Bachelorarbeit zum Thema Vinyl-Schallplattenkonsumenten

  • So, da habe ich jetzt auch mal mitgemacht und im Abschlusskommentar darum gebeten, dass die Ergebnisse dem Form zur Verfügung gestellt werden.


    Beste Grüße
    Gerry

    Amps Audionet, LFD + CD-Player Marantz - Dreher Rega - Pre SXono - TA Benz / Denon - PWM PRC4 - Tapedeck Onkyo / Revox / Akai - Speaker SF - KHV was mit Röhren - KH Sennheiser / Denon / + weitere - Hörfutter (teilweise erfasst): MacGerry@Discogs

  • Bei diesen Scheiben, die mit Erinnerungen an so manche Party oder lauschige Schmusenächte verbunden sind, gehört das Knistern und Knacken einfach zu meinem Musikerlebnis dazu.


    Man muss sich auch mal von etwas trennen können, sowohl von gefühlstrunkenen Gedanken als auch von knisternden Platten.


    PS: Nicht ganz ernst gemeint :rolleyes:

    Viele Grüße


    Jörg


    Bin AAA-Mitglied und höre damit. Meine kleine Plattensammlung seht ihr im Musiksammler oder bei DISCOGS.




  • Die Statistik der Umfrage ist in meinen Augen gar nicht so unfassbar interessant


    das sehe ich auch so (alleine schon, weil es hier enorm darauf ankommt, wo/wen man fragt).

    Steve Albini: "I don't use computers to make records. I use tape machines, like nature intended. I use computers for correspondence, arguments, poker and porn."

  • G´nambd zusammen,


    ich hatte heute das Vergnügen, mit Maren Schamuhn zu telefonieren. Sie ist überwältigt von der regen Teilnahme und den durchweg positiven Rückmeldungen. Ich möchte Euch deshalb hier an dieser Stelle, auch im Namen von Frau Schamuhn, meinen Dank aussprechen! Falls jemand noch zögert: die Umfrage läuft noch eine Woche.


    Was die Veröffentlichung der Ergebnisse angeht, so darf ich Euch ebenfalls gute Nachrichten übermitteln. Ihr begleitender Professor hat die Erlaubnis erteilt, nach Beendigung der Bachelor-Arbeit, Erteilung der Note und Exmatrikulierung von Frau Schamuhn, die Ergebnisse hier zu veröffentlichen.


    Gruß
    Rainer


    :merci:

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Hallo Rainer,
    vielen Dank für die Intervention und das Feedback.


    Habe übrigens auch teilgenommen.

    Viele Grüsse


    Volker


    --black is no colour, it's a philosophy-- 8)
    --you are lucky, if you live twice.....

  • Tja, solange wie ne Bachelorarbeit eben dauert ;)


    Als kleiner Anhaltspunkt: Die BA wird normalerweise im letzten Semester geschrieben, wird dann wohl irgendwann im neuen Jahr sein.


  • 02.09.2014


    Tja, solange wie ne Bachelorarbeit eben dauert ;)


    Als kleiner Anhaltspunkt: Die BA wird normalerweise im letzten Semester geschrieben, wird dann wohl irgendwann im neuen Jahr sein.


    Nachdem das Jahr 2015 auch schon etwas fortgeschritten ist, wäre die Frage, ob sich noch was tut mit der Bachelorarbeit. Ansonsten wäre ich dafür, den Thread wieder zu "entpinnen" und in der Versenkung verschwinden zu lassen.


    Grüße
    Thomas

    Bleibe gesund, lebe lang, stirb schnell.

    Nimm das Leben nicht so ernst, Du kommst sowieso nicht lebend da raus!

  • Ich denke mal auch, das hat sich weitgehend erledigt. Erst ist es immer ganz wichtig und bald verläuft sich alles im Sande. Ich wünsche bei der Bachalorarbeit viel Erfolg, aber das Forum muß dazu nicht über Gebühr beansprucht werden.


    PS. Der Link zur Online-Umfrage gibt wahrscheinlich schon länger ein 404 (Nicht mehr erreichbar) aus, damit hat sich das hier eledigt und darf in die Versenkung des Forenarchivs absacken.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
    (Reparaturen, Service, Modifikationen)
    Keine Emails mehr, nur PN. Emailfunktion ist deaktiviert.


    Edited once, last by Captn Difool ().

  • Hallo zusammen,



    die junge Dame hat endlich ihre Bachelorarbeit abgeschlossen und bedankt sich noch einmal ausdrücklich für die Unterstützung. Leider hat es nicht früher geklappt mit der Veröffentlichung.
    Das Ergebnis der Umfrage steht hier. Ich hoffe, ihr könnt es lesen. Das Original liegt mir als PDF vor, jedoch kann ich es leider nicht hochladen.



    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/102224/



    Ich habe den Text einmal herauskopiert:



    89,1 % männlich
    Hauptkäufergruppe 40 bis 59 Jahre alt
    Rock 69,6 %
    partnersch.Lebensgemeinschaften 67,3 %
    Alter 40+
    Beruf Angestellter, über 1500 € monatl. Nettoeinkommen



    Zurück zur Rille. Ein analytischer Ansatz zum Vinyl-Schallplattenkäufer im digitalen Musikzeitalter.
    Bachelorarbeit in den Medienwissenschaften an der Technischen Universität Braunschweig von Maren Schamuhn



    Ergebnisse der Online-Umfrage vom August 2014



    Soziodemografie des heutigen Vinyl-Käufers anhand der erhobenen
    Daten aus der Online-Umfrage vom August 2014.
    Die zugrundeliegende Stichprobengröße beträgt 588 Befragungspersonen.



    Soziodemografie Kauf- und Sammelverhalten
    Motivation und Nutzungsverhalten



    Bei der Betrachtung der Hauptkäufergruppe und den Antworten zum zeitlichen Erstkauf wird
    schon deutlich, dass zu dieser Zeit die Schallplatte das Standardmusikmedium auf dem Markt
    gewesen ist. Dies wird auch als Hauptauslöser von den befragten Vinyl-Käufern angegeben. Es folgen weit
    abgeschlagen die Eltern und Freunde als Vorbild und Informationsgeber.
    Selbst im digitalen Musikzeitalter, mit seiner Vielzahl an Musikmedien und -angeboten, nutzen ca. 47 Prozent
    die Schallplatte als Haupträgermedium für ihren Musikkonsum. Knapp der Rest bestätigt eine gleichwertige
    Nutzung von der Schallplatte und anderen Musikmedien. Besonders CDs werden ebenfalls von
    über 85 Prozent der Schallplattennutzer verwendet. In etwa die Hälfte hört zusätzlich Musik über das digitale
    Musikformat MP3 und nur knapp über ein Viertel nutzt das Angebot von Musikstreaming-Diensten als Alternative.
    Überzeugende Merkmale der Schallplatte und zugleich Motivation zur Nutzung sind zum Einen die
    Klangqualität der Schallplatte und das wahrgenommene besondere Soundgefühl von Vinyl-Hörern. Knapp
    68 Prozent sprechen sich für ein qualitativ hohes Klangerlebnis aus. Zum Anderen spielt die Haptik der
    Schallplatte und deren Cover eine wichtige Rolle. Die Nutzung an sich, das Auswählen und Herausnehmen
    der Platte, das Auflegen auf den Schallplattenspieler und sich der Musik widmen wird als Ritual, besonderer
    Zugang und Auseinandersetzung mit der Musik bezeichnet. Die analoge Technik bürgt folgend auch eine
    Faszination für die Schallplatten-Nutzer. Tendenziell liegt die Hauptaufmerksamkeit auf dem Musik hören,
    wenn eine Schallplatte genutzt wird. Es wird sich Zeit genommen und aktiv gehört. Nebentätigkeiten werden
    selten ausgeführt. Bevorzugt wird das Hören allein, über die Lautsprecher. Nur ein sehr geringer Anteil nutzt
    hauptsächlich Kopfhörer um die Musik ungestört genießen zu können. Knapp ein Viertel der Nutzer hört die
    Musik von der Schallplatte überwiegend zusammen mit Freunden oder der Familie. Dieser Anteil teilt mit
    anderen das Musikerlebnis und kann sich mit ihnen über das Gehörte, den Interpreten und ähnliches direkt
    austauschen.
    Die Erweiterung der Schallplattensammlung erfolgt bei einer Großzahl von Schallplatten-Käufern nicht unter
    der Prämisse der Komplettierung. Auch wenn eine leichte Affinität in diese Richtung erkennbar ist, streben
    dies nur etwa ein Viertel an. Trotzdem erhalten die Schallplattensammlungen einen für Besucher zugänglichen
    und ersichtlichen Platz im Raum. Dies weist darauf hin, dass neben dem finanziellen Wert ein ideeller
    Wert der Platten besteht, der zudem präsentiert wird.
    €€ In den letzten zehn Jahren ist ein Anstieg der Erstplattenkäufer zu verzeichnen. Der Großteil
    der heutigen Vinyl-Käufer hat jedoch schon vor über 31 Jahren die erste Schallplatte gekauft
    und fast ein Drittel von ihnen beschreiben ihr Kaufverhalten seitdem als regelmäßig. 35,5 Prozent aller
    Befragten gaben an, innerhalb eines Jahres über 50 Platten zu erwerben. Da nur 3,1 Prozent die Angabe
    gemacht haben, im Jahr 2013 keine einzige Schallplatte gekauft zu haben, zeigt dies deutlich, dass, wenn
    auch in unterschiedlicher Intensität, Schallplatten weiterhin gekauft und bestehende Sammlungen erweitert
    werden. Als Kauforte werden von über der Hälfte der Vinyl-Käufer spezialisierte Händler wie Schallplattenläden
    oder Online Plattenhändler bevorzugt. Beliebt ist ebenfalls der Flohmarkt, der die Käufer zur Schnäppchenjagd
    anlockt. An allen drei Orten sind gebrauchte Platten zu erwerben, an denen fast 86 Prozent der
    Befragten Interesse haben. Etwas mehr als 48 Prozent suchen auch speziell nach nicht mehr produzierten
    Schallplatten. Aber auch Neuerscheinungen landen bei knapp 70 Prozent im Warenkorb. Pro Schallplatte
    geben die meisten befragten Käufer maximal 30 Euro aus. Nur knapp ein Viertel ist bereit, mehr als 100
    Euro pro Stück zu zahlen. Favorisiert werden aber im Durchschnitt Platten im niedrigeren Preisbereich. Für
    Sondereditionen geben drei Viertel der Käufer ihr Geld gerne aus, bei einem Drittel aller Befragten sind
    sogar mehrere Versionen eines Albums in der Schallplattensammlung zu finden.
    Seit 2007 sind wieder steigende Absatzzahlen der Vinyl-Schallplatte zu verzeichnen. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland sogar erstmals wieder
    eine Million Vinyl-LPs verkauft. Infolge dessen ist festzustellen, dass die Schallplatte als Nischenprodukt wieder in die Läden zurückkehrt
    und größere Aufmerksamkeit erhält. Wer sind die Vinyl-Schallplattenkäufer im digitalen Zeitalter und wie sieht ihr Konsum und die Nutzung der
    Schallplatte in Konkurrenz mit digitalen Musikmedien aus?



    Gruß
    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

    Edited 3 times, last by Rainer Bergmann ().