Modding Studer A807

  • Servus in die Tonbandrunde,
    ich bin aktuell dabei meine A807 ein wenig auf Vordermann zu bringen. Wenn ich mir so den Schaltplan anschaue, sind ja einige Elektrolyt Kondensatoren direkt im Signalpfad.
    hat sich hier einer schon mal daran gewagt, diese durch irgendwas auszutauschen? Und wenn ja, hats was gebracht?


    Micha

  • Na ja, die A807 ist ja maximal ca. 30 Jahre alt, die Elkos sollten noch ok sein. Aber man steckt ja nicht drin.
    Ich denke bei deiner Maschine dürfte ein Elkotausch keinen Sinn machen.


    Ich habe das bei meiner A77 MK4 gemacht, zusammen mit den Transistoren. Allerdings waren hier auch viele Tantalkondensatoren verbaut. Klanglich war durchaus eine Verbesserung zu hören. Was aber wohl auch an den Transen lag. Das kann man aber mit deiner Maschine kaum vergleichen.


    An deiner Stelle würde ich eine Sichtprüfung durchführen und nach auffälligen Elkos schauen, die z.B. aufgebläht sind, oder wo der Gummistopfen herauskommt. Wechseln kann man dann nach Bedarf.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Ist das ne 807 mit VU-Metern? Da lassen sich evtl. die Störspannungsabstände etwas verbessern....

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • ne ist ne klassische ohne alles :-). Ich werde die Platinen wohl auf externe VU Meter erweitern. Sind nur ein paar Bauteile.


    Aber wenn ich mir so den Signalpfad so anschaue, was ist mit C14; C16;C18 ?

  • So heute hatte ich mal Zeit, den Schaltplan auf A3 auszudrucken und ne Blick drauf zu werfen.
    Erstaunlicherweise werden ziemlich viele Elektrolyt Kondensatoren als Koppelkondensatoren eingesetzt. Ich denke ich werde diese erstmal gegen ELNA Simic II austauschen, da Mouser diese problemlos für wenig Geld liefern kann.

  • Wegen Rausch- und Störarmut werden in Band-(Cassetten)geräten die Verstärkerzüge meist niederohmig ausgeführt, da geht dann kaum was unter 10µF, oft schon 22µF. Da bekommt man keine Folien mehr. Ich brücke dann mit kleinen Folien, das bringt dann schon was. Nimm auf jeden Fall Typen für Audio (low ESR) und 105°C, die halten länger.

  • Hallo zusammen,
    ich habe zuletzt nicht schlecht gestaunt, als ich mich zu einem Rundumschlag entschlossen habe, und diverse Elkos im Signalweg gegen bipolare von Nichicon getauscht habe. Einmal in einer Endstufe im Phasendreh-Modul, einmal am sym. Ausgang eines DACs. Die zuvor verbauten Elkos - Nichicon TYP FW, 100 Volt, 33uF - waren besser, und das deutlich. Nachdem ich die wieder eingestzt habe war alles weider im Lot.


    Wenn tatsächlich eine gewisse Gleichspannung anliegt, dann scheinen die Elkos sich nicht unbedingt negativ auszuwirken. In Mikrofonvorverstärkern werden zum Abblocken der Phantomspeisung ja auch Elkos verwendet, selbst in den besten Geräten. Möglicherweise spielt die hohe Voltzahl eine Rolle, ich verwende hier meistens Werte von 63 bis 100 Volt.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer