaha PF800 mit Yamaha MC9, Yamaha YP-B4 mit AT120Eb, Yamaha YP-D6 mit AT5V, Thorens TD 145 MKII mit Ortofon FF150 MKII

  • Als ich heuer wieder zu sammeln anfing und mir die ersten 180g in die Hände fielen war ich manchmal über deren Qualität mehr als enttäuscht. Da waren wellige Dinger drunter - einfach nur grausam ( z.B.: Pink Floyd Platten bei diversen Anbietern nachgekauft u. jede dritte war verzogen!) Bei älteren nachgekauften Originalen hatte ich bislang keine Probleme.

    Das mag bei manchen (wenigen) Pressungen so sein wenn sich mal wieder die Qualitätskontrolle bei der Produktion im Tiefschlaf befand:thumbdown:

    Ich hatte bei meinen 180/200gr (einige hundert) noch keine einzige dabei die nicht spielbar gewesen wäre, wellige sind aber schon drunter (im vergleich zu früher deutlich mehr) das hält sich aber in grenzen beim Abspielen.

    Eher bemängle ich manchmal (eher selten aber es kommt vor) Oberflächenstörungen wie knistern oder knackgeräusche selbst bei Audiophilen Lp´s.



     

    Top sind die 200g Pressungen die ich bis jetzt gekauft habe allesamt.

    :thumbup:


    ..das können sich die Majors nicht leisten da zu schludern, noch dazu bei den gesalzenen Preisen.



    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    ..wenn einer nicht auf dem gewohnten Weg vorankommt,/ sucht er sich hintenrum eine beßre Strasse,/ doch um das gute zu finden, muss man, ich habs erprobt, in umgekehrter Richtung gehen. Galileo Galilei

  • Ich hatte bei meinen 180/200gr (einige hundert) noch keine einzige dabei die nicht spielbar gewesen wäre, wellige sind aber schon drunter (im vergleich zu früher deutlich mehr) das hält sich aber in grenzen beim Abspielen.

    Ich habe jahrelang keine neuen Platten mehr gekauft und bin nun bei zwei Neubestellungen um eine Erfahrung reicher. Frühere RIs mit 180 gr sind topfeben, aber die beiden neuen Klassik-LPs von Hi-Q sind wellig. Ich habe von solchen Sachen bislang ja nur hier im Forum gelesen und konnte mir das nicht so recht vorstellen. Aber scheinbar gibt es heute keine Qualitätskontrolle mehr.


    BTW: Wer presst denn die RIs von Hi-Q?


    Gruß

    Michael

  • Erstmal vielen Dank für die vielen Feedbacks .. das macht mich ja erstmal etwas gelassener. Gerade heute eine flatterige Gummischeibe bekommen - und der erste Gedanke .. irgendeine billige Hauspressung vom Hinterhof. Aber dem ist offensichtlich nicht so.


    Ich kann mich aus den früheren Jahren erinnern, dass die schwarzen Scheiben den farbigen und Picture Disks vorgezogen wurden. Damals wurden diese Versionen als billiger Werbegag abgetan. Ist aber sicherlich eher eine Verallgemeinerung gewesen.


    Die Wertigkeit hat also erstmal nichts mit Haptik zu tun. Also kann ich erstmal unbeschwert weiter einsammeln und meine Erfahrungen auf mich wirken lassen.


    Allein vom Gefühl des Auflegens und der Plattenzeremonie an sich machen die schweren Platten aber schon mehr Spass ..

  • Berg und Talbahnen hatte ich auch öfter

    bei alten Platten die nach 10 bis 20 Jahren

    noch eingeschweisst waren.

    Nicht nur das die Folie das Cover verbogen

    hat, den Platten hat das meistens auch nicht gut getan.


    Farbige Vinyls sind mittlerweile eigentlich kein Problem mehr wie früher, da die Mischung des Materials dem von schwarzem Vinyl gleich ist.

    Früher wurde schwarzem Vinyl noch Ruß beigemischt.


    Der teils unterirdische Klang von Pics ist mbMn die Folierung schuld.


    Ich hatte an anderer Stelle schonmal darüber geschrieben, finde es nur gerade

    nicht mehr.


    Gruß Lars

    Yamaha PF800 mit Yamaha MC9, Yamaha YP-B4 mit AT120Eb, Yamaha YP-D6 mit AT5V, Thorens TD 145 MKII mit Ortofon FF150 MKII