Phono Akku Aikido vs. Rö-Riaa Musikant oder Otto gegen Otto

  • Phono Akku Aikido vs. Rö-Riaa Musikant oder Otto gegen Otto - Teil I




    Herr Otto war so freundlich, mir sein neuestes Modell, die
    Röhrenphonovorstufe Musikant zum Testen zur Verfügung zustellen. Da bot es
    sich natürlich an, dieses mit dem Akku gespeisten Aikido aus demselben Hause zu
    vergleichen, die ich zum Testen noch da hatte. Dieser Erfahrungsbericht bildet
    den Abschluss dieses Threads hier. Zugleich ist es aber ein eigenständiger
    Test, für den ich auch der besseren Auffindbarkeit halber einen neuen Thread
    erstelle.



    Der Akku Aikido




    Hier im Verbund mit dem Übertrager Denon AU-250




    Und so sieht er nackt aus


    Technische Daten nach Herrn Otto:




    Verstärkung: 40 dB bei 1kHz
    RIAA Abweichung: kleiner +/- 0,15 dB
    Übertragungsbereich: 20 Hz-25 kHz: -1 dB
    Übertragungsbereich: 8 Hz-50 kHz: -3 dB
    Signal/Noise: besser -93 dB A
    Klirrfaktor: kleiner 0,05%
    Anpassbar: Kapazität, Abschlussimpedanz TA (Test: 47 pF,47
    kOhm)
    Akkulaufzeit: 30-40 Stunden




    Preis: 550,-






    Der Rö-Riaa Musikant




    Hier im Verbund mit dem Übertrager Denon AU-250




    Stripped präsentieren sich drei Doppeltrioden




    Das Netzteil des Musikanten: Bei Überhitzung schaltet es automatisch ab




    Technische Daten nach Herrn Otto (noch vorläufig):

    Verstärkung: 42,5 dB
    RIAA Abweichung: kleiner - 0,5 dB (abhängig von der Kette,
    bis zu 0,1 dB)
    Übertragungsbereich: 17 Hz-40 kHz: -1 dB
    Übertragungsbereich: 7 Hz-140 kHz: -3 dB
    Geräuschspannung: -80 dB A
    Klirrfaktor: kleiner 0,14% bei 1 kHz
    Kanaltrennung: -57 dB
    Anpassbar: Kapazität, Abschlussimpedanz TA (Test: 47 pF,47
    kOhm)




    Preis: 650,-




    Die Kette




    TA: Denon DL-103 mit Bor-Nadelträger, nude-Shibata-Diamant,
    Graphit-Gehäuse von TechneAudio
    PS: Rega P5 modifiziert
    MC-Verstärkung: Denon AU-250 Übertrager/Denon HA-1000 MC-Pre
    Vorverstärker: Denon PRA 1500
    LS: aktive, analoge Studiomonitore KS-Digital C88





    Haufenbildung: die Abhöranlage




    Irgendwie anders




    Irgendwie anders – das denke ich, als ich das erste Mal den
    Musikanten aufspielen lasse. Aber was ist anders? Ist das der typische Röhrenklang?
    Nein, den gängigen Klischees entspricht der Klangeindruck wirklich nicht:
    Aufgeräumt, sauber, klar, ohne einen dicken Mittenbauch, ohne dass er
    vernehmbar lauter rauschte. Bis ich eine Idee davon entwickelte, was er anders
    macht als sein stiller Bruder mit Akku- Antrieb, sollte noch etwas Zeit
    vergehen.




    Ausgerüstet ist der Musikant mit zwei Doppeltrioden E 83 CC
    von Tube-Town, je eine vor und eine nach der passiven RIAA-Entzerrung. Eine
    dritte Doppeltriode (ECC 82 von Tube-Town) ist allein für die abschließende
    Impedanzwandlung zuständig, die unterschiedlichen Folgeverstärkern das
    Zusammenspiel mit dem Musikanten und auch längere Kabellängen ermöglichen
    sollen. Ein separates Netzteil versorgt die Röhrenschaltung über ein
    dreipoliges XLR-Kabel mit Energie.




    Die Wahl des Zuspielers




    Bevor ich den Otto gegen den Otto in den Ring schickte,
    wollte ich zunächst wissen, mit welchem MC-Verstärker der Musikant er besser
    klingt: Mit dem Übertrager AU-250 oder mit dem MC-Pre HA-1000. Letzterer war in
    allen vorhergehenden Konstellationen (siehe Thread) mein Favorit gewesen. Im
    Zusammenspiel mit dem Musikanten ist es nun andersherum. Und das sagt auch
    einiges über den Röhrenpre aus. Denn in Verbindung mit dem HA-1000, der das
    DL-103, sicherlich auch bedingt durch den 100 Ohm-Abschluss, an die kurze Leine
    nimmt, wurde der Hochton bisweilen zu stark ausgebremst. An der längeren Leine
    des Übertragers hingegen machte das Hören mehr Spaß: Die musikalische
    Darbietung blieb transparent, gewann aber an Brillanz, es klang einfach
    schöner. In der Art der räumlichen Darstellung konnte ich hingegen keine
    Unterschiede zwischen den Zuspielern ausmachen. Im Vergleich zum Aikidio schien
    mir der Musikant allerdings tatsächlich etwas anders zu machen, das wurde mir
    nun allmählich klarer. Er lässt die Bühne etwas weiter zurücktreten, ohne
    dadurch an Tiefe zu verlieren.

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

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  • In den Ring




    Für den Vergleich eins zu eins habe ich folgende Konstellation gewählt:




    1) Denon HA-1000 + Phono Akku Aikido
    2) Denon AU-250 + Rö-Riaa Musikant





    Nicht schön, aber praktisch: Ad-hoc-Rack aus Panzerholzplatten, POM, Kork und Wolfram






    Diese Kombinationen hatten sich im Vorfeld als die jeweils besseren herausgestellt. Für mich macht es Sinn, die jeweils besten Duos in den Ring zu schicken. Zumal meine Zeit leider auch begrenzt ist.




    Beide Kombinationen habe ich parallel an den PRA 1500 angeschlossen, da mir ein 30 cm Cinchkabel fehlte, habe ich ein 60 cm langes für den Anschluss des Aikido benutzt. Das sollte an dieser Stelle weniger kapazitäre Probleme bereiten als am Röhrenausgang. So brauchte ich nur das Phonkabel einmal umzustecken und den anderen Eingang auszuwählen. Fast schon bequem…, wenn da nicht der Pegelausgleich gewesen wäre.




    Meine Hoffnung war es, dass der Pegel der beiden Kombinationen etwa gleich sein würde, war er aber nicht. Ca. 1 dB betrug der Unterschied zwischen beiden Kombinationen. Zuviel für einen direkten Vergleich, zuwenig, um hier mit Markierungen des Pegelstellers arbeiten zu können. Also musste nach jedem Umstecken zunächst der Pegel neu eingemessen werden, was natürlich immer etwas dauert.





    Praktische Hilfsmittel: Pegelmessgerät und Testplatte




    Runde 1
    Pink Floyd – The Wall – Comfortably Numb




    Hierbei folge ich einer spontanen Eingebung: Der Song schwirrte mir plötzlich durch den Kopf, warum also nicht.




    Hierbei präsentiert sich der Aikido mit einem volleren Klang, der Musikant zeigt sich dagegen analytischer: präziser, aber auch dünner. Wenn es um Mitreißerqualitäten geht, so hat der Aikido hier die Nase vorn. Wenn Durchhörbarkeit und Details gefragt sind, der Musikant.




    Runde 2
    Scott Walker – Scott (RI The Collection 1967-1970) – Mathilde




    Um die Vermittlung von Dynamik zu testen, wähle ich den ersten Song von Scott Walkers Solodebut „Scott“, eine Jaques Brel Nummer: Mathilde. Scott ruft hier seiner Umgebung die Neuigkeit zu, dass Mathilde, offenbar eine Femme fatale, zu ihm zurückkehrt. Der Schmerz, den sie ihm offenbar bereitet hat, ist nicht vergessen, aber er spielt keine Rolle mehr, Champagner muss her. – Es gelingt Scott Walker hier hervorragend mit einem rasanten, schwungvoll orchestrierten Stück die stürmischen Gefühle des Mathilde erneut Verfallenden auszudrücken.




    Wie folgen ihm dabei die Phonovorstufen? Beim Aikido steht man fast mit auf der Bühne, so dicht sind die Instrumente dran, während Scott etwas weiter zurück steht. Beim Musikanten rückt die Bühne weiter nach hinten, Sänger und Begleitung erscheinen dichter zusammenzustehen. Eine packende Darbietung vermitteln beide. Hatte ich nach der 1. Runde etwas an der Impulswiedergabefähigkeit des Musikanten gezweifelt, so sind diese nun zerstreut. Vielleicht geht er sogar noch etwas dynamischer zur Sache, ist dabei etwas basskräftiger.




    Runde 3
    Beth Gibbons & Rustin Man – Out of Season – Mysteries




    Dieser wunderschöne Song eignet sich sehr gut, um die Detailwiedergabe bei Zimmerlautstärke zu testen. In einer Art Präludium wird recht leise ein ganzer Klangfilm abgespult. Der Song selbst ist relativ einfach gestrickt, Paul Webb zupft die Gitarre, Beths rauchige Stimme erklingt, während späherische Stimmen aus dem Hintergrund erklingen. Ganz zum Schluss, nachdem die letzten Akkorde bereits verklungen sind, muht dann sehr leise eine Kuh. Offenbar ist einer von beiden, die das Album auch gemeinsam produziert haben, Lee Perry Fan, denn bei dem muht es auch häufiger mal unvermittelt aus seinen Reggaeproduktionen heraus. Wie genau und ob überhaupt man das hört, hängt, bei Zimmerlautstärke, auch von der Qualität der Kette ab. Wer muht nun klarer?




    Hier sind beide eindeutig gleich auf, man verpasst die Kuh nicht. Unterschiede ergeben sich für mich auch nicht bei der Stimmenwiedergabe. Auch die leicht betonten Sibilanten werden ähnlich präsentiert. Dafür ist der sphärische Backgroundchor beim Aikido weiter vorne zu vernehmen, er sticht mehr heraus und hat mehr Schmelz. Die Frage ist, wer bildet die Bühne hier ehrlicher ab? Da ich es nicht weiß, sehe ich hier den Aikido eine Spur weiter vorne.




    Runde 4
    Massive Attack – Mezzanine (RI) – Inertia creeps




    Das ist mein Lieblingsstück von dem Album. Beide Pres geben die mächtigen, tiefen Bässe des Stückes sehr gut wieder. Wiederum wird die Bühne etwas anders dargestellt, und der Musikant scheint mir bei den Bässen präziser zu sein. Leichte Vorteile für den Musikanten.




    Letzte Runde
    Charles Mingus – Mingus, Mingus, Mingus (RI Speaker’s Corner) – Celia




    Es handelt sich um ein Liebeslied in Erinnerung an die rothaarige Celia – so mutmaßen jedenfalls etwas überraschend Horst Weber und Gerd Filtgen in ihrem Buch „Charles Mingus. Sein Leben. Seine Musik. Seine Schallplatten“ angesichts der Adaption von Ellingtons „Lady in Red“. Welche Haarfarbe die Dame nun hatte - weder der Aikido noch der Musikant geben Aufschluss darüber. Es ist das schon bekannte Spiel: Räumlich unterscheiden sich die Darstellungen leicht. Daneben scheint mir der Musikant etwas impulsiver zu sein, der Aikido legt dafür noch eine Schippe mehr Schmelz drauf.






    Fazit
    In der Bühnenabbildung unterscheiden sich die beiden Vorverstärker am deutlichsten. Mir gefällt die etwas weiter nach hinten gerückte Position des Musikanten besser, sie scheint mir realistischer. Beim Aikido entsteht eine sehr große Tiefe, die aber ein gewisses Loch zwischen der vordersten Bühnenebene und der mittleren entstehen lässt. Diese Lücke kenne ich übrigens auch schon von meinen anderen Phonopres. Der Musikant macht hier wirklich etwas anders, die gebotene Räumlichkeit scheint mir stimmiger zu sein.




    Tonal hat der Musikant bei tiefen Tönen und bei der Impulswiedergabe etwas die Nase vorn, der Unterschied bleibt aber klein. Der Aikido hat den präsenteren Hochton, mit mehr Schmelz.




    Der Klang erscheint insgesamt beim Aikido etwas voller, beim Musikanten etwas dünner, dafür transparenter und präziser. Beim Musikanten hatte ich öfters den Wunsch, etwas lauter zu stellen. Subjektiv ist der Aikido „lauter“, allerdings ohne zu nerven. Mit dem Übertrager zusammen, ist es mir dann aber schon etwas viel (siehe den eingangs erwähnten Thread).




    Ich werde vermutlich den Musikanten behalten und den Aikido zurückschicken.




    Herzlichen Dank, Herr Otto, dass Sie mir das ausführliche Testen ermöglicht haben. Beides sind tolle Geräte, die ich besser als meine bisherige Phonovorstufe bewerte, und die ist wirklich auch nicht schlecht.




    Beste Grüße an alle
    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

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  • Immer dieselben Billigbauteile auf eine Platine genagelt (ob mit Röhre oder ohne, hier einmal mit) ergeben noch kein gutes Gerät. Ob mit Akku oder ohne.


    Gruß, Bernd


    Hab´ich mir schon gedacht, daß er auch hier sein Unwesen treibt ......


    Christian,


    danke für die Mühen, die du Dir gemacht und in einen lesbaren Bericht verfaßt hast :thumbup:


    Gruß


    Klaus

    “I don't know why but everybody has a hit in Germany. You know, David Hasselhoff had a hit in Germany, a number one. I had a number one in Germany. I guess they just don't know much about music over there.”


    Lee Majors

  • danke für die Mühen, die du Dir gemacht und in einen lesbaren Bericht verfaßt hast


    Von mir auch.


    Das Zurückgesetzte, kann das am Übertrager liegen. Ich hatte auch zwei die so reagierten.
    Wenn Du tauschst, Ü am Aikodo, ist es nicht so?

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8)
    --you are lucky, if you live twice.....

  • Immer dieselben Billigbauteile auf eine Platine genagelt (ob mit Röhre oder ohne, hier einmal mit) ergeben noch kein gutes Gerät. Ob mit Akku oder ohne.


    Gruß, Bernd


    Immer dieselben billigen Standpunkte ergeben noch keine ernstzunehmende Argumentation, ob bewußt oder unbewußt.


    Immer die besten Bauteile ergeben noch lange keinen Wohlklang, bessern billige Konzepte höchstens auf.

  • Ja, sehr schöner differenzierter Bericht, Danke für die Arbeit, die sowas macht, Christian.


    Ich kann aber auch nachvollziehen, was der gescholtene Berndt von sich gibt. Wenn man seine Geräte selber baut und einiges ausprobiert hat, weiss man schon irgendwann, wo gute Teile sich besonders bemerkbar machen, und was so ein Gerät im Selbstbau kosten würde. Ich würde z.B. nie mehr eine Röhrenstufe mit simplen 3-Beinreglern und Brückengleichrichtern aufbauen, das hört man doch sehr deutlich als die von Christian beschriebene Eigenart im Klangbild heraus.

    Und da sieht ein Gewerblicher natürlich ziemlich schlecht aus im Vergleich. Der muss ja was dran verdienen, Steuern zahlen usw. Dieses Gerät im Speziellen sieht mir allerdings schon ein bisschen nach Prototyp aus, könnte von mir gebaut sein :D . Mir fehlt z.b. zumindest eine Kapazitätswahl für MM, das sollte schon an Bord sein.
    Da würde ich mir für einen Seriengerät schon etwas mehr Fertigungstiefe wünschen, aber vielleicht kommt das ja dann.
    Spass macht das Teil aber mit Sicherheit, und den wünsche ich dem TE auch von Herzen.


    lG,


    Jürgen

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

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  • Hallo Jürgen,
    ich halte deine Gedanken für richtig, aber die Argumentation doch arg verkürzt. Ob Berndt oder Du oder ich einen grundsätzlich anderen Aufbau aus eigener Erfahrung oder auch vom Hörensagen bevorzugen würden, steht nämlich nicht zur Debatte. Alleine anhand des so offensichtlichen Merkmals dann aber auf die hier umgesetzte Performance zu schließen, zeugt von undifferenzierter Sichtweise.
    Bevor ich mir ein Urteil erlauben und öffentlich verkünden kann, muss ich schon genau hinschauen UND auch mal hinhören .. was übrigens Christian nicht nur getan hat, sondern auch noch faszinierend beschreiben konnte. Danke nochmal dafür.
    Gruß Thorsten

  • Klar ist das verkürzt geschrieben, auch weil ich mich mit meiner Meinung hier nicht allzu breit machen wollte. Genauer hingeschaut habe ich, deswegen ja mein Feedback. Was daran undifferenziert ist, solltest du mal differenzieren. Zwischen einem einfachen Brückengleichrichter und einer AZ1 besteht ein beträchtlicher Unterschied, vom Aufwand her und auch klanglich. Das wollte ich sagen, und eben dass in einem relativ niedrig bepreisten Gerät so etwas nicht zu finden ist. Und dass das in Ordnung ist, weil ein Hersteller komplett andere Zielsetzungen hat.
    Mein Beitrag war auch bezugnehmend auf das, was Berndt geschrieben hat, der offensichtlich als Selbstbauer ein kommerzielles Gerät bewertet, und damit die verkehrten Masstäbe anlegt.
    Übrigens denke ich: was zur Debatte steht und was nicht, fällt ausserhalb deines Verantwortungsbereiches.


    lG Jürgen

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • Übrigens denke ich: was zur Debatte steht und was nicht, fällt ausserhalb deines Verantwortungsbereiches.


    lG Jürgen

    Hallo Jürgen,
    Du siehst doch genauso wie ich, dass der von Berndt zum Massstab erhobene Selbstbau hier (der Threadersteller berichtet von Erfahrungen) NICHT greift. Deshalb war Berndts Einwurf außerhalb der Debatte, sein Aussage außerdem (wie üblich) unbegründet.
    Das alles ist unabhängig von meinem Verantwortungsbereich. :D
    Gruß Thorsten

  • Hallo zusammen,


    über die positiven Rückmeldungen freue ich mich, denn tatsächlich hat es einige Mühen gemacht, auch wenn ich in erster Linie selbst wissen will, woran ich bin.

    Das Zurückgesetzte, kann das am Übertrager liegen. Ich hatte auch zwei die so reagierten.
    Wenn Du tauschst, Ü am Aikodo, ist es nicht so?

    Hallo Volker, ich habe das gerade ausprobiert und bei Mysteries noch einmal alle Kombinationen gehört, ohne Pegelabgleich, es geht ja um die räumliche Darstellung. Ergebnis ist, dass der Musikant tatsächlich die hintere Ebene, hier der sphärische Backgroundchor, tatsächlich weiter hinten platziert und "hintergründiger" darstellt. Beim Aikido rücken Hintergrund und Beth sowie Gitarre dichter zusammen, der Hintergrund ist immer noch hinter der Sängerin, aber dichter an ihr und einem dran, er rückt nicht in den Vordergrund, wird aber "vordergründiger" dargestellt. Es kann sein, dass der Übertrager diesen Effekt noch leicht verstärkt, da bin ich mir unsicher. Bei Klassik, eben auch noch kurz angetestet, ergibt sich beim Musikanten der Eindruck eines sehr weit in die Tiefe geöffneten Raumes, was durchaus faszinierend ist. Was die getreuere Darstellung ist, da bin ich mir unsicher, und wüsste auch nicht, wie das letztlich geklärt werden könnte. Ich schwanke im Moment selbst, was ich nun besser finde.


    Übrigens hat mir die Kombi Musikant+HA-1000 eben bei Beth Gibbons sehr gut gefallen, keineswegs schlechter als mit dem Übertrager.


    Mir fehlt z.b. zumindest eine Kapazitätswahl für MM, das sollte schon an Bord sein.

    Hallo Jürgen, eine Kapazitätsanpassung ist zusammen mit einer Abschlussimpedanz für den TA über einen parallelen Anpassungsstecker möglich. Verschiedene Werte lassen sich über unterschiedliche Stecker realisieren.


    Und im übrigen: Ob Bernds Aussage zutrifft, kann ich als technisch nicht versiert schlecht einschätzen. Sollte sie zutreffen, dann würden die billigen Teile jedenfalls sehr guten Klang ergeben. Einen besseren Klang als die in Deutschland damals für ca. 1000 Euro gehandelte PS-Audio GCPH (im unsymmetrischen Betrieb jedenfalls). Besserer Klang für weniger Geld also.


    Brächte Bernd jetzt ein Modell mit besseren Bauteilen, noch besserem Klang und noch weniger Geld auf den Markt, ich wäre sofort dabei! Bis dahin besitzt seine für mich nicht überprüfbare Aussage aber keinen Wert, weil ich mir eine Phonovorstufe nicht selber bauen kann und darauf angewiesen bin, was der Markt so bietet. Und da scheint mir das Angebot von Herrn Otto in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut zu sein, jedenfalls was das Ergebnis betrifft, vom Service mal ganz zu schweigen. Ich bin also kurz neidisch auf Bernds beste Phonovorstufe der Welt und, da Neid außer der unschönen grünen Gesichtsfarbe nichts bringt, freue mich dann aber ganz lang an dem vorhandenen "Billiggerät" mit dem tollen Klang.


    Ungrüne Grüße
    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von REGAphon ()

  • @ berndt12....


    Ich finde du solltest dich hier abmelden und in deinen stillen Kämmerchen deine hochwertigen Geräte zusammen bauen, aber deine Kommentare nerven einfach nur, da du keines der Geräte je getestet hast!!! Mfg. :cursing:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von skoddyrs ()

  • Was die getreuere Darstellung ist, da bin ich mir unsicher, und wüsste auch nicht, wie das letztlich geklärt werden könnte


    Danke für Deine Bemühungen und ausführliche Beschreibung.
    Wahrscheinlich ist es dann mbMn der Verwendung von Röhren zuzuschreiben.
    Da ich seit Jahren ausschließlich mit Röhren höre, bin ich Raumbasis gewöhnt.
    Nur wen z.B: ein Übertrager das noch weiter zurücksetzt, kann es störend wirken.
    Viele Spaß weiterhin und danke nochmal für Deinen schönen Bericht. :thumbsup::thumbsup:
    Es gibt z.Zt. viel zuwenig davon. :thumbdown:

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8)
    --you are lucky, if you live twice.....

  • Moin Christian,
    Ich denke mal das Gerät, ist wirklich ok.
    Schau ich mir die normale EAR 834 an,dann geht Preis Leistung
    für dieses Gerät mehr als in Ordnung


    Auch nicht vergessen sollte man den Service des Herstellers.

  • Mein Test Akku Aikido gegen Rö-Riaa Musikant hat zwei Phonvorstufen miteinander verglichen, die sich nicht nur in der Schaltung, sondern auch im Verstärkungsprinzip unterscheiden: Transistor versus Röhre. Was bei den von mir erhörten Unterschieden bei der Musikwiedergabe welchem technischen Unterschied zuzuordnen ist, musste folglich offen bleiben. Um der Frage tiefer auf den Grund zu gehen, lag es nahe, entweder zweimal die gleiche Schaltung - einmal als Transistorenverstärker und einmal als Röhrenverstärker - zu vergleichen. Oder aber zwei Geräte mit dem jeweils gleichen Verstärkungsprinzip aber unterschiedlichen Schaltungen miteinander zu vergleichen. Da gerade der Röhrenverstärker den stärksten Unterschied bei allen meinen Vergleichen ausgemacht hatte, schien mir der Vergleich von zwei Röhrenvorstufen am interessantesten. Und Herr Otto hat es möglich gemacht: den Vergleich seines Röhren Aikidos mit seinem Röhren Musikanten.





    Technisches





    Erinnert an Konzerte von Kraftwerk: Die 1. Röhrenreihe hinterm Schaufenster.




    Der Aikido ist aufwendiger aufgebaut als sein kleiner Musikantenbruder: Acht Röhren glühen hier, vier ECC 83 und vier ECC 82. Nicht nur das Gehäuse, auch das Netzteil ist ungefähr doppelt so groß. Die technischen Werte, wie von Herrn Otto angegeben:




    Verstärkung: 40 dB
    RIAA Abweichung: +- 0,15 dB
    Klirrfaktor: Typ. 0,05%
    Geräuschspannung: -80 dB
    Ausgangswiderstand <300 Ohm
    Anodenspannung: 200-250 V/DC mit ca. 25 mA
    Heizspannung: 12.6 V/DC mit ca. 1,2 A
    Kapazität und Abschlussimpedanz über Parallelstecker anpassbar.
    Preis: 1090 Euro





    Das Innenleben des Aikido




    Vorurteile




    Nach dem Eintreffen des Aikidos war ich am gespanntesten, ob er eine ähnliche Bühnendarstellung wie der Musikant bieten würde. Noch einmal landete Beth Gibbons auf dem Plattenteller, und Mysteries erklang. Und tatsächlich, hier staffelte sich die Bühne wieder in die Tiefe, wie das auch beim Musikanten der Fall gewesen war. Der Unterschied bei der räumlichen Abbildung beim letzten Test ist also wohl tatsächlich auf die Röhren zurückzuführen.




    Dann habe ich ein paar Tage lang den Aikido einfach zum entspannten Musikhören genutzt. Dabei war mein Eindruck, dass er die musikalischen Eigenschaften seines Transistorbruders weitgehend teilt. Auch er stach durch seine Mitreißerqualitäten hervor, die eine Platte machte Lust auf die nächste usw. Zudem kam mir der Sound ähnlich voll wie beim Akku Aikido vor, nur dass er sich auch im Bassbereich nicht vor dem Musikanten verstecken musste, den ich ja in diesem Bereich gegenüber dem Akku Aikido leicht vorne gesehen hatte.




    Wie ich festgestellt habe, müssen solche Vorurteile sich aber immer bei einem direkten Vergleich auf die Probe stellen lassen. Manche Vorurteile lassen sich nämlich nicht reproduzieren, und immer ist der Abstand beim direkten Vergleich viel geringer als erwartet. So war es jedenfalls bisher bei mir.




    Also gab es heute das Showdown mit vier Direktvergleichen, nicht anders als beim letzten Mal, nur diesmal mit dem Denon HA-1000 als Vorspieler.




    Showdown




    Charlie Mingus – Prebird (RI Jp) – Half-Mast Inhibition




    Damit will ich zwei Fliegen, in diesem Fall Klassik und Jazz, mit einer Klappe schlagen, denn Mingus wandelt hier auf klassischen Wegen. Und außerdem mag ich einfach Mingus. Der Aikido legt los, anschließend ist der Musikant dran. Zu meinem Eindruck muss ich nicht viel schreiben: Ich kann keinen Unterschied feststellen. Ob es jetzt an mir liegt oder es wirklich keine Unterschiede gab: ich weiß es nicht. Also alles bloß Einbildung gewesen, denke ich, und weiter: es wird nicht teurer, gut.




    [re:jazz] - Point of View – Keep on Moovin’




    Bei [re:jazz] handelt es sich um eine deutsche Jazzband, die hier auf ihrem zweiten Album von 2004 elektronische Musik covert, ganz unelektronisch. Diesmal beginnt der Musikant. „Bass schwammig?“ notiere ich, ansonsten sind die Sibilanten teilweise scharf, das waren sie bei der Aufnahme aber bisher immer. Jetzt darf der Aikido ran. Diesmal höre ich Unterschiede, ziemlich schnell: Der Aikido klingt etwas heller, der Klang der Gitarrensaiten beim Griffwechsel tritt stärker hervor, auch die Stimme von Inga Lühning wirkt präsenter. Dazu ist der Bass sehr präzise. Ohne Frage Unterschiede, und wer vorne liegt, ist auch klar.




    Massive Attack v Mad Professor – No Protection – Cool Monsoon (Weather Storm)




    1995 remixte die Dub-Größe Mad Professor das zweite Album von Massive Attack, da gibt es natürlich Bässe und elektronische Effekte satt. Während der Aikido verstärkt und dabei trockene, präzise Bässe produziert bleibt mein Blick auf seinen Füßen hängen. Ich habe ihn nämlich von Anfang an auf Ceraballs (Finite Elemente) gestellt, und da sind sie noch. Nicht jedoch unter dem Musikanten. Ob vielleicht die Füße die Unterschiede beim Bass machen? Ich stelle den Aikido auf seine vier Gummifüßchen und lasse den gleichen Track noch mal laufen. Tatsächlich erscheint mir der Bass nun nicht mehr so präzise sein, also wieder drunter damit und beim nächsten Umstecken dann auch unter den Musikanten. Tatsächlich kann ich nun auch bei diesem keinen unpräzisen Bass ausmachen. Allerdings scheint mir der Bass etwas schwächer, der Sound etwas weniger druckvoll zu sein. Dafür höre ich Feinheiten, wo ich mich frage, ob ich diese auch beim Aikido gehört habe.




    The Stone Roses – Same – I am the Resurrection




    Für mich eines der besten Debutalben der jüngeren Rockgeschichte, das wesentlich zum Manchestersound um das Jahr 1990 (Stichwort Madchester) beitrug. Der letzte Song des Albums verweist schon auf das zweite und letzte Album Second Coming von 1994 mit seinen ausufernden Stücken, die durch Breaks, Soundspielereien und Soli gekennzeichnet sind. Das Album habe ich seitdem ich es Ende der 90er erwarb geliebt, während mir die Produktion immer als ein wenig dünn erschien. Hier war ich beim Hören mit dem Musikanten vor ein paar Tagen von der Räumlichkeit der Aufnahme überrascht, die ich von meinen Transistorvorstufen so nicht kannte. Auch jetzt fängt der Musikant an und wieder fasziniert mich die Räumlichkeit der Soundeffekte im zweiten Songteil. Allerdings notiere ich auch: „etwas dünn“. Beim Aikido klingt es voller, insbesondere entwickelt der mehr Druck, Hier bestätigt sich das Vorurteil von den größeren Mitreißerqualitäten. Bei der Räumlichkeit erhöre ich keine Unterschiede.




    Fazit




    Letztlich bestätigen sich doch die Vorurteile, auch wenn sie nicht überall zutreffen: Der Musikant scheint mir etwas analytischer zu sein, der Aikido voller, bassstärker und (daher) mitreißender. Die gegenüber den von mir gehörten Transistorvorstufen andere räumliche Darstellung der Röhrengeräte, mit einem tieferen Raum und besserer Tiefenstaffelung, betrifft beide – Musikant wie Aikido – gleichermaßen. Hier liegt für mich der größte Unterschied bei der gesamten Testreihe. Die Unterschiede zwischen Transistorgeräten unter sich und den beiden Röhrenvorstufen untereinander sind dagegen weniger groß, manchmal (siehe oben) sogar gar nicht auszumachen, eklatant (von wegen Vorhang auf etc.) waren sie bei meinen Vergleichen in keinem Fall.




    Wie auch immer ich mich entscheide, eines steht fest: Am Ende schaue ich in die Röhre.




    Grüß' euch
    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

  • Am Ende schaue ich in die Röhre


    Das tue ich auch und das ist gar nicht so schlecht.


    Vielen Dank noch für Deinen ausführlichen Bericht.


    Alle Glückwünsche für Dich, Deinen Weg zu finden...... :thumbsup:

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8)
    --you are lucky, if you live twice.....

  • Hallo zusammen im Forum, nach langem Dasein als Leser im Forum bin ich nun auch aktiv dabei. Vielen Dank für den Bericht Aikido gegen Musikant, sehr informativ.


    In den vergangenen Monaten habe ich auch viel rumexperimentiert, vor allem mit Übertragern, für die ich noch die ultimative MM-Stufe suche.


    Hier meine Fragen, vielleicht hat das ja schon mal jemand ausprobiert:


    1. Wenn ich das richtig sehe, sind ja Röhren Aikido und Musikant zwei völlig unterschiedliche Syteme. Kennt jemand die Unterschiede?


    2. Wie sind die beiden Otto-Phonos gegenüber anderen Röhrenphonos aus dem Selbstbaubereicht?


    Schöne Grüße


    Holger

  • Hallo Holger ,
    das Original gibt es hier :


    http://www.tubecad.com/2008/07/blog0143.htm


    ..........allerdings nur die Platine , soweit ich weiß . Dafür hat man eine relativ große Bandbreite , was die Auswahl der Röhren angeht . Die Platine ist von einer Super Qualität , dick und stabil und eigentlich auch von Gelegenheitslötern problemlos zu bestücken mit dem Anleitungsheft ( siehe PDF auf der Seite ) .
    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo Christian,


    vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Bericht. Ich besitze ebenfalls beide Geräte (Röhrenaikido und den kleinen FET). Ich habe Deinen Vergleich sehr gründlich gelesen und kann Deine gemachten Erkenntnisse so leider überhaupt nicht nachvollziehen.
    Einzig die tiefere Bühne die Du der Röhre bescheinigst kann ich so nachvollziehen.
    Als ich den Vergleich gelesen habe kamen mir direkt erste Zweifel so dass ich selbst nochmal den FET Aikido ausgepackt habe um Ihn mit der Röhre zu vergleichen.
    Vielleicht noch vorweg:
    Ich nutzte den FET Aikido für ca. 2 Jahre und hab seit November letzten Jahres die große Röhrenversion. Ich bin durch diese Geräte fast von MC's kuriert worden einzig ein Grace F-10 L (z.Zt. defekt) und ein Ortofon Cadenza Black sind mir noch treu geblieben. Sie werden dann bei Bedarf über den Akku MC PrePre (M Version) an(bzw. ab)geschlossen.
    Gut nun sind beide Geräte für MM/MI's gedacht also bleib ich dabei.
    Um es nicht vom Tonabnehmer abhängig zu machen habe ich mit verschiedenen MM's gehört.
    Zum Einsatz kamen ein Ortofon Nightclub E (kein Scherz), ein Goldring 900 SE mit vdH Nadel, ein Grace F-9F und ein Grace Level II BR/MR.
    Das DJ System hat ordentlich Bums und Grundton, das Goldring ist der perfekte Rocker, das F-9F ist ein sehr sehr guter Allrounder und das Level II einfach das beste MM das ich kenne.
    Gehört habe ich folgende Platten:
    Nils Frahm - Spaces
    Peter Broderick - Home
    Jimi Tenor & Toni Allen
    Depedro - Nubes de papel
    Theo Teardo & Blixa Bargeld - Still smiling
    Radical Face - Ghost
    Pan Sonic - Oksastus


    Ich will hier jetzt nicht auf die Platten und Tonabnehmer im einzelnen eingehen aber die grundsätzliche Tendenz der Geräte war bei allen gehörten LP's und TA's gleich.


    FET Aikido:
    Schneller, direkter Phonopre. Bühne gut gestaffelt und vor allem nach vorne aufbauend. Man sitzt sozusagen in der 1. Reihe. Tonal ausgeglichen mit sehr sauberer Basswiedergabe.
    Die Unterschiede einzelner MM's werden gut wiedergegeben. Alles in allem ein echter Preis-Leistungssieger.


    Röhren Aikido:
    Klingt reifer, Erwachsener und holt mehr Details aus der Rille. Die Bühne ist deutlich tiefer, breiter und etwas nach hinten versetzt aber sehr präsent. Die Instrumente verlieren dabei aber nicht an Präzision Substanz und Zusammenhalt. Das ist die große Stärke des Gerätes. Den Raum einer großen Bühne so zu füllen das keine Leere aber auch keine übertriebene Fülle entsteht. Die Röhrenversion ist noch schneller als der FET, so klingen die Anschläge und das Ausklingen von Instrumenten noch authentischer.
    Das zeigte sich mit dem Level II am deutlichsten. Hier war der FET Aikido an seinen Grenzen angekommen und die Röhre konnte zeigen das eben mit dem richtigen TA noch was geht. Der Bassbereich ist bei dem Gerät der empfindliche Punkt je nach Tonabnehmer kann er etwas überpräsent sein, was der Durchhörbarkeit schaden kann.
    Was dem Röhrenaikido gut tut sind bessere Röhren. Ich habe die eingesetzten ECC82 durch Philips Miniwatt (Delta Codes) ersetzt. Das hat das Grundrauschen nochmals reduziert. Die ECC83 habe ich gegen Telefunken ripped Plates aus Berlin getauscht wodurch der Pre nochmal in allen Bereichen klanglich zugelegt hat.


    Beste Grüße, Jens