Review-Reihe: Einsteiger Phono-Vorverstärker (und ein potentieller Überflieger?)

  • Zuviel gibts nicht. Der Amp holt sich nur das, was er braucht, deswegen kann die mögliche Stromstärke des NTs durchaus deutlich höher sein. Anders sieht es bei der Spannung aus. Da sollte im Zweifel im laufenden Betrieb die Spannung anliegen, die gewünscht ist. Die kann dann im Leerlauf des Netzteils deutlich höher sein.

  • Bei geregelten und stabilisierten Netzteilen stimmt das. Das dürfte hier auch der Fall sein.

    Bei ungeregelten Netzteilen sieht es etwas anders aus, weil hier die Spannung je nach Strombelastung sinkt. Sprich: im unbelasteten oder "unterbelasteten" Betrieb kann dann die Spannung deutlich zu hoch sein.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Wegen schneller Verfügbarkeit und Preis würde ich jetzt als Alternative zum original NT eines dieser zwei bestellen wollen:

    16V AC, 2,4A, gute Bewertungen. Sollte passen, oder?


    https://www.amazon.de/KFD-Lade…&keywords=16v+ac+netzteil


    Oder 16V AC, 600mA, hat laut Bewertungen auch jemand am Mani laufen.


    https://www.amazon.de/Rockpowe…&keywords=16v+ac+netzteil


    Total egal welches ich nehme?


    Sorry wenn ich mich da gerade etwas gehirnschwach anstelle... :)


    Viele Grüße

    Pascal

  • Da es hier ja nicht nur um das "passende" NT geht, auch mal ein kleiner Erfahrungsbericht von mir.


    Ich hatte gestern das erste mal Zeit den Mani ein bißchen mit dem Cambridge Solo zu vergleichen. Als Tonabnehmer waren bei mir der MP 110 und der 2M Red auf meinem Technics SL 3310.

    Da ich es immer recht schwer finde mit dem zeitlichen Versatz (Headshell abnhemen, Tonarm auspegeln, Gewicht einstellen, Pre umstöpseln) die Klangeigenschaften aus dem Gedächtnis zu beurteilen, habe ich die Kombinationen jeweils gegen den CD Player (Grundig 8400) direkt Verglichen und so die Unterschiede untereinander rausge"arbeitet". Sicherlich auch keine wissenschaftliche Herangehensweise, mir hat es aber geholfen die jeweilige TA+Pre Kombi in Relation zu setzen.


    Meine eigentliche Favorisierte Kombi (man liest halt zu viel, und hört zu wenig ;) ) war Mani + MP 110. Erster Vergleich zur CD: Hui, überraschend viel Bumms untenrum, aber nicht sehr definiert. Und noch viel überraschender dumpf. Die Mitten klangen als ob ich ein Kissen im Ohr vergessen hatte und auch die Höhen waren jetzt nicht soooo viel besser. Ist das erste mal seit langem das ich einen CD Player habe und ich war schon bissl enttäuscht.

    Also das 2M montiert und das gleiche Lied nochmal. -> Das kam (für mich) jetzt überraschend. Bei vorherigen Vergleichen hätte ich die im Netz vorherrschende Meinung geteilt, dass es dem 2M im Vergleich eher am Bass mangelt. Nunja, Bass da (deutlich sauberer), Räumlichkeit und Auflösung viel besser, Höhen passen für mich... stark.


    Dann den 2M noch an den Cambridge montiert und das gleiche nochmal. Auch gut, etwas leiser (dagegen lässt sich ja was machen), ein wenig "dumpfer" etwas weniger "Punch"?! Nicht ganz so leicht zu beschreiben, aber mir persönlich an meiner Kette gefällt der Mani noch einen Tick besser.


    Habe die Kombination 2M + Mani dann noch bei ein paar verschiedenen CD/LP Kombis laufen lassen und immer wieder umgeschaltet und bin gerade wirklich zufrieden. Sogar meine Boxen mag ich nochmal etwas mehr als vorher ;)

    Ich habe nicht alle Kombinationen durch probieren können, da werde ich sicher nochmal etwas testen. Vielleicht habe ich auch ein besonders gutes Ortofon erwischt und ein nicht so gutes Nagaoka, keine Ahnung. Die oft so hoch gelobte Kombination vom MP 110 mit dem Mani ist bei mir jedenfalls eher durchgefallen ;)


    Viele Grüße

    Pascal

  • ...vieles macht auch die genauere Justage aus...

    Bei mir rockt auf jedem Fall das Nagaoka (inzwischen mit 200er Nadel) am Mani,

    sowie das AT5V am MuFi V90 LPS sehr, sehr ok!

    Bei mir ist an diesen 2 TA´s dann die Cambridge durchgefallen.


    Gruß vom Peter

    TW Raven 1, ProJect 5.1, Debut 2, TD 166J, TD 318, Micro Seiki DD25, Dual 621, Sony PS-LX 22

  • Moin zusammen,


    ich muss hier jetzt doch nochmal was dazu schreiben, auch wenn ich mich damit ein bissl selbst widerlege ;)


    Ich hatte das Nagaoka schon wieder schön in seiner OVP verpackt und es sollte sein Glück bei einem Freund versuchen, der sich zu Besuch angekündigt hatte.

    Jetzt kam es aber so, dass die kleine Kiste nach Ende des Besuchs immer noch auf dem Tisch lag, die Übergabe musste also nochmal warten.

    Nach all den Lobeshymnen in diesem Internetz zu dem Nagaoka und erst recht in der Kombination zum Mani, hat es mir dann keine Ruhe gelassen. Der Beitrag von Hase Peter, mit dem Verweis auf die Montage, hat dann sein übriges getan. Nicht das ich der Meinung war bei der Erstmontage nicht ordentlich gearbeitet zu haben, aber nun ja...


    Also alles nochmal ausgepackt und penibel montiert und eingestellt. Dann hatte ich noch irgendwo gelesen in der Kombination mal 48dB statt 42dB am Mani zu versuchen, also auch die Switches entsprechend umgestellt.

    Nunja, was soll ich sagen....*räusper*.... ditt rockt schon echt gut! 8)

    Ich hatte nicht sehr viel Zeit um vergleichend zu hören, aber der krasse Unterschied zum 2M Red ist weg. Das MP110 gefällt mir jetzt sogar eher etwas mehr...auf jeden Fall passen die Klangbeschreibungen und Vergleiche die sonst oft zu lesen sind jetzt deutlich besser. Das 2M hat wohl immer noch die etwas bessere Auflösung (da liegen aber keine Welten dazwischen), das MP aber doch mehr Wumms. Ich finde es, wie gesagt, sehr schwer solche Details zu beurteilen, wenn in der Zwischenzeit das Headshell gewechselt werden muss und der TA neu eingestellt werden muss, daher gibt es von mir aus da keine weiteren Beschreibungen. Falsch macht man nach meinem Geschmack mit keinem der beiden Systeme was.


    Was habt ihr so für Einstellungen am Mani?


    Viele Grüße

    Pascal

  • Die kleinen Nagaokas sind uner Hifi-Gesichtspunkten halt unpräzise und muffig. Wenn man damit allerdings alte Rockscheiben oder 80er Klassik hört, passt das ganz gut. Ansonsten ein Fall fürs Kinderzimmer.

  • D.h. du hast das Problem mit dem brummen in den Griff bekommen?


    Welche TAs hast du bisher am Mani getestet?

    Beste Grüße

    Christian


    WZ: AudioPro Avanto 5.0, Klipsch R-112SW, Denon X1100W, Pioneer PLX-1000, Elac ESG 796 HE, Schiit Mani


    Büro: Luxman L-210, Canton Quinto 520, Dual 505, OM20, Yamaha CDX-750E, Schiit SYS


    DIY: platINA Rev.K Langzeitprojekt

  • D.h. du hast das Problem mit dem brummen in den Griff bekommen?


    Welche TAs hast du bisher am Mani getestet?

    Hallo Christian,


    das Brummen des Netzteils?

    Ja, ich hab mir ein anderes bestellt ;)

    Die Problme mit Brummen und Rauschen aus einem anderen Thread lagen nicht am Mani. Das hier ist jetzt schon mein zweiter.

    Was ich, nicht reproduzierbar, immer mal wieder habe ist so ein "aggressives" Rauschen und Zischen. Ist schwer zu beschreiben und wo es her kommt kann ich noch nicht wirklich sagen.


    Viele Grüße

    Pascal

  • Hallo Pascal,


    Deine Klangbeschreibung des Ortofon 2M Red kann ich gut nachvollziehen.


    Ich hatte es seinerzeit mal an einem kleinen Project-Dreher in einer ansonsten

    extrem hochwertigen Anlage gehört und war schwer beeindruckt. Das Ivor-

    Tiefenbrun-Prinzip, dass nur ein Top-Frontend klanglich herausragende Leistung

    bringen kann, wurde da ad absurdum geführt.


    Mittlerweile habe ich ein 2M Red in meinen beiden Anlagen ausprobiert und

    bin wiederum sehr zufrieden mit dem Ergebnis.


    Ob das an nach oben streuenden Fertigungstoleranzen liegt... auf deutsch...

    einfach ein gutes System erwischt, weiß ich ich nicht. Es spielt jedenfalls

    auf einem Niveau mit einem gegengetesteten 2M Blue und unterscheidet

    sich von einem 2M Bronze so, wie man das vom Schliff her erwarten könnte.


    Angeschlossen war es an verschiedenen internen Phonostufen und der

    (aus meiner Sicht weit über dem Preisniveau agierenden) Trichord Dino Mk3.

  • Hey Pascal,


    ich habe nur nachgefragt weil es manchmal sehr einfach ist brummende Netzteile bzw deren Brummgeräusch auf der Leitung zu unterbinden.

    Was für einen Receiver/Verstärker fährst du? Hast du eventuell Lautstärkenanpassungen aktiv? (Fällt mir gerade bei deiner Beschreibung ein) Hatte sowas auch mal, als ich an meinem AVR mit dynamischer Lautstärke experimentiert habe. Der AVR hat dann praktisch das extrem leise Hintergrundrauschen auf ein gewisses Ausgangsniveau angehoben (bis was lauteres kam - und dieses dann nach unten / ein- geregelt).

    Beste Grüße

    Christian


    WZ: AudioPro Avanto 5.0, Klipsch R-112SW, Denon X1100W, Pioneer PLX-1000, Elac ESG 796 HE, Schiit Mani


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  • Das Netzteil an sich hat gebrummt, da kam nix über die Boxen. Der Austausch des NT war schon ziemlich einfach ;)


    Ich nutze eine Sony TA-E 1000 ESD Vorstufe und eine TA-N 220 Endstufe. Alles ohne irgndwelche Anpassungen und vor kurzem beim Service gewesen, das sollte passen. Aber ich glaube das wird an der Stelle hier auch etwas zu OT.


    Viele Grüße

    Pascal

  • ah, wenn das "netzgerät" an sich brummt, dann ist es der übertrager (zumindest meißtens). da kannst dann selbst in der tat nicht viel machen außer schlichtweg austauschen bzw reklamieren.


    viele schreiben halt "netzteil brummt" und meinen dann halt den brummton über die lautsprecher. daher habe ich nachggefragt.


    aber schön dass nun auch das geklärt ist :-)

    Beste Grüße

    Christian


    WZ: AudioPro Avanto 5.0, Klipsch R-112SW, Denon X1100W, Pioneer PLX-1000, Elac ESG 796 HE, Schiit Mani


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  • Hallo zusammen,


    ich habe mit jetzt den Thread komplett durchgelesen. Klingt doch recht spannend, was über den kleinen Schiit Mani gepostet wurde. Der letzte Eintrag ist schon wieder knapp ein Jahr her, darum meine Frage:

    Gibt es neue Erkenntnisse/Erfahrungswerte/Meinungen?


    Grüsse

    Klaus

  • hab ihn immer noch am Thorens TD166J + TP60/16 + Nagaoka MP200.

    Spielt sehr gut. Ein Preis - Leistungs Schnäppchen. Hat meinem kleinen MuFi V90,

    der Cambridge 551, Project Phonobox in die Schranken gewiesen.

    Der Schiit und der Aikido sind für mich echte Highlights in diesem Preis Segment.


    Gruß vom Peter

    TW Raven 1, ProJect 5.1, Debut 2, TD 166J, TD 318, Micro Seiki DD25, Dual 621, Sony PS-LX 22

  • Wenn man sieht unter

    https://www.stereophile.com/content/gramophone-dreams-6

    , welche ICs gewählt wurden, gehe ich mal davon aus, das ein erheblich höherer Zeitaufwand für das Schaltungs-Design vorangegangen ist, als bei den Modellen, die in die Schranken verwiesen wurden. Letztere waren für mich sowohl technisch als auch klanglich nicht über dem Niveau von Phono-Vorstufen in der Art wie unter

    https://www.dynavox-audio.de/p…aerker-schwarzsilber.html

    Sozusagen alte Hüte in neuem Gewand.

    Also Glückwunsch an diesen Spezialisten:

    https://www.audiostream.com/co…-mike-moffat-schiit-audio

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    The post was edited 1 time, last by A.K. ().