Die neuen 45er von AP Teil 3: The Ray Brown Trio - Soular Energy (1984 / 2013)






  • Format: Do-LP, 2 x 45er, 200g, Klapp-Cover, Stereo




    RI-Label: Analogue Productions, 2013




    Original-Label: Concord Records, 1984




    Preis: € 57,00 - 61,00






    Ray Brown: Bass
    Gene Harris: Piano
    Gerryck King: Drums




    Special Guests: Red Holloway: Tenor Sax
    Emily Remler: Guitar






    Dieses Album ist für mich ein zeitloses Meisterwerk und gekauft habe ich mir diese
    AP - RI eigentlich nur, weil in der Produkt-Info zu lesen ist,
    dass es sich bei dieser Ausgabe um eine komplett neu gemasterte Pressung handeln soll
    und dass das Design des Klapp-Covers für diese Luxus-Ausgabe neu bearbeitet wurde.




    Das Album selbst und die 200g Pressungen sind natürlich fehlerfrei und sehr gut gefertigt
    und natürlich stecken die beiden LPs in den AP-typischen Innenhüllen.
    Klanglich lässt diese RI keine Wünsche offen, ein super Klangbild, saubere Instrumente,
    von der Intensität gut aufeinander abgestimmt.
    Meine HD-Version im Format 24/192 ist dagegen deutlich im Nachteil.




    Mit "keine Wünsche offen" meine ich allerdings nur den Zeitraum,
    bis man die RI dieses Album von Pure Audiophile gehört hat.
    Und spätestens dann, ist das Thema -neue RI dieses Albums von AP- abgehakt.




    Was die Pure Audiophile gegenüber der AP an Dynamik und insbesondere Bass zu bieten hat,
    ist schlichtweg unglaublich und atemberaubend.
    Die AP-RI erscheint dagegen, wie eine ganz zahme Version für kleine Kinder.
    Ganz allein für sich betrachtet, sicherlich ganz in Ordnung, aber nichts im Vergleich zur Pure Audiophile.
    Wer allerdings nicht auf diesen Wahnsinns fetten Bass steht, ist bei der AP wahrscheinlich besser aufgehoben.




    Und genau vor diesem Bass wird auf der Pure Audiophile auch extra durch einen Sticker gewarnt.







    Das geänderte Design gefällt mir im Vergleich übrigens auch nicht, wobei ich natürlich
    nicht weis, welches ursprüngliche Design von AP überhaupt verändert wurde.





    links AP, rechts Pure Audiophile





    oben AP, unten Pure Audiophile






    Vorteile der RI von Pure Audiophile gegenüber Analogue Productions




    1. schöneres Cover (ebenfalls Do-LP mit Klapp-Cover)
    2. mehr Songs auf einer Plattenseite, da 33er Geschwindigkeit
    3. 4 sehr gute Bonus-Tracks
    4. wesentlich besserer, intensiver Sound






    Vorteile Analogue Productions gegenüber Pure Audiophile




    KEINE






    Ein Fazit daraus kann sich jeder unschwer selber ziehen.




    Gruss Eberhard

  • Hi Eberhard,


    ...immer wieder interessant, Deine Rezensionen….


    Hast Du auch einmal vergleichen können, wie sich Concord Jazz LELP 111 gegen Deine Ausgaben schlägt. Das war eine auf 3000 Exemplare limitierte Halfspeed Ausgabe vom Original Master, direkt von Concord.


    Beste Grüße
    Michael

  • Hallo Michael,


    ich vermute mal, dass da kein Unterschied sein wird,
    denn meine Pure Audiophile ist ebenfalls mit Half Speed Mastering und als Quelle
    werden die originalen Analog Master Tapes angegeben.


    Gruss Eberhard

  • Hallo Michael,


    ich vermute mal, dass da kein Unterschied sein wird,
    denn meine Pure Audiophile ist ebenfalls mit Half Speed Mastering und als Quelle
    werden die originalen Analog Master Tapes angegeben.


    Gruss Eberhard


    Ich denke mal, das reicht noch lange nicht aus um sicherzustellen das ein Reissue so grandios klingt wie das besprochene von Pure Audiophile. Hier hat Stan Ricker ganze Arbeit geleistet. Ist als Tontechniker schon einer der ganz Großen :thumbup:


    Gruß Jürgen

  • Moijn,


    mir bekannt ist die Halfspeed -Version der "Soular Energy", eine Deutsche Produktion der Bellaphon von 1991. LP mit 180g lim. Ed. auf 3000 Kopien auf Supervinyl, das aber nicht vergleichbar ist mit dem gleichnamigen japanischen Material von JVC . Im Kleingedruckten der Hülle finde ich keinen Hinweis auf die Beteiligten des RI, die Matritze weist außer dem Stempel mit der Katalognummer nur das eingeritzte Kürzel "SST" auf. Das war nochmal wer...?


    Grüße,
    Reinhard

    "Mein Gehirn braucht kein Blut, es muss nur feucht gehalten werden" Al Bundy/Eine schrecklich nette Familie

  • Ich habe mir ein Exemplar der Ausgabe von Pure Audiophile angeschafft. Ist vorhin angekommen.


    Es läuft mal gerade die erste Seite. Der spontane Eindruck: tonal durchaus angenehm. Der Bass ist allerdings totale Peep Show. Etwas integrativer (meint: in einer Linie mit Klavier und Schlagzeug) wäre auch noch gut. Der Schub, der unten dann und wann kommt, ist ein netter Effekt.


    Ich frage mich nicht, wie die AP-Pressung klingt. 45er Umschnitte gehen mir ohnehin schnell auf den Wecker.


    Allerdings wäre so eine ältere Japan-Pressung oder so eine unten genannten Halfspeed von vergleichendem Interesse.

    Viele Grüsse,
    Mario


    Dark was the night, cold was the ground.

  • Ich habe hier eine deutsche Erstauflage der Concord Ausgabe, die fantastisch klingt und dem ersten RE, dass vor ein paar Jahren als Doppelalbum erschien (glaube die war auch in rotem Vinyl), klanglich deutlich überlegen war. Die Leute, die diesen Vergleich mal gehört haben, haben ihre Reissues verkauft und nach der alten Pressung gesucht.


    Gruß Wolle

  • Hallo Wolle!
    Woran erkenne ich denn eine "deutsche" Erstausgabe? Was ist der Unterschied zu einem deutschen Reissue?
    Unsere Pure Audiophile Ausgabe hat rotes Vinyl.
    Gruß Jürgen

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  • Hallo Jürgen,


    die deutsche Erstausgabe erkennst du an der Bestellnummer. Die erste Ausgabe von 1985 hatte das silberne Concordlabel mit der Nummer CJ-268, sowie das Gema Zeichen, wie eine LC Nummer auf dem Label (im Gegensatz zur US Ausgabe). Es gab ein deutsches Reissue von 1991 als 180g Pressung, allerdings mit der Bestellnummer LELP 111.


    Gruß Wolle

  • Es gab ein deutsches Reissue von 1991 als 180g Pressung, allerdings mit der Bestellnummer LELP 111.


    Kann man hier zu noch erschwinglichem Kurs kaufen: http://kleinanzeigen.ebay.de/a…811382-78-5421?ref=search
    Sonst liegen die Exemplare der ersten beiden deutschen Ausgaben in tadellosem Zustand, so wie ich aktuell sehe, weit über 100 EUR.

    Viele Grüsse,
    Mario


    Dark was the night, cold was the ground.

  • Hallo Jürgen,


    die deutsche Erstausgabe erkennst du an der Bestellnummer. Die erste Ausgabe von 1985 hatte das silberne Concordlabel mit der Nummer CJ-268, sowie das Gema Zeichen, wie eine LC Nummer auf dem Label (im Gegensatz zur US Ausgabe).


    Hallo Wolle!
    Da Concord Records kein Label in Europa hatte, muss es sich um eine Lizensausgabe handeln. Fragt sich nur von welchem deutschen Label die Ausgabe ist und wann erschienen. Wenn sich diesbezüglich nichts auf der Ausgabe befindet wird vermutlich auch keine Jahresangabe angegeben sein. Außer vielleicht das Jahr der US-Ausgabe als P oder C im Kreis. Somit kann die deutsche Ausgabe auch später erschienen sein und dann wäre es auch nur ein Re-issue wie alle anderen Ausgaben auch.


    Eigentlich würde mich ja interessieren wie das Original und eine Japan-Ausgabe klingt. Aber das hieße für ein und dasselbe Album mehrmals Geld ausgeben. Auch wenn so etwas reizvoll ist, mach ich das eigentlich nur ungern. Schließlich gilt es ja noch viele andere Alben zu entdecken und das Geld wächst nicht auf den Bäumen :whistling:
    Gruß Jürgen

  • das Geld wächst nicht auf den Bäumen


    Natürlich nicht, denn es liegt doch auf der Strasse. ;)


    Ich finde es manchmal auch interessant, mal alle Pressungen zu vergleichen. Geht nur nie. BTW, schon irre, wie viele Ausgaben es von manchen Titeln - wie diesem hier - gibt.

    Viele Grüsse,
    Mario


    Dark was the night, cold was the ground.

  • In Deutschland wurden die Concord Titel seinerzeit durch Bellaphon vertrieben. Da ich sehr viele Concord Platten besitze, sowohl US Ausgaben, wie auch Deutsche kann ich aber sagen, dass sich diese klanglich nichts tun, kein Unterschied, was die Vermutung nahelegt, dass die Titel durch Bellaphon einfach 1:1 übernommen wurden.


    Gruß Wolle