Pro-Ject Perspex aufrüsten?!

  • Hallo zusammen,


    ich habe meinen Dreher mit einer Base von Bfly Audio aufgerüstet und möchte weitere Tuning-Maßnahmen durchführen.
    Der Hersteller bietet auch Auflagen aus einem Kork-Sorbotane Gemisch an (Dicke 1 und 3mm).
    Da ich die Platten jetzt direkt auf den Metallteller lege, würde ich mir gerne diese Auflage zulegen (1mm).
    Da die Auflage lediglich 20 Euronen kostet, ist das keine teure Investition und schützt die Platte vor Kratzern.
    Ist hierzu etwas zu bedenken oder einzuwenden?


    Grüße


    Markus

  • Äääh,


    Metallteller? Der ist aus HDF oder MDF! Und die eigentliche Auflage ist Vinyl. Und imho kann man das nicht wirklich toppen, wenn man die Klemme immer nutzt. Das gibt einen recht ausgewogenen Klang. Nicht zu lahm, nicht zu nervös.


    Aber Bedenken & Einwände hätt ich jetzt nicht.


    Mike

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

  • Hallo,


    ....stimmt ist aus MDF.
    Ist aber dennoch hart und ich wollte eine weiche Auflage, sofern dies den Klang nicht einschränkt.


    Grüße


    Markus

  • Hallo Det,


    warum jetzt die Tonarmhöhe anpassen (das war eigentlich der Hintergrund meiner Ursprungsfrage: ...............irgendetwas zu beachten?).
    Ich würde mir die Auflage in einer Dicke von 1mm kaufen. Ist das wirklich so signifikant?
    Müsste ich dann nicht auch die Tonarmhöhe jede mal anpassen, wenn ich eine 180Gr. Scheibe auflege?
    Wie gesagt, ich möchte die Auflage nur zum Schutz der Platten verwenden (weicher Untergrund).


    Grüße


    Markus

  • Hallo Markus,


    zum Schutz der Platten brauchst Du keine Unterlage. Die verklebte Vinylmatte auf dem MDF-Teller verkratzt die Platten nicht.


    Zum Thema Sinn und Unsinn der Höhenverstellung ist viel geschrieben worden. Wenige Sachen sind so leicht nachvollziehbar wie ein richtiger oder falscher VTA. Natürlich haben unterschiedliche Platten unterschiedliche Stärken, die man bei manchen Tonarmen sogar während des Spiels ausgleichen kann. Beim Pro-Ject geht das nicht, so dass man sich mit einem Kompromiss behelfen muss. Ich habe bei meinem Spieler die Tonarmhöhe auf die "normalen" 150g-Pressungen eingestellt, weil ich nicht so viel audiophiles Zeug habe.


    Resümee: Wenn Du ein bisschen basteln magst, solltest Du das mit der Höhenverstellung einmal ausprobieren. Aber Vorsicht: Das System muss auch neu justiert werden :P


    Grüße
    Det

  • Hallo Det,


    ich habe mir ja bereits einen Schnitzer mit dem Metallteller geleistet (kalt, hart und schwarz) :evil: .
    Die verklebte Vinylauflage kann ich jedoch nicht bestätigen.
    Allenfalls ist der Teller sehr dünn lackiert (schwarz).
    Da das Thema "Vinyl" (wieder) neu für mich ist nach mehr als 20 Jahren, höre ich gerne auf die Tipps und Ratschläge von erfahrenen Kollegen.
    Das hat mich jetzt jedoch etwas verunsichert bzgl. der Tonarmjustage. Der Hersteller sagt aus, dass bei fast allen Drehern eine Justage bzgl. des Höhenunterschiedes
    nicht notwendig sei. Ich nehme diesen Fakt jetzt als gegeben hin, obwohl mir dieser eine Millimeter Differenz zu denken gibt ?(


    Danke und Grüße


    Markus

  • Die verklebte Vinylauflage kann ich jedoch nicht bestätigen.

    doch doch, lies mal hier. Die Auflage ist mit dem Teller verklebt (die obere Schicht, die den etwas geringeren Durchmesser hat) und lackiert.


    Der Hersteller sagt aus, dass bei fast allen Drehern eine Justage bzgl. des Höhenunterschiedes
    nicht notwendig sei. Ich nehme diesen Fakt jetzt als gegeben hin, obwohl mir dieser eine Millimeter Differenz zu denken gibt

    Haakon ist ja der gleichen Meinung. Ich möchte gar nicht viel Diskussionsstoff liefern, bin aber anderer Meinung. Um herauszufinden, ob es einen Unterschied gibt, muss man sich halt die Mühe machen. Wenn Du unsicher bist, ist das doch der beste Weg, Dir selber einen Eindruck zu verschaffen.


    Grüße
    Det

  • Hallo Det,


    du hast bzgl. der Tellerauflage recht mit deiner Darstellung.
    Dennoch empfinde ich die Auflagefläche als zu hart (fühlt sich an wie Hartkunststoff).
    Ich habe mich dazu entschieden die 1,0 mm dicke Kork - Kautschuk Auflage auszuprobieren.
    Ich werde euch davon berichten. Im schlimmsten Fall habe ich 20E versenkt.


    Grüße


    Markus

  • Hallo Det und Haakon,


    es ist soweit, die Matte traf gestern ein (bFly-audio PA1, 1mm dick)
    Habe ich natürlich sofort ausprobiert.
    Was soll ich sagen..................VOLLTREFFER 8o:thumbsup:
    Ich hätte die Veränderung nicht erhofft/vermutet.
    Wie gesagt, es ging mir mehr um einen weichen Untergrund zum schonen der Scheiben.
    Nun zurück zum Thema. Der Bass hat hörbar an Präsenz, Intensität und Tiefe zugelegt, ohne dabei an Präzision zu verlieren.
    Ähnlich verhält es sich mit den Höhen aber nicht ganz so drastisch.
    Für den Hörversuch habe ich "ANASTASIS" von DEAD CAN DANCE aufgelegt.
    Einfach nur klasse! Bisher habe ich meistens tiefer in die Tasche greifen müssen.
    Das ganze hört sich mittlerweile richtig gut an.


    Grüße


    Markus

  • Aber wie gut würde es erst klingen, wenn der Tonarm jetzt noch die richtige Höhe hätte :P
    Spaß beiseite, ich glaube nicht an den Einfluss von Tellermatten auf den Klang (jedenfalls nicht, was das Material betrifft). Vermutlich ist jetzt der VTA so getroffen, dass sich die empfundene Veränderung dadurch erklären lässt.


    Grüße
    Det

  • Hallo,


    das habe ich aber selten gelesen, dass jemand den Einfluss von Tellermatten auf den Klang bezweifelt - da habe ich schon sehr deutliche Unterschiede gehört. Bei gleicher Höhe der Matten geht der Wechsel ja auch in zwei Sekunden. Mein Preis-Leistungs-Tipp war immer die Hörprobe-Matte, die bei mir (gummierte Seite nach oben) aber manches verbesserte, auf Kosten von anderen Aspekten. Insgesamt interessant anders, aber nicht zwingend besser.


    Bei Det tippe ich auf einen geteilten Effekt von Matte und VTA.


    Gruß Arnold

    aufhören, wo andere weitermachen

  • Hallo,


    vielleicht liegt die Veränderung tatsächlich mit an der Anhebung des Tonarms.
    Ich habe die Tonarmverstellung noch nicht ausprobiert, bin mir aber fast sicher, dass die Matte etwas mit zur Verbesserung des Klangs beiträgt.
    Da ich mich viele Jahre nicht mehr mit Plattenspielern auseinander gesetzt habe und nur noch CD's abgespielt habe, bin ich von den Möglichkeiten
    der Justage beeindruckt. Wie gesagt, ich hätte diesen Zugewinn durch den vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand nicht erwartet.


    Klasse :D


    Grüße


    Markus

  • Bei Det tippe ich auf einen geteilten Effekt von Matte und VTA.


    Das dürfte so manchesmal ausschlaggebend sein.Nachdem ich meinem Pro-Ject Debut einen Acrylteller spendiert hatte, klang das ganze schon ganz anders, nämlich räumlicher. Und mit einem Ortofon Red TA dann noch besser :) Der Puck brachte dann noch die Extraportion Bass


    Lg


    Alex

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