Der SPU-Thread

  • Hallo Jürgen,


    dem komme ich gerne nach. Wie ich bereits erwähnt habe, besaß ich ja so einige SPUs etwa Meister, Synergy, Anniversary, diverse Classics sowohl in Metal- und Bakelitbody sowie Shindo-SPU. Das Anniversary ist ein feines System und nachvollziehbar besser wie das damals günstigere Synergy. Es klingt feiner und natürlicher verfolgt aber eher den audiophileren Ansatz. Wer wie meiner einer über einen Hochwirkungsgrad-LS und entsprechender Röhrenelektronik hört, wird vermutlich den ganzheitlichen Ansatz eines SPU A bevorzugen. Wenn Du eine typische High-End-Anlage hast, dann bist Du mit einem Anniversary meiner Erfahrung nach bestens bedient.


    Grüße, Frühlingserwachen


    Hallo Frühlingserwachen,

    Ja, dein Setup ist wirklich grandios. Der Begriff "High-end" ist ja schon arg strapaziert. Die Natürlichkeit und Musikalität deines SPU's ist natürlich eine Klasse für sich. Erinnere mich genau wie der Muddy Waters absolut groovig bei dir aufspielte (und auch die Einstürzende Neubauten :-)). Deine Anlage ist perfekt abgestimmt. Ein SPU alleine macht ja noch nicht die Musik aus.


    Grüsse aus der Schweiz, ich melde mich noch per PN bei Dir.

  • Hallo!


    Hübsch sind sie ja, die SPUs! Aber bei würden die optische irgendwie nicht zum Rest passen. Zumindest fände ich das Retro-Design auf einem Dreher der 70er bzw 80er irgendwie deplatziert.


    Vielleicht kann einer mir Dummchen aber mal eine Kleinigkeit erklären. Ich habe mich bei den SPUs nämlich immer gefragt, welchen Überhang die haben, und wie man die denn einstellt, bzw. ob das überhaupt möglich ist?


    Parrot

  • Das ist doch ganz einfach, Parrot: Du montierst den Arm an der richtigen Stelle auf dem Laufwerk. Oder schaust Dir mal die verschiebbare Basis des SME 3012 an.


    Man kann eben an beiden Seiten des Tonarmes verstellen - vorn am Headshell oder hinten an der Armbasis!


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • OK, das heißt, Besitzer von "Komplettdrehern" sind einfach draußen, weil man das aufgrund eines fixen Abstands im Tonkopf eben über den Tonarm lösen muss. Und außerdem, weil die Dinger so sauschwer sind, das man bei einem "normalen" Tonarm ohnehin noch einen Pflasterstein zusätzlich aufs Gegengewicht legen muss.


    Oder gibt es vielleicht ein Adapter für Dual-Tonarme mit ULM... ?


    Na ja, dann muss die SPU-Welt eben noch eine Weile ohne mich auskommen.


    Parrot



  • @ Parot,

    Ich denke mal, das ist nicht deine Baustelle.

    Ein SPU.

    Ich habe mich für ein SPU 95 An. Entschieden. Nach SPU _Meister und aktuell noch SPU_ Meister Silber.

    > das SPU 95 ist für mich ein Technologie Träger, ganz ohne Highend.


    Ludwig


    Ludwi

  • SPU Royal GM MK 1 auf Jelco SA 750 L mit schwerem Gegengewicht an meinem 42 kg Laufwerk Acoustic Solid Solid One mit 1: 20 ÜT (Klangfilm T42 e) an 10kOhm MM Eingang (Zusatzwiderstand) läuft gerade bei mir am Classé Thirty zur vollsten Zufriedenheit.

    LG Herbert

  • Ich habe an meinem TD124 ein SPU A95. Dieser steht neben meinem LP12 mit Kandid, meiner Referenz. Zunächst hatte ich ein SPU classic dran, welches mich nicht umgehauen hat. Es macht zwar ordentlich Musik, schluckt aber Details. Mit dem A95 (Nagra Röhren Pre) spielen die Details nun auf dem Niveau des Kandid, es fehlt nichts. Die klangliche Abstimmung ist anders, ohne dass man Kategorien wie besser oder schlechter verwenden könnte. Es macht Spaß mal mit dem einen und dann wieder dem anderen Dreher zu hören. Als LS habe ich offene Schallwände an einem 20W 300B Röhrenverstärker.

    Gerhard

    LP12, TD124, Nagra IVS, Funk, Open Baffle

  • da bei doch einigen Plattenspielern die Tonarmbasis verstellbar ist , laesst sich auf diesen ein SPU sehr gut einstellen. Die meisten meiner Tonarme sind japanisch mit eher exotischen Geometrien, da passen die gängigen Schablonen eh nicht. Spricht man mit den Firmen, die noch existieren, bekommt man auch schon mal gesagt, dass es da auf einen mm nicht ankommt, man sollte auch ruhig mal nach Gehör einstellen.

    Insofern habe ich meine bisherigen SPU erstmal auf den Sollpunkt eingestellt, da stört mich dann auch nicht, ob die Fertigungstoleranz mal 51mm , mal 52mm moeglich macht. Die Tonarmbasis ist ja verstellbar.

    Danach ruhig mal 0,5 bis 1mm zurueck und im Bereich der inneren Rillen hoeren, in den äußeren Rillen auch mal und man findet schnell einen Punkt, in dem ein SPU in einem zB Ikeda 407 sehr gut spielt.

    Da ich 2 unterschiedliche Ikeda 407 habe (1x TonarmRohr aus Stahl und 1x aus Alu) kann ich dem SPU noch etwas Auswahl bieten.

    Mein aktuelles GME MkII hält aktuell in der Aufloesung nicht mit dem Fidelity Research FR7 (einen TA, den ich auch sehr schätze) mit, was Preisklassen bezogen auch gut hinkommt, so versuche ich nun mit dem Anniversary 90 in der Aufloesung gleich zu ziehen, so dass ein Vergleich auf Augenhöhe stattfinden kann.


    Beide Systeme (FR7 und SPU) erlauben ein tiefes eintauchen in die Musik, so dass ich mich schon freue , mit beiden Systemen die Musik aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln hoeren zu dürfen.

    (und wenn mir mal ein schöner SME 3012 ueber den Weg läuft, wird er auch montiert, die passende Basis fuer die Micro Seiki Dreher habe ich bereits, da sollte sich ein SPU dann auch sehr wohl fuehlen)

    Gruss

    Juergen

  • Bin evtl. etwas verspätet.

    Im einem der AAA Switzerland Hefte

    hatte ein Kollege einen Vergleich des SPU Synergy, des A90 und A95 geschrieben.

    Der ganze Artikel wurde nicht im Netz veröffentlich, trotzdem erlaube ich mir, einen Ausschnitt - die Summary - hier einzufügen

    Gruss

    urs

    SPU-summary-.jpg

  • super,

    vielen Dank fuer diesen Vergleich, bzw das Fazit eines Vergleiches!

    Bin ebenfalls sehr neugierig auf das Anniversary 100 :-)

    Meine Recherchen mit Anniversary Besitzern hatten zwischenzeitlich interessanterweise ergeben, dass das 90'er hinsichtlich Zuschauten etwas gnädiger gesehen wird und das 95'er sich diesbezüglich eher hochauflösend zickig in der Einstellung verhält.

    Also eigentlich eher das gegenteilige von oben genanntem Fazit.


    (sollte es da wohl Serienstreuungen geben...)


    Das "nicht zickige" ist mit einer der Gründe, dass ich nun ein 90'er erstanden habe, (wenn ich zickig will, greife ich zu meinen Colibri...)
    umso neugieriger bin ich nun, das 90'er in die Hände zu bekommen.


    Die 90'er Besitzer (insgesamt 2 ) berichteten von einem Einbau in Richtung einfach draufstecken und Musik geniessen, der 95'er Besitzer berichtete von Feinjustage, die man sonst nur von scharfen Nadelschliffen kennt (also eher ungewoehnlich fuer SPU) , dann aber auch sehr gut.


    da mein 90'er als NOS gekauft wurde, wird es sicherlich noch ein paar Stunden Einspielzeit benötigen...

    Werde berichten :-)

    Gruss
    Juergen



  • Hallo Juergen,


    ich bin sehr auf Deinen Bericht gespannt. Insbesondere interessiert mich Dein Eindruck zum SPU am FR-64S. Dieser ist ja nicht unumstritten in Kombination mit einem SPU, sowohl im Bezug auf die Geometrie als auch auf sein Resonanzverhalten. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch spannend, wie sich die Ikeda-Arme verhalten.


    Gruß,

    Marc

  • hat hier nochmal bitte jemand ein Wort zu SPU Classic Gm MK II Rundschliff. Ist das als MK II besser, schlechter geworden, oder gleich dem MK nix? Ein SPU Classic GM Mk nix ist nämlich nicht einfach aufzutreiben.

    Grüße

    Knut



    Garrards, Tubes & Rock'n' Roll

  • ...ich hatte Gold Reference, GM E und zuletzt GM Royal, für mich passten sie besser zum 3012R als zum FR64s, das heißt nicht, dass sie mir mit dem FR gar nicht gefielen, mit dem SME hatte ich aber den Eindruck einer größeren klanglichen Einheit. Synergy und Anniversary 95 habe ich kurz getestet - habe ich wieder zurück gegeben.


    Gruß Michael