Sammlung von Adjust+ Messungen

  • Rosa Rauschen ginge, ich weiß aber nicht, ob es für einen Frequenzgang genau genug ist. Mit audioanalyser oder audiotester kann man das mit der "hold"-Funktion machen, wo die breitbandige Fourierkurve beim jeweils maximalen Pegel stehen bleibt. Könnte ich spaßeshalber auch ergänzend mal messen... :whistling:

  • Moin,




    nein sind hauptsächliche mechanische Resonanzen vom Nadelträger,siehe hier...




    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/101013/




    Hängt von der Masse und Material des Trägers ab,glaube nicht das man das elektrisch
    komplett weg kriegt.
    Denke eine passende Arm+System Kombination könnte das Resonanzverhalten in die richtige
    Richtung verschieben oder verdecken.




    Gruß
    Stephan

    "Liebe deine Ecken und Kanten.Denn nur eine Null hat Keine."

  • Man darf nur hoffen, dass diese Wellentäler allesamt falsch sind. Das EMT mit einem von den Bässen bis ca. 5 KHz um 8dB!!!! fallenden Frequenzgang mit anschließendem Peak um die 15KHz sind absolut hifiuntauglich. Oder alle Leute, die das mögen, haben heute neutrale Lautsprecher aber trauern eigentlich ihren alten Cantonlautsprechern hinterher und modifizieren so den Wunschklang. CD und Equalizer wäre bei diesen Abweichungen vom Ideal die günstigere Lösung. Dies wie gesagt vor dem Hintergrund dass ich hoffe, dass die Messungen falsch sind. Ansonsten wäre heutiges High-End einfach nur noch für die Tonne.

  • Moin


    FOH
    leider kann ich, mangels tool, keine Messungen liefern- an Kommentaren mangelt es mir aber , wie immer :rolleyes: , nicht.
    Das Problem der Relativierbarkeit all dieser Messungen - egal ob von dir oder anderen Adj*-Eignern ist , das es keine Referenzquelle, bzw Referenzmessung gibt.


    Bei einer Messreihe starte ich normalerweise mit meinem 'Prüfkörper', der mir .Funktionalität des Messgerätes vorausgesetzt, eine vorher definierte und exakt zu treffende Messkurve liefert.
    Anhand dieser kann ich dann die folgenden Messungen bewerten.


    Hier werden sozusagen verschiedene Unbekannte gegeneinander gemessen, dazu kommt, das man keine 0 - oder Normkurve des Equipments zum Start der Messung definieren kann.


    Das soll nun weder eine Kritik an Adj+ sein (werde ich mir sicher auch mal zulegen) oder an den Messaufbauten sein- einfach nur die simple Feststellung, das man hier- aus meiner Sicht- möglicherweise viel Energie in etwas steckt, was wenig objektiven Wert hat.

  • Ole, ich gebe dir vollkommen Recht und ich sagte ja schon, dass die Frequenzmessung nichts über den Klang sagt und ich diese sehr vorsichtig bewerte.
    Ich habe damit schon ca. 10 Tonabnehmer auf 6-7 Tonarmen und einigen Phonovorstufen gemessen und alle haben die Senke bei 1kHz und einen leicht bis stark ansteigenden Bass. In den untersten Frequenzen kann man das als Rumpeln abtun, allerdings scheint mir die Tesplatte hier Schwächen zu haben.


    @ Bonzo
    Du hast anscheinend nicht so die Erfahrung wie sich welche Frequenz Gehörtechnisch auswirkt.
    Hast Du eine Ahung wieviel oberhalb von 12kHz noch passiert? Soll ich dir mal einen Highpassfilter auf 12kHz legen und das Signal hier einstellen?
    Der entscheidende Frequenzbereich für mich ist zwischen 80 und 12kHz. Unter 80Hz schein ja anscheinend etwas mit der Tesplatte bzw. der Messung nicht zu stimmen, sonst würden nicht wirklich alles TA/Tonarme/Vorstufen diesen produzieren. Sieht man sich die EMT-Messung des JSD6 an, so ist das ein äusserst lineares MC-System. Magst Du diese MC-typische Anhebung über 12/14Khz nicht, so kauf Dir eben ein MM/Mi System.

  • Hallo!

    wobei hier die Testplatte nicht gerade mit Zentrierung und Ebenheit glänzt.

    Das ist doch ein Witz :wacko:


    Ist nicht böse gemeint, Tom. Aber was haben Messungen unter diesen Voraussetzungen für einen Wert?



    Grüße,


    Ingo

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Ist eine Schallplatte nicht immer eine Sammlung von Kompromissen? Soweit ich weiss bügelt Chris alles Platten vor Versand. Meine glänzt trotzdem nicht gerade mit Ebenheit.


    Ich war mir ziemlich sicher, dass hier Niemand eine Messung einstellt, dafür aber wieder jede Menge herumkritisiert wird. Eigentlich typisch und mir ist meine Zeit dafür zu schade.

  • Nu biste doch angepisst, dass ist schade.


    Im Übrigen scheint dir deine Zeit ja nicht zu schade, mit unbrauchbarem Messgerät zu verbringen. Viel Spaß!

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Ich war mir ziemlich sicher, dass hier Niemand eine Messung einstellt, dafür aber wieder jede Menge herumkritisiert wird. Eigentlich typisch und mir ist meine Zeit dafür zu schade.


    ich möchte nochmal ausdrücklich erwähnen, das ich die Messungen und die dahinter stehende Arbeit sehr wohl achte und mir letztlich nur Gedanken darüber mache, wie man das Ermittelte werten kann.

  • Quote

    Du hast anscheinend nicht so die Erfahrung wie sich welche Frequenz Gehörtechnisch auswirkt.
    Hast Du eine Ahung wieviel oberhalb von 12kHz noch passiert? Soll ich dir mal einen Highpassfilter auf 12kHz legen und das Signal hier einstellen?


    Das mit dem Filter sollte sich zugegeben undramatisch auswirken. Mal einen Lautsprecher mit einer ausgeprägten Resonanz bei 14 Khz gehört? Das ist nicht unbedingt unhörbar. Ganz nebenbei gehört zu jedem Peak auch ein Anstieg, der gern mal wesentlich früher einsetzt. Wenn ich jetzt die handschriftliche Glättung (das hat mit einer Messung übrigens auch am Rande nichts mehr zu tun) beim EMT auf das Nagaoka oder das AT150 anwende bekomme ich einmal ein mittenbetontes System mit frühem Höhenabfall, einmal eines mit leichter Höhenanhebung jeweils ohne nennenswerten Bass.


    Lt. der Messungen, die man so in Testzeitschriften findet sind EMT, Dynavector und Ortoton MCs an sich ohne das berühmte Hochtongezingel. Klassische Kandidaten für Hochtonoverkill sind lt. Messungen Lyra, Transfiguration, Benz und noch ein paar "hochauflösende" Kandidaten. Ganz nebenbei sind auch MMs nicht per se friedlich im Hochtonbereich, da kann kapazitive Fehlanpassung richtig garstig wirken. Dagegen sind falsche Widerstände im MC-Engang fast schon pillepalle.


    Also, so lange es keinen Bezug bzw. Referenz gibt sind die gemachten Messungen aussagelos. Und damit das nicht falsch rüber kommt, ich hatte mich am Anfang des Threads gefreut, dass sich mal jemand die Mühe macht, die Ergebnisse verschiedener Tonabnehmer hier einzustellen. Danke dafür! Da die Messungen allerdings fast deckungsgleich zu einigen anderen sind, die ich im Bekanntenkreis gesehen habe (lustigerweise MM und MI schnurgrade, MC wie die Beispiele), glaube ich nicht dran. Was sagt denn der Dottore dazu?


    Gruß


    Bonzo

  • Ole, ich gebe dir vollkommen Recht und ich sagte ja schon, dass die Frequenzmessung nichts über den Klang sagt und ich diese sehr vorsichtig bewerte.

    Tom, da möchte ich Dir, aus MEINEN Erfahrungen heraus, dezent widersprechen :) . Ich hatte ein paarmal den Fall, daß die werten Dreher-Besitzer mir Jubel-Gesänge von Abtastgeräuscharmut entgegenbrachten. Nach kurzen Hörsessions an deren Analgen und Quercheck mit den in der Regel ebenso guten vorhanden digitalen Setups, habe ich auf analoger Seite einen beträchtlichen Höhenabfall prognostiziert - der dann auch eintrat. Wenn ich wieder an meinen Meß-Laptop ran komme und ich gesundheitlich wieder auf den Damm bin, würde ich auch gerne ein paar Messungen einstellen.


    Ole hat natürlich recht, prinzipiell fehlt eine Refernzmessung, nach der man sich richten kann. Allerdings war speziell die WerksFrequenzgang-Messung meines Ruby 3 fast eine Kopie meiner Adjust+ Messung - oder umgekehrt. Und der Lukaschek scheut Laptop und Software in der Analogtechnik wie der Teufel das Weihwasser.


    Deine Messungen müssen dich ja einiges an Zeit gekostet haben. Deshalb mal :merci: :merci: :merci: für Deine Mühen und die Entscheidung sie hier einzustellen!


    Gruß


    Klaus

    “I don't know why but everybody has a hit in Germany. You know, David Hasselhoff had a hit in Germany, a number one. I had a number one in Germany. I guess they just don't know much about music over there.”


    Lee Majors

  • Nu biste doch angepisst, dass ist schade.

    Im Übrigen scheint dir deine Zeit ja nicht zu schade, mit unbrauchbarem Messgerät zu verbringen.
    Viel Spaß!


    Es geht nicht um Normierungen sondern darum, wieso ein bestimmter Charakter im Klang zu beobachten ist.
    Messungen wie die unter post 4 zeigen schön, welchen Klangcharakter das System hat. Der Bereich zw. 4-ca.8KHz ist unterhalb dem Referenzpegel und ab 10KHz gehts nach oben. D. h., zurückhaltende Stimmwiedergabe und analytischer Charakter. So gesehen sind die Mesungen nicht unbrauchbar. Sehr hilfreich auch bei der Anpassung des Ballast-Kondensators bei MM Tonabnehmern und des Ballast-Widerstandes bei MC Systemen.
    Ich würde mir allerdings noch Messungen wie diese wünschen, die von den meisten Kleinstherstellern nicht durchgeführt bzw. veröffentlicht werden:
    http://www.stereophile.com/con…aying-system-measurements

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    The post was edited 1 time, last by A.K. ().

  • Hallo,


    ich möchte mich bei Dir, FOH, bedanken. Ich finde das sehr interessant, und werde hoffentlich auch bald in der Lage sein mit Adjust+ zu messen.


    Ich frage mich wie viel Einfluss die Einstellung des Antiskating auf die Messergebnisse hat. Müsste doch eigentlich, oder?


    Grüße
    Dirk

  • Nu biste doch angepisst, dass ist schade.


    Im Übrigen scheint dir deine Zeit ja nicht zu schade, mit unbrauchbarem Messgerät zu verbringen. Viel Spaß!


    Für mich sind die Messungen überhaupt nicht unbrauchbar / sinnlos, da ich weiss wie sie zu interpretieren sind. Wenn Du mal einige TA damit gemessen hast, kannst Du anhand der Messung schon eine Tendenz herauslesen. Oft mach ich diese Frequenzmessung aber überhaupt nicht, da mir der Höreindruck wichtiger ist. Sinnlos erachte ich es hier viel Arbeit einzustellen und dann sehr inhaltlose Sätze lesen zu müssen, die dem Thema nichts beitragen.


    Klaus alias Celestron


    Dass man die Energieverteilung im Frequenzband gut messen und natürlich auch hören kann, da besteht doch kein Zweifel. Genau dafür ist Adjust auch gut. Habe ich einen neuen Tonabnehmer und mir fällt irgendwas negativ auch, so kann ich mal kurz checken, ob im Frequenzgang etwas sichtbar ist.
    Klang hat für mich aber damit nur am Rande etwas zu tun. Nimm doch mal eine Band/Stimme/Akustikgitarre mit einem Messmikrofon auf und Du weisst was ich meine. Ein Behringer MC8000 hat auch einen relativ sauberen Frequenzgang und klingt beschissenst. Ich sehe anhand einer Frequenzmessung eines Tonabnehmers, ob er gewisse Frequenzanteile über- oder unterbetont. Wie er klingt, steht aber wo anders.


    Ole, ich habe Dich schon richtig verstanden und Du drückst Dich hier auch so aus, dass ich damit überhaupt kein Problem habe.
    Ich bin hier aber nicht dafür zuständig die Kritik für ein Programm entgegenzunehmen, dass ich für wirklich absolut empfehlenswert halte und manche, zugegeben wenige Kommentare, zeigen deutlich warum Chris hier nicht schreibt.


    Und Danke für Euer Danke!

  • Ganz einfach, er hat dafür schlichtweg keine Zeit, zumal er qualifizierte Fragen zu seinen Dingen sehr zeitnah per Email beantwortet.
    Zudem verdient er durch Forenbeiträge kein Geld. ^^
    Die Software ist unstrittig praxistauglich, das hat hier keiner bestritten.
    Mit was für einer /RiAA arbeitest du?


    .

    Kontaktaufnahme nur per E-Mail. Eigene Adresse ist mitzusenden.

  • Hellas, einige Messungen waren mit Lehmann Decade, Audia Flight Phono, Pass XP25
    Messergebnisse unterscheiden sich von Phono zu Phono nicht sichtbar.


    Ich habe jetzt den Hochtonbuckel des EMT Tonabnehmers von der hauseigenen Messung mit dem FFT nachgebastelt. Meine eigene Messung hat diesen Hochtonanstieg nur leicht.
    Hört es Euch an. Man hört es, aber sehr subtil. Sowas als HiFi untauglich zu bezeichnen :thumbdown:


    Wavedatei mit und ohne FFT, kurze Pause ist die Trennung der beiden Files

  • Tom, wie wärs damit:


    Du schickst mir die Platte, und ich werde sie bügeln und zentrieren. Dann könnte man einige Messungen auch nochmal machen und vergleichen.
    Ich möchte hier keinesfalls als destruktiv verkannt werden wg meiner Kritik. :)


    Grüße,


    Ingo

    Jazz is the teacher, funk is the preacher.

  • Ingo, das brauchst Du nicht. Ich werde mir bei Gelegenheit eine neue bei Chris bestellen. Er war mit der Platte und deren Qualität auch nicht absolut zufrieden. Bügeln kann ich selbst und bei der Zentrierung kann man ja selbst solange hin- und herschubsen, bis es nicht mehr sichtbar eiert. Bei mir ist das Mittelloch auch etwas zu groß.
    Ich mache aber auch aus Gleichlauf und Frequenzgang keine Wissenschaft. Die Pegel- und Phasengleichheit der beiden Kanäle sind mir aber schon sehr wichtig.
    Genau hier leistet Adjust auch richtig viel. 8-10dB bessere Kanaltrennung und auch eine massive Verbesserung der Phasengleichheit kann man eigentlich immer erreichen.


    Was auch nicht zu verachten ist, man kann einen neu gekauften TA prüfen und hat es schwarz auf weiss. Siehe die Messung vom AT-33PTG.
    Ich habe anstandslos einen neuen TA bekommen. Übrigens nutzt PhonoHouse selbst Adjust.


    Betreffend dem Anstieg im Bassbereich und der Senke im Bereich 1kHz habe ich ihm geschrieben.

  • Hallo Tom!


    Meine beiden Exemplare von AJ+ sind auch verwellt.....


    Und den Frequenzabfall konnte ich bei MCs auch feststellen. Ich verstehe aber auch nicht warum. Ggf. Liegt es am Abschlusswiderstand. Ich glaube, dass ich das Signal direkt in die Soundkarte gegeben habe. Man müsste mal testen, den Lastwiderstand kleiner 100 Ohm zu haben, dann muss das MC Strom liefern.


    VG!
    Bernd

    Ich lasse mir meine Überzeugung nicht durch technische Argumente kaputt machen! Der Glaube ist stärker als die Aufklärung!


    ++ Diese Signatur enthält brutalst mögliche Anteile von Ironie ++