Le Tallec Alpha Plus

  • Hallo....


    zufällig bin ich an einen Le Tallec geraten.

    Verkauft wurde er mir als Le Tallec Lambda...war er aber nicht.

    Ein Bild habe ich im Internet gefunden, das einen Le Tallec zeigt, der meinem gleicht.

    Ein Alpha Plus.

    Leider gibt das Internet NICHTS über diesen Plattenspieler her, als dieses eine Bild.

    Kennt jemand zufällig das Le Tallec Lineup?


    Hier ein leider unscharfes Bild von meinem. Ich habe einen Micro Seiki Arm verbaut.

    Sieht meiner Meinung nach ganz ordentlich aus.



    lg
    Martin


    Le Tallec + Micro Seiki MA707

    Elac 50H

  • Hallo Martin,

    ob Lambda oder Alpha plus - egal, beide Modelle sind sich ähnlich und unterscheiden sich deutlich vom STAD-1 und einem weiterem, größeren Modell, und präsentieren somit eher die kleine Baureihe.


    Rein klanglich erreicht das Laufwerk sehr gute Ergebnisse, jedoch hat der kleine auch Schwächen, die man aber ausmerzen kann. Das wären:

    a. die Original-Riemen sind/waren geklebt, also nicht durchgängig wie z. B. die Transrotor Riemen. Hier gilt es heute anderweitig Ersatz zu beschaffen, am besten einen Silicon-Rundriemen. Wo, das kann ich jetzt nicht aus dem Ärmel schütteln, aber es gibt heutzutage Anbieter für alle möglichen Plattenspieler.

    b. das kleinst Modell hatte einen dünneren Teller, wegen Verwendung von weniger und/oder dünneren Glasplatten. Bedingt durch den oben genannten Riemen waren so hin und wieder Gleichlaufschwankungen hörbar. Auf dem Bild sind zwei dickere Platten erkennbar - es handelt sich somit um die größere Variante der beiden "kleinen" Modelle. Um eine weitere klangliche Verbesserung zu erzielen, empfehle ich die obere Filzmatte durch eine Matte wie z. B. die Clearaudio Harmonizer zu ersetzen.

    c. auf Dauer würde ich eine elektronische Steuerung für den Motor empfehlen. Das verbessert den Gleichlauf zusätzlich.

    d. weiteres Tuning-Potential sehe ich bei der Federung. Hier kann man mit Sylomer nochmal den Abstand zu den großen Modellen verkleinern. Hier findest du einige Informationen zu dem Material - Sylomer - Messversuche


    Die Punkte habe ich in ihrer Wichtigkeit nach aufgereiht, also neuer, qualitativ hochwertiger Rundriemen auf jeden Fall, andere Auflagematte (wenn nicht schon vorhanden) sehr empfehlenswert, der Rest bei Bedarf.


    Die Le Tallecs habe ich früher in meinem Hifi-Studio verkauft, der große le Tallec war gar mein Referenz-Spieler. Verbaut habe ich Toho T-2401, Sumiko MMT und FT-3RP sowie Fidelity Research FR-64fx. Leider ist das schon so lange her, das die Erinnerung - speziel an die unterschiedlichen Modell-Bezeichnungen - schon etwas verblasst ist.


    PS: ein gutes, leichtgängiges, synthetisches Öl, tut dem Lager sehr gut. Und ein Auflagegewicht (ca. 400 gr) für die Schallplatte wirkte ebenfalls Wunder


    Hoffe das hilft dir weiter.


    Gruß


    Matej

  • Moin und Danke für deine Tips.

    Der Riemen taugt mir eh nicht und ich werde mich umsehen.

    Als Tellermatte hatte der Vorbesitzer eine Goldmund Relief Mat verbaut. Passt...

    Der Motor macht unanständige Geräusche...klingt wie ein Schwingen. Ich hatte zuerst den Riemen in Verdacht, aber der ist es nicht. Dieses "schwingen" hört man erst kurz, bevor er die 33 rpm erreicht.

    Hier plane ich, die Hercules Motorsteuerung für den LP12 zu besorgen...sollte der Motor dan nimmer noch herum zicken, wird er durch einen LP12 Motor ersetzt. Die laufen beide mit 250 rpm.


    Alles wird gut! ;)

    lg
    Martin


    Le Tallec + Micro Seiki MA707

    Elac 50H

  • Hallo Martin,

    Goldmund Matte? Besser gehts nicht! Ich habe die Plattenspieler grundsätzlich damit ausgerüstet, sofern es der Kunde bezahlen konnte. Alternativ gab es damals ein Konkurenzprodukt, fast eine Kopie, zum deutlich günstigerem Preis. War nicht ganz so gut, kostete aber nur 1/3.


    Was die Motorgeräusche angeht, so empfehle ich dir ebenfalls dich doch mal in den Sylomer Thread einzulesen. Es lohnt sich.


    Hercules Motorsteuerung und der Motor - das wäre schon eine Hausnummer.


    Ich denke du wirst noch viel Spaß mit dem Dreher haben ;)


    Gruß


    Matej


    PS: ist die Matte aufgeklebt? Kannst du mal ein Photo ohne Schallplatte einstellen?

  • So.... Jetzt habe ich einen LP12-Motor verbaut.

    Das Geräusch ist geblieben... Es ist definitiv eine Schwingung die vom Rundriemen ausgeht.

    Ohne Riemen ist es totenstill und es ist keinerlei Vibration zu spüren.

    Neuer Plan: ich lasse mir einen passenden Pulley drehen und verbaue einen Flachriemen.

    lg
    Martin


    Le Tallec + Micro Seiki MA707

    Elac 50H

  • Moin Martin,


    ich hatte einen Lambda und hatte die gleiche Probleme, die Du schilderst. Zuerst hatte ich den Motor in Verdacht, ausgebaut, gereinigt, eingebaut, Lagerung geändert und wieder zurückgebaut. Alles ohne Erfolg. War übrigens ein ziemlich guter Papst Synchron-Motor.


    Ich hatte einen stark abgenutzten Original(?) Riemen und einen selbst nachgefertigten, beide geklebter Kautschuk O-Ring. Mit beiden Riemen traten vor allem beim Anlaufen Geräusche auf, Surren, Brummen, Schnarren, hervorgerufen duch das Schwingen des Riemens.


    Geholfen hat schließlich der Einsatz eines Vierkantriemens aus einem alten Lenco-Plattenspieler, der eine höhere Elastizität aufwies als die O-Ringe. Wenn der Rega-Riemen beim Alpha passt, kann das natürlich auch eine Alternative sein. Einen weiteren Umbau kannst Du Dir meines Erachtens durch die Wahl eines geeigneten Riemens sparen.


    Viele Grüße, Brent

  • Hallo zusammen,

    leider ist meine Erinnerung an diese Le Tallec Modelle etwas eingetrübt, ist einfach zu lange her. Ich versuche es trotzdem mal:

    die kleineren Modelle - also der Alpha plus und der Lambda - haben mich ob der Laufwerkgeräusche und der mäßigen Riemenqualität ebenso gequält. Wenn ich mich richtig erinnere, dann liegt die Hauptursache weniger am Riemen, als vielmehr an der Motorbefestigung. Der Motor ist ja auf der Basisplatte über einen Holzblock fest montiert. Wird der Motor belastet, dann entstehen diese Geräusche, welche sich zu allem Überfluss auf die gesamte Basisplatte übertragen, welche somit resoniert wie eine Lautsprechermembran. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich damals aus Gummi eine Halterung gemacht, über welchen ich den Motor dann im Block befestigt habe. Und dann war Ruhe. Nicht sofort, klappte nicht auf Anhieb, aber das war der Lösungsansatz.

    Es gibt hier zur Zeit einen Thread bezüglich Laufwerkstische. dort streiten sich die Gelehrten und der Rest welche Methode die richtige ist, und welche Fehlerquellen bei der Masseankoppelung lauern wenn man es falsch macht. Und hier hat man bei der Motormontage zu ziemlich alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann.

    Natürlich kann man das auch mit einem besseren Riemen hinbekommen. Der Clou ist der, das durch die im Betrieb entstehende zusätzliche Riemenspannung der Motor etwas in Schräglage gezogen wird, und dann die Entkoppelung nicht mehr funktioniert. Mit einem Riemen, welcher von der Größe her so passt, das er nicht an der Motorachse zieht, aber zeitgleich so "griffig" ist das er nicht durchrutscht, bekommt man das auch hin.


    Hoffe das hilft etwas. Jedenfalls freut es mich das diese Laufwerke noch unterwegs sind und ihre Besitzer erfreuen. War meine Arbeit damals ja doch nicht ganz umsonst....


    Der Stad S war unser Referenzlaufwerk 8)


    Gruß


    Matej

  • Lang ists her, der Klang war anfangs meist recht gut, dann kamen die Probleme.

    Schlampige Arbeit in der Herstellung und so gut wie nicht existenter Service seitens Hersteller...


    Heute würd ich keinen Hunni mehr in so ein Ding investieren, aber jedem wie es ihm gefällt.

    Gewerblicher Teilnehmer

    Rundnadel-MC, Quasi-Tangentialarm, Reibradantrieb,RIAA mit var.EQ, A/D 24/192,Digitalpre, Raumkorrektur, Aktiv-XO, Digitalpower , Bändchenflächenstrahler und Subwoofer, 2 gebrauchte Ohren, Q-Tips , viel 33 1/3, Fun

  • Hallo zusammen,

    ich habe die Laufwerke damals ausgewählt, weil die a.) sehrt gut klangen, b.) sehr nobel aussahen, und c.) modifizieren damals noch kein Schimpfwort war, im Gegenteil, es hatte was von einer persöhnlichen Note.


    Allerdings hat mich auch der gestückelte Riemen geärgert, da hatte ich auch einiges mit zu tun. Und der Service von Kurt Hecker umfasste halt nicht die Entwicklung von diversen Einzelteilen. Aus heutiger Sicht die typischen Probleme von kleiner Firmen - nicht das sie es nicht könnten, sondern weil denen einfach das Geld dazu fehlt. Für einen nahtlosen Riemen bedarf es eines speziellen Spriztguss-Werkzeuges, was selbst in Ost-Europa heute schnell mal 10.000,- € oder mehr kostet. Das lohnt sich für kleine Stückzahlen nicht.


    Mücke : ich habe hier vor einigen Jahren mal einige Riemen für mein altes Laufwerk fertigen lassen. Zwar auch gestückelt, aber besser als die Original Le Tallec Riemen im Neuzustand. Ich kann dir gerne einige Riemen anfertigen lassen - dann kannst du dir den besten aussuchen und hast noch Reserven für die Zukunft. Bei Bedarf einfach eine PN an mich.


    Gruß


    Matej

  • Lang ists her, der Klang war anfangs meist recht gut, dann kamen die Probleme.

    Schlampige Arbeit in der Herstellung und so gut wie nicht existenter Service seitens Hersteller...


    Heute würd ich keinen Hunni mehr in so ein Ding investieren, aber jedem wie es ihm gefällt.

    Ich hab nur drauf gewartet das sich jemand meldet der die Laufwerke gar nicht kennt.

    Der rote Rega-Silikon-Rundriemen passt perfekt. Nichts zu hören von Gleichlaufschwankungen. Der Papst-Motor ist über jeden Zweifel erhaben.

    Auch das Lager des Le Tallec hat nicht viele Wettbewerber

    Trotzdem Danke für den Beitrag!

    Herzliche Grüße

    Hermann

  • ...

    Der rote Rega-Silikon-Rundriemen passt perfekt. Nichts zu hören von Gleichlaufschwankungen. ...

    Hallo Hermann,

    hast du eine Quelle für den Riemen? Ich finde immer nur den weißen. Unterscheiden die sich noch in einem anderen Punkt als der Farbe? Hast du Angaben wie lang der ist, bzw. welcher Durchmesser?


    Ansonsten Danke für die Info.


    Gruß


    Matej

  • Ich habe ihn mir besorgt, weil er eine *imho* tolle Zarge hat und ein sehr gutes Tellerlager.

    Der zweiteilige Glasteller gefällt mir ausnehmend gut (Vorsicht Geschmacksache) und alles andere kann man perfektionieren.

    Wenn das kleine Problem mit dem Antrieb beseitigt ist, ist das ein tolles Laufwerk, mit dem ich alt werden werde.

    Deswegen geht mir das leider Gottes übliche AAA-Forumsgemotze einiger weniger auch am Allerwertesten vorbei. 8)

    lg
    Martin


    Le Tallec + Micro Seiki MA707

    Elac 50H

  • Deine Behauptung ist falsch, Motor und Riemen hab ich absolut nicht erwähnt. Auch sonst keine Details. Ergo verwechselt du etwas oder so.

    Aber bitte, das Tellerlager war mehr als einmal schuld an den Problemen, da scheps eingebaut und der Hersteller hat die Probleme nicht wirklich gelöst, das wars dann für uns.

    Aus irgendeinem Grund sind die dann auch vom Markt verschwunden, obwohl die Dinger schön waren.


    Trotzdem viel Spass damit

    Gruss

    Robert

    Gewerblicher Teilnehmer

    Rundnadel-MC, Quasi-Tangentialarm, Reibradantrieb,RIAA mit var.EQ, A/D 24/192,Digitalpre, Raumkorrektur, Aktiv-XO, Digitalpower , Bändchenflächenstrahler und Subwoofer, 2 gebrauchte Ohren, Q-Tips , viel 33 1/3, Fun