RIGID FLOAT " Erlebnisbericht"

  • Kann ich. Ist wie z.B. mit Tonhöhenschwankungen - es gibt Leute, die das nicht hören, ich bin da extrem empfindlich und nehme kleinste Schwankungen wahr. Hier sind es die höheren Verzerrungen, die aufgrund der Konstruktion des Armes unvermeidlich sind. Das muss ja nicht jucken und für viele werden sie durch seine Dynamik aufgewogen. Ich finde sie hörbar und mich stören sie. Wobei mich eigentlich noch mehr stört und so bin ich aufmerksam geworden, dass die Wiedergabe über eine Plattenseite inkonsistent ist, also nicht durchgängig auf demselben Niveau.

    Das ruft bestimmt die Fans auf den Plan, soll aber alles andere als ein Bashing sein, einzig und alleine meine Erfahrung.

    Gruß
    Chris

    Oh ha, alter Schwede, so gut kann ich nicht hören, bzw

    inkonsistente Wiedergabe ist mir nicht aufgefallen.

    Zur Hörsitzung durfte meine Frau die Ohren spitzen und meine hab ich extra gewaschen, aber ich versuch

    es noch mal mit einer anderen Seife!!!

    Ich bin nach wie vor von diesem Tonarm begeistert

    LG Frank

  • was ich mich bei diesem Arm immer frage, wahrscheinlich ist das in diesem mittlerweile 66-seitigen thread ja auch schon besprochen worden, führt der erhöhte Spurfehlwinkel nicht unweigerlich zu einem erhöhten Verschleiß an Platte und Diamant des Tonabnehmers. Gerade bei Tonabnehmers mit "scharfem" Schliff stell ich mir das stärkere "Verkanten" in der Rille nicht besonders förderlich vor. :/

    Moin Moin


    ist mir bisher nicht aufgefallen.


    jo

    AAA - Mitglied und (Neben-) Gewerblicher Teilnehmer Erlebnisberichte

    "Und warum ist nicht schon viel früher jemand darauf gekommen ?" :)

  • in irgend einer Imag-Hifi hatte ein Tester von den Verzerrungen auch gesprochen…… die Diskussion ist nicht zum ersten mal bei dem Tonarm am Start - deshalb mit seinem Tonabnehmer testen und dann entscheiden.


    ich hab noch was schrägeres - kann es nicht beweisen oder erklären, meine Basis Exclusive Bj. 2006 hatte bei „Das Alte Werk Vol. 1 / Bach Kammermusik“ bei den alten Instrumenten immer etwas - minimal schlecht intoniert geklungen. Hab ich auf die Aufnahme und die alten Instrumente geschoben, mit einem xono Klon was das überhaupt kein Thema mehr. Was dazu führte das ich mich sofort von dem Teil getrennt habe. Denke, das hören nur wenige raus. Und hängt auch davon ab, auf was man subjektiv den Hörfokus legt.


    Was solls, wenn der RF verzerrt und das hören nur wenige raus, dann ist das doch egal wenn der Rest von der Performance stimmt.

  • in irgend einer Imag-Hifi hatte ein Tester von den Verzerrungen auch gesprochen…… die Diskussion ist nicht zum ersten mal bei dem Tonarm am Start - deshalb mit seinem Tonabnehmer testen und dann entscheiden.

    Ganz genau. Die Diskussion hier ist wirklich interessant. Zunächst einmal an all diejenigen, die keinen RF schon länger in der eigenen Kette hören, denen empfehle ich erst einmal einen solchen auf Herz und Nieren ein Weilchen in der eigenen Kette zu prüfen.

    An diejenigen, die wirklich eigene (Langzeit-)Erfahrungen mit einem RF machen eventuell weiter lesen bei Interesse:


    Zu den Verzerrungen: Die anscheinend einige hören können und ich zumindest nicht einmal im Ansatz. Bei mir ist es tendenziell so, daß Systeme an bekannt kritischen Plattenstellen, sogar sauberer laufen. Getestet habe ich das mit schon vielen Abnehmern auch an beiden Armen um zu prüfen, ob ein 7"er sich anders verhält wie ein 9"er. Da ist auch kein Unterschied zwischen diesen beiden Armlängen. Mir kommt höchstens der 7er ein wirklich kleinen Ticken knackiger vor. Aber Null Verzerrungen.

    Zu den Gazetten: Was diese schreiben ist doch völlig egal - selbst Testen ist das Motto!

    Zum Spurfehlwinkel: Ich habe drei konventionelle Arme zum Vergleich auf meinen beiden Drehern. Das sind Graham The Phantom 2, Acoustic Signature TA-1000 und Funk Firm FX.R (sehr stark modifizierter Rega RB301). Diese drei Arme haben einen für konventionelle Drehtonarme typischen Spurfehlwinkel, den man in den ersten Umdrehungen einer Schallplatte (nur ganz weit aussen also) mit gutem Willen an guten Tagen vielleicht kurz wahrnehmen kann.

    Aber auch nur mit einer wirklich hoch auflösenden Kette. Exakt dasselbe sehr geringe Phänomen nehme ich in denselben ersten Rillen mit einem RF wahr, aber auch nur wenn ich in die Anlage reinkrieche wie bei den konventionellen Armen. Also auch hier NULL Unterschied. Den erheblich größeren Spurfehlwinkel des RF fällt also gar nicht auf im Vergleich zu Drehtonarmen. Warum das so ist da streiten sich schon Jahre lang die Gelehrten drüber.


    Gleiches Ergebnis stellt sich im Übrigen auch beim viel diskutierten Anti Skating dar im Vergleich RF vs. konventionelle Arme. Das AS kann man am RF nicht einstellen, obwohl wir alle wissen, daß auch bei einem völlig geraden Arm AS Effekte entstehen über den Lauf auf der Platte. Einzig beim Azimut ist der RF wählerisch. Das will mbMn. beim RF exakter eingestellt werden wie an so manchem konventionellem Arm. Hier ist vielleicht die von Andre angesprochene Präzision dieses Armes verantwortlich - ist nur eine Vermutung, aber ich weiß es nicht wirklich. Den Azimut muss ich am RF beim Wechsel von Headshell und / oder System, durchaus ab und an mal nachjustieren. So oft muss ich das bei konventionellen Armen nicht tun oder mir fällt da nur selten im Klang etwas Negatives auf diesbezüglich.

    Zur Abnutzung will ich nicht viel sagen, da ich in dem Punkt eine andere Meinung habe wie viele hier. Was bei mir eigentlich immer zuerst "abgenutzt" ist, ist der Dämpfungsgummi. Hier sehe und nehme ich auch (Klang-)Unterschiede wahr, wenn das System in die Jahre kommt. Bei einigen Systemen früher, andere scheinen auch in dem Punkt ewig zu leben. Warum weiß ich nicht, das ist eine (Langzeit-)Erfahrung nach vielen Abnehmer Tests eben ?

    Highfidele Grüße,
    Jürgen

  • Nur mal so in die Runde.


    Schaut bitte mal wo der Plattenspieler steht.

    Ich hatte mit einen Einpunkter schon mal ein Problem mit Verzerrungen weil der Plattenspieler zwischen den Boxen stand.


    Einen Meter weiter vorne und das Problem war gelöst.


    Gruß


    Henry

  • n irgend einer Imag-Hifi hatte ein Tester von den Verzerrungen auch gesprochen……

    Es gibt die Image-HiFi Berichte aus 2013 (HA) und 2017 (CB). Da redet Kirbach nicht von irgendwelchen Verzerrungen.

    Ich habe den 7" HA seit April 2016 - da zerrt nichts und verschlissene Platten habe ich auch nicht.

    Einzig beim Azimut ist der RF wählerisch. Das will mbMn. beim RF exakter eingestellt werden wie an so manchem konventionellem Arm.

    Das ist bei mir auch so.

    Als Zweitarm habe ich übrigens auch den Funk FX-R.
    Und: In den ersten Plattenrillen kann man - Ohrenbrechen vorausgesetzt - einen kleinen Unterschied hören; das ist allerdings beim Funk auch so (Nullpunkte bei 66,3 und 117,4).


    BG
    Roland

  • Es gibt die Image-HiFi Berichte aus 2013 (HA) und 2017 (CB). Da redet Kirbach nicht von irgendwelchen Verzerrungen.

    Ich habe den 7" HA seit April 2016 - da zerrt nichts und verschlissene Platten habe ich auch nicht.

    Das ist bei mir auch so.

    Als Zweitarm habe ich übrigens auch den Funk FX-R.
    Und: In den ersten Plattenrillen kann man - Ohrenbrechen vorausgesetzt - einen kleinen Unterschied hören; das ist allerdings beim Funk auch so (Nullpunkte bei 66,3 und 117,4).


    BG
    Roland

    Ausgabe 6/2020 - Test ars machinae - da blubbert der Autor über den RF..... da geht es um starke Klangschwankungen die dem Autor nicht gefallen.


    Auf keinen Fall falsch verstehen, wenn der TA bei euch top läuft ist doch alles OK


    Hier soll ja nur diskutiert werden, ob eine Komponente auch Macken hat laut anderer Hörer, das ist doch völlig in Ordnung.

  • Als Zweitarm habe ich übrigens auch den Funk FX-R.
    Und: In den ersten Plattenrillen kann man - Ohrenbrechen vorausgesetzt - einen kleinen Unterschied hören; das ist allerdings beim Funk auch so (Nullpunkte bei 66,3 und 117,4).

    Hi Roland,


    ist ja interessant, daß jemand auch diese Kombi zufällig besitzt. Ja beim FX.R ist der Spurfehlwinkel vielleicht einen Ticken besser zu hören wie z.B. am RF oder auch am TA-1000 oder gar Graham, der den Spurfehlwinkel sehr gut verbergen kann. Aber die Unterschiede sind so gering, daß man diesen Fehlwinkel nur bei bestimmten Platten hören kann.

    Am besten hörbar ist dieser mechanische Artefakt bei Drehtonarmen mit Platten, bei denen gleich in den ersten Umdrehungen eine zentrale Stimme oder Instrument ohne viel drum herum zu hören ist. Da kann man eventuell - wirklich nur eventuell - hören, daß für ein paar Umdrehungen die Stimme minimal aus der Mitte verschoben dargestellt wird. Aber wirklich nur minimal und man muss von der Aufnahme wissen, daß Stimme oder das Instrument wirklich zentral eingespielt wurde. Das ist bei so einigen Platten leider nicht der Fall.

    Highfidele Grüße,
    Jürgen

  • Ausgabe 6/2020 - Test ars machinae - da blubbert der Autor über den RF..... da geht es um starke Klangschwankungen die dem Autor nicht gefallen.


    Auf keinen Fall falsch verstehen, wenn der TA bei euch top läuft ist doch alles OK


    Hier soll ja nur diskutiert werden, ob eine Komponente auch Macken hat laut anderer Hörer, das ist doch völlig in Ordnung.

    Im Rahmen dieses Tests haben wir die Herren Bayer und Kirbach persönlich gesprochen.

    Weil man an unserem Tonarm auch die Geometrie mit 0Grad-Kröpfung einstellen kann, haben wir mit beiden über dieses Thema gesprochen. Beide hatten völlig gegensätzliche Meinungen. Herr Kirbach ist sehr begeistert vom RF-Arm und seiner Geometrie.

    Viele Grüße,


    Ralf

    gewerblicher Teilnehmer

    Konstrukteur bei ARS MACHINAE

  • Was sagte denn der Herr Bayer dazu?

    Er stört sich in erster Linie am größeren Spurfehlwinkel, der sich aus der Geometrie ergibt. Er sagt, dass es dadurch zu Verzerrungen kommt. Ich denke, so hat er es auch in unserem Test geschrieben.

    Viele Grüße,


    Ralf

    gewerblicher Teilnehmer

    Konstrukteur bei ARS MACHINAE

  • Weil man an unserem Tonarm auch die Geometrie mit 0Grad-Kröpfung einstellen kann, haben wir mit beiden über dieses Thema gesprochen. Beide hatten völlig gegensätzliche Meinungen. Herr Kirbach ist sehr begeistert vom RF-Arm und seiner Geometrie.

    Es ging also um euren Arm - habt ihr bei der 0-Grad Kröpfung auch dessen Geometrie verändert -> Unterhang ? Und dann müsstet ihr noch den passenden Nullpunkt herausfinden.

    Einige Leute hatten das beim Schröder-Arm so gemacht und das für gut befunden.


    Beste Grüße

    Roland

  • Es ging also um euren Arm - habt ihr bei der 0-Grad Kröpfung auch dessen Geometrie verändert -> Unterhang ? Und dann müsstet ihr noch den passenden Nullpunkt herausfinden.

    Einige Leute hatten das beim Schröder-Arm so gemacht und das für gut befunden.


    Beste Grüße

    Roland

    In dem Gespräch ging es allgemein um das Thema 0 Grad Kröpfung. Es wurde also auch über den RF-Arm gesprochen.

    Ja, natürlich muss man bei 0 Grad Kröpfung Unterhang einstellen und bei der Entwicklung der Geometrie den Nulldurchgang des Spurfehlwinkels festlegen. Ich mache das immer zeichnerisch in meinem CAD-System.

    Bei unserem Arm kann man beliebig zwischen Baerwald und 0 Grad wechseln.

    Viele Grüße,


    Ralf

    gewerblicher Teilnehmer

    Konstrukteur bei ARS MACHINAE

  • Wie ich an anderer Stelle berichtete, sind die ersten Hörversuche am 12" Forumsarm erfolgt - und das mit großem Staunen bzgl. der Plastizität des Klangs usw..


    AAA-Tonarm mit Vienna


    Die Konsequenz war die Anschaffung des 7" RF vor mittlerweile gut 6a - nach wie vor ohne Reue. :thumbup:

    Mögliche Verzerrungen am Beginn der LP können z.B. auch durch den gewölbten Rand der LP hervorgerufen werden.

    Freundlichst
    Toni

  • sind die ersten Hörversuche am 12" Forumsarm erfolgt - und das mit großem Staunen bzgl. der Plastizität des Klangs usw.

    Dies ist eine interessante Beobachtung. Ich hätte vermutet, daß der spezielle Charakter des RF zu einem großen Teil seiner einzigartigen Konstruktion mit dem massiv bedämpften Magnetlager geschuldet ist. Wenn sich nun aber ein ähnlicher Klang auch mit herkömmlichen Lagerkonstruktionen einstellen lässt, denke ich daß vielleicht doch in hohen Maß der massiv erhöhte K2 durch die fehlende Kröpfung für die geschilderten Klangeindrücke verantwortlich ist. Attribute wie „plastisch“, „körperhaft“ deuten zumindest darauf hin.

  • Nun habe ich es getan! Von Anfang an waren mir zwei Details des Arms als Billiglösung suspekt, erstens die unsägliche Fummelei bei der Betätigung der Spikes, und zweitens die noch billigere Gestaltung der Gegengewichte! Wenn es wenigstens ein Feingewinde wäre, das normale M6 Gewinde ist nicht akzeptabel für diese Preisklasse. Wer sich jemals mit der Reduzierung von Resonanzen beschäftigt hat, weiß, wie viel Potenzial klanglich da vergeudet werden.

    Ich hatte neulich dieses Erlebnis "Resonanzreduzierung" bei meiner Natalija, indem ich Josefs Absorberfüße untergebaut habe. Das hat die Natalija auf ein neues Klanglevel gehoben. Resonanzvernichtung im Gehäuseboden, äußerst wirksam!

    Viele Tonarme haben eine Entkopplung des Gegengewichts vom Tonarm durch Silikoneinlagen, so wie bei meinem letzten Arm Triplanar. Nur der RF verzichtet darauf, völlig unverständlich. Und so habe ich mir aus RDC etwas gebaut und mit Blei gefüllt. Ich brauche 100g, das hat grade mit 20 mm hingehauen, denn die Gewindestange ist nur 30 mm lang. Die Konterscheibe musste ich nach innen verlegen, hinten war kein Platz mehr dafür.

    Ich hatte mir aufgrund meiner Erfahrungen schon eine Verbesserung vorgestellt, aber das, was ich sofort hörte, hatte mich dann doch erst einmal erschreckt: deutlich mehr Präzision, mehr Dynamik, schönere Klangfarben und das, obwohl es bisher ja auch schon sehr gut klang!

    Nur zwei Beispiele: Oscar Petersons "Tracks" auf MPS, bisher schon klasse, jetzt aber entfaltet der Steinway sein wunderbares Klangpotenzial. Die Obertöne sind viel aufgefächerter, die Größe ist noch mehr gewachsen und die Klangfarben sind noch natürlicher geworden. Thema Vibrafon: "Vibes Summit" MPS 15 540, jetzt kommen die Instrumente mit unglaublicher Präzision und mit viel weniger Klirr, was auch bei nicht wenigen Klavieraufnahmen schon einmal nervt.

    Der größte Schwachpunkt dieses Arms ist, wie befürchtet, entlarvt. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auch ein solches Gewicht bauen. Einfach toll, was dieser Arm klanglich noch zu bieten hat.

    Jürgen

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    AAA-Mitglied
    "Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A. Einstein


  • Hallo Jürgen,


    was meinst du mit RDC? Die Abkürzung ist mir nicht geläufig.

    Viele Grüße,


    Ralf

    gewerblicher Teilnehmer

    Konstrukteur bei ARS MACHINAE