Beiträge von hoerohr

    Von Abzocke möchte ich nicht reden, aber die Oberflächenqualität und das Erscheinungsbild auf den Fotos wird m.E. nicht erreicht. Es fällt ausserdem etwas zierlich aus. Die Maße waren angegeben, aber wenn es letztendlich auf der Platte liegt, sieht es dort doch etwas verloren aus.


    Es erfüllt seinen Zweck, und für 30 € VK ist es noch erträglich. Der EK in China dürfte bei einer Abnahmemenge von >100 Stück vermutlich um 5 € liegen, aber das ist reine Spekulation.

    Schließe mich diesem Urteil an.:thumbup:


    Ich selbst arbeite in der Branche, und weis welche Kosten eine 1A Verarbeitung nach sich zieht. Sei es Edelstahl, Aluminium, Messing oder sonstwas, jedes Material hat seine besonderen Eigenschaften und es bedarf besonderer, eigens für das eingesetzte Material entwickelter Fertigungsverfahren, um zu den optisch gewünschtem Ergebnis zu kommen. CNC-Bearbeitung auf 1um genau ist das eine, eine optisch ansprechende Oberfläche dagegen was völlig anderes. Wer es nicht glaubt, kann gerne bei mir ein Praktikum belegen und mal Edelstahl polieren, danach sieht die Welt für ihn anders aus. Und er redet nie wieder von Abzocke...


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    Pelzer : die Messung ist nichts weiter als ein Blick ins Innere des Verstärkers, bei dem man sehen kann das was passiert, ohne Bezugspunkt ohne Referenz. Ich denke das jegliche weitere Verfolgung dieses Messprinzips keinen sonderlichen Sinn macht. Dagegen schaue ich gerade nach diversen amtlichen Methoden und meine das ich da sogar fündig geworden bin. Erst wenn ich tatsächlich reele Werte von den Störspannungen bis über 100kHz oder mehr ermitteln kann, sammt Verzerrungeswerten der Netzspannung, kann ich Vorher und Nachher ermitteln. Alles andere wäre Hornberger schießen.

    Uwe Mettmann : in der Tat steht hinter der beschriebenen Mess-Konstellation ein Fragezeichen. Aber warum verschwindet dieses Signal beim Einsatz des Auth EMZ504? Ansonsten werde ich mich um eine andere Messlösung bemühen - siehe oben.


    Und da war natürlich der Test beim Prüfer. Die so konfigurierte Filtereinheit hat alles wunderbar bestanden, es gab keinerlei Beanstandungen. Bezüglich einer Messung der Wirksamkeit der Filtereinheit konnte er jetzt auf die schnelle nicht reagieren, wir bleiben aber in Verbindung.


    Was die Messungen aus Beitrag 116 aber doch gebracht haben, ist die Bestätigung, das keinesfalls 2 Filter hintereinander geschaltet werden sollten. In meiner Konstellation hängen im Analogzweig der Vorverstärker und der Phono-Preamp, beide mit einem eigenem Filter versehen. Der Ausgang der Filtereinheit für den analogen Zweig ist jedoch auch mit einem Filter versehen - entweder Thel EMI306 oder Auth EMZ504 - und so liefen beide Geräte über zwei Filter. Den Filter in der Vorstufe habe ich ja schon während der Messungen entfernt, was ja nochmals eine Verbesserung gebracht hat. Heute hatte ich dann etwas Zeit mir in Ruhe nochmals die Anlage über Schallplatte anzuhören. Da fiel mir der Filter im Phono-Preamp ein - also habe ich die ganze Konstellation etwas geändert: Ausgang an der Filtereinheit ohne Filter (also nur SST), in der Steckdosenleiste dann den Auth EMZ504 vor die Line-Vorstufe und den Phono-preamp direkt an die Steckdosenleiste.


    Und was soll ich sagen - hat man auch hier gehört. Es wurde nochmals freier und lebendiger, dynamischer, klangfarbenreicher. Also, niemals zwei Filter nacheinander - ist eine Aussage von Thel, welche ich hiermit voll und ganz unterstreiche.


    In den nächsten Tagen folgt ein neuer vollständiger Plan, mit einigen Worten zur jetzigen FI-Schalter-Lösung (ist nicht ganz unproblematisch) und alternativen Beschaltungsvorschlägen.


    Ich denke wir sind bezüglich eines variablen Systems, aus welchem sich jeder das rausziehen kann was für ihm am sinnvollstem erscheint, ein ganzes Stück weiter.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    Pelzer : die Scala bezieht sich auf die Einstellung der Soundkarte, in dem Fall -10 dB V, also 0,3162 Volt. Zugleich ist die Scala wegen der Lesbarkeit um -20 dB versetzt. Ein Spitzenwert von -82dB im Bild 1 entspricht somit -102 dB. Die Störung bei etwa 35 kHz liegt kommt somit auf etwa -108 dB.


    Doch um die exakten Werte geht es mir gar nicht, sondern vielmehr um die Struktur der Störungen. Habe ich mal zufällig entdeckt, kommt offensichtlich vom PC bzw. von der USV. Mir ist auch klar das dies als Messwert nur eine geringe Aussagekraft hat, bestenfalls im Sinne von "aha, da ist also was" - nur was...


    Uwe Mettmann : ... und dieses "nur was" läßt sich nur mit explizieten Messungen am Netz - vor und hinter der Filtereinheit - ermitteln. Ich warte ja schon lange auf einen Termin beim Prüfer um auch diese Möglichkeit zu klären. Nur das Wetter - ständiger Schneefall - macht uns beiden zur Zeit die Terminplanung kaputt.


    Das einzige was ich jetzt aus diesen Messungen sagen kann:

    1. keine 2 Filter hintereinander zu verwenden

    2. die Auth-Filter sind ihr Geld wert

    3. nach dem Ausbau des Filters - und somit das verschieben der Filterung zur Filtereinheit, bzw. der Steckdose - klingt meine Anlage nochmals deutlich besser. Dies hatte ich schonmal, damals mit einem Filter von Schurter. Somit sind die handelsüblichen Filter für den Einsatz in Audiogeräten mit klassischen Netzteilen für mich pasee. Die Empfehlung von Auth - an der Steckdosenleiste jedes Gerät einzeln zu filtern - bekommt somit einen tieferen Sinn.

    4. die Messwerte passen nicht besonders zur klanglichen Darbietung. Der Einsatz des Roxburgh Filters im TV-Zweig hat die Anlage deutlich nach vorn gebracht - diese Messung zeigt was anderes. Im klanglichem Vergleich des EMI306 gegen den Auth504 schneidet der EMI306 geringfügig besser ab.


    Und was schon vorher klar war - was machen diese Störungen mit dem Gerät?

    Diese Frage kann wohl nur spekulativ beantwortet werden. Das man einen Peak von -108 dB bei 35kHz nicht hören kann ist mir schon klar, aber warum klingt ein Gerät dann hörbar schlechter. Ich habe da einen Verdacht - aber ich lass es lieber.


    Nicht ohne vorher mal einige Versuche gemacht zu haben....



    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    die Zeit vergeht, der Februar ist ziemlich verschneit, was wiederum wertvolle Zeit verschlingt. Es geht nur langsam vorwärts. Den Termin mit dem Prüfer habe ich morgen, also am Montag. Habe gestern die freie Zeit genutzt um einige Messungen mit meinem "unreifen" Vorverstärker durchzuführen. Dabei gab es einige Überraschungen.


    Als erstes folgte eine Messung am Störschutztrafo - kurz SST genannt - mit dem eingebauten Filter von TE-Connectivity, CORCOM Serie, TYP EJT1-1A und einem Auth EMZ504-Filter.

    Eigenfilter_SST_Auth504.jpg


    wegen der recht starken Resonanz bei etwa 25kHz habe ich das verbaute Filter entfernt, und habe nur noch ohne gemessen. Die folgende Messung zeigt somit das Gerät ohne Filter am SST ohne weitere Filterstufe-

    Ohne_Eigenfilter_SST_direkt.jpg


    Gut zu erkennen die Störfrequenzen zwischen 30 und 44kHz. Welche der Trafo noch durchläßt. Diese sollten mit den nachfolgenden Filtern verschwinden. Ich habe meinen Versuchsaufbau mit 3 Ausgängen versehen - einmal ohne Filter, einmal mit dem Roxburgh 1A Filter und den 3. mit einem Thel EMI306.


    Die folgende Messung zeigt das Ergebnis mit dem Roxburgh-Filter. Scheinbar keine Wirkung? Dabei war eine deutliche Klangverbesserung hörbar. Da sich das Ergebnis noch bei einem weiterem Prüfling in ähnlicher Art wiederholte, werde ich darüber am Ende spekulieren.

    Ohne_Eigenfilter_SST_Roxburgh1A.jpg


    Hier das Ergebnis mit dem Auth EMZ504 -

    Ohne_Eigenfilter_SST_Auth504.jpg


    Die Störung verschwindet vollständig. Was ähnliches hätte ich jetzt auch vom Roxburgh erwartet, aber so deutliche Unterschiede?


    Und nun zum EMI306 -

    Ohne_Eigenfilter_SST_306.jpg


    Gleiches wie beim Roxburgh - scheinbar keine Wirkung. Doch auch hier hat der Einsatz dieses Filters eine klangliche Verbesserung gebracht - nur wo? In der Messung ist soweit nichts sichtbar.


    Werde heute abend noch einige Ideen dazu ablassen. Bis jetzt kann ich darüber nur spekulieren.


    Bis später


    Gruß


    Matej

    ... aber ziemlich schruppig gefräst! Auf Bild 2 sieht man das gut, für den Preis darf man jedoch nicht mäckern!


    Finde die Teile ganz schick, allerdings sehe ich nirgendwo eine Gewichtsangabe! Nicht dass mir beim SL 1200 die Absorberfüße platt gehen ;-)


    Grüße Werner

    Ich denke, sofern die Materialangabe stimmt, das es eher nicht zu schwer ist - Zamak, eine Legierung aus Zink/Alu/Magnesium/Kupfer. Läßt sich leicht bearbeiten, bestens polieren (kein Vergleich mit Edelstahl) und galvanisieren, ist etwas leichter als Stahl/Edelstahl. Besonderes Merkmal - fühlt sich angenehm an.


    Gruß


    Matej

    Hallo Uwe,

    was war das für ein Trafo? Ringern, Schnittbandkern oder klassischer Blocktrafo?

    Welche Leistung? 50 VA, 500 VA oder gar 1.000 VA?


    Mein erster Thread zu diesem Thema hatte die Überschrift "Probleme bei großen Ringkerntransformatoren" (oder so ähnlich) und mündete in dem Resultat, das ein DC-Filter Abhilfe schafft.


    Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich würde auch zu 80% davon ausgehen das bei klassischen Blocktrafos und Schnittbandkernen ein DC-Filter überflüssig ist.


    Was die Anzahl der Messungen angeht, so kann ich mal meinen Prüfer fragen ob er nicht irgendwas anzubieten hat. Der hat ja täglich damit zu tun, allerdings hauptsächlich in Industrienalagen. Dort geht es in erster Linie darum, das in den Büros die Computer noch einwandfrei laufen wenn in der Werkshalle die Maschinen laufen. Ist nicht unbedingt mit den Bedingungen und Anforderungen für die heimische HiFi-Anlage vergleichbar. Wäre aber trotzdem spannend was die dort so messen und dagegen unternehmen.


    Gruß


    Matej

    Danke für den Hinweis. Wie ich im Beitrag zuvor schon geschrieben habe, solche Aufnahmen zeigen eine Momentaufnahme an einem bestimmten Ort (Beitrag 500) und wie solche Störungen (Beitrag 497) sich klanglich bemerkbar machen, können wir alle bisher nur spekulieren. Um zu einer wirklichen Aussage zu kommen müssten mehrere Leute an unterschiedlichen Orten mit der gleichen Messmethode, mit den gleichem Messgeräten (kalibriert!) über einen längeren Zeitraum messen. Ich habe auch schon Messungen mit dem Osziloskop an der Netzversorgung gemacht - daheim als auch anderorts - und würde nicht auf den Gedanken kommen daraus irgendwas abzuleiten. Dafür habe ich einfach noch zu wenige Messungen. Sobald ich aber was habe, was zu einer Aussage taugt (wenn auch mit geringem Wert), werde ich das gerne einstellen. Ein Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet kann beiden von Nutzen sein.


    Übrigens: ich bevorzuge eher alte Analogosziloskope, am besten ab 100 MHz, auch wenn die neuen Digitaloszis (scheinbar) mehr Möglichkeiten bieten.


    Gruß


    Matej

    Hallo Matej,


    vielleicht könntest Du mit dem EMI-306 nochmal solche Messdiagramme fabrizieren, die Du am 06.11.2017 (#257) hier gepostet hast?


    Letztlich würden diese Diagramme aber natürlich auch nur die Wirkung dieser Filter bei Dir und nicht im Rest der Welt zeigen. Somit hätten die Messergebnisse keine Bedeutung für Diejenigen, die an der Existenz klangrelevanter Netzbelastungen zweifeln.

    Ist ja alles geplant, nur neben der mangelnden Zeit kommt hier im Augenblick jede Menge Schnee hinzu, welcher weggeräumt werden will. Kommt Zeit kommt Rad...


    Die Diagramme zeigen lediglich das was passiert - was davon klangrelevant ist steht in den Sternen. Wenn ich mit einem Filter, sofern er gezielt ausgesucht wird, klanglich ein gutes Ergebnis erziele, dann reicht das in der Regel aus, den darum geht es ja. Messungen zeigen irgendwas, mal mehr mal weniger, wie das klanglich ausfällt kann man nur über mehrere Messungen an mehreren Filtern und mehreren Standorten und zu unterschiedlichen Zeiten schlussfolgern. Nämlich erst dann, wenn man wiederkehrende Muster vorfindet, welche sich mit wiederkehrenden Klangeindrücken decken. Und wenn man diese wiederkehrenden Störmuster und sich damit deckende Klangeindrücke zusammengebracht, dann kann man erst hingehen und durch Versuche diese Störmuster künstlich zu erzeugen. Und wenn sich dann die vorangegange Deckung mit dem dazugehörendem Klangeindruck wiederholt - und auch nur dann - kann man eine eindeutige Beurteilung eines Filters bzw. einer Störung abgeben. Das wäre dann auch wissenschaftlich belegt - und nicht eine Messung, zu einer Tageszeit an einem Ort. Und mit Aussagen wie: "ja hör ich das den auch?" schon mal gar nicht.


    Soweit ich weis hat noch niemand und auch kein Institut solche Messungen in dem Umfang ausgeführt. Ist eine Menge Arbeit, die Jahre dauern kann. Zu unterschiedlich sind äusserlichen Störungen, und noch unterschiedlicher die Hausgemachten Störungen. Kein Haushalt gleicht bezüglich der Geräte-Konstellation dem anderem. Und die Situation hat sich in den letzten Jahren immer schneller verschlechtert - in den 70ern gab es kaum Computer in den heimischen Haushalten, Schatnetzteile wurden gerade erst erfunden (erster Verstärker mit einem Schaltnetzteil waren Yamaha A960II und B6). Neonröhren gab es nur in der Industrie und in Schulen, LED-Lampen noch nicht erfunden und über Solaranlagen wurde lediglich spekuliert. Soll ich noch weiter aufzählen was es noch nicht gab? Und komischerweise wurde da selbst bei den Highendern über Netzfilter so gut wie nicht geredet...


    Andere Frage: wenn die Messungen am EMI-306 völlig beschi..... Messwerte zeigen, schmeisst du dann deine bisher gekauften Filter weg, oder verhökerst du die bei ebay? Wahrscheinlich nicht, und ich auch nicht...


    Aber genauso wird eine endgültige Aussage auch bei fantastischen Messwerten kaum möglich sein, es wird sich lediglich eine subjektive Beruhigung bei den Besitzern einstellen, welche aber nicht wirklich Hand und Fuß hat. Hand und Fuß hat zur Zeit nur der persönlich Klangeindruck, daheim vor Ort, in der eigenen Gerätekonstellation, und das wahrscheinlich auch nur zu bestimmten Tageszeiten.


    In diesem Sinne


    Gruß


    Matej

    Mich interesiert das schon. Habe die Messungen gerade gesucht, finde aber nichts - kannst du die mal verlinken?


    Gruß


    Matej

    Na ja, wenn ich in meiner Anlage den Fernseher und die die Set Top Box mit einem passenden Filter Netzseitig abkoppele, dann klingt nicht nur der Fernseher besser, oder besser gesagt die Set Top Box (denn diese ist via optischem Kabel mit dem DAC vebunden), sondern auch der Rest der Anlage. Was somit bedeutet das der Rest der Anlage von den Störungen dieser beiden Geräte verschont bleiben.


    Ich habe noch nie einen CD Payer so gehört, geschweige denn ein CD Laufwerk (bestenfalls die Laufgeräusche), ich habe bisher immer nur Anlagen gehört, an welche ein CD-Player angeschlossen war und dieser die Anlage mit dem Musiksignal versorgte. Die Sache sollte generell komplex gesehen werden, ein Baustein allein macht noch gar nichts.


    Anderes Beispiel: Vergleich zweier CD-Laufwerke an einem DAC, welcher mit dem Rest der Anlage vebunden ist. Die Aussage, das durch das alleinige Prinzip der CD-Abtatstung und der Datenzusammensetzung bzw. Berechnung, keinerlei Unterschiede vorhanden sein können, mag ja stimmen, zweifel ich ja gar nicht an. Aber wenn eins dieser Geräte Müll in die Netz-zuleitung abwirft, dann leidet die gesamte Anlage, und betroffen sind alle Geräte. Dann macht ein AB Vergleich auch keinen Sinn. Klemmt man das Gerät mit dem besseren Filter ab passiert immer noch nichts, klemmt man aber das mit dem schlechterem Filter ab, klingt die ganze Anlage besser (und nicht nur das CD-Laufwerk mit dem besserem Filter).


    Jetzt verstanden worauf ich hinaus will? Damit werden alle Vergleiche, egal ob AB oder nicht zu Bullshit.


    Früher gab es die Diskussion welches Gerät man an der (guten) Steckdosenleiste als erstes anschliesst - Vorstufe oder Endstufe? Heute ist das Problem noch komplexer geworden.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    ich denke zu diesem Thema gibt es noch einen weiteren Aspekt, doch dazu sollte ich mal etwas weiter ausholen.


    Bei mir lief bis vor einem Jahr alles wunderbar, bis ich auf einmal mit einem recht faden und schrägen Klang meiner Anlage konfrontiert wurde. Bei der Fehlersuche stieß ich zwar auf einige "Fehler" innerhalb der Anlage, doch so richtig verändert hat sich nichts. Erst durch einen anderen Thread eines Forumsteilnehmers, welcher die Auswirkungen des Umbaues seines örtlichen Stromnetztes beschrieb, wurde ich auf die eigentliche Ursache aufmerksam. Denn der Zeitpunkt der Veränderung des Klanges daheim, deckte sich ziemlich genau damit, als bei uns neue digitale Zähler installiert und zeitgleich auch neue Umspanntrafos montiert wurden. Da hier jeder jeden kennt und ich einige Verantwortliche beim hiesigem Stromunternehmen gut kenne, kam ich so an weitere wichtige Informationen, welche meinen Verdacht bestätigten das diese neue Technologie jede Menge "Müll" auf der Stromleitung mit sich bringt. Und ab da habe ich mich auf die Entwicklung hocheffizienter Filter geworfen. Ein Thema was ich bis dahin eher am Rande beachtet habe, habe ich doch bei so gut wie allen Versuchen nie erkennbare Unterschiede wahrnehmen können. Um ehrlich zu sein - ich habe das Thema eher milde belächelt.


    Eigentlich ist das mein Problem, und man sollte ja nicht verallgemeinern. Aber hier liegt die Sache doch etwas anders. Dazu sollte ihr folgendes wissen: Slowenien ist ein kleines Land, mit einem gewissen Wohlstand, einer relativ gut laufenden Industrie, aber mit einer ausbaubedürftigen Infrastruktur - und hier beginnt es auch für euch interessant zu werden. Slowenien ist somit das ideale Land für europäische Großunternehmen um zukünftige Technolgien zu erproben und auf eine "erfolgreiche" Auswirkung und Nutzbarkeit zu untersuchen. So haben wir eine ganze Reihe von neuen Technolgien welche auf euch noch warten, und das zu einem Superpreis, weil subventioniert. Ein optischer Internetanschluss ist selbst in den abgelegensten Bergdörfern mittlerweile Standard, das Mobilfunknetz ist flächendeckend augebaut (sofern es die Berge erlauben) und online-Banking steht so gut wie jedem "Bergbauer" zur Vefügung.


    Was ich damit sagen will: diese Probleme warten bereits auf euch, insofern bekommt die Frage nach dem Sinn einer solchen Störschutzeinheit früher oder später ein neues Argument. Bekommt heute jemand auf seine Eröffnungsfrage die Antwort "investiere erst mal in eine gute Raumakustik", könnte sich in Zukunft die Antwort dazugesellen "investiere erst mal in eine saubere Stromversorgung".


    So kam mir dieser Thread in den Sinn - CD-Laufwerk Empfehlung (neuer Versuch) - was machen die verbauten Netzfilter in den Geräten aus? Was wenn in den vielgelobten Laufwerken lediglich die verbauten Filter besser sind?

    Findet ihr diese Frage unsinnig? Ich nicht.


    Panettone : die Frage nach dem Verstärker in der Anlage ist durchaus berechtigt. Wenn wir hier über verschiedene Threads hinweg feststellen das sich digitale und analoge Geräte gegenseitig negativ beinflussen können, und Schaltnetzteile ebenfalls einer gesonderten Filterung bedürfen, dann stellt sich automatisch die Frage "was passiert in diesem Hybrid-Verstärker?" zwischen den digitalen und analogem Teil. Und was passiert mit dem eingebautem Phonoteil in dieser digitalen Umgebung, quasi hautnah? Das weis hier niemand so genau, weshalb auch niemand eine klare Aussage dazu geben kann. Es kann sein das NAD das Problem gelöst hat, es kann aber auch sein das es nicht gelöst wurde. Ebenso kann es auch sein das diese Problem nicht gelöst werden kann. Fest steht nur, das alle Gerätegruppen auf Netzverunreinungen reagieren, egal ob DC, NF oder HF.


    PS: das Teilnehmer Pelzer mit seinen Aussagen manchmal etwas "unkonventionell direkt" daherkommt dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Ich tät es nicht persöhnlich nehmen. Wen es stört darf ihm ja mal einen Rhetorikkurs anbieten...:)8)


    Gruß


    Matej

    Das sieht soweit nach einem Störschutztrafo aus. Mit welchen Schaltungstechnischen Features er ausgestattet ist, ist leider nicht einsehbar. Klickt man aber auf der von dir verlinkten Seite auf das PDF-Dokument, so erkennt man, das hier die Firma Noratel ihre Finger mit im Spiel hat, bzw. deren Trafo verwendet wird - http://www.noratel.com/de/prod…ession-transformers/grid/

    Auch hier lassen die Informationen zum Rowen PT2000 nur wage Spekulationen zu, insofern ist deine Frage: ist der recht stattliche Preis gerechtfertigt? kaum seriös zu beantworten.


    Dagegen kann diese Frage schon eher beantwortet werden, wenn auch nicht ganz eindeutig: Ich habe nicht gerade ne High End Anlage. Würde das überhaupt Sinn machen?

    Über die einzelnen Komponenten in deiner Anlage kann man teilweise spekulieren, aber ein Rega RP 6 und ein Goldring Eroica sind schon eine Hausnummer. Da, wo diese beiden Komponenten hin können, können gewisse Störungen auf der Netzversorgung schon den entscheidenden Riegel vorschieben. Bei mir läuft ein Audio Technica AT-F7, ein TA-System was ich deutlich unter dem Eroica ansiedeln würde, und das System scheint bei meinen bisherigen Versuchen nun tatsächlich am Ende zu sein. Die digitale Quelle hat einen sehr deutlichen Schritt nach vorn gemacht, Phono dreht sich eher im Kreis, bzw. tritt auf der Stelle. Bei mir wird es also Zeit das ein neues System angeschafft wird, in anderen Konstellationen kann (muss aber nicht) das der Verstärker oder der Lautsprecher sein.


    Um diese Frage eindeutig zu beantworten gibt es nur einen Weg - ausprobieren! Die Fachhändler wissen um die prekäre Situation, in jeder Gegend sieht die Netzversorgung anders aus, Vorführaktionen beim Händler machen keinen Sinn. Jeder halbwegs ambitionierter Händler wird dir so ein Teil gerne ausleihen, oder es dir daheim vorführen. Nur so bekommst du eine klare und für dich gültige Antwort.


    Gruß


    Matej

    Hallo Mike,

    das Problem sehe ich nicht. Bei mir hängen die Endstufen auch nicht mit am Störschutztrafo, sondern an der parallelen Wandsteckdose (gleiche Phase) mit eigenem DC-Filter. Da brummt nichts. Die interne Elektronik ist ja auch über einen weiteren Trafo abgetrennt, selbst bei Schaltnetzteilen, insofern müßte das Problem dann ja ständig auftreten.


    Da alle Geräte ja weiterhin geerdet sind, und die Versorgungsmasse "weich" an das geerdete Gehäuse angekoppelt ist, laufen alle Geräte de facto auf dem gleichem Potential. Also kein Grund zur Sorge.


    Gruß


    Matej

    Das TMC 70 liefert 0,25mV Ausgangsspannung. Mit 1:5 wird es etwas zu leise sein, mit 1:10 wird es schon recht gut funktionieren.


    Wegen der Impedanzanpassung: bei 1:10 "sieht" das System "durch" den Übertrager an einem 47kOhm Phono-MM Eingang noch 470 Ohm. Kann man so lassen, es empfiehlt sich jedoch ein Anpasswiderstand in den Ausgang des Übertragers parallel einzusetzen: für 100 Ohm Abschlusswiderstand wären das 13kOhm, für 200 Ohm Abschluss 35 kOhm.


    Die Pikatronübertrager sind schon recht gut, wie er im Vergleich zum Thorens PPA990 verhält weis ich nicht.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    es gibt neues. Den FI-Schutzschalter habe ich erstmal testweise ausfgebaut, klappte prima mit der Phasenerkennung. Heute habe ich den dann vebaut, und bei der Gelegenheit gleich mal den Thel EMI306 verbaut. Somit sind von meinen 3 Ausgängen 2 gefiltert. Einmal mit dem Roxburgh RES90/1A für den Fernseher und einmal mit dem EMI306 für den Rest der Anlage - Digital und Analog sind noch nicht getrennt, das wird der nächste Schritt.


    Auf einen gesonderten klanglichen Test der FI Einheit ohne den EMI306 habe ich aus purer Neugier und eigener Faulheit - Ausrede "wegen Zeitmangel" - verzichtet, obwohl das sicherlich nicht verkehrt wäre. Ich habe ja noch den 3, ungefilterten Ausgang.


    Jedenfalls hat die FI-Einheit die Phase zuverlässig erkannt, habe ich auch mit einem Phasenprüfer nachgeprüft. Soweit so gut - aber die Filterung mit dem EMI306 für den Audiozweig hat es doch gebracht, und zwar heftig. Ich habe zwar noch den Standardfilter im Vorverstärker drin - soll man ja nicht machen, 2 Filter nacheinander - aber klingen tut die Anlage jetzt sehr gut. Von Glasigkeit keine Spur mehr! Dagegen alles etwas weiträumiger, besser aufgelöst, mehr Feindynamik. Mein ATF7 (4 mögliche Kandidaten sind schon in der engeren Auswahl) kommt klar an seine Grenzen, digital (CD + externer Wandler) klingt zur Zeit besser.


    Bis Montag folgen noch einige Tests mit und ohne dem eingebauten Filter im Vorverstärker, also nur mit dem EMI306, samt Messungen am Vorverstärker. Und ich hoffe das der Prüfer Zeit hat, und die neue Konstellation in der Filtereinheit unter die Lupe nimmt. Sofern alles gut verläuft, können wir uns dann weiteren Feinheiten zuwenden.


    Gruß


    Matej

    Hallo zusammen,

    also ich habe ja selbst schon einige Lautsprechertypen entwickelt, ich kann wohl behaupten das ich mich auf dem Gebiet weitestgehend auskenne, sofern es mit meiner Gestaltungsphilosophie konform geht. Ich habe auch schon mal einige Frem-Lautsprecher modifiziert, jedoch nur dann wenn ich Zugang zu allen LS-Parametern hatte, was ja nicht immer einfach ist. Darunter war auch ein LS, welcher in den 90ern als recht populärer Bausatz auf dem Markt war. Nachdem ich mir die Chassis-Paramater angesehen habe, und die Frequenzweiche, welche die mitgeliefert haben, war mir klar das dort nur Kappes verzapft wurde. Da wurden einfach nur einige populäre Technologien zusammengewürfelt, ohne Sinn und Verstand. Aus dem Stehgreif habe ich eine Frequenzweiche gebaut, mit welcher der Lautsprecher dann sogar mit richtig ausgewachsenen Boxen konkurieren konnte.


    Das hat aber auch nur geklappt, weil die Auswahl der Chassis sehr gut mit meiner Produktphilosohie übereinstimmte. An sowas wie die B&W 801, Infinity generell oder gar einer Yamaha NS1000M, eine mir völlig fremde Produktphilosophie, würde ich nie drangehen, auch nicht mit besseren Kabeln zur Innenverdrahtung.


    Insofern waren die Ergebnisse einiger Freaks mit der Kappa 9 mal so und mal so. Und ich selbst habe das mal mit einer Spendor erlebt. Die Briten haben doch tatsächlich die parasitären Eigenschaften "schlechter" Bauteile einfach mit eingerechnet. Da irgendwelche MKPs anstelle von Bipolaren Elkos, oder gar dickere Spulen anstelle der "Garnrollen", ja selbst das Gehäuse durfte man nicht versteifen, schon war alles im Eimer.


    Ist mal so und mal so - manche Produkte bieten sich zum modifizieren geradezu an, von anderen sollte man wiederum die Finger lassen.


    Gruß


    Matej