Studiotechnik der 50er-Jahre

  • It's been a joy to watch and listen to the comments and the music.


    Den inhaltlichen Ausführungen des Besitzers und des Ton-Ingenieur stimme ich voll zu.

    Viele elektronische Helferlein zerstören Direktheit und Atmosphäre.

    Grüße Andreas


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    no nonsense, no bullshit, physics rules!

  • Wie der Toningenieur im Video sinngemäß sagt..."Du kannst im Regieraum soviel an der Aufnahme "rumschrauben" wie Du willst, der Sound wird nicht besser..."

    Es muss alles im Aufnahmeraum passen, d.h. Mikrofonpositionierung etc., da es quasi eine Live-Aufnahme ist.

    Interessant finde ich auch die akustische Ausstattung des Studios, sie besteht zu 99% aus Lochfaserplatten, scheint wohl als Absorber ganz gut funktoniert zu haben, wobei der Aufnahmeraum, auch in seinen Abmessungen, eher an eine Art Schuppen oder Garage erinnert. :)

  • Wenn die alten Ampex in Ordnung sind, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden.

    Damit wurden immerhin einige der legendärsten Analogaufnahmen überhaupt erstellt, z.B. die frühen Living Stereos.


    Gruß

    Markus

    Das große Geweine ist Himmelserlösung, Regen der Seele

  • Ich denke es ist egal welches Equipment benutzt wird. Entscheidend sind immer noch die Musiker!


    VG


    jokeramik

    Leider nein, ich besitze eine Schallplatte und zwar diese hier, kaufte noch eine zweite:


    https://www.discogs.com/de/Amphora-Timothy/release/2407522


    Durch eine fehlerhafte Verarbeitung klingt die Platte schrecklich, eigentlich unverkäuflich und so endete sie auch.

    Die Höhen und damit die Schärfe und Deutlichkeit fehlen bei der Wiedergabe.


    Erinnert mich an manche Heliodor-Platten der 50er Jahre.

    Schade um das schöne Lied.

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Studio und Verarbeitung einer Platte sind ja zwei ganz verschiedene Schienen....


    Das gezeigte Studio presst ja seine Platten nicht selbst sondern lässt sicherlich selbst pressen...

  • Ich nahm darauf Bezug das der Musiker entscheidend für die Qualität wäre, das ist aber nur bedingt der Fall.

    Meine Aussage bezog sich nicht auf das hier gezeigte Tonstudio.

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Es gibt so viele Fehlerquellen auf dem weg zum master und Pressung. Alles ist entscheident. Die Leute die dahinter stecken, das Budget, die Technik alle mal.

    Ich kenne das Video. In Hamburg Umgebung, ich weiss nicht genau wo, wie das Studio heisst und die Rock a Billy Band die es betreibt, ist alles auf diese alte Aufnahme Technik herum angepasst. Überwiegend Telefunken Maschienen Mic preamps usw.


    Ich denke diese Studios sind auf eine bestimmte Musikrichtung hin angepasst. Versuch da mal bitte eine Produktion zu fahren wie Michael Jackson oder sonst fällt mir keiner ein zur Zeit. Ampex Stereo wird nicht reichen. Ja, Nirvana noch ein Beispiel. Ich denke ohne Neve, SSL mit mindetens 32 Channel kommt man nicht hin. Oder zumindest ProTools und Mix in the Box. Was aber haptisch eine Katastrophe ist. Allein die Send und return Spuren für Effekte zu verwalten über ein oder zwei TFT´s....

  • Moonshine gerade angeschaut...es wird in diesen Studios sehr sehr musikalisch zugehen. Weil man dort auf das wesentliche reduziert ist und keine fehler toleriert werden seitens der musiker und techniker. in großen mehrspurstudios wird heute kaum mehr in einem take aufgenommen. da wird viel editing gemacht.

    Trotz allem wurden auch zu dieser zeit effekte genutzt, weil hier geschrieben wurde keine, wenn ich mich recht entsinne. auch in den fifties gab es leveling amplifiers von altec usw. raummics wurden installiert....heut zu tage beliebter effekt bandsättigung. ob in den 50ties schon bekannt, kann ich nicht genau sagen zu dieser uhrzeit heute..


  • Ich habe den Tread eben erst gesehen. Ganz große Klasse.

    All das erinnert mich an mein erstes eigenes Tonstudio in 1977


    Das mit den Hartfaser-Lochplatten hatte ich auch so gemacht. Hat sehr gut funktioniert.

    Jahre später habe ich daraus sogar professionelle Sprecher-Kabinen für TV-Studios gebaut.


    Als Mehrspur-Recording hatte ich eine 8-Kanal Teac-Tascam mit DBX-Compander.
    Meine Senkel-Mastermaschine war im Grunde dieselbe - nur meine war schon in Stereo.


    Wenn die auf der Ampex gemasterten Bänder, auf einer M15 abgespielt wurden, machten

    die Wiedergabeverstärker der M15 jedesmal "dicke Backen" weil sie mit der Bandsättigung

    nicht zurecht kamen.


    Die richtigen Auswahl und das Aufstellun der Mikros im Raum waren 4/5 der Miete.

    Wenn es interessiert, kann ich mal ein paar alte Bilder aus der Zeit heraussuchen.


    LG Rainer