Netzfilter meine eigenen Erfahrungen

  • Die normale elektrische Wissenschaft ist sich einig das Trafobrumm durch die Ummagnetisierung entsteht.

    Je heftiger und je höher die Leistung desto BRUMM, ...

    ...selbstverständlich handelt es sich bei mir um hochwertige und vergossene Ringkerntrafos, sodass ein klappern der Bauteile ausgeschlossen werden kann...außerdem ist es in meinem Fall nicht gewünscht, dass ich oder ein anderer an einem meiner Geräte herumpfuschen muss...


    Trafobrumm ist im Audiobereich immerwieder und immernoch ein häufig auftretendes Problem. Während wahrscheinlich (mit halbwegs vernünftig konstruierten Geräten) niemand durch objektiv vorhandene HF-Einstreuungen betroffen ist.


    Fast ausnahmslos alle "Audioseiten" im Netz nennen Gleichstromanteile im Netzstrom als Ursache.


    Daher noch mal die Frage:

    Gibt es denn Netzfilter im Handel, die diese Gleichstromanteile herausfiltern? ...was eigentlich naheliegend wäre, weil es sich ja um ein reales und weitverbreitetes Problem handelt.


    Gruß,


    Rainer

  • Gibt es denn Netzfilter im Handel, die diese Gleichstromanteile herausfiltern?


    Falls es noch keine gibt, wirst du wohl nicht mehr lange darauf warten müssen. Zumindest hat die Fa. Sedlbauer im März ein Patent dafür erwirkt.


    http://www.freepatentsonline.com/DE202017000548U1.html



    Wobei ich das nicht so recht verstehe. Das ist doch seit Jahrzehnten Stand der Technik und diese Schaltung wird ja auch gerade bei Profigeräten mit großen Ringkerntrafos verwendet. Im Prinzip also kalter Kaffee und ich verstehe die Erteilung eines Patents nicht.


    http://www.hififorum.at/showpost.php?p=180458&postcount=13


    Gruß

    Michael

  • Trafobrumm ist im Audiobereich immerwieder und immernoch ein häufig auftretendes Problem. Während wahrscheinlich (mit halbwegs vernünftig konstruierten Geräten) niemand durch objektiv vorhandene HF-Einstreuungen betroffen ist.


    Fast ausnahmslos alle "Audioseiten" im Netz nennen Gleichstromanteile im Netzstrom als Ursache.

    Ringkerntrafos sind anfälliger gegen DC im Netz weil sie durch den Aufbau schneller in die Sättigung kommen als Blech-Trafos.

    Allerdings bauen die Kleiner und haben weniger EM-Strahlung nach Aussen. Deshalb können die mit ins Gehäuse gefrickelt werden und man spart sich teure Schirmung.

    Billiger in der Herstellung sind die imho auch noch.


    Wenn man sich ältere Geräte anschaut, besonders von innen, sieht man meist einen fetten Blech-Trafo umzingelt von Stahlblechen.

    Brummt nichts, Strahlt nichts, ist aber x teurer als ein kleiner Runder mit Plastikkappe.


    In der Industrie werden Ringkerne so gut wie gar nicht verbaut - warum nur?

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • ich zitiere dazu noch eine Textpassage aus der von Michael verlinkten Patentschrift:

    "Im Idealfall ist die Wechselspannung des Versorgungsnetzes sinusförmig und beinhaltet keine Gleichstromanteile. Das ist der Fall, wenn alle Verbraucher das Netz in Bezug auf die Stromrichtung symmetrisch belasten. Oft wird das Netz aber unsymmetrisch belastet, da der Verbraucher beispielsweise durch Verwendung einer Diode nur während einer Halbperiode gespeist wird. So entsteht ein Gleichstromanteil im Netz, der den Kern des Netztransformators in die Sättigung bringen kann und so ein Brummgeräusch verursacht."


    ...wenn das die einzige oder hauptsächliche Ursache für den Gleichstromanteil in der Netzspannung sein soll...nun ich muss zugeben, dass mich das nur mäßig überzeugt...


    mit ein bisschen Googeln, habe ich tatsächlich, was über (z.T. auch teure) Audio-Netzfilter, die die Gleichspannung filtern sollen gefunden. Die meisten Berichte berichten von eher geringen bis gar keinen Erfolgen...


    ...sollte es am Ende doch wahr sein, dass in größeren Trafos durch die Magnetisierung des Kerns es doch einfach nur zu Kontraktionen des Kerns kommt, die als mechanische Schwingungen hörbar werden können?


    ...noch eine Verständnisfrage, die der eine oder andere vielleicht beantworten kann:


    bei Kernsättigung durch Gleichstrom müsste der Kern, da er gepolt ist, doch in der Netzfrequenz schwingen, ...bei Kernkontraktionen dagegen sind beide Halbwellen gleichwertig, da nur nur der Betrag der Magnetisierung zählen dürfte, die Frequenz wäre dann folglich 100Hz...ist das so richtig?


    ...ansonsten wäre ich hier mal raus und lass euch weiter von sagenhaften Klangverbesserungen durch erfolgreiches Herausfiltern von Wasauchimmer schwelgen...


    Gruß,


    Rainer

  • @Rainer

    Das haben wir doch die ganze Zeit gesagt.

    Ich muss dazu sagen das ich keine Ringkern in meiner Anlage habe und auch keinen (merkbaren) Trafo-Brumm.


    Der Filter sortiert HF Signale aus dem Netz die dem Trafo noch zusätzlich auf den Keks gehen

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • Schade, dass das interessante Thema "Netzfilter und was sie mit dem Klangbild machen" zu einem reinen Technikgefasel verkommt. Das war bestimmt nicht das Anliegen des Erstellers dieses Fadens.


    Ich habe gerade zwei Netz-/Filter-Leisten ausprobiert: PS Audio Dectet und Audioquest Niagara 1000.

    Mich hat die PS Audio überzeugt. Macht das Klangbild (in meinem Setup) weiter und klarer, bringt mehr Abgrenzung und Übersicht. Die Audioquest schönt den Klang etwas, aber macht ihn auch etwas verwaschener und defuser.

    Beides ist deutlich besser als meine bisherige ungefilterte Musicline-Netzleiste und übertrifft bei weitem ungefilterte Netzleisten von Phonosophie und IsoTek.


    Viele Grüße

    Nobbi

  • Habe mal einen gebaut, Anleitung kam aus einem anderen Forum. Kostet kaum etwas und filtert den DC.

    DC Filter

    Gruß Volker


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    Gewerblicher Teilnehmer und AAA-Mitglied


  • Daher noch mal die Frage:

    Gibt es denn Netzfilter im Handel, die diese Gleichstromanteile herausfiltern? ...was eigentlich naheliegend wäre, weil es sich ja um ein reales und weitverbreitetes Problem handelt.


    Rainer

    Hi

    In Post 3 hat Franz (rubicon) den Furman vorgeschlagen.

    Etwas weiter unten auf der verlinkten Seite, ist das Gerät offen zu sehen. Und da ist der Gleichrichter mit dem Kondensator zu erkennen. Das ist der Teil, der den DC offset entfernt. Das Ding kommt aus dem proffessionellen Bühnenbereich, bei diesem Verwendungszweck geht es darum, die möglichen Störungen durch die Bühnenbeleuchtung und deren Effektgeräte (Dimmer,Strobo,Motorsteuerungen für Schwenscheinwerfer,usw) von der PA fern zu halten.


    http://www.lite-magazin.de/201…-alles-andere-als-voodoo/


    Von allen Klangdiskussionen abgesehen,

    mir als Pragmatiker, reicht es als Grund so etwas einzusetzen, wenn man damit ein Trafobrummen verhindern kann. Das ist für mich ein unerwünschter Effekt von Rinkernen. In meinem Stammforum wurde auch eine direkte Abmilderung des Leerlaufrauschens von Aktivboxen berichtet. Auch da, kann ich dies damit abstellen, reicht mir das als Pro- Argument für den Einsatz.


    Für den Selbstbau ist dieses Ding noch eine sehr gute Option. Das Teil lässt sich prima im Gerät verbauen und hat auch noch eine softstart -Funktion.


    http://hifiakademie.de/?id=11.1.9.13.2


    l.G.

    Detlef

  • ...Von allen Klangdiskussionen abgesehen,


    mir als Pragmatiker, reicht es als Grund so etwas einzusetzen, wenn man damit ein Trafobrummen verhindern kann...

    Hallo Detlef,


    ist es denn tatsächlich sicher, dass das (mechanische) Trafobrummen dann Geschichte ist?


    In diesem Thread:

    Link--> Bryston Endstufe mit Trafobrummen, Frage an die Elektronik-Spezis   <--Link


    wurde das Thema auch schon angesprochen, ich habe nicht alle dort verlinkte Seiten durchgearbeitet, aber die konkrete Aussage dass mit Netzgleichstromfilter "xy" das vorher vorhandene Brummproblem definitiv behoben wurde, habe ich nicht entdeckt...


    Gruß,


    Rainer


    nebenbei, es handelt sich in meinem Fall um ein Luxusproblem, das zeitweise Brummen höre ich nur, wenn ich bis auf ca. 50cm an meine Endstufen rangehe, und ansonsten Stille herrscht...

  • Hi.

    ich habe bei mir ein nachgewiesenes offset, also gemessen, auch das tritt nur zeitweise auf.

    Passend zu den Betriebszeiten eines naheliegenden Agrabetriebes. (Futtermühle) Abends trifft der Betrieb dieser, oft meine "Musikzeit". Und damit brummt der Trafo bei einem meiner Geräte auch genau dazu passend/zeitgleich.

    Da ist jetzt ein diy Filter vorgeschaltet.


    Ein mechanisches Brummen des Trafos selbst, kann natürlich auch immer vorhanden sein, das lässt sich so nicht beheben.

    Das tritt dann aber nicht nur zeitweise auf.


    l.G.

    Detlef


    P.S.

    mal etwas Lesestoff zum "Seemansgarn" Schmutz im Netz.

    http://www.elektro-gutachten-g…ualitaet/powerquality.php

  • Hallo Detlef,

    über das Thema "must" Du unbedingt mal mit mir beim ACT quatschen, würd mich mal interessieren.

    Alles Gute, Tobias

    Dies ist alles nur mein Senf, ohne Anspruch auf universelle Richtigkeit...

  • Nobbi56 schrieb:

    Macht das Klangbild (in meinem Setup) weiter und klarer, bringt mehr Abgrenzung und Übersicht. Die Audioquest schönt den Klang etwas, aber macht ihn auch etwas verwaschener und defuser.

    Jörg schrieb

    ...dann lieber doch "Technikgefasel"...


    :thumbup: Gut gekontert, Jörg.

    Aber geht's nicht letztendlich um dem Klang ...?


    Nobbi

  • Genau das bestreiten ja die "Techniker", also das man sich den besseren Klang nur Einbildet und alles Voodoo sei, da kann man nur noch ins Kissen schluchzen ;( ..wie sich Michael immer so schön auszudrücken pflegt.


    gruß

    volkmar


    ps..ich frag mich bei solchen Diskussionen immer wie man die teils wirklich eklatanen Klangunterschiede bei der Netzversorgung mit den Gebetsmühlenartig immer wiederkehrenden Technischen Statetements (was nicht sein kann darf einfach nicht sein) ignorieren kann..und dann kommen in solchen Thrads manchmal auch noch solch aufrüttelnde missionarische Sätze wie: (mal als beispiel auf mögliche disbezügliche fragen eines jungen neuen Foren Users..) Aber Jonas, du glaubst doch nicht wirklich an diesen hanebüchenen Unsinn 8|:sleeping:

    Also Leute, glaubt besser an Ohmsche Messwerte und die gängigen Elektrotechnischen Grundlagen und nicht an solch dummes zeug, dann spart ihr obendrein noch ein heiden Geld.

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • ps..ich frag mich bei solchen Diskussionen immer wie man die teils wirklich eklatanen Klangunterschiede bei der Netzversorgung mit den Gebetsmühlenartig immer wiederkehrenden Technischen Statetements (was nicht sein kann darf einfach nicht sein) ignorieren kann..

    Eines vorweg: ich akzeptiere Eure Meinung, weil ihr es eben für Euch so festgestellt habt und erhebe keinen Anspruch, jemanden zu missionieren. Umgekehrt solltet ihr aber auch akzeptieren, daß man durchaus klanglich auch aufwendiger testen kann, ich nehme mal das in diesem Forum nicht gerne gesehene Wort "Blind-Test" auf :) - und diese ergaben bei mir und meinem HiFi-Umfeld, bei 10 unterschiedlichen Anlagen, mit Stromversorgung von modern bis "schneller Nullung", von einfachen Netzfiltern bis Netzregeneratoren und teuren Netzkabeln, absolut KEINEN klanglichen Unterschied gegenüber ohne Filter und Standardverkabelung. Entsprechende positive Statements zu diesem Thema nehme ich zur Kenntnis, ich wollte aber mal meine Sichtweise verdeutlichen. Über eine Reaktion "das ist so deutlich, da brauchts keinen Blindtest" kann ich nur verschmitzt schmunzeln.


    Gruß


    Klaus

    “I don't know why but everybody has a hit in Germany. You know, David Hasselhoff had a hit in Germany, a number one. I had a number one in Germany. I guess they just don't know much about music over there.”


    Lee Majors

  • Hallo!


    Ich denke, dass es auch darauf ankommt, wo man wohnt und welche Störquellen man in seiner Nähe vorfindet. Wie auch immer sich das von Gerät zu Gerät auswirken mag.

    Ich lasse mir meine Überzeugung nicht durch technische Argumente kaputt machen! Der Glaube ist stärker als die Aufklärung!


    ++ Diese Signatur enthält brutalst mögliche Anteile von Ironie ++

  • Hi,


    sorry Volkmar II, aber das sind wieder so unsägliche Gemeinplätze :wacko:

    Zunächst einmal sind es die ach so blöden Techniker die überhaupt das Hobby ermöglichen, weil selbst sind die 'Klangfuzzys' ja eher selten in der Lage mittels Lötkolben auch nur ein

    Loch in den Schnee zu braten. :/

    Bei Service und Reparatur sieht's genauso aus.

    Dann aber nach den zuvor so gescholtenen Technikern rufen ... jaanee schon klar.

    Ein anständiger Techniker wird Dir Dein Klangempfinden auch nicht ausreden .... er wird allenfalls darauf hinweisen, das der Eindruck keine physikalische Ursache oder Relevanz hat und somit nicht verallgemeinerbar ist.

    Es sind ja die 'Klangfuzzys' die nicht verknusen können, wenn man ihnen sagt, das das menschliche Hören -wie im übrigen alle anderen menschlichen Sinne auch- unbewusst und subtil beeinflusst wird.

    Offenbar wird es als Beleidigung aufgefasst einfach nur normal menschlich zu funktionieren.

    Ist schon schräg, nicht?

    Und ja, jeder unterliegt der 'Einbildung' und dem ' Voodoo', wobei ich diese Begriffe nicht nur wegen ihrer negativen Besetzung nicht mag, sondern weil sie auch faktisch falsch sind.

    Der Prozess des Hörens ist eben kein rein linearer, physikalischer .. und damit sind auch nicht die gleichen Ergebnisse wie von einer physikalischen Messung zu erwarten.

    Das ist ganz normale Funktion und kein Fehlverhalten wie der Begriff 'Einbildung' impliziert.

    Es ist auch kein magischer Effekt oder Zauber wie es 'Voodoo' suggeriert.

    Fakt ist aber auch, das die 'wirklich eklatanten Klangunterschiede' persönliche, nicht verallgemeinerbare Empfindung ist und das derjenige der geringe oder keine Unterschiede hört eben kein tumbes Holzohr ist, sondern vermutlich ebenso gut hört wie das Goldohr.


    jauu

    Calvin

  • Es sei denn die Netzteile in den Geräten sind halt nicht Gut ausgelegt so das der Netzfilter halt die Fehler der Entwickler ausbügelt.

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)