Tivoili Radio Senderdrift

  • Der Drehko sieht deutlich solider aus beim Original, auch ist die Optik insgesamt schöner. Aufgrund des größeren Gehäuse ist der Klang vermutlich besser. Allerdings dürfte die Deemphasis und die Spannungsversorgung für unsere Breitengrade nicht passend sein, aber das lässt sich ja zum Glück modifizieren.

  • Woran liegt es, das die Gattung Drehkos, die generell sehr häufig bei Billigstprodukten im Einsatz sind, nur bei den Tivoli Radios so auffällig oft kratzen und instabil betreffend Frequenzkonstanz sind ?

    Diese Gattung Drehkos ist auch bei tragbaren Radiorekordern wie diesem unter

    https://www.radiomuseum.org/r/grundig_rcr_1750rcr175.html

    sehr weit verbreitet, wo mir diese Effekte aber äußerst selten aufgefallen sind.

    Außer Kontaktstörungen bei den Umschaltern und LS-Potis ist i.d.R. nichts zu reparieren.

    Offenbar wurde bei Tivoli ein Drehko-Hersteller gewählt, bei dem Oxidation an den Metallteilen ein generelles Problem darstellt, möglicherweise durch Ausdünstungen der eingesetzten Kunststoff-Folien.

    So gesehen sollte man sich bei diesen Problemen nicht um die Beschaffung eines Original-Ersatzteils von Tivoli bemühen, sondern einen solchen Drehko aus einem alten Schlachtgerät z. B. von Grundig o. Philips Ghetto-Blastern der 90er Jahre ausbauen, die man oft in Wertstoffhöfen findet, am besten ein Modell mit dem TEA5711.

    Generell lohnt es ja nicht, sich mit diesem Schrott auseinanderzusetzen, andererseits klingt das Radio gut und sehr viele Leute kauften leider diesen lausig verarbeiteten Schrott seit etwa 20 Jahren in noblen HiFi-Läden und scheuen sich, es wegzuwerfen. Wegen des aufgerufenen Preises bei dieser Verarbeitung, die z. T. schlechter ist wie bei Billig-Kopien von Tschibo oder Lidl müßte man diesen Vertrieb eigentlich verklagen.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

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  • schlechter ist wie bei Billig-Kopien von Tschibo

    Hast Du mal so ein Teil aufgeschraubt? Da ist zum Teil Metall eingeklebt, damit es sich schwerer, wertiger anfühlt. Schlechter ist echt böse! Die Tivolis sind auch nicht alle schlecht, es gibt Exemplare die seit 20 Jahren ohne Macke laufen. Da muss irgendwann der Lieferant der Drehkos oder deren Qualitätsmanagement gewechselt haben.

    alx

  • Hast Du mal so ein Teil aufgeschraubt? Da ist zum Teil Metall eingeklebt, damit es sich schwerer, wertiger anfühlt. Schlechter ist echt böse! Die Tivolis sind auch nicht alle schlecht, es gibt Exemplare die seit 20 Jahren ohne Macke laufen. Da muss irgendwann der Lieferant der Drehkos oder deren Qualitätsmanagement gewechselt haben.

    alx

    Die Fotos von post #35 und #16 sind von mir. Schlecht sind sie von der Verarbeitung alle. Wenn 30% ausfallen ist es immer noch so, das die überwiegende Mehrzahl von 70% auch heute noch funktioniert, was die meisten jüngeren positiv bewerten. Ich aber nicht.

    Für mich ist entscheidend, das eine extrem reparaturunfreundliche Bauweise mit viel Heißkleber vorgenommen wurde, was bei dem aufgerufenen Preis nicht nur nach meiner Ansicht nicht statthaft (aber heute generell üblich) ist.

    Hätte man die Fertigung in D, beispielsweise bei WISI in 75223 Niefern-Öschelbronn vornehmen lassen (ich kenne die Fertigungsqualität von den Sat-Receivern), hätte man hervorragende Verarbeitung gehabt bei nur unwesentlich höherem Endpreis.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Wegen des aufgerufenen Preises bei dieser Verarbeitung, die z. T. schlechter ist wie bei Billig-Kopien von Tschibo oder Lidl müßte man diesen Vertrieb eigentlich verklagen.

    Ich fragte ob Du mal ein Tschibo oder Lidl aufgeschraubt hast!