Wenn schon Plattenbürste - Welche ?

  • Ich weiß , das eine Bürste nicht optimal ist . Der Rolling von Nagaoka liegt aber bei einem Fabelpreis . ( 129 € ) . Analogis ist mir zu " windig".
    Frage gibt es überhaupt Unterschiede , oder ist es nur Wein in anderen Schläuchen ?
    Hätte die Bürste von Blue Horizon oder die Pro ject im Auge . Danke für Eure Hilfe . Gruß Stefan.

  • Hi Stefan,


    ich hab die Ziegenhaarbürste von Loricraft und bin damit sehr zufrieden. Man sieht den Staub den man entfernt zwar nicht an der Bürste hängen aber er scheint immer weg zu sein, da die Nadel immer staubfrei ist wenn ich sie aus der Rille hole.


    Viele Grüße
    Pascal

    These pretzels are making me thirsty!



  • Kann der Bauer nich schwimmen, ist die Bürste wohl zu kurz :D


    Oswald, klär uns bitte auf - was ist daran unbrauchbar?


    Mag ja sein dass ich seit Jahren einen Fehler begehe, aber IHMO tut die Bürste was sie soll - Staub von der Platte holen.
    Zumindest sagt die Nadel, dass die Bürste das ganz erfolgreich macht ... :)


    Gruß,
    Jens

    Let the speakers crackle and burn! (RedLorryYellowLorry)

  • Also was jetzt? Unbrauchbar oder vielleicht doch nicht?


    Ich hatte frueher mal so eine Buerste, die wie ein zweiter Tonarm mitlief und vorn auch Carbon-Buersten dran hatte, die geerdet waren. War ein kleines wenig umstaendlich und ich meine auch, mich zu erinnern, dass das ein sehr leises (aber existierendes) Knistern verursacht hat. Seit wir nun den guten alten Dual CS 5000 wieder abgestaubt haben (er lief nach Jahren des Eingelagertseins sofort wieder einwandfrei), hoeren wir ab und zu ne LP. Haben aber noch keine Buerste. Da hat mir Stefans Zuspruch zu der Buerste da oben gefallen. Und der Preis in dem Shop auch: keine 10 Euro plus Porto. Wozu brauchst Du denn eine elektrisch leitende Verbindung? Ich kann das Ding doch vor Benutzung kurz an die Heizung halten (ist neben der Anlage und bestimmt auch mit Erde verbunden). Reicht das nicht aus? Falls nicht, koennte man einen blanken Kupferdraht spiralartig um die Buerste und den Griff wickeln und hat damit dann eine Verbindung zwischen Koerper und Buersten. Aber warum? Wenn ich da in meinen Wollsocken auf Laminatfussboden stehe kann von Erdung auch nicht mehr wirklich die Rede sein.


    Vielleicht versteh' ich aber auch einfach das Problem nicht. :)


    Beste Gruesse
    Joerg

  • Es geht darum, dass man die elektrische Ladung von der Platte nehmen kann. Man selber fasst dazu ein Metallteil eines Gerätes an, um sich zu entladen. Gleichzeitig nutzt man die Bürste, um die Platte zu reinigen. Es reicht aber auch aus, wenn man vor dem Bürsten das Gerät anfasst.


    Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn der Metallgriff der Bürste auch leitenden Kontakt zu den Kohlefasern hat. Genau das ist aber bei vielen Bürsten nicht der Fall.



    Gruß


    Uwe

  • Oswald, klär uns bitte auf - was ist daran unbrauchbar?


    ja mach ich, obwohl es eigentlich jeder wissen könnte der mit derartigen bürsten hantiert. für brauchbar hält man diese bürsten nur wenn alternativen unbekannt sind.
    früher, bevor ich eine pwm hatte, benutzte ich auch solche kehrbürsten. einreihig, zweireihig, zweireihig mit samt im mittelteil, mit und ohne erdungsanschluss.
    die mit samtmittelteil funktionierten noch am besten, die anderen kehren, schieben den staub vor sich her bis man die bürste seitlich über den plattenrand zieht
    und dabei den grobanteil des staubes entfernt , den feinstaub jedoch über der rille abstreift. letzterer ist der, der sich nicht als flusen an der nadel sichtbar macht,
    aber die rillenflanken und damit die musikwiedergabe langfristig bereichert. dass dieses nicht bemerkt wird liegt wiederum daran, dass man keine alternativen kennt.
    die bürste von frank ist ungleich effektiver, aber sie ist natürlich auch nur ein kompromiss.
    oswald

  • Hallo Oswald,


    Du hast natürlich recht. Danke für die Erläuterung.


    Als „unbrauchbar" würde ich so eine Bürste aber erst titulieren, wenn sie nicht hält was sie verspricht, bzw. das tut, wofür sie konzipiert wurde.
    Das Entfernen von feinsten Partikeln aus der Rille gehört aber sicher nicht dazu - da gibt es effektivere Methoden - unbestritten.


    In Kombination mit einer Waschmaschine halte ich diese Art von Bürsten auch angesichts des Preises und der Haltbarkeit aber für mehr aus ausreichend "brauchbar".
    Du sagst es ja selbst – wir reden von langfristigen „Bereicherungen“ – da ist die Waschmaschine wohl unbestritten jeder Bürste haushoch überlegen.
    Aber das macht eine Bürste ja noch nicht generell unbrauchbar.


    Viele Grüße,
    Jens

    Let the speakers crackle and burn! (RedLorryYellowLorry)

  • hi jens, ich schrieb aber auch

    die bürste von frank ist ungleich effektiver


    weil die frage diese war

    Ich weiß , das eine Bürste nicht optimal ist .
    Frage gibt es überhaupt Unterschiede , oder ist es nur Wein in anderen Schläuchen ?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Gast ()

  • Hallo




    Ich habe auch eine Weile, mit mäßiger Zufriedenheit so eine carbonbürste benutzt. Jetzt verwende ich so etwas

    und bin damit deutlich zufriedener. Man verteielt damit den Staub nicht sondern er bleibt schön an der Samtoberfläche hängen. So etwas haben wir zu DDR Zeiten schon benutzt und für gut befunden :)




    Grüße Stefan

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von StefanT ()

  • Habe mit dieser Bürste zusätzlich zur PWM bisher gute Erfahrungen gemacht.
    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/70792/




    eben eine Kombi aus Samt und Seide Karbon <img src=" height="23" srcset="http://www.analog-forum.de/wbboard/cms/images/smilies/emojione/1f44d@2x.png 2x">




    BTW: Kann man nicht auch diese Silikon-Rolle ("Dauerfusselrolle") nutzen?
    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/70799/
    Hab`s gerade probiert.
    Den Erfolg sieht man ja! :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Natron ()

  • Hallo Stefan,
    die billigen Cabonbürsten haben meist den Nachteil, dass einzelne Carbonfasern abbrechen und Du dann diese laufend auf der Platte findest. Bei teureren Bürsten (z.B. Clearaudio) hast Du das Problem nicht. Allerdings haben fast alle Carbonbürsten den Nachteil, dass man den Staub aus den Rillen an einer Stelle zusammenschiebt. Wenn man dann versucht den Staub nach außen wegzukehren, landet unweigerlich wieder etwas in den Rillen. Außerdem gibt es wenn die Carbonhaare ziemlich hart sind Haarkratzer auf der Platte. Ich habe das selbst mal mit einer relativ teuren neuen Bürste erlebt. Ich habe eine Platte auf diese Art und Weise gereinigt und danach im Halogenlicht deutliche Haarkratzer gesehen. Da ich das erst nicht glauben wollte, habe ich eine alte Platte genommen und es damit versucht. Die Haarkratzer waren auch dort deutlich sichtbar. Ich habe danach die Platte mehrmals gewaschen, da ich erst vermutete, dass es vielleicht nur irgendein Mittel ist mit dem die neuen Carbonfasern behandelt sind. Ließ sich aber nicht wieder entfernen. Ist sicher nicht weiter tragisch, aber auch nicht schön. Die Bürste habe ich zurückgeschickt und mir eine Decca-Brush gekauft (gibt es glaube ich aber seit ca. 3 Jahren nicht mehr). Diese hat relativ weiche gelbe Haare aus irgendeinem synthetischen Material. Dazwischen befinden sich leitende Haare. Diese Bürste funktioniert hervorragend und hinterläßt keine Spuren. Da ich alle meine Platten wasche sind sie ohnehin nicht sehr staubig. Wenn ich dann doch mal etwas Staub sehe, dann lege ich die Platte auf eine antistatische Unterlage und gehe ganz leicht mit der Bürste darüber ohne Druck anzuwenden. Funktioniert prima. Allerdings sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu niedrig sein, sonst besteht bei allen Bürsten die Gefahr, dass es zur statischen Aufladung der Platte kommt.
    Gruß Gerald