Beiträge von Vincono

    n einer besseren Einspielung/Aufnahme/Platte über den Weg laufen.


    Hallo Frank,


    ich möchte Deine Einschätzung bestätigen, ist nicht gerade überwältigend! Man kann aber sagen, das Orchester LSO hatte mit André Previn eine sehr erfolgreiche Zeit. Obwohl die oft recht rüde Londoner Presse nicht gerade zärtlich mit ihm umgegangen ist. Das Magazin New Statesman begrüßt ihn an "Mickey-Mouse-Conductor" , andere verspotten ihn in Anspielung auf seinen Namen als "Mr. Preview" und kündigen ihn als erstklassigen Dirigenten drittklassiger Musik an. ||


    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Frank,


    die gleiche Platte habe ich ebenfalls, alleine schon das Bild auf dem Cover die Toteninsel.


    Previn konnte ich einmal als Pianist erleben, mit seiner damaligen Frau Anne Sophie Mutter und dem Cellisten Daniel Müller Schott. Mutter spielte ein von Previn komponiertes Stück.


    Jedenfalls hast Du mich an die "Die Toteninsel" erinnert.



    Viele Grüße

    Reinhard

    mit den 60er Jahren extrem weniger Orchester


    Hallo Frank,


    vielen Dank für Deine Antwort.

    Allerdings weiß ich nicht ob dies tatsächlich der heutigen Situation entspricht.

    Bitte lies einmal was man hier schreibt:


    http://www.dov.org/Orchesterlandschaft.html


    Natürlich ist auch mir bekannt, dass man aus finanziellen Gründen z.B. das Sinfonieorchester Freiburg-Baden/Baden des SWR wegrationalisiert hat.


    In meinem Posting ging es mir überwiegend darum, dass sich bestimmte verkrustete Strukturen verändern müssen Man schaue sich nur einmal den Altersdurchschnitt des Puplikums an. Ausverkaufte Säle gibt es im Grunde nur dann, wenn die großen Stars der Szene auftreten.


    Aber nun, um nicht zu sehr vom eigentlichen Thema abzuweichen, Mozart mit den Wiener Philharmonikern unter Claudio Abbado, am Klavier Friedrich Gulda.

    Sehr schöne Aufnahme, diese LP ist außerdem als RI erhältlich.


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    Ich meine, weil es ein paar typische Mosaiksteine sind, aus denen sich der Niedergang der ehemals blühenden Klassik-Industrie zusammensetzt, was mich immer wieder fasziniert.


    Hallo Frank,


    allgemein kann ich Deinen Ausführungen zustimmen, aber...


    da wir sehr regelmäßig in Klassischen Konzerten sind, können wir deutlich feststellen an was es fehlt. Sehr gern erinnere ich mich an ein Konzert im Jahr 2017 mit dem Baltic Sea Philharmonic mit Kristian Järvi und Alexander Malofeev.


    Das Orchester besteht aus 18- bis 25- jährigen Musikern: Sie spielen Strawinskys Balletsuite "Der Feuervogel" auswendig. Die Musik soll so wirken, als werde sie gerade frisch von den Spielern erfunden. Die Streicher können stehen und deshalb bewegter spielen. Hier durch bekommt das Werk eine ungeheure Direktheit und Neuheit. Sämtliche Raffinessen Strawinskys kommen deutlich zu Geltung, genauso die Ausbrüche von Gewalt.


    Irgenwie hatte das alles mit baltischer und russischer Kultur zu tun, aber dann "Baltic Folk" mit einem estnischen Tanz. Järvi ermuntert das Publikum zum Mitklatschen und springt vom Podium, um die Damen in der ersten Reihe zum Tanzen zu animieren, die Leute jauchzen.


    Soll heißen: lasst die jungen ran und geht unkonventioneller ran. Wir schreiben hier in der Regel über alte Schallplatten die teilweise 50 Jahre oder noch älter sind.:huh:



    Schönen Abend

    Reinhard

    Jetzt eine englische CBS aus dem Jahr 1971, ein selten gespieltes Klavierkonzert von Khachaturian und die wunderbare Ungarische Fantasie von Liszt. Der Französische Pianist Philippe Entremont gefällt mir ohnehin sehr gut. Im großen und ganzen handelt es sich um schöne manuell makellose Deutungen wohltönend, mit großem Ton vorgetragen.



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    Fast nie gehört, aber jetzt, sehr gute Qualität!


    Als Modest Mussorgsky im Jahre 1881 starb, hinterließ er diese politische Oper unvollendet. Nikolay Rimski-Korsakow stellte das Werk fertig und "Khovanshchina" wurde in einer von der Zensur stark gekürzten Fassung von Laien in Sankt Petersburg privat uraufgeführt.


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    Gruß

    Reinhard

    Du bist zu beneiden! Hast Du ihn als Pianisten oder Dirigenten erlebt?

    Hallo Michael,


    gut das wir es im Rechner haben. Ashkenazy war mit dem Sydney Symphony Orchestra hier. Als Solistin damals Hélene Grimaud, mit dem 5. Klavierkonzert von Beethoven.


    Ein Gastspiel mit dem Sydney Symphony Orchestra ist in unseren Breiten naturgemäß ein eher seltenes Ereignis. Ashkenazy hatte das besondere Wohlwollen seiner zahlreichen Zuhörer auf seiner Seite.


    Grüße

    Reinhard

    aber Itzak Perlman spielt das sicher richtig gut


    Hallo Frank,


    das kann wohl sagen, obwohl ich diesen Geiger nie Live erlebt habe.


    Betrachtet man dieses Violin-Konzert unter dem Aspekt, dass ein tragischer Vorfall auch den programmatischen Hintergrund jener Komposition bestimmte. Im Alter von nur 18 Jahren verstarb im April 1935 an Kinderlähmung Manon Gropius, die Tochter Alma Mahlers, Gustav Mahlers Witwe, mit der Berg eine innige Freundschaft verband. In Erinnerung an die junge Manon widmete Berg das Konzert "Dem Andenken eines Engels" und thematisierte im ersten Satz ihre Jugend und Lebensfreude, um im zweiten Satz auf dramatische Weise ihren Todeskampf musikalisch zu schildern.


    In der Interpretation dieses Konzerts gelingt es Perlman, klanglich aufgeraute Ausbrüche in eine zwingende Beziehung zu Abschnitten subtiler Verinnerlichung zu setzen. Sehr schöne und gute Aufnahme, mit den fragilen Reizen moderner Klänge.



    Viele Grüße

    Reinhard

    Hallo Frank,


    offenbar bis Du ein Freund der Musik von Alban Berg. Vor einigen Monaten hatte mir ein Forenfreund das nachfolgende Album geschenkt, da er mit dieser Musik nichts anfangen konnte. Es ist ein Album der DG mit insgesamt 10 Platten, nun werde ich mir das Violinkonzert mit Itzak Perlman dem Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa anhören. Mal schauen wie weit meine Freude an dieser Musik reicht.


    In diesem Album ist jedenfalls Wozzek, die gleiche Aufnahme wie von Dir genannt, enthalten.


    Dies schrieb der Spiegel 1985:


    Bei einem Ladenpreis um 150 Mark und einem interpretatorischen Star-Aufgebot von Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Dietrich Fischer-Dieskau und Herbert von Karajan bietet das Berg-Werk eine wohlfeile Kollektion klassischer Musik-Moderne.



    Shakedownrecords

    Artist: Alban Berg

    Title: Die Verlegten Werke

    Label: Deutsche Grammophon

    Cat No: 413 798-807

    Format: 10x12" Vinyl LP Box Set




    Grüße

    Reinhard

    Chesky Records

    Hallo Achim,


    viele dieser alten Living Stereo Aufnahmen sind sehr gut bekannt, auch ich habe mindestens zehn Chesky Records gekauft. Verglichen allerdings mit den Living Stereo RIs von Classic Records, würde ich in jedem Falle die Classic Records vorziehen. Weiterhin kommt hinzu, dass Classic Records-Platten mit dem Original Cover ausgestattet sind. Klanglich sind die Cheskys nicht schlecht, aber hinken den Classic Records doch etwas hinterher.


    Viele Grüße

    Reinhard

    Zum Stravinsky Konzert muß man natürlich schon sagen, Stravinsky war nur ein mäßiger Dirigent. Die Aufnahme ist in der Orchesterleitung frei von Perfektion der Einsätze und Artikulation. Isaac Stern musiziert symphonisch immer darauf bedacht , die Solostimme in den Gesamtzusammenhang zu integrieren.


    Gruß

    Reinhard

    Ferenc Fricsay (leider oft unterschätzt, und oft nicht als Topdirigent genannt, zu unrecht!)


    Hallo Matthias,


    gefällt mir Dein Bericht, über diesen Dirigenten.

    Wie man weiß: Die Künstlerischen Schwerpunkte Fricsays

    sind neben Mozart die Werke von Bartók und Kodály. Im Juni 1948 verhängte die sowjetische Besatzungsmacht eine fast einjährige Blockade über Berlin. Der 34-jährige Ungar Ferenc Fricsay steht dann am Pult des Orchesters.


    Der damalige Kritiker Heinz Hans Stuckenschmidt, welcher nicht leicht zufrieden zustellen war, schrieb daraufhin:


    Wir haben das Orchester mit vielen Dirigenten spielen hören; in den ersten Monaten mit merklicher Qualitätsbesserung, dann nicht über einen Normalstand technischer Geschicklichkeit hinauskommend. Und nun kommt dieser Ungarische Maestro und macht etwas ganz neues daraus!



    Grüße

    Reinhard

    Jetzt kommt mal eine Aufnahme von 1960 an die Reihe, die Mozart-Oper:

    Die Entführung aus dem Serail, eine wunderbare ETERNA mit insgesamt 3 Schallplatten. Diese Einspielung wurde übrigens von Edel wieder herausgegeben, zum Preis von knapp 70,00€, Nach der Wende wurden einem diese Platten fast nach geschmissen. Trotz allem sehr gute Aufnahme, welche in der Lukaskirche aufgenommen wurde.



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