Vorbespielte Bänder aus den 50iger/60iger Jahren

  • tja schwer zu sagen. Wie wurden diese denn gelagert? Qualitativ zwar analog, aber vom Klangerlebnis bin ich persönlich da sehr skeptisch.


    Aber das sind meine theoretischen Gedanken. Man müsste die auf einer damaligen Maschine mal anhören z.B. Einer Revox E36 oder so :-)


    Micha

  • Hallo Micha,


    die Lagerung ist eine Frage - klar! Das die nicht 1:1 überspielt worden sind ist für mich ebenfalls klar - eher im High-Speed überspielen - wer hat da Erfahrungen? Kann man da irgendwo etwas nachlesen?


    Grüße


    Dietmar

  • Hallo in die Runde,
    diese sog. Kaufbänder wurden, was meinen Bestand betrifft, bis ca. Ende der 70' er Jahre angeboten. Die frühen Bänder aus den 60'ern den wurden nur mit 9,5 aufgenommen. Habe da ein Stonesband und bin begeistert welche Qualität das noch heute in den Raum bringt, abgespielt auf einer Braun TG 1020. Habe ca. 100 dieser Kaufbänder. Besonders interessieren mich die ausschließlich in 19 cm/s aufgenommenen Q4-Bänder, d. h. in Qadrophonie aufgenommene Bänder. Davon habe ich derzeit ca. 40 Stück und suche als Quadrofan weiterhin besonders diese Exemplare.
    Aufnahmen aus dieser Zeit spiegeln natürlich die damals lebenden Interpreten und Bands wider. Trotz meines fortgeschritten Alters sind auch mir unbekannte Gruppen und Interpreten dabei. Das ist schon ein interessantes Sammelgebiet.
    Gruß
    Bebi(Bernd)

  • Ich habe einige von den damaligen Living Stereo-Bändern.
    Erreicht vielleicht nicht die Qualität der kompromisslos überspielten Bänder von heute, aber insgesamt schon sehr gut.
    Sicher nicht schlechter als die LP, sofern das Band in Ordnung ist. In manchen Fällen sogar eindeutig besser als die LP.


    Gruß,
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

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  • Pssst!!!! Leute, sonst werden die Dinger noch teuerer. :rolleyes:
    Habe viele Bänder noch vor ein paar Jahren günstig in USA bekommen. Aber mittlerweile werden die Kaufbänder auch recht teuer gehandelt.
    Besonders die Bänder mit 19cm/s und Halbspur sind richtig gut.


    Gruß
    Harald

    hört hauptsächlich mit altem "Rundfunkzeugs" und Röhren

  • Hallo,


    bis auf eine Hand voll sind meine Bänder ausschließlich in den USA von verschiedenen Label`s produziert worden. Es gab auch deutsche Poduktionen und zwar die Fa. "Quadrosound", Musikproduktion, aus Hamburg. Die haben über Lokalbands eingespielt und produziert. Habe 3 Bänder von 1/83, 2/83 und 7/90. Angeblich soll der damalige Inhaber der Firma auch noch auf CD produzieren. Das kann man im "Quadro-Markt", das Forum von Herrn Hönemann, nachlesen. Weiterhin tauchen auch Kaufbänder von Saba auf, die aber scheinbar in Zweispurtechnik aufgenommen sind, also nichts für mich.
    Würde auch gern ein Bild einfügen, bekomme das aber in diesem Forum bisher nicht gebacken und finde das sehr umständlich.


    Gruß Bebi(Bernd)

  • Ich kann mich Markus nur anschließen.
    In meinen Fällen sind sie sogar immer besser als die LP`s. Also fast immer. Denn manche sind so stiefmütterlich behandelt worden, dass sie schadhaft sind.


    Rudi

  • Mich würde mal interessieren, wie so ein Quadro-Band auf einer Quadro-Anlage spielt (Da müssen doch Frequenzen bis über 50kHz drauf sein), sonst geht das doch nicht oder?

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Meines Wissens waren das einfach Vierspurbänder ohne Decoder wie bei SQ oder CD4. Wozu man dann natürlich auch ein Viertelspur-Tonbandgerät benötigte, das alle vier Spuren gleichzeitig in einer Richtung abspielen kann.


    In den USA gab es auch auf Quadrotechnik umgebaute 8-Track-Cassetten. In den frühen Siebzigern haben das einige amerikanische Autohersteller angeboten inklusive der vier Lautsprecher im Fahrzeug. Muss aber wohl eine klanglich nicht sonderlich zufriedenstellende und zudem sehr störanfällige Technik gewesen sein.


    Gruß
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

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  • Zum vielleicht leichteren Verständnis:
    bei den CD4-LP`s wurden die beiden hinteren Kanäle mit einer Trägerfrequenz von 30 kHz in die Schallplattenrille hineingearbeitet und verbleiben bei diesen LP`s auch in den Rillen. Wenn man diese LP in Stereo wiedergibt, werden nur die beiden vorderen Kanäle wiedergegeben. Daher musste bei der vierkanaligen Wiedergabe dieser Platten hinter dem Plattenspieler zunächst der sog. CD4-Demodulator, (nicht wie oft beschrieben ein Decoder) folgen, bevor das Signal in den Vorverstärker gelangt.
    Der Demodulator erkennt die 30 kHZ (meistens leuchtet dann eine LED zur Kontrolle), demoduliert die beiden Kanäle wieder und gibt sie zusammen mit den vorderen Kanälen an den vierstufigen Vorverstärker weiter.
    Daher ist auch verständlich, dass der Diamant des Tonabnehmers neben einem Diamanten mit Shibata-Schliff (heute nennt man das hyperelliptisch) auch in der Lage sein musste ca. 50 kHz zu übertragen.
    Bei Elac z.B. wurden die CD4- Tonabnehmer ( STS 655 D4) nach erfolgter Produktion auf ihre CD4-Fähigkeit hin ausgemessen, weil nicht alle produzierten die 50 kHz schafften.


    Bei den Q4 Kaufbändern wurden die Aufnahmen, vereinfacht gesagt, mehrkanalig (8, manchmal 16) aufgenommen und dann auf 4 Kanäfe zusammengemischt. Da brauchte man logischerweise keinen Demodulator.
    Vielleicht der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass bei SQ-Quadro LP´s kein Demodulator zum Einsatz kam, sondern die einzelnen Kanäle eine sog. Matrix durchlaufen müssen, damit am Ende wieder alle 4 Kanäle zur Verfügung stehen. Der/die Phonoeingänge von hochwertigeren Receivern sind dementsprechend auf CD4, SQ und auch RM (Regular Matrix) umschaltbar.


    Gruß
    Bebi(Bernd)

  • OK - Viertelspur bedeutet: Stereo hin und Stereo zurück. 4-Spur ist dann eine Richtung mit 4 Kanälen gleichzeitig... :whistling:

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
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    ;)

  • Ja, so stelle ich mir das vor.
    Und das geht eben mit normalen Heimmaschinen nicht.
    Bei einer gängigen Viertelspurmaschine würden man nur ein Stereosignal hören.
    Allerdings je nach Bandlaufrichtung ein anderes. :)


    Gruß
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

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  • Das sind aber von Haus aus schon Vierkanalgeräte und somit nicht das, was man im Allgemeinen unter einer normalen Heimtonbandmaschine versteht.
    Die wenigsten Leute haben sich privat so etwas zugelegt.


    Gruß,
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

  • Genau so ist es: die meisten Tonbändler können Vierspur von Viertelspur nicht unterscheiden und dann hapert es. Macht nix - ich habe so eine Maschine (leider) nicht.... ;(

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
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    ;)

  • Hallo,
    die große Verwirrung kommt in unseren Breiten durch das Wort "Spur" im Tonbandbereich! Die Amis kennen dieses Wort nicht. Meine (4-Spur) USA Stereo Kaufbänder werden als 4-Kanal- Bänder bezeichnet, die Quadro-Kaufbänder mit Q4 und fertig ist es!
    Gruß
    Bebi (Bernd)

  • Doch, im Englischen gibt es die gleichen Begriffe: "four track" und "quarter track".
    Klar ist "four channel" korrekt.
    Aber der Ausdruck "four track recorder" ist weit üblicher als "four channel recorder".
    Was sich auch anhand einer einfachen Suchanfrage bei Google zeigen lässt.


    Gruß
    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele