Neues aus der Lenco-Umbau-Küche

  • Hallo Tom,


    erst einmal danke für die tolle Wertschätzung von Deiner Seite, dies ist ja hier eigentlich nicht immer so angesagt.
    Du hast schon sehr viel Recht mit der Aussage DIY ist nicht preiswert.
    Ich kann das nur bestätigen!
    Bei mir liegt halt der Fall eventuell etwas anders.
    Da ich keinen großen Verdienst für diese Umbauten benötige,
    da ich ja schon ein paar Tage im Ruhestand bin und über diesen bin ich halt versorgt was Brot und Butter betrifft.
    Ich bin halt gesundheitlich bedingt etwas füher in den Ruhestand gekommen und habe mich mit Disziplin gesundheitlich wieder ganz gut aufgestellt.
    Da ich auch schon immer sehr viel Zeit für meine Hobbys investiert habe spielt diese für den Dreherbau zurzeit keine Rolle.
    Früher habe ich gelegentlich das eine oder andere Flugmodell für gleichgesinnte gebaut ohne groß über meinen Zeiteinsatz nachzudenken.
    Die Sache mit den Drehern erfolgt ja auch immer nur in der Jahreszeit, in der ich sowie so ein Basteltierchen bin.
    Wenn dann bedingt durch die Jahreszeit das Wetter mir ermöglicht Fahrrad zu fahren und Modellflieger in die Luft zu schicken,
    dann wird ganz selten an einem Dreher rum geschraubt.


    Ich möchte auch nicht mit MiWi verglichen werden, da Michael in einer ganz anderen und für mich auch nicht erreichbaren Liga spielt.
    Das gilt auch für Rainer.


    Das mit den Räumlichkeiten und dem Werkzeug ich so schon sehr richtig ausgesagt.
    Daher kann ich auch nicht alles selber machen.
    Hier hatte ich ja schon einmal ein paar Kosten für einen SME-Umbau offen gelegt.


    Lenco L75/L78 für 9 Zoll SME umgebaut und dann neu lackiert!


    Da gab es denn den einen oder anderen Forums-Nutzer der über die Kosten schockiert war.
    Diese können sich, so glaube ich auch nicht im Geringsten den eigentlich Arbeitsaufwand vorstellen.


    Natürlich auch ein Dankeschön an Dieter, Rainer und an den der nicht mit Namen genannt werden möchte „bhelm“.


    Wie schon erwähnt habe ich drei super Zulieferer hier in meinem Umfeld.


    Hallo Stefan,
    „Naja, so richtig teuer wirds beim L75 wohl nie werden“
    diese Aussage ist so denke ich wohl nicht richtig überlegt.
    Ich denke das ist doch sehr relativ oder nicht, da es ja immer mit dem
    Endergebnis zusammen hängt.


    Gruß aus Wiesbaden


    Hartmut

  • Hallo Hartmut


    Wie schon erwähnt habe ich drei super Zulieferer hier in meinem Umfeld.


    und wenn Du mal etwas Feines gefräst haben möchtest, schick mir eine PN. (Du wärest nicht der Erste)
    Meine Möglichkeiten, gerade in der Einzelanfertigung kennst Du ja vielleicht. ;)


    LG Rainer

  • Hartmut, deine Projekte gefallen mir immer wieder auf's neue unfassbar gut. Da ich als langfristiges Projekt auch meinen L78 etwas herrichten möchte, sind deine Beiträge für mich wie Musenküsse und Inspiration, was mit dem ollen Lenco so alles möglich ist (ja, ich kenne auch den lencoheaven ;) ). Vielen Dank für's Vorstellen also!
    Wer weiß, vielleicht darf ich dich ja auch mal besuchen kommen, Wiesbaden ist "um die Ecke" ;)


    Liebe Grüße


    Martin

  • RE: Guten Tag im Forum hier!!





    Lieber Hartmut,




    endlich finde ich Zeit, dir für dein überragendes Lenco-Raven-Laufwerk in aller Öffentlichkeit zu danken.




    Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr mich deine Sachkenntnis,
    Akribie, die Liebe zum Detail und deine handwerkliche Fertigkeit
    begeistert haben. Nun, fast neun Monate hat dieses weltweit wohl
    einmalige Projekt gedauert. Doch das Ergebnis kann sich sehen und
    -vorallem- hören lassen.


    Diese Kombination ist eine wunderschöne Synthese aus Ruhe, Schwärze,
    Kraft und der unnachahmlichen Rhythmik des Reibrades gepaart mit dem
    Klangfarbenreichtum und der Wärme eines Miyajimas. Hier herrscht
    stoische Abtastruhe einhergehend mit ungebremsten Drive.


    Natürlich war uns bewusst, dass einige naserümpfende Besserwisser, die
    Sache in ihrer Unkenntnis kritisch betrachten müssen. Doch nach über 40
    Jahren Analog- Erfahrung kann ich mich entspannt zurücklehnen und "die
    Spatzen pfeifen lassen".




    Viele Grüße-Norbertus

  • Hallo an die Lenco-Fangemeinde,



    leider war ich die letzte Zeit nicht nur mit den Lenco’s beschäftigt,
    daher gibt es erst jetzt die Fotos von dem fertig gestellten Lenco L75 mit dem 10“ Jelco-Tonarm.
    Da mir aber ein Bekannter, der mit der Systemsammlung, den Lenco als er noch nicht fertiggestellt war das Teil schon abgekauft hat,
    musste ich die hohen Füße, die eigentlich nicht mein Ding sind drunter schrauben.
    Das war nur eine kleine Anmerkung hinsichtlich der Füße, es ist eigentlich auch eine Geschmacksache.
    Ich wollte aber diesen Jelco-Lenco auch noch zeigen,
    da er eine etwas niedrige Zarge hat und somit für meinen Geschmack gefälliger daher kommt.
    Auf dem einen Foto ist das System zu sehen, es ist ein Phase Tech P-1.
    Diese Laufwerk-Tonarm-Systemkombination spielt dermaßen auf den Punkt,
    was ist nicht im Geringsten erahnt hätte.
    Mein Bekannter betreibt das an dem Phase Tech Übertrager und einer Air Tight Phonovorstufe
    sowie das Restliche auch von Air Tight an LS von Chario.
    Eine kleine technische Sache wollte ich nicht unerwähnt lassen.
    Ich habe für die Jelco-Tonarme mir Spacer machen lassen, die es zulassen die Basis mit einem O-Ring zu montieren.
    So, das waren wieder einmal ein paar Neuigkeiten aus der Lenco-Umbau-Küche.



    Gruß aus Wiesbaden



    Hartmut



  • Hallo an alle,



    die den Lenco mögen und auch an die, die ihn halt nicht so mögen.
    Ich möchte ein wenig beitragen und helfen das HiFi- Sommerloch zu stopfen.
    Am Montag dieser Woche ist nach langem Anlauf für einen Bekannten ein L75
    mit einem total revidiertem SME Improved fertig geworden.
    Da dieser, in einer ganz anderen Farbe ist, als die die ich bis dato gebaut habe,
    möchte ich ihn hier mit ein paar Fotos vorstellen.
    Sollten ein paar Fragen auftauchen einfach melden bei mir.



    Gruß aus Wiesbaden



    Hartmut



  • Der Koch in Deiner Lenco-Umbau-Küche scheint ein guter Koch zu sein 8)


    Diese Zarge gefällt mir zwar nicht soooo gut, aber egal. Schmeckt Klingt bestimmt ziemlich OK, dieser Lenco :thumbup:

    Gruß Joerg

  • Die hier mehrfach geäusserte Meinung, man bräuchte 3 Lencos um einen daraus zu machen stimmt meines erachtens nur bedingt,
    wenn der optische Zustand des Chassis und hier vor allem das Alublech mit den Beschriftungen in ordentlichen Zustand sind
    wüsste ich nicht wozu ich einen zweitem bräuchte.
    Einen zweiten Lenco für ein vermeintlich besseres Reibrad lohnt bei dem guten Angebot an neuen Rädern nicht mehr, alles andere ist
    sehr gut revidierbar!

  • Hallo an die ohne Namen,


    die Zarge ist einfach nur Geschmackssache.
    Es muß nicht sein, dass man 3 Lenco benötigt aber es ist fast immer wieder fest zu stellen,
    dass man sie halt doch benötigt.
    Es hängt aber auch vom Anspruch ab wie der Lenco nach dem Umbau spielen soll.
    Ein trocken gelaufenes Tellerlager, welsches dann im oberen Bereich ausgeschlagen ist kann man nicht revidieren.
    Mit dem Motor habe ich auch schon Erfahrungen gesammelt, wo es sich nicht mehr lohnt diese zu revidieren.
    Die Reibräder sind so eine Sache für sich. Da gibt es welche die sind richtig super und so manche kannst in die Tonne kicken.
    Das neue Reibrad aus Italien habe ich auch schon probiert.
    Es ist gut bis sehr gut hat aber einen Nachteil, es hat ein sehr hohes Eigengewicht.


    Gruß aus Wiesbaden


    Hartmut

  • My 2 cents


    Bei den ausgeschlagenen Tellerlagern sind in 9 von 10 Fällen nur die Sinterbuchsen hin, die Spindeln aber nicht eingelaufen, neue Buchsen kosten 2€ das Stück. Lagerspiegel aus PEEK oder POM gibts bei Lencoheaven von einem freundlichen Österreicher im spanischen Exil. Komplett neue Lager z. B. bei Lencomotion oder Peter Reinders. Diese sind erheblich besser als die originalen.
    Federnde Druckstücke und Kalottenlager für den Motor kosten auch nicht die Welt, hier ist nur eine stark korrodierte Motorachse ein Genickbruch.
    Es gibt neue Reibräder, die exakt dem Original entsprechen für unter 40€ von Norbert Galbicsek, siehe ebenfalls Lencoheaven.


    Soll keine Besserwisserei sein, es gibt nur mittlerweile wirklich gute Teile, die das Schlachten, mit wenigen Ausnahmen, überflüssig machen. Lieber im Rack als zerpflückt in der Schublade.
    Allen viel Spaß!
    Felix

  • Hallo,


    da die meisten L75/L78 vom äußeren Erscheinungsbild alles andere als schön sind hole ich mir da die nötigen Teile.
    Das ergab dann halt die Aussage 3=1. Das ist aber wie schon gesagt nicht der Standard.
    Zurzeit stehen bei mir und das entspricht der Wahrheit, 6 Stück L75 und 6 Stück L78.
    Von den L75 sind es 3 Stück wert, dass man sie als Sammlerstück erhält.
    Bei den L78 sieht es auch nicht besser aus, dass da in den meisten Fällen die Auslese noch größer ist,
    hängt mit der sehr schlechten original Lackierung des L78 zusammen.


    Hallo Felix,


    zeige doch einmal eins von deinen Umbauprojekten.
    Ich habe mittlerweile L75 und L78 für SME-Tonarme, für TW-Acustic 10.5 Raven,
    Jelco SA 750 DB und Jelco SA 750 EB umgebaut.
    Zurzeit baue ich 2 L75 für den Dr.Feickert DFA 10,5 um.


    Gruß aus Wiesbaden


    Hartmut

  • Hallo an Alle,
    Ich habe wieder einmal ein paar Lenco Projekte fertiggestellt und hier ist jetzt das Ergebnis.
    Für einen Lenco-Liebhaber, der mich über das Internet kennengelernt wurde an mich folgende Frage gestellt.
    Er fragte an, ob es möglich ist einen Lenco L78 so herzurichten, dass er nur als reines Laufwerk dient.
    Auf den Fotos ist jetzt das Ergebnis der gemachten Vorgaben zu sehen.



    Des Weiteren habe ich mich sehr intensiv mit einem Lenco L75 beschäftigt.
    Mir ging es darum einen Lenco ganz sauber neu aufzubauen.
    Ich wollte wissen wie gut ist ein originaler L75 zu optimieren, ohne das er gleich ganz anders aussieht.
    Als erstes habe ich eine Schwingzarge schwingungstechnisch bedämpft sowie das Gewicht des Bodens erhöht
    und dann die Federelemente mit einem etwas härteren Schaumstoff versehen.
    Die Zarge wurde auch an allen Verbindungsstellen überprüft und wenn nötig neu verleimt.
    Das Verleimen ist eigentlich immer nötig.
    Danach wurde diese neu lackiert.
    Da ich zurzeit ein paar L75 und auch L78 hier rumstehen habe,
    hatte ich die Möglichkeit mir ein sehr schön erhaltenes Chassis aus zu suchen.
    Das wurde dann zerlegt, gereinigt und alle Lager überarbeitet.
    Bei der Lagerüberarbeitung war auch der Motor mit bei.
    Auch das Chassis wurde der Bedämpfung unterzogen.
    Nachdem diese Arbeiten fertig waren ging es an den Tonarm.
    Der wurde auch zerlegt, gereinigt und dann mit neuen Lagerblöcken versehen.
    Das war aber für mich noch nicht genug und somit habe ich dem Tonarm den kleinen Ausleger für das Reitergewicht entfernt.
    Das hat zu folge, dass man mit dem Gegengewicht etwas näher an das Lager kommt.
    Diese Maßnahme macht sich im Abtastverhalten sehr positiv bemerkbar.
    Der Arm tastet mit einem AT20SLa 90µ sauber ab.
    Spieltechnisch kann ich nichts dazu sagen, da ich das so noch nicht verglichen habe.
    Das ist auch eigentlich gar nicht so relevant, da ich bei mir festgestellt habe,
    dass die Unterschiede zwischen den Drehern sehr gering sind.
    Zu diesem Thema gibt es von mir bald einen Bericht.













    Gruß aus Wiesbaden



    Hartmut

  • Moin Hartmut,


    mein Solid12 hat auch als Basis (Antrieb: Motor + Reibrad) Lenco Teile:


    http://www.ptpaudio.com/solid12.html



    [Blocked Image: http://www.ptpaudio.com/image/Solid12/ZWART-open-lichter.jpg]



    Nur ist er dann noch mit einem ordentlichem Tellerlager ausgestattet:


    [Blocked Image: http://www.ptpaudio.com/image/Bearing/gallery/PTPA-20131002_100933-2_R-vierkant-600.jpg]





    Da sieht ein gewarteter L75 recht blass dagegen aus :D


    LG Hauke

  • Hallo Hauke,
    ein Tellerlager lebt nicht von dem äußeren Erscheinungsbild, sondern von inneren Werten.
    Wenn ich ein Lager revidiert habe, dann kannst Du mit einem Körperschall-Stethoskop das Chassis abhören
    wenn der Teller sich so mit ca. 80 -100 Umdrehungen ohne Motorantrieb dreht und es ist dann nichts zu hören.
    Das PTP-Chassis hat ein ganz großes Problem, da das Reibrad immer in Kontakt mit der Motorwelle ist.
    Wird dieser Antrieb abgeschaltet dann dreht der Teller mit seiner großen Schwungmasse weiter und nimmt das Reibrad mit
    und das ist alles andere als gut für das Reibrad.
    Ich habe einen sehr interessanten Versuch hinsichtlich der Unterschiede zwischen verschiedenen
    System-Tonarm-Laufwerk-Phonovorstufen-Kombinationen gemacht um eventuelle Unterschiede zu hören.
    Das Ergebnis wird demnächst hier in einem anderen Thread zu lesen sein.
    Noch einmal zum Thema Lenco.
    Bitte beachte auch einmal die Kosten-Unterschiede!!!
    Denke auch einmal über den Raven-Lenco nach!!


    Ich hatte ganz vergessen, dass meine These es ist mit sehr wenig sehr, sehr viel zu erreichen
    und das ist mit zweifellos gelungen wie ja hier schon sehr oft zu lesen war und ist.


    Gruß aus Wiesbaden


    Hartmut

  • Da sieht ein gewarteter L75 recht blass dagegen aus


    Ja, nee, is klar. Die Geräte, die Hartmut zusammendengelt, sehen alles andere als blass aus und können Schallplatten ziemlich OK drehen lassen.


    Ist aber klar, das es immer ein "an-die-Wand"-Penadant dazu gibt.


    Allein der Preis für so ein ptpaudio lässt mich erblassen :D :D :D
    Tellerlager werden überbewertet :D :D :D


    Trotzdem interessant, Hauke :) ;)

    Gruß Joerg