Zum Theme Hörbarkeit von Klirr kann ich nur auf die schöne Zusammenfassung unter
https://www.hifi-selbstbau.de/component/content/article?id=239
verweisen.
Sie basieren auf Unterlagen aus den 60ern. Viele wichtige Dinge sind sehr, sehr alt. Manchmal sind die "alten" Sachen viel erhellender als die vermeindlich neuesten Erkenntnisse.
Emitterschaltung Klirrfaktor A vs AB
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Was haltet ihr von diesem simplen Verstärker? http://www.diyaudioprojects.com/Solid/ZCA/ZCA.htm
Es heißt je weniger desto besser, trifft es bei dieser Schaltung auch? Hat jemand das Ding mal simuliert für die ganzen Werte?Und noch eine Frage, wieso werden fast ausschließlich nur MOSFETT Transistoren bei Class A verwendet?
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Hi npn,
wer sagt denn dass einfacher besser wäre und wie wird das begründet?
FETs haben wie Röhren eine quadratische Kennlinie, der Ausgang folgt also dem Quadrat des Eingangs.
Bipolare Transistoren haben eine e-Funktion.
Beide sind folglich nicht linear, werden erst durch die Gegenkopplung halbwegs linear. Das funktioniert umso genauer, je höher die Verstärkung (ohne Gegenkopplung, open-loop) ist. Mit ausreichend hoher open-loop-Verstärkung wird die Linearität fast nur noch von den Bauteilen in der Gegenkopplung bestimmt.
FETs haben einen positiven Temperaturkoeffizienten, werden bei hohen Temperaturen tendenziell hochohmiger. Das hilft bei der Stabilisierung des Arbeitspunktes. Bei bipolaren Trransistoren ist es genau anders rum. Wer genügend Kompromissbereitschaft hat und eine möglichst einfache Schaltung haben will, kommt darum mit einem FET eher zu seinem Ziel. -
Zitat
Hat jemand das Ding mal simuliert für die ganzen Werte?
Werte? Welche Werte meinst du? Den ideellen Wert?
Die Messwerte dieser "Schaltung" sind derart grauenvoll, dass es da bestimmt eine Fangemeinde geben wird. Und man wird es kaum glauben, aber damit kann man sogar Musikinformationen Verstärkern. Es klappt also.
Das allerbeste an solchen Designs sind aber die Feinheiten, auf die so mancher im ersten Moment nicht schaut. Hier sind es zwei Kondensatoren. Der 470 µF Elko, der -wie sollte es anders sein- ein Low-ESR Typ sein soll. Die Wahrheit ist, dass es absolut (TOTAL) egal ist, welchen Elko man da einbaut, und eigentlich auch , ob man ihn gleich weglässt.
Der 10µF Polypropylen "bypass" ist hier ebenfalls ziemlicher Quatsch. Er rettet nichts.
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den 470µF Kondensator würde ich aber nicht weglassen.....

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Rein von den Meßwerten habt Ihr ja recht...
Klar ist: baut man eine Endstufe mit reichlich zuviel Gain und zieht diese mittels GK runter, verbessern sich praktisch sämtliche Daten. Ausnahme: der ganze Entwurf ist nix.Andererseits: viele Musikliebhaber sind mit dieser Art von Verstärkern, die es schließlich seit Jahrzehnten mit "unhörbaren" Klirrwerten gibt, letztlich doch nicht glücklich geworden. Man kann nun trefflich drüber streiten, warum und wieso und sogar behaupten, diese Menschen hätten was an den Ohren...Na und?
Einige Hörer sind eben bei solchen "Simpel-Konzepten" geblieben, weil sie nach ihrem Eindruck "richtiger" reproduzieren.
Ich würde das einfach ausprobieren. Schließlich geht hier bei Einhaltung der Bauteil-Grenzwerte nichts kaputt, schlimmstenfalls klingt es halt nicht so gut wie erhofft.
Btw. gibt es auch diesen Artikel von Nelson Pass zu der Thematik.
Gruß Eberhard
Nachtrag: bei Rod Elliott gibt es auch ein "Zen Amplifier"-Projekt.
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Zitat
en 470µF Kondensator würde ich aber nicht weglassen.....

Was genau wäre die Folge?

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Hai
Also ich habe eine ganz einfache Schaltung, einen Sourcefolger, bestehend aus einer handvoll Bauteilen meinen OPV im CDP und der Lite nachgeschaltet.
Diese ist ähnlich simpel aufgebaut, wie die verlinkte Schalte vom werten NPN in Post 42!Mir gefällts und bringt die Eigenschaften der verwendeten OPV richtig schön zum Tragen.
PS
@ Rolf Trenner
Und ja, ich betreibe OPV Rolling!
Und ja, ich fummle auch so lange an den Gk Widerstaenden und dem Ausgangslastwiderstand rum, bis es mit gefällt.
PSS
Entscheidend finde ich, dass die Schaltung übersichtlich bleibt und es mgl. ist, kurzerhand an Stellrädern zu drehen.Dieses stellt doch die beste Möglichkeit dar, als Hobbylöter unmittelbar durch Veränderung von Bauteilen gegen zu hören. Wer ist denn schon mit Messbrücken gesegnet? Und weiß dann, tolle Messwerte, aber irgendwie klingt es nicht?
PSSS
@ NPN
Die Schalte würde ich mittels eines Poti in Shunt einfach einmal aufbauen. Man könnte auch später eine Anodendrossel, statt des Arbeitswiderstandes verwenden und könnte dann den Ausgangskoppelkondi an die ohmsche Last in Abhängigkeit zum -3 dB Punkt anpassen.Die Netzteildrossel kann man ebenfalls weglassen und zunächst eine RC Siebung aufbauen........
Den Verstärker setze ich erst ab 200 hz ein, für den B/MT Bereich. Oder verwende eine BB Pappe, welche wirkungsgradstark ist.
Usw. usw.
Alleine mit solchen Maßnahmen, kann man einen für die eigenen Bedürfnisse charmant klingenden Amp bauen. Man muss nur einfach einmal Blut geleckt haben und selbst erhört haben, welche Veränderungen eintreten können.
Eine Referenz im Haus, zum absoluten Gegenhören kann aber zuweilen nicht schaden

Einfach einmal aufbauen. Der finanzielle Schaden wird sich in Grenzen halten. Nur das sofortige negieren, empfinde ich als zu billig.
Gruß
Heiti -
Zitat
der ganze Entwurf ist nix.
WER (ausser vielleicht N.Pass) sagt das, und auf welcher Grundlegenden Überlegung sagt er das? Bitte nicht wieder diese "NFB sollte man meiden" Mythen.
ZitatAndererseits: viele Musikliebhaber sind mit dieser Art von Verstärkern,
die es schließlich seit Jahrzehnten mit "unhörbaren" Klirrwerten gibt,
letztlich doch nicht glücklich geworden.Das ist schlichtweg nicht wahr. Würde man eine Statistik erstellen, dann käme man zu dem Ergebnis, dass vermutlich >90% aller Musikhörer, die durchaus Wert auf ihre Abhöranlage legen, mit gegengekoppelten Verstärkern hören. Beschränkt man sich auf den harten Kern der Mitglieder im Analogforum oder sogar innerhalb der AAA, dann könnte die Rechnung durchaus etwas anders aussehen.
Das Problem der TIM-Verzerrungen gibt es seit bestimmt 30 Jahren nicht mehr. Dazu muss man uralte Transistorverstärker aus den 70ern heranziehen und erhält dann auch entsprechend schlechte Werte.
ZitatEinige Hörer sind eben bei solchen "Simpel-Konzepten" geblieben, weil sie nach ihrem Eindruck "richtiger" reproduzieren.
Was sagt das aus? Nichts. Ich kenne Menschen, die fahren täglich in einem VW Käfer mit H-Kennzeichen zur Arbeit. Für DIE ist das eine Lebensart. Für mich (und die meisten anderen Menschen) wäre es eine Zumutung.
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Was genau wäre die Folge?

Ripple
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Zitat
Und ja, ich betreibe OPV Rolling!
Und ja, ich fummle auch so lange an den Gk Widerstaenden und dem Ausgangslastwiderstand rum, bis es mit gefällt.
...und ich werde dich dafür nicht zur Rechenschaft ziehen.

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Zitat
Ripple

Vorschlag: Du baust die Schaltung mit dem weiter vorne vorgeschlagenen NT auf und weist am Lautsprecherausgang den Unterschied in der Restwelligkeit mit einem Messgerät deiner Wahl nach. Eine wirksame PSR gibts ja eh nicht.
Gewinnst du, schenke ich dir ein ausgemustertes Taschenmultimeter ohne Prüfleitungen.Gewinne ich, musst du mir versprechen, nie mehr OPA´s zu "rollen".

Gehst du darauf ein, wird das ´ne harte Zeit für dich werden.

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Nö, mach ich nicht


PS
Bring dein MM mal schoen zum Wertstoffhof
Die Messleitung wuerde ich aber behalten
Heiti
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......der Wertstoffhof nimmt uebrigends auch, immer Donnerstags, Zimmerflags ab!
Dann koenntest du dein Avatar etwas freundlicher gestalten

Nur noch mal so

Heiti
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Zitat
Nö, mach ich nicht

Dacht´ich mir.

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Auch auf die Gefahr hin, gerillt zu werden.....
So eine Kinderaxt wirkt doch viel freundlicher! Alleine die rote Farbe deutet doch auf das boese Ende hin und entspricht somit der EU Norm fuer Kinderspielzeuge



PS
Uebrigends versuch doch mal mit der schmalen Seite die NE 553x zu treffen! Dafuer taugen die allemal
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Zitat
Uebrigends versuch doch mal mit der schmalen Seite die NE 553x zu treffen! Dafuer taugen die allemal
Ich gebe zu, dass ich es nicht ausstehen kann, wenn sowas von Leuten geschrieben wird, die niemals im Stande wären, einen Operationsverstärker zu entwickeln, oder einen Lötkolben am richtigen Ende anzufassen.
Das ist ind er Tat etwas provozierend.
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Mea culpa

Provozieren, das wollt ich wirklich nicht

PS
Antworten werde ich erst wieder, wenn ein "rosa" Plueschhase dein Avatar ziert!Deine Rechtshaenderaxt liegt eindeutig in der "Linken"
Das macht die Angelegenheit unberechenbar fuer mich :wacko:PSS
Obwohl, dreh die Axt um 180 Grad, das koennte die Wahrscheinlichkeit von gesunden Treffern immens erhoehen.......Gruss
Heiti -
Kennt ihr gute Internetseiten zu den Grundlagen von Verstärkern, wo auf die einzelnen Betriebsarten, SE, Push-Pull usw. usf. eingegangen wird?
unter
http://www.diyaudio.com/forums/solid-s…ogle-books.html
habe ich mal einige Bücher zusammengestellt. Einige davon stehen online als PDF zur Verfügung.
Mich würde interessieren in wie weit das Klirrverhalten schlechter bei AB als bei A Endstufen ist? Und wie ich aus einer Emittergrundschaltung die Leistung in Watt berechnen kann, die meist immer angegeben wird. Also sinus Leistung. Ich kann zwar die Strom-, und Spannungsverstärkung berechnen aber nicht wie ich daraus eine Leistungsangabe in Watt bekomme?die erste Frage ist beantwortet, wenn man sich hier durchgearbeitet hat:
http://www.renardson-audio.com/
die anderen Fragen sind simple Grundlagen und online leicht herauszufinden.
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