Cyrus Phono Signature

  • So liebe Gemeinde. Nach etwas Suchen habe ich mir ein PSX-R der etwas späteren Generation besorgt.

    Ich bin froh, dass ich für diesen Versuch kein wesentlich teureres PSX-R2 genommen habe.

    Den Mitgliedern mit dem Ratschlag ein PSX-R zu nehmen sei Folgendes gesagt und messtechnisch gezeigt:

    Das Ergebnis mit dem PSX.R ist, in diesem Szenario, nicht nur keinen Deut besser als ohne, sondern wie man sehen kann sogar etwas schlechter.

    Der Lattenzaun der Netzoberwellen zieht sich jetzt sogar bis über 5 kHz.

    Da sehe ich keine beworbene Filterwirkung mit weniger Grundrauschen. Leider. VG Joerg


    Cyrus comparison w_wo PSX-R.JPG

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  • Hallo Joerg,

    und jetzt? Jede Menge Fragen und Erkenntnisse, aber keine Lösung, nur Thesen.


    Ich bleibe dabei, es ist ein Masseproblem. Und ich bleibe auch dabei, das wenn dieser "Lattenzaun" verschwindet, das Gerät dann nochmals deutlich besser klingt. Die Aussage "ist ja nur ganz wenig, das hört man ja nicht", werde ich nie unterstützen, warum, das habe ich einige Beiträge weiter oben schon mal erklärt. Ich lege jedoch nicht die Hand dafür ins Feuer das es mit einer isolierten XLR-Buchse besser wird. Dafür gibt es noch zu viele andere Unbekannte.

    Als da wären:

    1. Layout und Konzeption: wird eine passive RIAA verwendet? Wenn ja, gibt es seitens der Abstimmung zwischen der ersten und zweiten Stufe einige Hürden zu nehmen. Hier werden oft Fehler gemacht.

    2. Fehler oder Defekt? Bei einem Defekt könnte/müsste dir der Hersteller weiterhelfen, schließlich ist es ein aktuelles Gerät.

    3. Ist es ein Masseproblem, so kann es auch an fehlenden "Ableitungen" im Layout liegen. Eine Heidenarbeit sowas zu lokalisieren (ebenso wie Punkt 1)

    4. vier geschaltete Eingänge für Phono - das ist Kanonenfutter für die Fraktion, welche sagt das man sowas für Phono tunlichst unterlassen sollte. Da wird schließlich mit mehr als 60 dB Verstärkung gearbeitet (Faktor 1.000). Was bei einem Wandler (Gain 0 dB, Faktor1) und einem Vorverstärker (Gain 8 dB, Faktor 2,5) problemlos geht (die Störungen verbleiben im Rauschteppich), macht bei einem Phono-Preamp massive Probleme.


    Alles Thesen, jede davon ist nur mit viel Aufwand und Arbeit zu ergründen. Wer tut sich sowas an?


    Das Problem dabei: du hast die Büchse der Pandora geöffnet...


    Weitermachen oder ad acta legen?


    Gruß


    Matej


    PS: ich sehe da eine Höhenanhebung, was durch eine Abflachung zwischen 15 und 20 kHz erkennbar ist. Mit einem Anti-RIAA Filter könnte man das schön erkennen. Das würde für Punkt 1 sprechen. Schwierig zu beheben, erst Recht auf einem SMD Board.

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo


    mit -85db ist der Störpegel doch exakt auf dem Niveau sehr guter Phonostufen und auch in der Herstellerangabe. Glaube, du übertreibst hier ein wenig und machst dich selbst verrrückt. Hast du schon mal eine Röhrenphono vermessen ?


    Nur weil die Sony hier noch etwas besser ist, muß sie nicht besser klingen.

    Ein Übertrager würde deine Probleme lösen wenn sie denn wirklich zu dominant sind.

    Höre mein AT33PTG2 jetzt auch damit und freue mich über die totale Rauscharmut im Vergleich zum reinen MC Betrieb ( 66db)


    Genau, wie Matej schreibt, verstärkt die nachfolgende Stufe vielleicht sogar nochmals deutlich mehr wie 2,5fach. Schnell sind es auch 4 bis 10 fach welche es dann wirklich hörbar macht. Zumindest beim Rechtsdreh am Verstärker

  • Guten Morgen.


    @Matej

    Du hast schon Recht. Lösung ist das bis jetzt noch keine. Nach dem, was ich bis jetzt in Testberichten gelesen habe soll wohl eine passive RIAA Entzerrung verbaut sein.

    Da beide Kanäle in ähnlicher Weise betroffen sind, denke ich auch an ein eher sytembedingtes Problem. Was ich noch versuchen kann, ist den internen Trafo ganz us dem Gerät zu verbannen. Der ist nur mit Steckverbindern kontaktiert. Hoiffnung mache ich mir da allerdings keine.

    Bei Lötarbeiten im SMD Bereich muss ich dann passen.

    Nach einem ersten Kontakt mit CYRUS in England habe ich gestern noch einmal eine Mail hingeschickt. Zuerst kamen wieder die üblichen Fragen nach GND-Swich, Standort, schlechter Kabel, Fehler am Plattenspieler ...

    Mal sehen was die jetzt schreiben. Beim Hersteller sollte man ja wissen, wie das Spektrum am kurzgeschlossenem Eingang aussehen soll. Dabei ist der absolute Betrag der Störspannung erstmal unerheblich.


    Carsten

    Das Problem ist, und da muss ich Matej absolut zustimmen, dass ein Störsignal "klingt".

    Reines Rauschen, wie hoch auch immer, ist etwas Natürliches für unser Ohr.

    Das eingelagerte Brummen samt Oberwellen tritt akustisch schon deutlich prominenter in Erscheinung. Selbst wenn messtechnisch zwei Geräte den identischen Störabstand hätten ist es bei dem mit solchem Spektrum akustisch störender.

    -85dB ist ja auch nicht der messtechnisch korrekte Störabstand. Der ist als RMS ca. 10 dB geringer. Als Peak nocheinmal ca 10 dB. Aber das sind alles nur Zahlen.

    Mit Übertragern habe ich keine Erfahrung. Nach dem was ich so gelesen habe, kann das finaziell aber auch schnell Ausufern. Und klangliche "Neutralität" im Sinn von linearem Frequenzgang, Phasengang usw. scheint da auch eher problematisch.

    Da ist das Rauschen ein Aspekt von Vielen und muss persönlich gewichtet sein.


    So, ich gehe mal meine Brötchen und Phonovorstufen verdienen:). Bis bald, wenn ich Nachricht aus England habe. Joerg

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich auch die Cyrus Phono Signature und das PSX-R2 Netzteil besitze, ein paar Worte von meiner Seite. Angeschlossen ist die Phono an einem Cambridge 851a Vollverstärker, die Verbindung erfolgt über XLR-Kabel. Die normale Hörlautstärke liegt bei mir zwischen -40 und -30 dB, Voll aufgedreht wären 0 dB. Ich höre ab -10 dB ein geringes Rauschen mit minimalen Brummanteilen, wenn ich mit den Ohren direkt vor dem Lautsprecher sitze. In Hörentfernung ist das nicht mehr wahrnehmbar. Diese Phono-Vorstufe ist die leiseste, die ich bisher besessen habe. Entweder ist Joergs Gerät tatsächlich defekt oder es existiert ein starker und störender äußerer Einfluss.


    Gruß Thomas

  • Ähnliches hatte ich weiter vorne ja ebenfalls berichtet.

    Ich hatte vorher eine ifi iPhono (erste Generation), die ich wegen Netzbrumm zurückgegeben habe, nachdem der auch mit einem von ifi zugesandten Ersatznetzteil nicht verschwand.

    Ich bin in der Beziehung also nicht unbedingt unempfindlich.


    Nichtsdestotroz wäre es aus technischer Sicht natürlich "schön", wenn da keine Brummanteile vorhanden wären...


    Ich bin jedenfalls mal gespannt, ob die Kommunikation mit Cyrus irgendwas erhellendes beiträgt.



    Viele Grüße,

    Sebastian

  • Hallo Zusammen. Ich bedanke mich für eure Mitarbeit. Ich habe eine Antwort von Cyrus. Sie finden die Übersendung der Spektren hilfeich und ungewöhnlich und möchten das Gerät vor ort untersuchen. Na mal sehen wie sich das bei Zweiterhandware mit unbekannter History gestaltet.

    Viel Grüße. Joerg

  • Hi Philipp. Erwischt, biss`l blöd von mir ausgedrückt. Vor ort in England natürlich, aber kleine Zweideutigkeiten können das Leben bereichern. Ich berichte trotzdem wie es weitergeht.

    Gut`s Nächtle. Joerg

  • Hallo Joerg,

    war mir schon klar...Fand die Vorstellung schön: Der Hersteller scheut keinen Aufwand, kommt vorbei und bemüht sich um Kundenzufriedenheit!


    Ich habe u.a. auch eine Cyrus Phono Signature und Psx-R2 und habe folgendes Problem:

    Alle 3-4 Monate zeigt das Display "DC OFFSET FAULT" und nichts geht mehr. Ich trenne dann die Geräte vom Netz, verbinde sie wieder und Alles läuft wie vorher. Ist halt nicht häufig. Ich weiss nicht so richtig, was es bedeutet. Vermute "Gleichspannung am Ausgang". Hatte das jemand schon mal ?

    Wenn das Cyrus-research-rescue-Team freudlich und höflich wäre, würde ich die auch mal kommen lassen8o!


    Gruß Philipp

  • Moin Philipp. Klingt ja auch merkwürdig. Hätte nicht gedacht Cyrus so eine Fehleranzeige implementiert hat. Die Phono Signature wohnt noch nicht so lange bei mir, daher ist mir diese Meldung noch nicht untergekommen. Dieses seltene, sporadische Auftreten macht aber eine Ursachenanalyse auch nicht gerade einfach. Hänge doch mal ein Oszi oder Voltmeter an die XLR bzw. Chinch Ausgänge wenn alles normal läuft. Und dann misst du mal nach. wenn der Fehler angezeigt wird. Würde allerdings auch nur funktionieren, wenn die Ausgänge für den Fall nicht per Relais abgeschaltet weden.

  • Hallo zusammen,

    Klasse das Cyrus sich bewegt, das könnte mir den Glauben an die Hifi-Scene wiedergeben. Bin gespannt was dabei rumkommt. Hoffentlich nicht sowas wie "also bei uns läuft alles fehlerfrei..."


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Philipp

    Ich habe die Cyrus jetzt seit etwa 3 Jahren, Deine Display-Fehlermeldzung "DC OFFSET FAULT" ist mir bisher noch nie untergekommen.


    Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Einzig eine bessere Anpassung der Kapazitäten für den MM-Betrieb hätte ich mir noch gewünscht. 220 pF sind für manche TAs dann doch etwas viel.


    Viele Grüße

    Thomas

  • Zwischenzeitlich habe ich mal das PSX-R (ohne 2) geöffnet. Nun ja, im Netz sind nicht viele aussagekräftige Bilder des PSX-R2 zu finden. Nach den wenigen Gesichteten frage ich mich, wo der große Unterschied zwischen R und R2 herkommen soll. Einzig sichtbar sind zwei Ferritkerne auf den Sekundärleitungen und Ausgangsleitung. Die Leiterplatten sind identisch und soweit zu sehen sogar die Bauteilnummerierung auf den Platinen. Also schaltungstechnisch kann sich nicht viel geändert haben. Welche IC`s im R2 verbaut sind konnte ich noch nicht auf den Bildern im WWW erkennen. Hier mal zwei Bilder des PSX-R in geregelter Ausführung.


    Cyrus PSX-R .jpgCyrus PSX-R 1.jpg

  • So, meine Phono Signature ist heute bei Cyrus im Vereinigten Königreich angekommen.

    Mal sehen was dabei rauskommt. Die größten Hoffnungen mache ich mir nicht.

    Ich lasse mich aber gern positiv überraschen, wenn dei Phono Signature tatsächlich noch ihrem Ruf gerecht würde.

    Joerg