Netzfilter meine eigenen Erfahrungen

  • Hi,


    durchaus korrekt ;) aber dann sind die Auswirkungen dieser Fehler in relevanter Grössenordnung messbar.8)

    Übrigens müsste dann bei kurzgeschlossenem Eingang ein Abhören des 'Grundgeräusches' eines Verstärkers mit hohem Pegel -und bspweise über Kopfhörer- einen eindeutig erkennbaren Unterschied zwischen gefiltert und filterlos ergeben.


    jauu

    Calvin

  • Ich nutze bei potentieller Netzverschmutzung gerne den passiven Netzfilter LAB12 Gordian (ca 1400,- eur uvp) , der in der Lage ist Netzverunreinigungen zu messen und diese auf einem Display anzuzeigen.

    Im "auto" Modus arbeitet der Gordian so, dass er das jeweilige Stoerspektrum analysiert und dieses filtert.
    Es wird also nicht einfach breitbandig gefiltert, was viele Netzfilter nicht immer optimal klingen lässt.

    Sehr informativ finde ich die Anzeige, mit der ich gerne andere Netzfilter in ihrer Wirkung messe, dh Gordian vor und hinter einem Netzfilter anschliessen und im Display schauen, was sich verändert.


    Spannend ist auch, wenn der Gordian in einer Steckerleiste steckt und man verschiedene Geraete anschaltet und betreibt, mitunter gehen dann einige Störwerte im Gordian Display hoch.

    Seit kurzem haben die LAB12 Geräte sogar einen deutschen Vertrieb (CM-Audio) , ich musste mir meinen ersten Goridan noch in Griechenland beim Hersteller direkt kaufen.

    Wer also mal interessiert an der Qualität seiner Stromversorgung ist, das Display des Gordian kann einem dazu ne ganze Menge sagen...

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • ..ich fürchte unsere geschätzten Realisten sind meist grundsätzlich so voreingenommen das es in ihrer Welt nur die heiligen Ohmschen Gesetze gibt Dieter, ich spreche da aus leidlicher Erfahrung.

    Wenn ich bei meinem Schwager, seines zeichens gestandener Elektroniker bei Loewe auch nur das wort Netzversorgung in den Mund nehme und in dem zusammenhang auf mögliche Klangunterschiede hinweise lacht der sich scheckig, ehrlich gesagt schmunzel ich da nur noch drüber;)

    Der wird da aber so was von richtig grimmig und nimmt mich seidem ich mal davon gesprochen habe nicht mehr wirklich ernst..hoffnungsloser fall :heul:


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • ... und man verschiedene Geraete anschaltet und betreibt, mitunter gehen dann einige Störwerte im Gordian Display hoch.


    Das schlimme ist, selbst solche "Störsender" tragen stolz ein CE-Zeichen. Es gibt halt viel zu wenig Prüflabore, die sich dieser Problematik annehmen.

    Die Hersteller von diesem Mist können beruhigt davon ausgehen, daß sie nicht entdeckt werden und schlagen sich die Schenkel blutig vor Lachen über ihre dummen Kunden. Die verlangen ja kein korrekt funktionierendes Gerät, sondern laufen auch noch los und kaufen sich teure Netzfilter!


    Am besten man meldet solche Geräte gleich bei der lokalen Marktüberwachungsbehörde. Die können bei Nichteinhaltung der EMV-Richtlinie auch Bußgelder gegen die nachlässigen Hersteller erwirken.


    Gruß

    Michael

  • Volkmar,

    das Netzfilter eine positive Wirkung haben können stelle ich ja nicht in Abrede. Nur wenn ich sehe was manche High-End-Geräte kosten und das die Hersteller nicht in der Lage sind diese Störungssicher zu konstruieren macht mich das traurig. Und wie Jürgen oben anmerkt ist es ja noch schlimmer, die teilweise in Geräten verbauten Netzteile verschmutzen zusätzlich noch das Netz. Da kann ich dann wirklich nur sagen das die betreffenden Ingenieure doch mal ihre Hausaufgaben richtig machen sollten. Aber "Nein!", es ist ja einfacher zusätzliche Netzfilter zu verkaufen und daran auch noch Geld zu verdienen. Selbst mein alter Yamaha, der jetzt zentral hier steht, läuft da störungsfreier als ein hochgelobtes, aktuelles Verstärkerchen eines renomierten Herstellers welchen ich mir vor kurzem mal ausleihen durfte. Die Haupt-Störungsquelle war auch schnell gefunden. Das exteren Schaltnetzteil, andere liefern die Herstelle ja kaum noch, des DSP's den ich neu hier in der Anlage habe. In diesem Fall bin ich froh Amateur-Bastler zu sein und mir ein entsprechendes Netzteil dafür herzustellen. Angekotzt hat mich das aber schon das der Hersteller so nachlässig arbeitet?

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Hi,


    in der Tat finden sich all zu oft keine richtigen Netzeingangsfilter mehr.

    Dabei geben die Schaltnetzteilhersteller i.d.R sogar in den Datenblättern wenigstens die C´s und L´s an die (mind.) nötig für die Einhaltung der EMV Richtinien sind.

    Ein zwei Windungen des Netzkabels durch einen Ferritrring reichen für eine anständige Filterung eben nicht aus.

    Aber es genügt ja, das an einer Stelle ein teures Boutique-Bauteil zu erkennen ist und Prese und HighEnder jubeln wie ach-so-toll das Gerät doch ist. :rolleyes:


    jauu

    Calvin

  • Moin


    Quote

    Über eine Reaktion "das ist so deutlich, da brauchts keinen Blindtest" kann ich nur verschmitzt schmunzeln.

    das erinnert an Gerhard Polt:

    'Wos brauchtz mia a Opposistion, mir sans doch alle scho Demokraten?...' :meld:



    Aber wenn erst mal dieses verfluchte, eine Elektron ausgependelt wurde, das immer beim digitalen die glasige Härte macht oder beim falschen Netztkabel die Bühne verhängt, dann sollte ein nach Feng-Shit konstruiertes Netzfilter aus Filz und Fett im Zedernholzgewand die finale Lösung sein....


    Es ist bis heute immer wieder ein Wunder, wenn tagtäglich 1000e von Flugzeugen starten, fliegen und landen, bei deren gesamter Entwicklung man diese unabdingbaren Problemstellungen eiskalt ignoriert hat..

    Glück gehabt!


  • Hallo Jürgen,


    das Teil klingt ganz interessant. Benutzt Du den Netzstromreiniger immer oder "nur bei potenzieller

    Netzverschmutzung"?


    Du hängst demnach (über eine Netzleiste) auch schon mal die ganze Anlage an einen "high current

    output" des LAB12 Gordian?


    Danke für Deine Aufklärung!




    Bezüglich Netzkabeln war ich neulich bei einem hochgeschätzten Forenmitglied eingeladen.


    Wir haben dort nur ein Gerät (den Phono-Pre) mit drei verschiedenen Netzkabeln gehört

    und es waren reproduzierbar deutliche Unterschiede zu hören. Als das klar war, haben

    wir die drei Netzkabel noch am Netzteil für den Plattenspielerantrieb verglichen. Hier

    unterschieden sich dann die Höreindrücke von uns beiden, da ich an dieser Stelle eingesetzt

    keine Unterschiede heraushören konnte.

    Am Phono-Pre war es jedoch überdeutlich und hätte allen Negierern und Scheckiglachern

    gehörig die Sprache verschlagen. 8o

  • Quote

    Am Phono-Pre war es jedoch überdeutlich und hätte allen Negierern und Scheckiglachern

    gehörig die Sprache verschlagen. 8o

    afaik ist immer noch ein erkleckliches Preisgeld vakant, wenn man seine favorisierten (Netz)Kabel zuverlässig 'erhören' kann..

    Man sollte also die Einfältigkeit der Holzohren doch einfach mal richtig ausnutzen..

  • @Peer
    Netzstörungen sind extrem Wohnortspezifisch, ebenfalls extrem davon abhängig, inwiefern sich die Geraete untereinander beeinflussen. Entsprechend sind Filter und Netzkabel für mich Werkzeuge, die in unterschiedlichen Anlagen unterschiedlich wirken können.

    Ich haenge in der Tat schon mal alles an den High Current Ausgang des Gordian, aber nicht zum Musik hören, sondern zum messen.

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • tstststs... immer wieder erstaunlich, wofür teuer Geld ausgegeben wird.

    Für die Einen eine klangliche Offenbahrung, für die Anderen Voodoo.

    Zugegeben, eine halbwegs Adäquate (Haus-) Installation ist die halbe Miete und benötigt i.d.R. keine weiteren Filtermaßnahmen, aber ein kleiner Schutz schadet nicht. Meine Geräte ( auch mit Röhren z.B.MTA-AMP) kann ich direkt neben die Waschmaschine stecken, nix is mit Störungen. Gut die Trafos kommen u.a. auch von den Reinhöfers und Weiss mit mehreren Schirmen.

    Am Eingang sitzt sowas hier für UVP 11,80€:

    https://www.reichelt.de/?ARTIC…NWvnr7aktQCFVAQ0wodh8oHvg

    Kürzlich ein ein Kumpel nach einem Umzug in eine neue Wohnung minimal sein Waschmaschinenschleudern aus den LS gehört.

    Seit den Schurters am Netz ist Ruhe im Karton

    Gruß

  • Ich bin immer wieder verwundert warum gerade das Thema Spannungsversorgung in den Bereich Voodoo geschubst wird. Wenn es bei Hifi-Geräten einen klar erkennbaren Zusammenhang zwischen Wiedergabequalität und Aufwand gibt ist es mE die Spannungsversorgung. Bullshit in Bullshit out.

    Aber sind halt immer die gleichen Totschlagargumente, die ins Feld geführt werden.

    Ich verwende 1 Netzfilter vor der Steckerleiste und Netzkabel von Pithan Audio. Das sind mE No-Nonsens-Produkte, die ich sehr schätze. Die Wirkung des Netzfilters habe ich im Blindtest überprüft. Sechs Versuche, sechs Richtige. Und ich bin kein Erbsenzähler.

  • @Thomas
    da muss ich Dir 100% Recht geben.
    Speziell bei älteren Geraeten , die noch aus der 220v ohne Computer Zeit stammen , haben Netzfilter eine sehr starke Wirkung , da die Geraete noch nicht für den NeuzeitMuell ausgelegt waren.

    Aber auch neue Geraete finden einen gereinigten Strom prima, Problem ist hier, dass viele Spitzengeräte bereits eigene Filter oder netzconditioner haben und somit evtl sich Wirkungen von externem und internem Filter aufheben.

    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Ich bin immer wieder verwundert warum gerade das Thema Spannungsversorgung in den Bereich Voodoo geschubst wird.

    Das tut doch niemand.

    Wenn es bei Hifi-Geräten einen klar erkennbaren Zusammenhang zwischen Wiedergabequalität und Aufwand gibt ist es mE die Spannungsversorgung.

    Und das ist der Anlaß für die Kritik. Das ist ein Unding, daß so etwas überhaupt vorkommt.


    Es müssen ja 2 Voraussetzungen gegeben sein, damit das passiert. Zum einen muß die eigentliche Verstärkerschaltung gegenüber Störungen aus dem Netz empfindlich sein und zum anderen muß das Netzteil entweder Störungen von außen durchlassen, oder aber selbst Störungen erzeugen.

    Beides passiert nur, wenn man so richtig Scheiße baut.


    Seit etwa 90 Jahren sind Schaltungskonzepte bekannt, die eine PSRR (Power Supply Rejection Rate) von 80dB oder mehr aufweisen. Das allein schon macht Störungen von Netzteilseite völlig unbedeutend, weil unhörbar. Mit modernen Operationsverstärkern sind sogar Werte von über 100dB möglich und üblich.


    Aber selbst wenn man aus obskuren Gründen eine Schaltung verwendet, die nicht so gute Werte erreicht, kann man durch sorgfältige Konstruktion des Netzteils ein Gerät bauen, das völlig unempfindlich gegen Störungen ist.


    Wenn also ein Gerät durch ein externes Netzfilter seinen Klang verändert, dann hat der Konstrukteur an mindestens 2 Punkten Mist gebaut!

    Und dann kann es auch passieren, daß die Störungen aus diesem Netzteil auch durch den Trafo zurück andere Geräte am gleichen Stromkreis stören. Das Netzkabel wirkt dann wie eine Sendeantenne und das erklärt auch, warum unterschiedliche Netzkabel an solchen Fehlkonstruktionen den Klang verändern können.


    Der Hersteller macht das entweder aus Böswilligkeit, weil er besonders hohen Profit machen möchte und sogar an den selbstverständlichsten Filterbauteilen gespart hat, oder einfach weil er zu blöd ist ein anständiges Gerät zu bauen.


    Zum Glück gibt es ja reichlich Geräte, die ordentlich gebaut werden und dieser Schrott ist eher die Ausnahme.


    Ein Hersteller von Audio-Geräten hat sicherzustellen, daß seine Produkte unter allen denkbaren Betriebsbedingungen einwandfrei funktionieren und auf keinen Fall dürfen sie andere Geräte stören. Das ist nicht nur ein frommer Wunsch, sondern gesetzlich geregelt und kann durchgesetzt werden.


    Ich verstehe überhaupt nicht, daß es Leute gibt, die sich sowas gefallen lassen. Man stelle sich vor, der Hersteller des neuen Autos sagt, "Och nö, unter -5°C springt der Motor nicht an, das war uns zu schwierig da dann noch die Grenzwerte für Schadstoffe einzuhalten."

    Kauft ihr dann auch klaglos irgendwelche Tuningteile für Hunderte von Euro und schreibt begeistert in Foren, wie gut das Auto jetzt auch im Winter fährt?


    Gruß

    Michael


  • Moin


    Michael, wenn schon beim Bau des Netzteiles irgendwelche kruden Ideologien eine vernünftige Auslegung verhindern und sinnvolle Bauteile aus pseudoreligiösen Gründen dort 'nichts zu suchen haben', muss man halt im Nachhinein teuer exorzieren..

  • Ich bin bei diesen Themen immer hin und hergerissen.

    Leider verstehe ich nicht im Detail, was technisch möglich ist und was nicht. Was mir aber immer wieder auffällt, sind für mich technisch halbwegs nachvollziehbare Gründe, die Produkte ad absurdum führen und auf der anderes Seite öfter nur ein „Ich hör`s aber doch!“


    Ich habe mit Leuten gesprochen, die Musik aus sündhaft teuren Accuphasegerätschaften nicht so toll fanden, wie Musik aus den selben Gerätschaften hinter einem (ebenfalls sündhaft teuren) Powercleaner der gleichen Firma.

    Ich selber war bei der Vorführung nicht dabei, schätze aber diejenigen, die den Unterschied gehört haben, als „eher vernünftig“ ein. Ich meide solche Veranstaltungen auch, weil ich Angst habe ebenfalls Dinge zu hören die vielleicht gar nicht existieren.