Synchronmotor und Unterspannung

  • Hallo


    vor einiger Zeit habe ich mir einen 'Anfaenger' Transrotor zugelegt (Insigne oder so) den ich seither ein bisschen aufpoliere. Was richtig enttaeuschend war, das primitive Steckernetzteil.

    Da musste was neues her ;)

    Also ein Luxusnetzteil (nach)gebaut. Letze Woche hab ich das zum ersten mal getestet.

    Also nur mal laufen lassen. Tonarm usw ist noch nicht fertig ;)

    Ein wenig rumgespielt mit Phasenlage, Drehzahl usw.

    Was man auch noch einstellen kann ist die Ausgangsspannung.

    Die steht im Moment auf der Transrotor Vorgabe von 18V

    Jetzt habe ich irgendwo gelesen, dass die Synchronmotoren im allgemeinen ruhiger laufen wuerden, wenn sie unterhalb ihrer Nennspannung betrieben werden.

    Gefunden habe ich HInweise bei den die Rede von 70 bis 80% ist. Das waeren dann bei mir nur 12,6 bis 14,5V

    Das erscheint mir dann doch etwas gering. Obwohl, Teller anschieben mache ich ja bisher auch immer :)

    Hat dazu vielleicht jmd Erfahrungen?

    Ich wuesste gerne ob es sich lohnt den Deckel nochmal vom Gehauesab e zu schrauben ;)


    Gruesse Joachim1

  • Ich betreibe den Synchronmotor eines Heybrook TT2 ebenfalls mit Unterspannung. Ich habe damals einen Kompromiss aus Lautstärke und Kraft gewählt (also Motor nun im Betrieb mit Ohr unhörbar, war zuvor nicht der Fall. Aber noch immer stark genug, um den Teller aus eigener Kraft in Bewegung setzen zu können. Nichtsdestotrotz schiebe ich grundsätzlich trotzdem mit der Hand leicht an). Leider habe ich die genauen Werte nicht mehr im Kopf, aber die kolportierten 70 bis 80 % Prozent erscheinen mir aus der Erinnerung wahrscheinlich. Es ist schon ein paar Jahre her und hat sich als praxisnah herausgestellt.

  • Hi,

    mein Philips/Airpax 110V Typ läuft an meinem Manticore Mantra mit dem entsprechenden Netzteil MB6 mit 78V (106Vss).


    Macht 70%.


    Der muss auch angeschoben werden.

    Wird nur ganz selten ausgeschaltet.


    Tschau,

    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hohe Spannung erhöht auch das Polrucken, zu wenig Spannung kann aber wieder dafür sorgen, das der Motor im Feld hängen bleibt. Auch der Anlauf ist problematischer. Aber wenn es mit "anschubsen" läuft, paßt es. Für den Riemen ist anschubsen ohnehin besser, denn die größte Belastung ist immer der Anlauf.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer


  • Thorens hat bei seinen Steckernetzteilen Spannungen von 9-16Volt verwendet für die identischen Motore.

    Im übrigen zeigen Synchronmotoren im Betrieb kein Polrucken, es sei denn sie sind falsch belastet, dann bleiben sie stehen und ruckeln je nachdem.


    Klausi

  • so, 2 DIN Stecker mit Kabeln dran, jeweils fuer eine Phase

    Damit kann man messen ohne irgendwo im Inneren das Messgeraet anklemmen zu muessen.

    Deckel ab und auf 14Volt gestellt.

    Laeuft auch damit noch problemlos an.

    Der Lauschangriff auf die Motordose zeigt ein deutlich geringeres Geraeusch

    Schauen wir mal ob da noch weniger geht.

    Das war mal eine gute Idee :)


    Danke Joachim1

  • Auf diese Weise hatte ich bei meinem Linn LP12 (gekauft 1981,

    ausgestattet mit dem Valhalla Board) auch die mechanischen Brummgeräusche deutlich reduziert (verglichen mit einem Stethoskop) - ich landete auch auf etwa diesen Spannungs-Wert. Eine weitere Reduktion erzielte ich mit dem Verändern des Wertes vom Phasenschieberkondensator, wodurch etwa jeweils 65V an den beiden Motorwicklungen ausreichten, um nach Anwerfen von Hand die Teller-Drehzahl stabil zu halten. Der theoretrisch optimale Wert von 90° für den Phasenversatz stimmt in der Praxis nicht ganz und sollte auch immer individuell optimiert werden (beim Lingo wegen zwei getrennten Motorentstufen und variablem Allpass sehr leicht möglich).