Anderer Tonarm bei Dual1019

  • Ich glaube eher nicht, daß Du einen Tonarm finden wirst, der eine vergleichbare Geometrie hat. Wenn dann kannst Du vielleicht einen Tonarm hinter das Laufwerk oder links davon anbauen.


    Gruß
    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Es gab mal "Experimente" seitens Dual, um zu zeigen, daß der werksseitige Tonarm garnichtmalsoschlecht ist...(bezieht sich aber auf die etwas größeren 1219er)


    Im Endeffekt sahen diese Modelle wie folgt aus:


    - Sonderzarge, da ein SME/Garrard/haumiblau - Tonarm andere Maße hat
    - ein, zwei saubere Schnitte im Chassis
    - eine saubere Schweißnaht, um den Arm samt Basis zu befestigen


    + die Kosten eines neuen Armes und des Headshells.


    Fazit:
    bleib beim Orginal, und beiß ein, zwei mal in den sauren Apfel und besorg dir einen Dual TK für 20-30€...

    Mit bestem Gruß - Stefan

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  • Hallo ich hab mal ein Spiel in nennen 1019 montiert und das klang schon gut, aber das trotz Wartung vorhandene Restrumpeln störte mich. Bei Verwendung eines guten Tonarmes und Abnehmer werden die Fehler des Laufwerke sicher noch hörbarer werden.

  • Ach Leute. Man kann aus einem 40, 50 Jahre altem Plattenspieler - mit Wechselmechanik - keine Sperling (oder Transrotor...Thorens TD2001o.ä.) machen.


    Der 1019 wurde als relativ preiswerter, hifi-tauglicher Plattenspieler - mit Wechselfunkfion - für "Jedermann" - der es sich leisten konnte/wollte - konzipiert. Mit den damals sinnvoll zu erreichenden Gleichlauf/Rumpelwerten.
    Mehr von dem Laufwerk abzuverlangen, wäre als ob sich von meinem Smart möchte, 210 auf der Autobahn und 0 auf 100 unter 10 Sek. zu schaffen. Klar geht das, mit gewissem Aufwand. Aber ob das sinnvoll ist?


    Persönlich würde ich den 1019 so lassen, wie er ist - evtl. einen zusätzlichen TK organisieren und ein nicht zu scharf geschliffenes Tonabnehmerchen (AT09OC/AT-F3 gehen ganz gut...oder ein Nagaoka OS200/300MP...oder Shure M91ED...oder...) dranbauen - und gut.

    Mit bestem Gruß - Stefan

  • Hallo Stefan,


    Persönlich würde ich den 1019 so lassen, wie er ist - evtl. einen zusätzlichen TK organisieren und ein nicht zu scharf geschliffenes Tonabnehmerchen (AT09OC/AT-F3 gehen ganz gut...oder ein Nagaoka OS200/300MP...oder Shure M91ED...oder...) dranbauen - und gut.


    Da kann ich Dir nur beistimmen - dennoch finde ich solche Basteleien immer hochinteressant! Es zwingt einen ja niemand, das nachzumachen :thumbsup:!


    Gruß Roland

  • Hallo Skyeburn,


    ich habe einmal bei einem 1019 das Tonarmrohr entfernt und ein selbst gebautes Rohr aus Carbon inklusive Headshell wieder eingeklebt. Habe vorher natürlich genau die Geometrie des originalen Arms vermessen und auf den neuen übertragen. Hauptgrund dafür war es, die VTA zu korrigieren, nebenbei ist auch so ziemlich jeder Tonabnehmer mit einer passenden Compliance verwendbar. Probiert und gepasst haben ein Grado Reference Platinum und ein 2M red. Denkbar wäre für mich auch ein neues Rohr mit Wechselheadshell - wenn es nicht zu schwer wird.


    Bilder sind noch in meiner Galerie.


    Grüße Jürgen.

  • Ich kann mir nicht helfen, aber ein 1019 mit einem anderem Tonarm (draufgebastelt) würde doch nur besch...eiden aussehen.


    Maximal vorstellbar wäre für mich z. B. ein 3009er hinten links, das sollte sich auch optisch annehmbar machen lassen.


    Ich selbst komme aber mit mehreren TKs absolut bestens zurecht, z. Zt. spielt ein DV23R ganz hervorragend im 1019er...


    Cheers, Holger

  • Als eingefleischter Traditionalist mit dahingehender stockkonservativer und erzreaktionärer Grundhaltung zu dem Thema ist meine Meinung: verkauft eure Duals und verbastelt einen allerwelts-Thorens!

    Mit bestem Gruß - Stefan

  • schön, wenn man zu seinem nick steht



    Naja, Konformisten gibt es ja genug.


    So ein Dual 1019 ist - und da kann man mir ruhig widersprechen und auch gerne anderer Meinung sein - ein in sich geschlossenes Konzept mit "systeminerhärenten Mängeln". Reibrad, Wechselmechanik mit all ihren Kompromissen, Axiallager, kleiner Teller usw.
    Aber das kann man vorher schon wissen. Man bekommt den Dual nie so leise wie einen TD124 oder LP12. Der VTA passt nicht - wozu gibt es 4°-Keile oder Scheiben. Der Motor macht Geräusche? Kein Wunder nach 50 Jahren ohne Ölwechsel. Das Headshellkonstruktion ist nicht die beste? Damals wollte man es halt so...


    "Gepimpte" Duals haben für mich was von getunten Autos - sehen zwar nett aus, machen auch Krach, sind aber im Endeffekt nur noch das Blech in Gramm wert.

    Mit bestem Gruß - Stefan

  • Hallo Gemeinde,


    Danke für die Antworten.
    Zusammenfassung:
    Es ist möglich den Umbau vorzunehmen. Die Herausforderung ist wohl die Feststellung der genauen Geometrie des Arms.
    Die bestmöglich Alternative ist wohl der Erwerb von einigen TKs, was wohl nicht so einfach ist.
    Richtig, der Tonarm hat nichts mit dem Reibrad, den Lagern usw. als Klangelement zu tun.
    Der materielle Wert, oder die traditionelle Geschlossenheit stehen nicht zur Debatte, da es sich ja um einen Versuch handeln würde, etwas mehr Flexibilität zu schaffen.
    Es ergibt keinen Sinn aus spekulativen Gründen (pimpen und verkaufen) hierfür Lebenszeit zu investieren.
    Anmerkung, Transrotor und Thorens habe ich auch, der 1019 dient den Mono- und Schellackplatten.


    Beste Grüße


    Skyeburn

  • Hallo,
    der Umbau eines 1019 (oder 1009, 1209, 1219 etc.) war wg. der Verquicking von Antrieb und Tonarm durch die Vollautomatik dieser Laufwerke nie populär. Ich habe seit meiner meines Einstiegs ins Vinyl anno 2008 (;)) nie einen derat umgebauten Dual gesehen, wohingegen die umgebauten Lencos Legion sind. Und das nicht nur wg der berüchtigten Bahnschranke am Lenco, sondern weil der Ausbau des letzteren wesentlich einfacher ist, als selbiger an einem Dual.


    Interessant ist das Thema dennoch. Ich bin selbst auf der Suche nach einem zünftigen Dreher mit 10" Plattenteller, um meine Monos mit selbigem Durchmesser abzuspielen. Bin bisher nicht fündig geworden, da die allermeisten Dreher dieser Klasse ein hochintegratives System darstellen, welches nicht die Montage eines alternativen, mono-verkabelten TAs zulassen.


    Serwas


    Harald

  • Hallo,


    ich sollte es lassen, aber es juckt in den Fingern.


    Die Frage war, ob es Erfahrungen beim Umbau des Tonarmes bezüglich der Flexibilität gäbe. Und nicht, ob man es tun sollte. War ja fast klar, was da passiert. Im Prinzip nebenbei auch schon ein Stöckchen.


    Und abseits der Eingangsfrage - ich kann den und weitere Umbauten nur empfehlen.


    Grüße Jürgen.

  • jules ,


    ich suche mir nach Möglichkeit die interessanten Fakten und selektiere.
    Wenn ich als Nebeneffekt weitere Beiträge erhalte, so finde ich dies einfach nur bereichernd.
    Er geht mir immer nur um die Sache, Persönliche Differenzen wäre eh Zeitverschwendung.


    Beste Grüße


    Skyeburn