Hallo zusammen,
auch auf die Gefahr hin, dass dieses Thema bereits 1000mal in dieser oder jener Form diskutiert wurde - mich interessiert jetzt mal der schädliche Effekt der Nassreingung.
Darauf gekommen bin ich durch Cheap thrill mit Eigengebräu (25/75 Isoprop mit Spüli) und den darauf resultierenden, teils etwas ambivalenten Ergebnissen. Einige LPs klingen nach der Reinigung direkt gut, bei anderen hört man manchmal etwas knistern und rascheln in der Rille, was aber nach dem ersten Abspielen verschwindet. Darüber gibt es ja bereits seitenlange Diskussionen, z.B. hier: Starkes Knistern NACH dem Waschen!? ... aus diesem Grund wasche ich nur LPs per Hand, die es wirklich nötig haben (gebrauchtes, versifftes, neue Alben nur, wenn sie stark knistern).
Ich gehöre also nicht zur der Vinylhörer-Gruppe, die jede LP direkt waschen, aber der Effekt des "Nasslaufens" interessiert mich trotzdem. Es gab und gibt ja nicht umsonst viele Anhänger. Wenn ich die Nadel beim Reinigen mal spaßeshalber noch auf die nasse LP senke, klingt es in der Tat knisterfreier.
Wenn ich mir so die Bewertungen des Analogis-Lencoclean Nachbaus bei amazon durchlese, dann fällt mir auf, dass es einige Stimmen gibt, die den Nassläufer mit dem gleichen Gebräu befüllen, was man bei Cheap thrill und anderen PWMs einsetzt und diese Variante nicht dazu führen soll, dass die LP anschließend nicht mehr trocken abspielbar sein soll. Die Standard-Nassläuferflüssigkeit hingegen soll den Effekt haben - einmal nass, immer nass.
Ist das wirklich so? Kann mann Platten nass und trocken im Wechsel abspielen? Oder sind das eher Einzelmeinungen, evtl. daraus resultierend, dass die nass abgespielten LPs vorher sehr sauber waren, so dass potentieller Rillensiff nicht wieder anbacken kann?
Grüße
Marcel
