Chinch Kabel pfeift

  • Guten Abend,

    ich habe das Neo-Psu abgesteckt und den Arm mehrfach zur Mitte und zurück geschwenkt. Eine nennenswerte Veränderung konnte ich nicht hören. Habe mir am Anfang kurz eingebildet, dass das Störgeräusch mit dem in die Mitte geschwenkten Arm minimal weniger ist. Nach dem wir dann beide mal gehört haben war das aber wohl wirklich nur Einbildung.

    Bitte bedenkt, dass das ganze Setup wie es hier steht, in einem anderen Haus zwei Kilometer weiter, einwandfrei spielt.

    Mein alter Dual Spieler mit einem AT System macht hier das gleiche Problem. Deswegen würde ich mal vermuten das es nicht grundsätzlich an der 2M Serie liegt.

    Sämtliche Komponenten wurden mal durchgetauscht. Camebridge anstatt Naim, Trigon anstatt Projekt Phonobox....

    Für mich ist das aber auch alles Neuland.

    Danke für eure Hilfe!

    Gruß Nils

  • Mal eine vorsichtige Frage an die Moderatoren: Macht es Sinn das Thema mal umzubennen in "Störgeräusch auf Phonokanal" oder so ähnlich? Bei dem TO hatte es ja scheinbar auch letztendlich nichts mit dem Cinchkabel zu tun. Leider scheint der TO inaktiv.


    Gruß Nils

  • Tag Nils,

    gut, der Versuch mit dem DUAL/AT entlastet die Kombination RP6/2M. Der Ort/Raum hat etwas als kräftiges Magnetfeld oder elektrisches Feld in sich, aber wo? Ein Kompass könnte einem bei mehr oder weniger geglückter Annäherung die Richtung zum Magnetfeldzentrum weisen oder zur Wand, zur Decke, zum Fußboden, die ungebührlich magnetisch aufgeladen sind. Für das elektrische Feld wäre das Hilfsmittel eine passende Antenne. Die etwaige Leitungsgebundenheit der Störenergie verlangt nach einem Messinstrument (Digitales Multimeter). Steht uns nicht zur Verfügung. Darum...

    Noch ein Versuch, diese Vereinfachung zu Lasten der Phono-Vorverstärker hatten wir noch nicht (?):

    7. Einen der Plattenspieler direkt an einen Hochpegel-Eingang des NAIM oder CAMBRIDGE anschliessen, anhören. Dabei den VolumeRegler eben passend weiter öffnen. Falls Klangregler vorhanden sind, BASS +Maximum, TREBLE -MAXIMUM (zum Ausgleich der fehlenden Entzerrung).

    Befund: Gestört wie vor - oder ohne Störung?

    Freundliche Grüße

    Albus

  • Hallo Albus,

    das ist schwer zu hören. Habe den Dual direkt an dem Naim angeschlossen. Wenn ich die Lautstärke dann auf 100% drehe würde ich sagen, das ich ein Pfeifen höre. Allerdings sehr leise. Das wird wohl an der fehlenden Verstärkung liegen.

    Wenn ich über die Phonobox DS höre und die Verstärkung erhöhe, wird auch das Störgeräusch lauter.

    Werde aber heute Abend nochmal meine Freundin hören lassen. Vier Ohren hören mehr als zwei. Aber ich befürchte sie wird mich bestätigen.


    Gruß Nils!

  • Tag Nils,

    nach diesem Befund - die Feststellung dann heute abend - muss die Störquelle kräftig aussenden. Die muss doch aufzuspüren sein.

    Schließlich sind das alles Geräte, die unter Geltung internationaler Vorschriften zur elektromagnetischen Verträglichkeit (USA: FCC, Canada, EU: diverse EN...) verkauft werden. Danach streuen die Gerätschaften weder reichlich Radiofrequenzen ab noch können ihnen übliche RF etwas anhaben (RF-Immunität).

    Vor Jahrzehnten bot Yamaha für deratig schwierige Verhältnisse ein als Faraday'schen Käfig wirkendes Studio-Rack an. Nützlich könnte Derartiges hier sein.

    Und, falls Leitungsgebunden, über die Stromversorgung, dabei so kräftig, dass aus der Stromversorgung in die Signalverarbeitung einkoppelnd, man kann sich schließlich nicht auf Verdacht mit Netzfiltern und Klapp-Ferriten eindecken. Zu gegebener Zeit zu erwägen. Aber erst dann...

    Freundliche Grüße

    Albert

  • Tag erneut,

    bevor der Abend anbricht möchte ich doch zu einem Detail noch fragen: Das Transparent The Link Cable ist bei den Versuchen mit Phono-Vorverstärker immer das Bindeglied zwischen Phono-Pre (Box DS, TRIGON) und UNITI 1? Und wenn einmal ein anderes Kabel eingesetzt ist? Ist das möglich? Wie ist es dann mit der Störung?

    Unterstellt ist hier zugleich, dass bei der Direktverbindung DUAL an UNITI 1 keine Störung zu hören ist.

    Freundliche Grüße

    Albert

  • Tag Nils,

    auf drei folgt vier - und für die anstehenden Versuche ergänze ich: Bitte, den TV vom Netz und von der Antennendose abstecken, dazu auch den Router für Versuchsdauer vom Netz nehmen (insbesondere, wenn es eine Fritz-Box ist). Darauf hätte ich auch eher kommen können. Ja.

    Jetzt wird es spannend.

    Freundliche Grüße!

    Albert

  • Guten Abend zusammen,

    guten Abend Albert und Steffen!


    Erstmal vielen Danke für die ganzen Ideen die hoffentllich irgendwann zur Problemlösung führen.


    Fangen wir mal an bei:

    Auch zwei weitere Ohren haben das Pfeifen bei Dual direkt an Naim bestätigt. Allerdings L>R. Mag vielleicht an anderer Verkablung des Dual und AT liegen.

    Fakt ist... Das Störgeräusch bleibt.


    Weiter gehts... mit dem Cinchkabel.

    Hatte ich in Vergangenheit mal gegen ein einfaches aus dem Elektromarkt getauscht. Ebenso ist der Dual mit einer kleiner Project Phonobox und dem Kabel angeklemmt. Leider inklusive Störgeräusch.


    Zur Schirmung von NF Kabeln..

    Danke für den Link Steffen! Werde mir den Threat mal zu Gemüte führen.

    Hier ein Link zum verwendeten Kabel.

    https://www.auditorium.de/tran…-rca-interconnect-tl-1-0m


    Zu TV, Internet...

    Hatte ich auch bereits ausprobiert. Habe hier bei mir TV, Sat-Kabel, Internet alles abgestellt ohne eine Veränderung festzustellen.

    Ich habe ja auch den Schutzschalter von dieser Haushälfte raus gemacht und Strom von der Nachbarhälfte genommen. Somit war bei uns in der Haushälfte zwangsläufig alles tot.

    Trotzdem stört es wie eh uns je.


    Sooooo... und jetzt wird es wirklich kurios..

    Bei meinen Versuchen heute Mittag passierte folgendes...

    Ich habe noch Mal das Elektromarktcinchkabel zwischen Phonobox DS und Naim gebastelt. Und ich hörte das Störgeräusch eindeutig. Kurz nach dem Umbau um ca. 15.24Uhr war es plötzlich weg. Ich dachte ich werde verrückt. Habe direkt das Transparent Cinchkabel rückgebaut um zu testen ob es das wirklich war. Aber auch da kein Störgeräusch mehr. Bin direkt zur Nachbarin gegangen und habe gefragt ob sie in den letzten 10 Minuten irgendwas an Elektrogeräten ein oder aus gesteckt hat.. Internet an aus oder sonst was. Fehlanzeige.

    Als ich um kurz vor 16Uhr zum Dienst gefahren bin war noch immer kein Störgeräusch zu vernehmen. Habe an der Straße noch einen Nachbarn von einem ca. 40 Meter entfernten Haus getroffen. Laut seiner Aussage auch da keine Veränderungen an der Elektrik.

    Ich weiß auch nicht wie weit ein schadhaftes Netzteil ins Stromnetz ausstrahlt aber ich schließe mittlerweile auch keine grünen Männchne und Spionagesatelliten über dem Haus aus. Man muss ja für alles offen sein.

    Naja.. wäre ja zu schön um wahr zu sein. Als ich vom Dienst nach Hause kam und die Maschinerie anwarf, war es natürlich wieder wie eh und je.


    Wenn ich bei Morgen Zeit habe werde ich gerne noch mal den TV, Satkabel, Internet etc. abziehen und hören was passiert. Aber ich befürchte das kann ich mir ersparen.


    Falls es aus dem Stromnetz kommen sollte wären für mich vielleicht noch folgende Dinge denkbar.

    Ein kleines Wasserwerk ist Luftlinie ca. 250Meter entfernt. Meines Wissen hat das aber nur mit Wasser und nichts mit Stromgeneratoren zu tun. Zur Zeit als das Störgeräusch ausblieb stand dort zumindest auch kein Wagen von einem Techniker der da gerade am wurschteln war.

    Dann gibt es ca. 600-800 Meter Luftlinie weiter eine Biogasanlage. Könnte mir vorstellen das dort große Generatoren laufen.

    Windräder gibts auch. Die sind aber mehr als 1000 Meter entfernt. Und mein Störgeräusch ist ja auch nachts da wenn die Windräder nicht drehen.


    Falls hier noch jemand weitere Ideen oder Anregungen hat freue ich mich. Ich bin für alles offen.


    Jut Nacht!

    Nils



  • Wenn es auf Netzfilter hinaus läuft, bin ich zwanghaft reflexartig genötigt, EMI-306 zu schreiben. Es handelt sich hierbei um Netzfiltermodule von Thel Audio, mit denen man sich für überschaubares Geld (so ein 6A-Modul kostet 79,-) ein meiner Ansicht und Erfahrung nach famoses Netzfilter selbst bauen kann.

    Das Thema Netzfilter ist hier im Forum aber vermutlich ein noch heißeres Eisen als die ein- oder beidseitige Schirmung von NF-Kabeln...

    Völlig kostenlos ist die Lektüre der Ausführungen zum Netzfilter auf der Internetseite von Thel Audio. Nur unwesentlich teurer ein Telefonat mit Hr. Hartwig.


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • Was mir da so spontan einfällt weil Du sagst, nach dem Umstöpseln war es weg. Vielleicht hat die Cinchbuchse intern einen schlechten Masse-Kontakt, der mal schließt und mal nicht? Ggf vielleicht sogar ein Haarriss auf der Platine wenn die Buchsen direkt mit der Platine verlötet sind? Hattest Du das Gerät mal offen?


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Guten Morgen,

    und guten Morgen Nils,

    die Sache kommt ins Rollen. Die Umgebungs-Einrichtungen sind wohl als kritisch einzuschätzen. Und dazu passt mein nächtlicher Einfall: Was ist mit einer Antennenanlage auf dem Dach oder unter dem Dach oder Antennenverteiler mit Verstärker im Keller - sowie mit einer vom Wohnbereich getrennten Spannungsversorgung? Antennen empfangen und senden.

    Ist während Rundfunkempfang über den UNITI 1 alles einwandfrei? Auch, wenn ein UKW-Sender >100 MHz liegt?

    Freundliche Grüße

    Albert

  • Hallo zusammen!


    Steffen, wenn es sich herausstellt das die Problematik aus dem Stromnetz kommt dann ist ein Netzfilter vermutlich die einzige Lösung. Dann werde ich mir auf jeden Fall die Sachen von Thel Audio ansehen. Aber jetzt einfach so einen Bausatz oder gar einen Netzfilter zu kaufen kommt für mich nicht in Frage. Ich hatte mir bei meinem Händler bereits eine Netzfilterleiste ausgeliehen. Müsste die Isotek EVO3 Siruis gewesen sein.

    http://www.isoteksystems.com/d…/performance/evo3-sirius/

    Hat aber leider auch nichts gebracht.


    Andreas, welche Cinchbuchse hast du im Visier? Am Naim oder der Phonobox?

    Der Naim war am Anfang des Jahres bei MusicLine wegen einem neuen CD Laufwerk. Bei der Gelegenheit wurde er auch durchgemessen.

    Ich selber hatte ihn nicht auf.

    Ehrlich gesagt glaube ich das es totaler Zufall war gestern. Das Störgeräusch tritt auch auf sämtlichen Eingängen am Uniti auf. Dann müssten ja alle Cinchbuchsen schadhaft sein. Inklusiver der am Camebridge Vollverstärker den ich auch mal Testweise da hatte. Habe ja irgendwann in dem ganzen Prozedere mal gedacht das es am Naim liegt.

    Den Fehler an der Cinchbuchse der Phonobox kann ich auch ausschließen. Habe ja bereits einen Trigon und eine andere Phonobox getestet. Leider mit dem gleichen bescheidenen Ergebnis.


    Albert, schön das du so optimistisch bist. =)

    Eine Antennenanlage für dieses Haus gibt es bei meinem Vermieter in der Haushälfte auf dem Dachboden. Da kann ich am Wochenende mal einen Blick drauf werfen. Ich vermute das die Stromversorgung der Antennenanlage ganz normal über den Wohnbereich läuft. Werde ich dann aber noch mal erfragen und ausprobieren.

    Wir hören hier nie UKW. Habe ich bisher bei dem Uniti auch noch nie genutzt. Werde mich bei Gelegenheit aber mal damit beschäftigen und dann Rückmeldung geben.
    Funkeinstreuung ist eine Möglichkeit. Habe auch schon mal getestet ob des Geräusch schwächer wird wenn ich den Tonabnehmer in Alufolie einpacke. Ebenso Tonarm so gut es ging und Tonarmkabel. Klingt verrückt aber auch das hatte keinen Erfolg.


    Mir scheint ein Problem in dieser Form tritt nur selten auf. Zumindest spuckt das www kaum was aus. Und alle Menschen denen ich bisher das Problem geschildert habe, haben mittlerweile blank gezogen.


    Danke Euch!


    Viele Grüße

    Nils

  • Tag Nils,

    ich setze auf sowohl Leitungsgebundenheit (Netzschmutz) als auch Hochfrequenz-Immission. Die Umgebung ist wie aus einer Fachbuch-Illustration: Kleines Wasserwerk = Mit Hochspannungshäuschen bei uns in weiterer Umgebung, Pumpen; Windrad/räder = Hochspannungsleitung; Biogas-Anlage = ??.

    Also: Die Hochspannungsumgebung sehe ich als Gefährdungspotentialität für Audiogeräte. Man bräuchte so gesehen Schirmung und noch einmal Abschirmung und Einstreufestigkeit, bei Geräten und Verkabelung.

    Aber, noch ist die Antennen-Anlage ein offenes Problem.

    Netzfilter, wenn soweit, nutze ich reihum von AUTH Nachrichtentechnik.

    Freundliche Grüße

    Albert

  • Guten Abend!

    die Antenne läuft über die Stromversorgung der Wohneinheit. Da war ja bereits der Schutzschalter raus. Und die Nachbarin hat heute auch mal nur die Antenne vom Strom genommen. Gesehen habe ich die Antennenanlage nicht.

    Mein Problem besteht weiterhin.

    Radioempfang konnte ich am Uniti bisher nicht testen da ich keine Antenne habe.

    An einem anderen Radio im Haus funktioniert der Empfang zumindest ohne Probleme.


    Gruß Nils!

  • Tag Nils,

    was soll oder kann man noch tun? - Die Geräte werden sämtlich keinen Netzfilter eingebaut haben. Ein Versuch mit einem Netzfilter-Produkt schlug fehl. Die Hausantennenanlage war bereits einmal mit abgeschaltet. Es bleibt bei meiner Vermutung - der Hochspannungsumgebung wegen - es ist eine Störungsquelle, die sich sowohl über Leitungen als auch als RadioFrequenz durchsetzt sowie eingekoppelt wird.

    Flucht in den Keller - wäre noch ein Versuch. Ferner ist noch ein Versuch der Symptomverschreibung naheliegend: ein eingeschaltetes Handy liegt dicht neben der Phono Box, und dann auch neben dem UNITI 1. Wo ist die Immission erfolgreich, wo erfolgreicher als bei einem der anderen Geräte, darum kann es in Proben noch gehen.

    Ist die Störung im Keller schwächer? Ist die Störung durch das Handy deutlich?
    Wahrscheinlich wird man ohne Messungen in der Verwendungssituation nichts werden.

    Freundliche Grüße

    Albert


  • Nabend Albert

    habe so langsam auch die Flinte ins Korn geworfen.

    Einen Keller habe ich leider nicht.


    Habe schon überlegt mir irgendwo ein Notstromaggregat zu leihen und mal zu gucken was dann passiert. Die Frage ist ob das so konstanten und sauberen Strom macht das die Anlage das schadlos übersteht? Gibts da irgendwelche Risiken?


    Ich habe wirklich großen Gefallen an der Schallplatte gefunden. Es wäre wirklich eine Katastrophe wenn es nur so wie jetzt geht. Das nimmt mir echt die Freude.

    Man hört das pfeifen meist nur zwischen den Titeln oder bei ruhigen Passagen allerdings kann ich nicht mehr dran vorbei hören. Allein die Tatsache das es da ist nervt mich unheimlich.


    Schönen Abend noch!

    Nils