My Kind Of ROCK

  • Als bekennender New Orleans Fan

    muss ich natürlich zwangsläufig auch diese Band irgendwann mal hier vorstellen:


    Louisiana's Le Roux


    Die Band kommt zwar aus Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana,

    das spielt aber keine Rolle, da Baton Rouge für amerikanische Verhältnisse

    praktisch direkt nebenan um die Ecke liegt (130 km).


    Die Band wurde 1978 als Sextett gegründet und brachte bis zu ihrer

    Auflösung 1984 fünf Studio-Alben heraus.

    Später erfolgte dann eine Wiederbelebung der Band,

    die mit wechselnden Musikern noch bis heute als Live-Act auf Tour ist.


    Anfänglich nannte sich die Band "Louisiana's Le Roux",

    später dann verkürzt nur noch "Le Roux",

    wobei "Roux" ein wichtiger Bestandteil der berühmten Cajun-Küche Louisianas ist.


    Diese Anspielung an die abwechslungsreiche Cajun-Küche,

    mit ihren vielen unterschiedlichen Zutaten,

    findet sich auch in der Musik der Band wieder.

    Ist ihr Musikstil doch eine sehr interessante Mischung von Elementen

    aus SüdstaatenRock/Funk/Pop/Jazz und was weiss ich noch alles,

    mit gefälligen Melodien, oft mit mehrstimmigen Gesang und/oder Bläser-Sätzen.


    Um auf diese wirklich hörenswerte Band einfach mal aufmerksam zu machen,

    möchte ich hier nur ihr erstes Album vorstellen:



    Louisiana's Le Roux


    Capitol 1978







    Das Album wurde bereits im Gründungsjahr der Band veröffentlicht.

    Bis auf einen Song, stammt das Material aus der Feder

    des Sängers/Gitarristen der Band, produziert wurde es vom Bassisten.

    Auf diese Weise konnte die Band ihre eigenen musikalischen Ideen

    ganz nach ihren Vorstellungen umsetzen.


    Von Anfang bis Ende sehr entspannt anhörbar,

    mit einer sehr guten Sound-Qualität und wie ich meine,

    auf einem recht hohen musikalischen Niveau.


    Das Album eignet sich auch sehr gut,

    um die feinen Unterschiede zwischen digitaler und analoger Quelle

    herauszuhören und zu vergleichen.



    Gruss

    Eberhard





  • Potliquor (oder auch Pot Liquor) war ein Quartett aus Baton Rouge, Louisiana,

    welches in der Zeit von der Bandgründung 1969 bis zu ihrer Auflösung 1973

    drei Alben veröffentlichte.

    In dieser Zeit muss die Band regional wohl recht angesagt gewesen sein,

    da sie u.a. auf Tour mit Cactus, Bloodrock oder Boz Scaggs war.

    Nachdem ihr Manager und Produzent, Jim Brown (der die Band

    die ganze Zeit über zusammen gehalten hatte), 1973 bei einem Auto-Unfall

    ums Leben kam, fiel die Band auseinander.

    Später in den 70ern gab es dann einen Versuch, die Band noch einmal,

    mit teilweise anderen Musikern; neu zu beleben.

    Dieser Abschnitt dauerte allerdings nicht lange

    und endete 1979 mit einem weiteren Album und dem endgültigen

    Aus der Band.


    Das erste Album der Band erschien 1970 mit dem Titel "First Taste".

    Da mir das Album aber nicht gefällt, möchte ich hier nicht weiter

    darauf eingehen.



    Das zweite Album erschien 1971:



    Pot Liquor - Levee Blues


    Janus / GRT US 1971






    Dieses Album gefällt mir deutlich besser als das Debüt-Album,

    mit einer Reihe guter Songs, gesungen von George Ratzlaff,

    dem Keyboarder mit der prägnanten Stimme,

    der auch 5 der 9 Songs komponiert hat.

    Ein solides Südstaaten Rock Album, welches für meinen Geschmack

    aber leider nicht ganz perfekt ist, da es dort einige "Songausfälle" gibt,

    wie die nicht so richtig geglückte Interpretation von Willie Dixons

    "Little Red Rooster" oder das ätzende "Lady Madonna" von den Beatles.

    Wäre die Band bei Eigenkompositionen wie dem Titelstück geblieben,

    würden meine beiden Daumen nach oben zeigen,

    so leider nur einer.







    Dieses Album ist allerdings ein sehr gutes Beispiel,

    um die klangliche Überlegenheit analoger Musikreproduktion

    gegenüber der digitalen Wiedergabe (in diesem Fall durch Stream)

    zu demonstrieren.

    Der Sound via Stream ist für mich bei etwas höherem Lautstärke-Pegel

    nicht zu ertragen, ein einziger verzerrter Brei und unendlich nervend.

    Was für eine Erholung für meine Ohren,

    wenn ich wieder auf Analog umschalte.


    Ende des Jahres 1972 wurde dann ihr drittes Album fertiggestellt.


    Und das ist dann genau der Südstaaten - Rock, den ich so liebe:


    - Rock mit einem kräftigen Schuss Blues und mit Bläsern und durchgängig gutem

    Song-Material -


    Um bei dem Bild mit den Daumen zu bleiben:

    hier zeigen beide Daumen steil nach oben !!



    Potliquor - Louisiana Rock & Roll


    Janus/GRT US 1972/73











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    Wie ich oben schon schrieb,

    gab es dann 1979 noch ein viertes Album der Band,

    welches unter dem Titel "Potliquor" erschien und mich (wie das Debüt-Album)

    nicht besonders vom Hocker haut, da es nur belanglosen

    Mainstream-Rock mit einem ausdruckslosen Sänger enthält

    (der Band-Mitbegründer und Sänger ,George Ratzlaff, war nicht mehr dabei)



    Gruss

    Eberhard

  • Würde man die Band im Radio hören, ohne erkennen zu können,

    wer da gerade spielt, wäre der erste Gedanke sicherlich,

    dass es sich dabei um irgendeine alte, bisher unbekannte,

    amerikanische Psychedelic(Prog/Garagenrock Band handeln muss.

    Jedenfalls ist es mir so ergangen.

    Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es eine peruanische Band war,

    die ich da gerade gehört hatte.


    Absolut cooler, einfallsreicher und äusserst interessanter Rock,

    den die sechsköpfige Band da in die Rillen gepackt hat,

    mal rockig beschwingt, mal melancholisch und nachdenklich.


    Ich war sofort hin und weg und völlig begeistert

    und musste mir natürlich das Album besorgen, auf denen die beiden

    gehörten Songs drauf waren.



    Laghonia - Etcetera






    Im Original ist das Album 1971 in Peru erschienen.

    Man kann sich gut vorstellen, dass ein gut erhaltenes Original

    nicht mal ebenso an jeder Ecke für ein paar Pesos zu bekommen ist.

    Zum Glück gibt es aber mindestens drei verschiedene REs von dem Album.

    Ich habe mich für die RE vom spanischen Reissue-Label VINILISSSIMO

    aus dem Jahr 2015 entschieden.


    Mein Exemplar ist völlig OK, mit einer nahezu perfekten 180g Pressung,

    guter Klang-Qualität und einem Klapp-Cover.


    Die Band existierte von 1965 an bis ca. 1971/72

    und brachte in dieser Zeit zwei Alben heraus, wobei "Etcetera" ihr zweites war.


    Das Song-Material ihres ersten Albums wurde im Zeitraum von 1969 bis 1970/71

    aufgenommen und kam als Album ebenfalls im Jahr 1971 auf den Markt.

    Da das Song-Material beider Alben praktisch direkt hintereinander eingespielt

    und aufgenommen wurde, ist es nicht verwunderlich, dass es die gleiche Stilrichtung ist.


    Für mich gibt es auf beiden Alben keinen einzigen Song-Ausfall,

    keinen einzigen Kritikpunkt von mir, einfach nur 16 super gute Songs,

    die zwar recht unterschiedlich sind, aber trotzdem ein stimmiges Gesamtwerk ergeben.

    Gesungen wird bei allen Songs auf englisch.


    Das erste Album ist bei mir ebenfalls eine RE von VINILISSSIMO:



    Laghonia - Glue


    im Original 1971 auf Mag, Peru


    RE von VINILISSSIMO 2016, Spain






    Pressung und Klang-Qulität sind ebenfalls einwandfrei.


    Dies sind zwei Rock-Alben,

    die ich uneingeschränkt empfehlen kann und muss !!!


    Eigentlich könnte ich alle 16 Songs der beiden Alben hier als Hörbeispiel einstellen,

    ich habe mich dann aber für diese drei entschieden:












    Gruss

    Eberhard

  • Heute eine neue Folge aus der Reihe:


    "Rettet die Band vor der Finsternis des für ewig Vergessenwerdens"



    Die Geschichte von Sammy (nicht zu verwechseln mit der IndieRockband aus NY)

    ist recht schnell abgehakt.

    Fünf erfahrene britische Musiker gründen 1972 die Band,

    im gleichen Jahr erscheinen zwei Singles und 1973 ihr einziges Album.

    Trotz endloser Live-Auftritte stellte sich kein kommerzieller Erfolg ein,

    so das Ende 1974 Schluss war mit Sammy.


    Zur Band gehörten u.a. der Sänger und Gitarrist Geoff Sharkey,

    der zuvor Mitbegründer der BluesRock Band "Ginhouse" war,

    Saxophonist Keith Gemmel von "Audience" (bei Gemmel finde ich

    besonders interessant, dass er sich später aus dem Rock-Zirkus zurück zog

    und 14 Jahre lang Mitglied vom Pasadena Roof Orchestra war),

    oder auch der Drummer Mick Underwood von "Quatermass".



    Sammy


    Philips DE 1973






    Für dem US-Markt gab es das Album

    mit den gleichen Songs und in gleicher Reihenfolge,

    allerdings mit einem anderen Cover:






    Bis auf einen, sind die Songs Eigenkompositionen.

    Irgendwo im Netz kann man lesen,

    dass Ian Gillan das Album produziert haben soll und John Lord

    der Co-Produzent gewesen wäre.

    Das kann ich allerdings nicht bestätigen, denn auf beiden Covern ist davon nichts zu lesen.


    Musikalisch trifft das Album genau meinen Geschmack,

    eine für mich supertolle Mischung aus Rock/ProgRock/BluesRock.

    Oder in Bands ausgedrückt:

    eine Mischung aus Blodwyn Pig/Keef Hartley/Greatest Show On Earth.

    Solche Vergleiche bzw. Beschreibungen sagen (wie auch bei der Klangbeschreibung

    von Gerätschaften) natürlich nicht allzu viel aus, man muss es selber hören.


    Und deshalb nun Dieses:






    Was mich bei dem Album absolut erstaunt,

    ist der unglaublich große Klang-Unterschied der beiden Versionen.

    Die deutsche Variante hört sich recht verhangen und muffig an,

    Schlagzeug und Bass verschwimmen ineinander, Stimme und

    andere Instrumente hören sich ziemlich gedeckelt an.


    Die US-Variante bietet dagegen ein ganz anderes Klangbild.

    Alles viel offener, klarer und differenzierter,

    die einzelnen Instrumente und Stimmen sind deutlich getrennt wahrnehmbar.

    Es ergibt sich dadurch eine deutlich größere und für mich angenehmere Sound-Wolke.

    Einen Nachteil gegenüber der deutschen Variante gibt es allerdings,

    die vereinzelt auftretenden Zischlaute kommen deutlicher aus den Lautsprechern.

    Wie sich die UK-Variante anhört, kann ich mangels Masse leider nicht beurteilen,

    aber vielleicht hat ja einer der Mitlesenden diese Version und kann dazu etwas schreiben.



    Gruss

    Eberhard

  • Original wurde das Album 1971 in UK auf RCA - NEON

    veröffentlicht und ist deswegen, im guten Zustand

    und mit der für NEON typischen, schwarzen Innenhülle,

    auch leider teuer, teuer, teuer.


    Zum Glück gibt es das Album aber seit 2017 auch als RE,

    zu einem vernünftigen Preis.



    Shape Of The Rain - Riley, Riley, Wood & Waggett


    NEON EU 2017






    Die RE hat eine 150g Pressung (mein Exemplar ist minimal wellig),

    ein Klapp-Cover, welches offensichtlich der Original-Ausgabe entspricht

    und eine gute Klang-Qualität, allerdings nicht die schwarze Innenhülle.


    Die Anfänge der Band um die beiden Brüder Keith und Len Riley

    gehen in die Mitte der 60er zurück und beinhalten

    verschiedene Wechsel des Band-Namens, bis eben hin zu Shape Of The Rain,

    unter dem das Album veröffentlicht wurde.

    Ein weiteres Album wurde mit dieser Bandformation nicht eingespielt.

    Was aus der Band bzw. aus den verschiedenen Musikern der Band anschliessend

    geworden ist, kann ich nicht sagen, da ich das nicht weiter verfolgt habe.


    Fakt ist allerdings, daß dieses Album für mich etwas ganz Besonderes ist,

    ein in sich geschlossenes, kleines musikalisches Kunstwerk,

    aus dem sich kein Song ganz besonders hervorhebt oder

    als Top-Titel zum Anspielen anbietet.

    Sämtliche Songs sind nämlich Eigenkompositionen, ohne ein wirklich schlechtes Stück

    und eine wunderbare Mischung aus SoftRock/ProgRock/FolkRock,

    mal verträumt melancholisch, mal etwas rockiger, die im Endergebnis

    einfach nur ein tolles Album ergeben.


    Als Anspiel-Tipp müsste ich eigentlich das ganze Album nehmen,

    trotzdem hier und jetzt, nur dieser einzige Song als Beispiel:







    Gruss

    Eberhard

  • Heute komme ich nochmal kurz auf Sammy zurück.

    Denn neben den dort bereits erwähnten Musikern,

    gab es natürlich auch einen Bassisten, Paul Simmons.

    Und dieser Paul Simmons war zuvor Bassist bei der Roy Young Band,

    womit ich zur heutigen Band-Vorstellung komme:



    Roy Young bzw. The Roy Young Band



    Den musikalischen Werdegang des brit. Sängers, Pianisten, Keyboarders und

    Komponisten Roy Young (1937 - 2018) aufzuzeigen, wäre an dieser Stelle

    etwas zu aufwendig, so extrem umtriebig war er während seiner Schaffenszeit (Cliff Richard,

    Beatles, Chuck Berry, David Bowie u.a.).


    Nur kurz dazu so viel:

    seit 1964 bis zur Auflösung 1969, war Young Mitglied der brit. Band

    Cliff Bennett & The Rebel Rousers.

    Nach deren Ende, gründete er seine eigene Band,

    die mit wechselnder Besetzung bis 1974 Bestand hatte.

    In dieser Zeit wurden zwei Alben und ein paar Singles veröffentlicht.

    Ein drittes Album wurde zwar 1972 komplett eingespielt, dann aber nie veröffentlicht.

    Gitarrist der Band war zu dieser Zeit Mick Clarke (nicht zu verwechseln mit dem

    Mick Clarke von Killing Floor), der von der Band Hunter/Orang-Utan kam,

    die ich vor einiger Zeit kurz in meinem Blues-Thread vorgestellt habe.





    Nach dem Ende der Roy Young Band, gingen Young und Clarke

    für ein paar Jahre zur Band von Long John Baldry.


    Zurück zu Roy Young und den beiden Alben:



    The Roy Young Band


    RCA UK 1970







    Roy Young - Mr. Funky


    MCA 1971







    Die Band bestand aus sieben Musikern, einschl. drei Bläsern (plus ein paar Gästen)

    und produzierte auf den Alben druckvollen und fetzigen Rock 'n' Roll/BluesRock,

    immer schön mit fetten Bläsern, mal mit etwas Funk, dann mal mehr in die Prog-Richtung.

    Bis auf einen Song, gefallen mir alle anderen super gut

    und dieser Song ist "Lovely Rita", der mir schon als Beatles-Original nicht besonders gefällt

    und durch die Interpretation von Roy Young auch nicht besser wird.

    Aber was solls, er geht im Rest der guten Songs einfach unter.


    Das ist Gute-Laune-Musik, die am Besten wirkt, wenn sie richtig schön laut abgespielt wird.








    Und so hat sich Roy Young 1959 angehört:






    Gruss

    Eberhard

  • In meinem BluesFaden habe ich kürzlich

    die Band Pulse mit ihrem einzigen Album aus dem Jahr 1968 vorgestellt.

    Wie dort schon geschrieben, kamen die Musiker von Pulse

    von anderen Bands aus Connecticut, USA,

    u.a. auch von einer Band, die sich The Shags nannte

    und im Zeitraum con 1963 bis 1967 existierte.

    Am Anfang dachte ich, dass es genau diese Band war,

    die das nachfolgende Album eingespielt hat:



    Shag - 1969


    OutSider Spain 2014






    Irgendwie passte aber die Bandgeschichte der Shags aus Connecticut

    nicht zu den Shags, welche dieses Album eingespielt haben.


    Und das ist auch kein Wunder, beim flüchtigen drüberschauen aber doch

    schon etwas verwirrend.

    Denn es gab zu der Zeit damals Mitte der 60er zwei Bands,

    die sich The Shags nannten.

    Die eine aus Connecticut und die andere aus Milwaukee, Wisconsin.

    Und genau diese Shags aus Milwaukee waren es,

    welche das "s" ihres Bandnamens wegließen, um Verwechslungen zu vermeiden.

    The Shag nahmen zwei Singles auf, es gab Musikerwechsel

    und 1968 zog die Band nach San Francisco, wo sie sich wohl schnell

    einen guten Ruf als Live-Band erspielten.

    1969 wurde das Song-Material für ein ganzes Album eingespielt,

    welches jedoch damals nicht veröffentlicht wurde,

    sondern erst 2005 auf CD und 2014 auch auf Vinyl.

    Die Band löste sich 1971 auf.


    Meine 150g Pressung des Albums ist nahezu fehlerfrei (nur minimale Wellen)

    und hat eine gute Klang-Qualität.

    Dem Album liegt eine 4-seitige Beilage bei und es wird u.a. damit beworben,

    dass es Master-Tape-Sound-Qualität haben soll.

    Das sagt mir allerdings überhaupt nichts, denn ich weiß ja nicht,

    wie sich die Qualität der Master-Tapes anhört.

    Aber wie schon geschrieben, geht für mich die Klang-Qualität voll in Ordnung.


    Die Songs stammen alle von der Band und da die vier Musiker eine ganze Reihe

    von verschiedenen Instrumenten einsetzen, sind ihre Songs

    sehr abwechslungsreich und gut anzuhören.


    Einfach nur richtig gute, alte Rockmusik.



    Gruss

    Eberhard







  • Das heutige Album möchte ich mal als "Plätscher-Album" bezeichnen.

    Ein Album, welches die Rock-Welt mit Sicherheit nicht auf den Kopf gestellt hat.

    Nicht, dass es zum Einschlafen langweilig wäre, ganz im Gegenteil.

    Es kommt aber ohne besondere Höhen und Tiefen aus,

    die Songs spazieren einfach so an meinen Ohren vorbei,

    ohne, dass ich dabei an irgendeiner Stelle vor Verzücken durchdrehen würde.

    Dafür gibt es aber auch keinen Song, der in meinen Ohren richtig schlecht ist.


    Einfach ein schönes Rock-Album, welches man einfach mal so nebenbei anhören kann

    und mir im Moment wieder richtig viel Spass macht.



    Champion


    Epic/CBS US 1978






    Gekauft habe ich das Album damals im Erscheinungsjahr, also vor über 40 Jahren,

    weil ich damals gerade in einer Humble Pie - Phase war.

    Champion wurde nämlich vom ehemaligen Humble Pie Gitarristen, Clem Clempson,

    mitbegründet und schaffte es nur zur Produktion dieses einen Albums,

    bevor sich die Band wieder auflöste.


    Da ist was zum Mitsummen drauf, auch etwas Härteres und auch ein Song,

    der von Status Quo sein könnte.


    Ein sehr kurzweiliges Album, mit einer guten Klang-Qualität,

    die es erlaubt, das Album auch mal richtig schön laut abzuspielen.

    Und das Ganze ist dann auch noch zu einem sehr günstigen Preis,

    gebraucht zu erwerben.



    Gruss

    Eberhard






  • Neues Jahr, neue-alte Platten:



    Dogfeet


    Original 1970 auf Reflection UK erschienen.

    Mein Exemplar ist eine RE aus dem Jahr 2012 von ACME UK.







    Wie ich an Hand der noch vorhandenen Rechnung sehen kann,

    habe ich das Album bereits im April 2013 gekauft und ich bin mir absolut sicher,

    dass ich es bis vor Kurzem höchstens 1 x angehört hatte.

    Nach meiner großen Auf - und Umräum-Aktion vor ca. 8 Wochen,

    ist mir die Platte dann wieder in die Hände gefallen und ich habe mir die Zeit genommen,

    das Album mal in aller Ruhe anzuhören.

    Inzwischen ist es zu einem regelmäßigen Gast auf meinem Dreher geworden,

    so gut gefällt es mir mittlerweile.

    Ich muß aber zugeben, daß mich der Charme des Albums erst nach mehrmaligen

    Anhören gefangen hat und nicht schon beim kurzen, oberflächlichen Hinhören,

    wie vor sechs Jahren.

    Dieses Album benötigt ganz offensichtlich ein gewisses Maß an Konzentration

    und Ruhe, damit es sich dem Zuhörer (bzw. mir) so richtig erschliesst.


    Dieses Album ist kein Rock-Album mit harten, stampfenden Rhythmen

    oder eingängigen, mitreissenden Hammer-Songs,

    sondern ein Prog-Album mit z.T. eher besinnlichen, ruhigen

    und atmosphärisch dichten Stücken, mit ein paar rockigen Sache dazwischen.


    Über die Band selbst gibt es nicht viel zu schreiben:


    vier brit. Musiker gründen Ende der 60er eine Band,

    wechseln mehrfach den Bandnamen und bekommen 1970

    einen Vertrag bei dem kleinen, brit. Label "Reflection", mit der Bedingung,

    ihren Bandnamen in Dogfeet zu ändern.


    Es wurde ein Album mit eigenem Songmaterial eingespielt und 1970 veröffentlicht.

    Das Album floppte, die Band ging auseinander und Ende der Geschichte.


    Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Album dann aber zu einer gesuchten

    und mittlerweile sehr teuren Rarität mit Kultstatus unter den Sammlern.


    Meine RE des Albums von ACME aus dem Jahr 2012

    hat wohl die korrekte Nachbildung des Original-Covers und des Labels.

    Die 180g Pressung ist nahezu fehlerfrei, hat eine recht gute Klang-Qualität

    und ist für mich auf jeden Fall eine empfehlenswerte Alternative

    zu einem extrem teuren Original.



    Gruss

    Eberhard




  • Hallo Peter,


    beim nächsten Album,

    das ich hier vorstellen werde bin ich mir sicher,

    dass es Franz nicht hat.

    Da kann er in seinen Plattengewölben suchen bis er 175 wird,

    obwohl, das ist er ja schon fast. :)


    Gruss

    Eberhard

  • So, mein lieber Franz,

    heute ist es nun endlich so weit.


    Wie beim letzten Album bereits von mir angedeutet,

    stelle ich heute ein Rock-Album vor, bei dem ich mir sicher bin,

    dass es sich nicht in Deiner Sammlung befindet.

    Da kannste suchen biste schwarz oder sonst was wirst.


    Und dabei ist das Album so wahnsinnig super gut,

    vollgestopft mit den besten und tollsten Rock/Prog-Songs,

    die jemals das Licht der grossen Rock-Bühne erblickten.

    Ein Album aus den goldenen 1967ern und erschaffen von keinem Geringeren,

    als dem damals ungekrönten Rock/Prog-König

    der brit. Alten - und Pflegeheim-Szene, Vince Hill,

    mit seinem bis heute unvergesslichen Brutalo-Schocker Edelweiss



    Vince Hill - Edelweiss


    Columbia UK 1967





    Viel Spass beim Suchen, Franz :)



    Gruss

    Eberhard



  • Hallo Ebi , muss zu meiner Schande gestehen das Du mich auf dem falschen Fuß erwischt hast :(.

    Ich bin erschüttert !!

    Das Stück an sich habe ich allerdings in einer allerhintersten Hinterkopfecke meinerseits verortet .

    Müßte mich schon schwer täuschen .

    Vom Aussehen her erscheint mir eine Verwandschaft mit dem anderen berühmten Rocker jener Tage

    ( Heintje ) unverkennbar!!

    Für die intensive Suche in deinem reichhaltigem Fundus nach diesem Schmuckstück zolle ich tiefen

    Respekt ;)


    LG - Franz :)