Cyrus Phono Signature

  • Guten Morgen,


    Er bedankt sich vielmals und wird nach dem Psx-R ohne 2 ausschau halten.


    Zitat: Ob das "R2" soviel besser ist, wie es teurer ist, glaube ich fast nicht.


    Schönes Wochenende


    Gruß Björn

  • Hallo in die Cyrus Phono Runde. Bei meiner Phono Signature bin ich etwas enttäuscht, dass ich im Vergleich zu meiner anderen Vorstufe, mit aufgedrehter Lautstärke, im MC-Rauschen auch ein leises Brummen mit den typischen Oberwellenanteilen der Netzspannung höre. Ist das bei euch ohne PSX-R ähnlich und vor allem mit PSX-R weg? Vielen Dank.


    Cyrus phono aaa forum.JPG

  • Hi,

    wenn die Pegel wirklich stimmen, sind doch knapp-80db Störabstand ein guter Wert.

    Ist es denn wirklich eindeutig hörbar oder nur wenn man an den Membranen klebt? Was man bei leicht erhöhter Zimmerlautstärke in ca 30cm nicht hören kann, wäre mir persönlich egal.


    Finde es ohnehin nicht ideal das der Netztrafo mitten in der Schaltung liegt. Bei anderen Cyrus Geräten kein Problem aber Phono MC ist schon was anderes.

  • Guten Morgen-


    seb

    Ja, der Schalter sollte bei mir auf "Lift" bleiben. In Stellung "GND" wird es deutlich lauter und es gesellen sich noch irgendwelche rhytmischen Empfangsstörungen dazu.


    Carsten R.

    Bei einem Pegel der leicht erhöhter Lautstärke entspricht, hört man noch nichts.

    Gegenüber diesem Pegel muss ich ca. 10 dB draufgeben. Ab da treten Rauschen mit eingelagertem Brumm langsam an die Ohren. Von da an, habe ich aber nocheinmal ca 40dB bis der LS-Regler am Anschlag steht. (2X200W)

    Das ist natürlich recht subjektiv betrachtet - bringt aber eine Vorstellung.

    Dass das auch anders gehen kann, zeigt hier mal der ausgepegelte Vergleich mit meiner Sony Vorstufe.

    Sony TA E 90 vs Cyrus Phono Signature Noise floor conparison.JPG





    Viele Grüße. Joerg

  • Hallo zusammen,

    diese Störungen sind unangenehmer als man denkt und kommen in den seltensten Fällen direkt vom Trafo. Und vor allem stören sie klanglich, was man vor allem dann merkt, wenn die ganz verschwinden. Quellen dafür gibt es einige, kann auch ein Defekt sein, in der Regel sind das Konstruktionsfehler. Manche kann man relativ einfach beseitigen.


    Und bevor hier jemand sich über den Ausdruck "Konstruktionsfehler" aufregt, es findet sich kaum ein Gerät ohne diese Fehler. Manchmal ist es geradezu haarsträubend. Bei Bedarf kann ich gerne die Quellen aufzählen.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Leute. Nach reichlich Informationsaustausch komme ich nochmal auf meine ursprüngliche Frage zurück.

    Hallo in die Cyrus Phono Runde. Bei meiner Phono Signature bin ich etwas enttäuscht, dass ich im Vergleich zu meiner anderen Vorstufe, mit aufgedrehter Lautstärke, im MC-Rauschen auch ein leises Brummen mit den typischen Oberwellenanteilen der Netzspannung höre. Ist das bei euch ohne PSX-R ähnlich und vor allem mit PSX-R weg? Vielen Dank.

    Eventuell gibt es hier ja tatsächlich jemanden der auch eine Phono Signature hat und mal ohne und ggf. mit PSX-R den LS-Regler auf Rechtsanschlag stellen kann.


    Vielen Dank. Joerg

  • Hallo


    Winni hat genau diese Kombi und vielleicht schreibst du Ihn mal direkt an. Er scheint nicht mehr hier zu schreiben aber immerhin eröffnete er dieses Thema .


    Glaube aber das du dich viel zu sehr verrückt machst. Bei Rechtsanschlag der Vorstufe, welche vielleicht nochmals stark vestärkt, wird es im MC Modus (60db und mehr) immer Rauschen und oft leichtes Brummen geben. Erst mit Übertrager wird dies deutlich ruhiger. Und nur weil die Sony etwas besser ist, heisst das nicht das sie besonders gut klingen muss.


    viel Glück

  • Morgen Carsten. Gute Idee. Ich habe Richtung Winnie mal eine Konversation gestartet.

    Letztlich ging es mir bei meiner Problemschilderung genau darum, herauszufinden was in der Praxis bei der Phono Signature normal ist und was nicht.

    Meine Beobachtung stimmt jedenfalls nicht zu 100% mit den von mir gelesenen Testberichten überein. In diesen wird überall die absolute Ruhe und Störfreiheit der Cyrus in den Himmel gelobt. Im Gegensatz zu den blumigen Umschreibungen der Redakteure was Klangfarben, Tiefenstaffelung, usw. betrifft, kann man die An-oder Abwesenheit von Brummgeräuschen objektiver beschreiben, wenn nicht sogar im Laborreport konkretisieren.

    Der Quercheck zur Sony diente nur dem Vergleich im sonst identischen Setup.

    Über deren Klangqualitäten will ich hier nicht zu weit ausschweifen. Ich wollte wegen der fehlenden Variabilität der Abschlussparameter upgraden.

    Für eine integrierte Phono-PreAmp-Lösung ist die Sony TA E 90 übrigens alles andere als trivial konstruiert oder nur eine billige Beigabe.

    Bauteile, Schaltung, Aufbau und Klang brauchen sich kaum hinter guten seperaten Phonovorstufen des Jahrganges verstecken. Halt ohne Anpassbarkeit.


    Ich werde mal sehen, ob Winnie antwortet.

    Schönen Wochenstart. Joerg

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  • Also wenn ich mit dem Ohr direkt vor den Lausprecher gehe und langsam aufdrehe, kann ich so ab -5.00 dB ein leises Brummen vernehmen, welches mit weiter steigender Stellung des Lautstärkereglers ebenfalls lauter wird.

    Das ist mit PSX-R2 und einem mit 60dB Verstärkung angeklemmten DL-103 am anderen Ende.

    Meine normale Hörlautstärke in 3,5m Entfernung ist zwischen -25 und -20 dB.

    Wenn die Hütte hier leer ist, läuft "In the Air Tonight" ggf. mal bei -10dB.


    Ich würde sagen, das "Problem" ist rein akademischer Natur und in der Praxis völlig irrelevant.


    Viele Grüße,

    Sebastian

  • Hallo,


    wenn man z.B. eine Röhrenvorstufe, die an einem Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad hängt voll aufdreht, wird man ein Restrauschen, eventuell sogar einen minimalen Brumm hören.

    Ich würde behaupten, dass das vollkommen irrelevant ist, weil ich so laut sowieso nie höre.

    Ich hab eine Trafolautstärkeregelung in meiner Vorstufe, die über 20 Steps hat, die mit Relais angesteuert wird.

    Gehört wird bei mir in der Regel zwischen Step 1 und Step 5, meist auf Step 3. Wenn ich es wirklich schon mal wild treibe und eine Sezzion veranstalte, geht die Lautstärke auch schon mal auf Step 10 hoch. Die meisten von Euch würden sich bei dieser Lautstärke schon entsetzt abdrehen.


    Wenn ich meine MM-Röhrenphonostufe aber gegen Vollaussteuerung aufdrehe habe ich ein vernehmbares Rauschen.

    Bei dieser Lautstärke, habe ich aber schon fast Angst, dass ich den Arm richtig auf der Liftbank sitzen habe und dieser sich ja nicht absenkt und mir die Chassis um die Ohren fliegen.

    In der Praxis kann man so laut gar nicht hören. Ich muss dazu sagen, dass ich ein bekennender Lauthörer bin. Es gibt allerdings auch rauschende Exemplare bei den Phonostufen, die ich so nie akzeptieren könnte. Als Beispiel dazu würde ich die bisher von mir gehörten Phonostufen von Asthetix nennen.

    Die Rauschen in meinen Ohren so, als ob ich ein MC an meiner MM-Stufe höre....

    Ich frage mich jetzt, ist die Cyrus so schlimm wie eine Asthetix?

    Vorstellen kann ich mir das nicht, weil es ja eine Transistor-Phono ist....

  • Hallo zusammen,

    ich versuche es nocheinmal, vielleicht wird ja was draus:

    diese "Störungen" sind auf kapazitive Masse-Verkopplungen innerhalb des Gerätes zurückzuführen, meistens durch falsche Masseführungen und/oder eines falschem Erdungsanschlusses. Dieses "falsche" kann auch durch einen Verarbeitungsfehler zustande kommen. Es hat nichts mit dem Gain zu tun, sowas findet man auch bei DA-Wandler, ist hörbar, sogar über einen symmetrischen Ausgang. Wenn es nur ein "unhörbares" Brummen wäre, könnte man ja drüber hinwegsehen, aber es beeinflusst recht deutlich den Klang. Meinetwegen klingt die Cyrus-Phono-Signature super, aber das heißt ja nicht das es ohne diese Störungen nicht nochmals deutlich besser wird. Und das wird es, so wie bisher alle Geräte deutlich besser wurden, welchen ich das abgewöhnt habe.


    Zu den möglichen Ursachen:

    - es kann eine schlecht montierte Isolation an einem der Ausgänge sein

    - die Versorgungsmasse (also vom Netzteil) wird in der Regel mit einem Kondensator mit parallel-geschaltetem Widerstand ans Gehäuse angeschlossen. Die Audiomasse - also Ein- und Ausgänge - wird isoliert verbaut. Die Schraube für den Anschluss des Drahtes vom Plattenspieler wird direkt mit dem Gehäuse verbunden - niemals mit der Audiomasse. Dadurch hängen Tonarm und Phonovorverstärker an einer Gehäusemasse und sind somit beide geerdet. Einfacher Test: mit einem Durchgangsprüfer (z. B. Multimeter) alle Audio-Massen auf der Rückseite gegen Erde (ist ja mit dem Gehäuse verbunden) auf Durchgang prüfen. Werden hier 0 Ohm angezeigt, liegt hier der Hund begraben. Bei 10 oder 20 Ohm hat man den Widerstand des Groundloopfilters gemessen - also alles ok. Häufiger Sündenbock - der symmetrische Ausgang (ausgerechnet!). Die XLR-Buchse darf keinen 0 Ohm Durchgang aufs Gehäuse haben, weder vom Buchsengehäuse noch vom Pin 1.

    - nicht isoliert verbaute Bedienelemente oder Spannungsführende Teile. Ist z. B. die XLR-Buchse für das PSX-Netzteil isoliert? Wenn nicht, dann ist das auch so ein Kandidat.

    - Snap-In Filter - wie die schon im Bild auf der Missionseite sichtbare C13-Buchse mit Filter - sind die Sündenböcke schlechthin. Direkter Kontakt am Gehäuse und zusätzlich per Kabel mit dem Gehäuse verbunden - fertig ist die interne Brummschleife.


    Eigentlich bietet die Cyrus-Phono-Signature ideale Voraussetzungen für einen völlig brummfreien Betrieb, die interne Verkabelung bezieht sich nur auf die Steuerelemente direkt auf der Platine. Kein Kabelsalat mit Audiokabeln, die Buchsen sind alle direkt mit der Platine verbunden.


    Beim Betrieb mit dem PSX-Netzteil wird die interne Versorgung nur noch für die Steuerelemente verwendet, die Verstärker-Sektion bleibt davon unberührt. Wenn die auch die interne Masse so trennen, dann ist es recht gut möglich das mit dem Netzteil das Brummen verschwindet. Ich bezweifel das aber.

    .....

    Ich würde sagen, das "Problem" ist rein akademischer Natur und in der Praxis völlig irrelevant.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo zusammen. Da ich gleich wieder weg muss, mal kurz an hoerohr.

    Gehäusemasse=Nullleiter gegen Audiomasse sind bei 470 Ohm (Ground Lift). Ebenso alle Pins der XLR Buchsen im stromlosen Zustand. Lediglich die XLR Buchsengehäuse sind natürlich direkt am Gehäuse montiert und bieten elektrischen Durchgang. Ich habe testweise die Cyrus ohne Nullleiter betrieben. Absolut keine Änderung.

    Wie du schon geschrieben hast, ist der Brumm/Störabstand vom eingestellten Verstärkungsfaktor relativ unabhängig,. In Relation zum Rauschen bleibt der Brumm konstant und rauscht/nrummt halt bei 40 db Gain, 20 dB weniger als bei 60 dB Gain. Die 20 dB müsste ich dann am Verstärker zugeben damit die Abhörlautstärke passt und damit ist wieder alles beim alten


    @ seb

    Danke Sebastian für eine praktische Erprobung. Kannst du den Provokationstest mal ohne PSX-R2 machen und schreiben ob/wie das angeschlossene Netzteil bzgl. Rauschen/Brummen eine positive Wirkung zeigt?.

    Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass sich Störsignale nie positiv auf den Klang auswirken, zumindest im Sinn des HiFi-Grundgedankens. Also, wenn es sich beseitigen lässt sollte man es auch tun.


    Viele Grüße ersteinmal. Joerg

  • @ seb

    Danke Sebastian für eine praktische Erprobung. Kannst du den Provokationstest mal ohne PSX-R2 machen und schreiben ob/wie das angeschlossene Netzteil bzgl. Rauschen/Brummen eine positive Wirkung zeigt?.

    Dafür fehlt mir ehrlich gesagt die Motivation, hinter'm Rack rumzukriechen. Sorry.

    Ich habe spaßenshalber den Test noch mit dem am anderen Eingang (und Tonarm) angeschlossenen Art-9 gemacht und empfinde das Geräusch dort als etwas leiser.

    Es könnte sich also auch um eingestreutes Brummen handeln.

    Da müsste man ggf. mal mit kurzgeschlossenen Eingängen messen, aber das überlasse ich anderen.

    Vom Pegel her empfinde ich es deutlich unter dem normalen Rauschteppich - der Hochtöner rauscht lauter als des "untenraus" brummt.

    Und wie gesagt, wir reden hier von einer Lautstärkeeinstellung, bei der die Lautsprecher mit ziemlicher Sicherheit recht schnell aus dem Leben scheiden würden, wäre die Nadel auf einer Platte abgesenkt.


    Viele Grüße,

    Sebastian

  • Hallo Jörg,

    wenn du wirklich dieses Brummen beseitigen willst, dann empfehle ich dir die Messungen zu wiederholen, und zwar mit einem Abschlussstecker am angewähltem Phonoeingang von etwa 10 Ohm, Verstärkung auf MC (also 60 dB). Zusätzlich würde ich noch die Messeinrichtung nullen, sprich eine Messung mit angeschlossenem Kabel, welche am offenem Ende mit einem Kurzschlussstecker versehen ist. So bekommst zwei Referenzen - einmal von der Messeinrichtung samt Kabel, und einmal vom Cyrus im Praxis-Betrieb (die 10 Ohm sollen ein MC-System simulieren.


    Als erstes würde ich mir die XLR-Ausgangsbuchse vornehmen und diese isoliert einbauen. Das Metall-Gehäuse der Buchse darf keinen Kontakt zum Verstärker-Gehäuse haben.


    Versuchsweise kannst du einfach die Schrauben der XLR-Buchse entfernen und mit einem kleinem Holz- oder Plastikkeil ein klein wenig von der Wand wegdrücken (1/10 mm reicht, da geht nichts kaputt), nur soviel bis kein elektrischer Kontakt mehr messbar ist. Besser? Buchse isoliert einbauen!


    Ist auf der XLR-Buchse für das PSX-Netzteil Spannung messbar? Wenn ja, kannst du mal versuchsweise das Kabel von der Buchse zur Platine abstecken. Wenn es was messbares bringt, diese auch isolieren.


    Ich hatte mal bei einem Mikrofonvorverstärker das Problem, das die verbaute Metallbuchse des Ausganges genau so ein Problem verursacht hat (gleiches mit der Ausgangsbuchse bei einem DA-Wandler), seitdem verwende ich nur noch die XLR-Buchsen von Neutrik mit Kunststoffgehäuse.


    Diese Maßnahmen dürften schon einiges verbessern. Wenn dann noch was stört, würde ich mir die Netzbuchse vornehmen.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • @ Sebastian

    Alles klar Sebastian. Dennoch vielen Dank. Bin für jede Unterstützung dankbar.


    @Matej

    Danke für die Tipps. Zum basteln bin ich noch nicht gekommen.

    Auf der Buchse für das PSX-R liegt keine interne Spannung an.

    Kann der Gehäuseschluss der XLR Ausgänge auch Übeltäter sein, wenn ich diese nicht nutze? Ich gehe z.Z. via Chinch raus.


    10 ohm habe ich gerade nicht rumliegen - wenngleich praxisgerechter (ART-9 - 12Ohm).

    Ich habe mal den Eingang mit 50 Ohm Messwiederstand abgeschlossen. Siehe Bild.

    Sehr auffallend die starke Dämpfung der 3. Oberwelle bei 50 Ohm.

    Ich hatte schon mal den Test gemacht und das Phonokabel am Plattenspielerende mit 50 ohm bzw. Kurzschluss gemessen. Macht keinen signifikanten Unterschied zum Direktabschluss am PreAmp.

    Meine Schlussfolgerung - eher keine Einstrahlungen ins Kabel ( Sommer Epilouge und Oelbach NF2)

    Viele Grüße. Joerg


    Phono Signature shorted vs 50 ohm.JPG

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