Chinch Kabel pfeift

  • Tag Nils,

    das ist die Tücke des Objekts, dabei kann es über Aufmerksamkeit doch wirklich nicht klagen. - Für den Fall der Wiederkehr der Störung knüpfe ich an die Beobachtung DUAL/AT an Hochpegel mit Störungsbefund an. Und schlage eine Probe an einem Hochpegel-Eingang vor (auf Hochfrequenzeinstreufestigkeit): Kabel angesteckt, aber die Enden offen, die RCA/Cinch-Stecker frei gelassen. Das Kabel wie eine Antenne auch mal 'ausrichten' in die Höhe und zur Seite. Volume bis Maximum. Der Vergleich wäre dann zu ziehen zu dem DUAL/AT-Versuch.

    Für kritische Situationen durch offene Inputs kann man auf sog. Kurzschluss-Stecker zurückgreifen. Die gibt es heute noch als Zubehör bei einigen Vollverstärkern mit empfindlichem Phono-Modul (Denon zum Beispiel). Marantz verlangt in verschiedenen Service Manualen von der Werkstatt, zunächst die Inputs per Kurzschluss-Stecker abzuschließen. Einst konnte man diese noch als Zubehör bei Yamaha kaufen, DM 1,50 per Stück: die waren auch Zubehör der besseren Vorverstärker. Die Verwendung liegt hier nahe.


    Die Verstärkung an der Phono Box DS ist für MM auf 40 dB beschränkt, mehr sollte es mit dem recht lauten 2M auch nicht sein.


    Falls es dann in naher Zukunft doch um Netzfilter geht - für jedes Gerät mit Netzleitung einen passend dimensionierten Filter! - möchte ich auf die von Auth Nachrichtentechnik hinweisen (dürfen): EMI 501 Dämpfung 8 kHz-200 MHz sowie EMD 503 Dämpfung 9 kHz-100 MHz, zzum Preis von € 43,60 bzw. € 52,90. Ich finde die ausgesprochen nützlich. 501 für den Plattenspieler, 503 für den UNITI 1.


    Diese Ruhefenster - ergeben die sich in Abhängigkeit der Position von Personen im Raum oder vor oder neben oder über den Geräten?


    Freundliche Grüße

    Albert

  • Hallo,


    habe auch so ein komisches Pfeifen. Bei mir kommt es von dem besch.. Netzteil meiner

    Phono Box DS...


    Gruß

    Andreas

    Technics SL 1710 - AT 33 PTG II - Nagaoka MP 150 - Phono Box DS - Octave V70 - Marantz SACD SA 7001 - Streaming über Raspberry Pi 2 mit V90 DAC - Harbeth Shl 5:love:

  • Ahoi!

    habe gerade mal einen Test nur mit dem Cinch am Hochpegeleingang eingemacht. Gleiches Ergebnis wie mit Dual/AT direkt am Hochpegeleingang.

    Bedeutet das, dass es sich um eine Funkeinstreuung handelt, die über das Kabel welches somit als Antenne fungiert, rein kommt?

    Oder doch Netzschmutz oder gar beides?

    Albert meinst du mit den Ruhefenstern die Zeiten in denen es nicht pfeift?

    Das konnte ich bisher ja auch erst zwei mal beobachten. Das war zu verschiedenen Tageszeiten. Beim ersten mal am frühen Nachmittag und als ich Abends von der Maloche heim kam war es wieder da. War allein.

    Gestern Abend um kurz vor 22Uhr war es dann weg. Waren zu zweit da. Musste dann früh in die Falle wegen Frühdienst. Als ich heute um 05.30Uhr mal kurz kontrolliert habe war noch immer alles im grünen Bereich. Um ca. 10Uhr war ich heute kurz da um den Bund raus zu lassen. Da war es dann wieder am pfeifen.

    Ich höre seit Anfang Mai diesen Jahres Platte und Pfeifgeräusche. Intensiver beschäftige ich mich mit dem Problem seit drei Monaten. Im gesamten Zeitraum sind mir bisher nur die erwähnten Male von Störungsfreiheit aufgefallen. Und die waren jetzt relativ rasch hintereinander. Mysteriös!


    Hallo Andreas. An dem Netzteil der Phonobox liegts bei mir nicht. Sprich doch mal deinen Händler an oder schick das Teil ein wenn du sicher bist das es von dem Netzteil kommt. Das sollte sich doch schnell und unkompliziert beheben lassen.


    Gruß Nils!

  • Guten Abend Nils,

    ja, ich meine mit 'Ruhefenster' die Zeiträume ohne Störung.

    Und noch einmal ein "Ja", nach meiner Ansicht handelt es sich um einen Fall sehr starker fortdauernder Funkeinstreuung. So stark, dass die höchstwahrscheinlich gemäß Normen einstreuungsfesten Geräte die Immissionen nicht mehr gehörig vermindern. Kein Netzschmutz.

    Funkstörung. Woher bloß? Ist ein aktiver Funker in der näheren Umgebung bekannt? Funker gelten als hilfsbereit in Störungsfällen.

    Und wieso diese kurzen Unterbrechungen - waren zu den Zeiten irgend besondere Wetterverhältnisse?

    Und nun?

    Freundliche Grüße!

    Albert

  • Nabend Albert,

    Funkeinstreuung! Das gibt ja jetzt mal eine Richtung vor in die man arbeiten kann. Wahrscheinlich aber auch am schwersten in den Griff zu kriegen. Deine letzte Frage ist die Fragen der Fragen. Und eine Antwort habe ich noch nicht. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

    Ich werde mal versuchen in Erfahrung zu bringen ob es hier einen Funker gibt. Bisher ist mir nichts bekannt. Im schlimmsten Falle hilft wohl nur ein faradayischer Käfig ums Haus.

    Danke für die Hilfe! Ich bin jetzt schon mal einen ganzen End schlauer.


    Schönen Abend!

    Nils

  • Hallo!

    Habe noch ein bisschen gegrübelt. Was mich wundert ist, dass das Signal mehr da als weg ist. Seinbar gibt es Phasen von mehreren Stunden ohne Störung. Sollte aber ein Funker mit im Spiel sein, müsste es dann nicht genau anders herum sein? Störung während der Funker aktiv ist, keine Störung wenn die Funke ruht?

    Ausnahmeerscheinungen oder Besonderheiten am Wetter konnte ich nicht feststellen.


    Gruß Nils

  • Von AUTH gibt es ja diverse Audio Entstörmittel.

    http://www.auth-nachrichtentec…/phono-entst-rmittel.html

    Würde so etwas in Frage kommen? Verstehe noch nicht worin die sich unterscheiden. Zum Beispiel TBA 302-C und AF 502-BC. Das Prinzip scheint mir gleich. Habe dort heute leider keinen mehr erreicht. Werde es morgen noch mal versuchen.


    Stichwort Bundesnetzagentur.. Macht es Sinn das Problem mal dort zu schildern oder sind die für die Querelen des einzelnen mit seinem persönlichen Pfeifproblemchen nicht zuständig?


    Gruß Nils

  • Guten Abend Nils,

    den Einfall des Schichtdienstes der Störungsquelle hatte ich auch schon (bei Gelegenheit der nächstlichen Pause, gewissermaßen Flugverbotsdauer). Vielleicht ja Heimarbeit... aber, taucht unter ihr Gedanken. Stattdessen, auf der Basis des Ungefähren gesprochen in praktischer Lösungsabsicht. Bei der es dann eben um beide Möglichkeiten der Störungsimmission geht, Hochfrequenz-Immission und leitungsgebundene Immission.

    Es gibt grundsätzlich (ach, grundsätzlich) drei Eingriffsmöglichkeiten.

    1. Im Inneren eines Gerätes

    2. An der Verkabelung eines Arrangements von Geräten

    3. Das Gehäuse der Geräte

    Möglichkeit 1 - entfällt, es wäre die wirksamste, beträfe aber die Schaltung und Bestückung.

    Möglichkeit 2 - geraten wird zur Verwendung von sogenannten Starquad-Kabeln, die in kritischen Umgebungen wirksam gegen Interferenz im Bereich der Netzfrequenzen (50 oder 60 Hz) sowie weitere niederfrequente Störungen eingesetzt werden.

    Ein Starquad-Kabel zwischen Phono Box DS und UNITI 1 macht die von dir gefundenen 'Phono-Entstörmittel' überflüssig.

    Möglichkeit 3 - mit zwei Spielarten, eine scheidet aus, soll aber erwähnt sein: das Gehäuse mit einer Abschirmung aus Kupfer- oder Stahlblech überziehen, die erforderlichen Öffnungen sind genauestens zu dimensionieren. Verbleibt die Verwendung von Ferrit, als Klappferrit, auf das Netzkabel unmittelbar vor dem Netzkabeleintritt zu setzen (wie bei den Computerkabeln und den Antennenkabeln). Besser noch, das Gerät einmal öffnen und den Ferrit hinter den Durchbruch einfügen.

    Wollte man alsdann aber auf "Nummer Sicher" gehen, dann machte man es mit den schon genannten Netzfiltern EMI 501 (1 A, 250 W) und EMD (3A, 750 W) richtig. 501 vor das Netzteil eines Plattenspielers, 503 vor das Netzteil des UNITI 1 (der Ferrit, ob Klappferrit oder Ferritring, zusätzlich vor den Kabeleintritt des UNITI 1).


    Das ist jetzt ein Schub, der die Suche nach der Emissions-Quelle (Funker oder Funkanlage oder...) ergänzt.


    Zur Bundesnetzargentur kann ich nichts beitragen. Der Digitalismus ist da wohl nicht betroffen.


    Freundliche Grüße!

    Albert

  • Hallo,


    was ist denn nun aus mcc2 's Problem geworden?

    Habe ich nur etwas überlesen oder hat er sich erhängt ?

    Oder Hört er nur noch Pfeifenmusik ?


    Ist ja nun schon ne Weile her, trotzdem wichtig wie er das Problem gelöst hat.

    Merci Sven

  • Tag,

    und Tag Nils,

    ich komme noch mit einer weiteren Erwägung, die gehörte mit an den Einstieg in die Suche nach Ursächlichkeit: Liegen Kabel, Netzkabel und Signalkabel etwa dicht beieinander oder dicht an einer Wand, gar mit Wandberührung - und die Wand ist elektromagnetisch nicht neutral. Wenn ja, dann bitte alle Kabel dort wegnehmen und anders verlegen, dazu mit gehörigem Abstand zueinander.


    Wandabstand, weil: Ich habe in meinem 'Labor' eine Wand mit elektromagnetischem Gehalt, was die wandnahe Aufstellung eines Plattenspielers, dann noch mit einem Übertrager (!) für ein MC-Tonabnehmersystem einst verunmöglichte. Einst war ich nur durch eine Fummelei mit einem van den Hul-Kabel (Brumm!) darauf gestoßen.

    Per DMM in der Funktion "Spannungsindikator mit Summer", das ist berührungslose Feststellung von Spannung kann ich heute bei Wand-Annäherung 1,0 mV, bei Berührung der gewissen Wand-Stelle 3,0 mV angezeigt erhalten.

    Und das bedeutet dann, ein Kabel wird an die Wand gehalten: Per PHONO ergibt das dann annähernd 30 mV, per Hochpegel-Eingang AUX ist es als Geräuschteppich dann auch hörbar, Volume bei AUX auf Maximum, bei PHONO genügt 11:00 Uhr-Position.

    Und infolge der Umbauten...kann es auch zu Veränderungen der kritischen Kabellagen gekommen sein. Was die Zeiten ohne Störung hervorbrächte, wenn...

    Freundliche Grüße

    Albert

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Albus2 ()

  • Hallo!

    Das es an der Kabellage oder Magnetfeld in der Wand liegt würde ich ausschließen. Habe den ganzen Klimbim ja schon eine Etage höher aufgebaut. Geräte und Kabel waren dort anders sortiert.

    Mit den anderen Ideen werde ich mich mal beschäftigen. Das Internet spuckt zu Starquad Kabeln leider nicht viel aus.

    Und ist nicht ein Filter vor dem Phonoeingang sinniger? Das Signal platt machen bevor es verstärkt wird?

    Werde mal weiter nach der Quelle suchen. Vielleicht schreibe ich mal den Funkerclub aus der Umgebung an.


    Ob der TO sein Problem lösen könnte würde mich auch sehr interessieren. Auf meine Mail antwortet er leider nicht.


    Gruß Nils

  • Tag Nils,

    Starquad-Aufbau ist typisch für (hochempfindliche) Mikrofonkabel, es sind vier Leiter pro Kanal, von denen je zwei pro Ader überkreuz verbunden werden (also 1-3, 2-4; nicht 1-2, 3-4), paarweise eng verseilt, mindestens 6x pro 30 cm, je mehr, desto besser, dazu pro Leiterpaar dicht geschirmt. Für kritische Umgebungen unbedingt empfohlen, aber auch für Phono überhaupt. Mit RCA-Steckern im Musiker-Profi-Handel selten (dort eben mit XLR, Klinken), aber dennoch mit Suchwort "van Damme Starquad RCA" als Produkt für den Heim-Bereich auffindbar. Auch von "Sommercable" mit RCA-Steckern konfektioniert angeboten, zu Hochpreiskonditionen allerdings.

    Typische erste Industrieprodukte sind BELDEN 7884A, 1172A, 1804A, 1192A. Wolltest du sehen, wie so etwas innen aussieht (Bilder und Technische Daten bei BELDEN.Com (einfach die Kabelnummer eingeben).

    Der Plattenspieler RP6 hat Koaxialkabel von KLOTZ - die könnte man gegen ein Starquad-Kabel ausbauen. Was gegen RF-Interferenz besseren Schutz böte. Allerdings ist die Kapazität von Starquad-Kabeln konstruktionsbedingt höher als bei üblichen Koaxialkabeln, auf kürzeste Länge wäre zu achten (das 2M Black ist mit dem Rahmen 150-300 pF schon kapazitätskritisch).

    Die Verkabelung zwischen PHONO BOX DS und UNITI 1 dann ebenfalls per Starquad.


    Freundliche Grüße

    Albert

  • Tag zusammen!

    Weitere Versuche haben ergeben...

    Je länger das Cinchkabel desto stärker das Signal.

    Ohne Cinch am Hochpegeleingang kein Signal für mich hörbar.

    Die Sache mit den Starquadkabeln schaue ich mir an. Als Cinch käme es in Frage, das Tonarmkabel würde ich allerdings ungerne austauschen.

    Mal abwarten. Vielleicht lässt sich der Quell allen Übels ja noch ausfindig machen.


    Schönes Wochenende allerseits!

    Nils

  • Tag Nils,

    ja das ist so; typische Längenstufen sind 38 cm, 75 cm, 1,50 m und 3,00 m - Antennen eben. Man kann mit verschiedenen Kabeln auch deren Abschirmungswirksamkeit erproben. Das ist gelegentlich recht aufschlussreich.

    Freundlich

    Albert