Neumann KH-420 - zu gut und unkompliziert für den High-Ender

  • ist doch logisch, daß alles zwischen Schallerzeugung und -wiedergabe spektralen Veränderungen unterzogen wird.

    Ja, aber diese Einflüsse werden ja durch technische Weiterentwicklung immer kleiner.
    Bei manchen Geräten ist sogar schon die völlige Transparenz erreicht.


    Mach mal selbst den Hörtest mit einem ADI-2 Pro. Schleif ihn ein zwischen deinem RIAA-Verstärker und deinem Vorverstärker und dann hör dir abwechselnd an, wie es ohne den RME und mit den beiden Wandlungen von Analog nach Digital und wieder zurück klingt.


    Wenn du das blind anhörst, weil jemand anderes das Umstöpseln übernimmt, wirst du keinerlei Unterschied feststellen können. Selbst wenn du 5 Geräte mit dementsprechend 10 Wandlungen hintereinander schaltest, bleibt es völlig transparent.

    Obwohl dann natürlich meßtechnisch längst eine Veränderung im Signal festgestellt werden kann. Schließlich addieren sich auch winzigste Fehler irgendwann auf.


    So ein Gerät ist der feuchte Traum eines jeden Hifi-Fans. Vor 20 Jahren hätte ich nicht für möglich gehalten, daß ich mal so ein großartiges Gerät für relativ kleines Geld besitzen könnte.



    Und du mußt bedenken, daß diese Wandlertechnologie auch in günstigeren Geräten mit weniger Features zu haben ist. Die Wandler sind heute so gut, daß selbst die besten Audio-Analysatoren so langsam an ihre Grenzen stoßen.


    Archiemago hat in diesem Jahr wieder einen Hörtest veranstaltet, an dem immerhin 100 Leute teilgenommen haben. Es sollten Unterschiede zwischen 4 verschiedenen Geräten herausgehört werden und man hatte dazu mehrere Wochen Zeit.

    Eins der Geräte war ein Oppo UDP-205 und ein anderes ein Apple IPhone 6. Nun schätz mal, wie viele mit ihrer Einschätzung richtig lagen. ;)


    http://archimago.blogspot.com/…ts-part-1-do-digital.html



    Deshalb halte ich es auch weiterhin für richtig, nur anhand von Meßwerten eine Kaufentscheidung zu treffen. Unterschiede heraushören zu wollen ist nicht mehr zielführend, da die Geräte alle so gut sind, daß es halt nicht mehr reicht.

    Du siehst es ja in dem Test, selbst der billige Chip für 40 Cent auf einem Computer-Mainboard konnte klanglich problemlos mithalten, obwohl man ihn meßtechnisch einwandfrei identifizieren kann.


    Gruß

    Michael

  • Geht hier doch garnicht mehr um die Neumänner, die Glaubensfrage inwieweit Messungen betraubar sind oder das Ohr. Soll der Pope entscheiden.


    Ich "glaube", Messungen sind der (nützliche) Holzhammer, das Ohr das Skalpell.

  • mvd

    Meine Vergleiche zwischen dem RME und dem dann erworbenen Manunta A/D Wandler waren derart offensichtlich, dass ich da keine 2. Meinung benötigte. Ich verstehe nicht, dass du dich so auf Messwerte kaprzierst, wenn doch offensichtlich so gewaltige Unterschiede in der Klangperformance existieren. Oder bist du einfach zu bequem und hast keine Lust für einen Einkauf außer Haus zu gehen? Gibt es ja - Outfitterie und Zalando leben ja ganz gut....

    Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen!

    Lg

    Sascha

    "Ist doch alles nicht so wichtig!"

  • Meine Vergleiche zwischen dem RME und dem dann erworbenen Manunta A/D Wandler waren derart offensichtlich

    Sascha, das ist ja toll.


    Nun lüfte doch endlich das Geheimnis, wieviel Auflösung deine Anlage schafft. Das muß ja ein exorbitant hoher Wert sein, wenn du offensichtliche Unterschiede zwischen modernen Wandlern hören kannst, wo selbst ein High-End Meßgerät von Audio Precision an seine Grenzen stößt.


    Ich bin wirklich sehr gespannt auf deine Antwort.


    Gruß

    Michael

  • Ja, aber diese Einflüsse werden ja durch technische Weiterentwicklung immer kleiner.
    Bei manchen Geräten ist sogar schon die völlige Transparenz erreicht.

    Kaum (nur kompakter) und die Lötstellen werden immer schlechter und Transparenz ist Schwurbel.


    Will dir ein einfaches Lötstellenbeispiel nennen, welches zu musikalische schlimmen nichtlinearen, zeitvarianten Störungen führte, meßtechnische nicht ranzukommen, weil schleichend, aber musikalisch deutlich vernehmbar. Irgendwann nach Wochen prasseltes es, da wurde es deutlich, eine kaltgewordene Lötstelle.


    Dieses kann dir mit jeder Kabelverbindung passieren. Deswegen löte ich radikal das ganze Zeug festzusammmen (wo es geht)!

  • Will dir ein einfaches Lötstellenbeispiel nennen, welches zu musikalische schlimmen nichtlinearen, zeitvarianten Störungen führte, meßtechnische nicht ranzukommen, weil schleichend, aber musikalisch deutlich vernehmbar.

    Ein Profi nimmt in einem solchen Fehlerfall auch kein Meßgerät zur Hand, sondern eine Dose Kältespray und hat den Fehler nach spätestens 5 Minuten gefunden.


    Gruß

    Michael

  • @ Michael,


    ich hab einige Zeit mit dem ADI 2 DAC gehört. Das war richtig gut, für das Geld gar außergewöhnlich gut. Aber wenn man vergleicht mit anderen Wandlern bemerkt man auch, daß es jenseits des RME Wandlers noch andere gibt, die nach meinem Verständnis für gute Wiedergabe besser sind. Dafür sind sie weitaus teurer. Und natürlich ist das nur mein ganz persönlicher subjektiver Eindruck. Den ADI 2 DAC habe ich dann wieder verkauft, weil für meine Ohren die Mehrinvestition in einen anderen Wandler dann gerechtfertigt war. Das kann und muß aber jeder selbst mit seinen eigenen Ohren entscheiden. Oder sich auf Papier mit Messdiagrammen verlassen und dabei bleiben, weil auf dem Papier sieht der ADI DAC 2 deutlich besser aus. Ich hör aber mit den Ohren. Und die sind auch nicht bei jedem gleich, auch wenn man meint, Gehör könne man normieren. Da fehlt dann letztlich die Erfahrung, die ein Hirn im Laufe der Zeit gespeichert hat. Hören ist und bleibt nämlich Hirnleistung. Und die ist bei jedem auch in Maßen unterschiedlich ausgeprägt.

    „Not everything that counts can be counted - not everything that can be counted counts.“ (Albert Einstein)

  • Ja klar Franz, weiß ich doch, daß es Geräte gibt die eine eigene Klangsignatur mitbringen und daß diese auch von vielen Leuten bevorzugt werden.


    Für mich ist das aber nichts, ich habe immer nach Geräten mit möglichst wenig Eigenklang gesucht.


    Mit meinem Lynx Hilo hatte ich ja schon ein entsprechendes Interface gefunden, auch dieses Gerät ist völlig transparent und läßt sich per Gehör im Signalweg nicht feststellen.

    Eigentlich hätte ich damit zufrieden sein können, aber als dann der ADI-2 Pro auf den Markt kam und mir eine frei programmierbare physiologische Lautstärkeeinstellung anbot, war klar, daß ich zugreifen würde.

    Hinzu kamen noch die einstellbaren Filter bei der A/D-Wandlung, durch die man die Phasendrehung des Signals noch weiter minimieren kann, wenn man einen sanft abfallenden Filter einstellt. Das kann man sich bei einem Gerät mit einer maximalen Abtastrate von 768kHz ja locker leisten.

    Ich nehme immer mit 192kHz auf und schon da kann dieser Filter ohne Abstriche machen zu müssen eingesetzt werden.


    Also ich bin sehr zufrieden damit. Der RME ist genau so unhörbar wie mein Lynx, bietet aber noch einige Features, die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt.

    Ich sehe für meine Ansprüche momentan keine Alternative zu diesem Gerät, auch wenn neuere Modelle mit der nächsten Generation Wandlerchips mittlerweile noch bessere technische Daten aufweisen. Das sind aber auch nur reine D/A-Wandler, also halbe Interfaces.


    https://www.audiosciencereview…io-dac-in-the-world.8729/


    Unhörbarer als unhörbar geht nun mal nicht, deshalb hätten diese Verbesserungen für mich eh nur rein akademischen Wert.


    Sieh dir Spaßes halber mal die Grafik zu den Intermodulationsverzerrungen des X-Sabre an. Zum Vergleich hat Amir da die Werte vom TotalDAC D1 Six drüber gelegt. Das ist einer von diesen relativ teuren DACs mit deutlich eigener Klangsignatur.

    Meßtechnisch eine völlige Katastrophe, aber sicherlich findet auch der seine Freunde und Liebhaber.


    Gruß

    Michael

  • Ja klar Franz, weiß ich doch, daß es Geräte gibt die eine eigene Klangsignatur mitbringen und daß diese auch von vielen Leuten bevorzugt werden.


    Für mich ist das aber nichts, ich habe immer nach Geräten mit möglichst wenig Eigenklang gesucht.


    Michael

    Michael , woher weisst du , wie das Obertonspektrum z.B. bei Rare Earth richtig ist , so wie du dies hörst ?

  • Wenn du das blind anhörst, weil jemand anderes das Umstöpseln übernimmt, wirst du keinerlei Unterschied feststellen können. Selbst wenn du 5 Geräte mit dementsprechend 10 Wandlungen hintereinander schaltest, bleibt es völlig transparent.

    Obwohl dann natürlich meßtechnisch längst eine Veränderung im Signal festgestellt werden kann. Schließlich addieren sich auch winzigste Fehler irgendwann auf.

    OOH,


    - - - icke hör dat bei diesen Wandlern, über meine Pappen im Bundeshauptdorf.


    Eigentlich tut Aufklärung not, ick fühl ma aber nich berufen.


    PS: und nein - die Hilo ist nicht per se transparent

  • die Hilo ist nicht per se transparent


    Wie hast du getestet?


    Bei meinem Vergleich, Hilo mit zwei Wandlungen gegen ein Stück Kabel, war er transparent. Ausprobiert zwischen RIAA-Verstärker und Vorverstärker.



    ... wie das Obertonspektrum z.B. bei Rare Earth richtig ist , so wie du dies hörst ?


    Diese Frage verstehe ich nicht. Obertöne sorgen für den spezifischen Klang eines Instruments. Durch sie klingt eine Trompete wie eine Trompete und eine Gitarre wie eine Gitarre. Was soll da bei ordentlichen Audiogeräten schief laufen?

    Das konnten schon die Radios in den 20er und 30er Jahren korrekt darstellen, wenn auch mit vermindertem Frequenzumfang und reichlich eigenen Verzerrungen.


    Gruß

    Michael

  • So abgehoben und apodiktisch wie hier die Diskussionen z.T. laufen sind die Neumann gar nicht.


    Wollte ich nur einmal ganz beiläufig anmerken. Es sind Lautsprecher, keine Bibelverse.

    Man könnte ja einen grimmigen Smiley :( auf dem Woofer malen und Zöpfe

    dranhängen, damit würde klar gezeigt dass man nur lobhudeln darf...

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)