Die Wahrheit über DAB+

  • Gerade der verpflichtende Einbau von Mobilfunk (für Notruf)...

    muss man dazu einen eigenen Handyvertrag, mit monatlichen Kosten, abschließen, oder wie funktioniert das?


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Nein, das ist kostenfrei. Bei BMW hat man zudem bei Neuwagen einen kostenlosen Concierge Service dabei, der über die Fahrzeugkarte läuft. Einfach Taste drücken, dann hat man einen netten Mitarbeiter in der „Leitung“.

    Gerhard

    LP12; TD124; NAGRA -IVS, -Seven, -Jazz, -VPS, -Classic DAC, -MPS, -CDC, -300p; FUNK -MTX, -Kabel; Open Baffle;

    AAA Mitglied;

  • Es sind unterschiedliche Antennen, die jedoch auch in einem Gehäuse integriert sein können.

    Wenn z.B. die Optionen GPS oder DAB+ nicht bestellt worden sind, dann fehlen die entsprechenden Leitungen vom Antennenstandort zum jeweiligen Empfänger und die eigentlichen Antennen.


    Bei den Kosten feilschen die Automobilhersteller um jeden Cent mit den Zulieferern, da wird nichts eingebaut, was nicht benötigt wird, keine DAB+ Antenne nebst Stecker und schon gar nicht eine Antennenleitung für mehrere Euro.


    Bei den Radios selbst mag der Chip für DAB+ vorhanden sein oder nicht, ebenso wie die Antennenbuchse. Das hängt von der Kalkulation ab (Hardwareeinsparung vs. Kosten für zusätzliche Teilenummer).

    Genau das ist zutreffend.

  • Hi, der DAB+ Empfang in Hamburg ist ok. Auch an der nordwestlichen Stadtgrenze, ca. 12 km von der City entfernt, bekommt man ohne Extraantenne alles gut rein. UKW übrigens auch. Allerdings gibt über UKW mit günstigen Geräten mit Wurfantenne gern mal nervige Störungen, insbes. wenn man in der Nähe der Geräte hin und her geht. BG Konrad

  • Gemessen an den Beträgen, mit denen hier schon beim möglichen Erwerb eines Netzkabels teilweise jongliert wird, dürfte sich der Gesamtaufwand für DAB im Portokassenbereich bewegen.8) Würden sich die Leute doch nur über die Obsolenz eines kaum 5j alten Handys so aufregen- aber nee, da freut man sich ja, wenns endlich das 'NEUE' Samweiapple wird..

  • Hallo Ole, Dein Hinweis trifft es schon recht gut. Aber fairer Weise sollte nicht übersehen werden, dass es den Fans ja nicht nur darum geht, dass bei Abschaltung von UKW ihre Geräte nicht weiter benutzbar und damit entwertet wären. Sondern sie argumentieren auch damit, dass UKW qualitativ dem DAB+ überlegen sei und nur über UKW ein angemessener Hörgenuss erzielbar sei. Zweitens besteht zu einem Baustein der eigenen Anlage wohl meistens eine höhere emotionale Bindung als gegenüber einem Handy. Nur auf der finanziellen Ebene lässt sich die Sache deswegen nicht diskutieren.

    BG Konrad

  • Würden sich die Leute doch nur über die Obsolenz eines kaum 5j alten Handys so aufregen

    Ja, darüber würde ich mich aufregen, mein Handy, ein Smartphone mit qwertz-Tastatur, ist nämlich inzwischen fast 13 Jahre alt, und noch laaaange nicht obsolet! 8)


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

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  • Hi, ich muss einräumen, dass ich so alle 2 Jahre ein neues Handy kaufe. Allerdings in der 200-250 € Klasse - und das ist dann ein China-Böller, z.Zt. ein Xiaomi Red Note 5. Beim analogen Geraffel bin ich da deutlich konstanter. BG Konrad

  • In einigen Jahren haben alle Neuwagen sowieso Internet, dann hat sich DAB+ erledigt. Deshalb verstehe ich nicht, wieso da immer noch Geld für ein veraltetes System verbrannt wird. DAB ist eine Übergangstechnologie, dessen Ende absehbar ist. Mich würde es nicht wundern, wenn UKW DAB noch überlebt.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Genauso ist es und es stecken natürlich handfeste monetäre Interessen dahinter, warum man parallel zu einem funktionierenden Netzwerk (UKW) noch ein zweites System aufoktroyieren will, obwohl es schon einmal gescheitert ist (DAB ohne Plus).

  • obwohl es schon einmal gescheitert ist (DAB ohne Plus).

    Die Zeit und auch das System DAB (ohne Plus) waren bei Einführung noch nicht hinreichend reif und die Markteinführung hatte nicht genügend Power für ein Massenprodukt. Massenprodukt muss es aber sein oder werden, damit erschwingliche Endgerätepreise möglich werden. Heute sind wir viel weiter. Eine einigermaßen flächendeckende Verbreitung von Hörfunk über Internet/ Mobilfunk (shared medium!) in einer Qualität, die DAB + zumindest ebenbürtig ist, wird noch lange auf sich warten lassen. Und die Bundesländer sehen ein Problem für ihre Rundfunkhoheit, wenn Rundfunk zu sehr über die selben Wege wie das Internet verbreitet würde. Und übrigens: Hinter jeder Technologie stehen auch finanzielle/ wirtschaftliche Interessen.


    BG Konrad

  • Die Zeit und auch das System DAB (ohne Plus) waren bei Einführung noch nicht hinreichend reif

    Die Entwicklung von DAB begann 1987. Der Pilotbetrieb von DAB startete in Deutschland 1995 und ging 1999 in den Regelbetrieb über. Erst in 2011 erfolgt die Umstellung auf DAB+. Was da im Hinblick auf das System DAB (ohne Plus) nicht hinreichend reif gewesen sein soll verstehe ich nicht.

    und die Markteinführung hatte nicht genügend Power für ein Massenprodukt.

    Die Markteinführung war tatsächlich schlecht gemanagt. DAB (ohne Plus) war aber nie ein Massenprodukt, sondern ein Nischenprodukt. Es gab nur den VHF-Kanal 12 zur Verbreitung in der Fläche und in Metropolen noch das L-Band, demzufolge war die Anzahl der Ensembles extrem beschränkt.

    Massenprodukt muss es aber sein oder werden, damit erschwingliche Endgerätepreise möglich werden.

    Die Endgeräte kommen hauptsächlich aus Fernost. Dort spielt es keine Rolle welche Art von Chip eingebaut wird. Ob das Teil nun DRM, DAB, DAB+, HD-Radio oder sonstwas kann, ist den Herstellern doch egal.

    Eine einigermaßen flächendeckende Verbreitung von Hörfunk über Internet/ Mobilfunk (shared medium!) in einer Qualität, die DAB + zumindest ebenbürtig ist, wird noch lange auf sich warten lassen.

    Was ist für Dich lange, ein Jahr, zwei Jahre, fünf Jahre, zehn Jahre? Abgesehen davon, flächendeckend ist DAB+ auch nicht und wird es nie werden. Internet ist bereits heute über verschiedene Wege verfügbar, z.B. über Kabel (Kupfer oder Glasfaser), über Mobilfunk, über WLAN-Hotspots und über Satellit selbst in entlegenen Gebieten.

    Und die Bundesländer sehen ein Problem für ihre Rundfunkhoheit, wenn Rundfunk zu sehr über die selben Wege wie das Internet verbreitet würde.

    Erklär mal bitte, wo ein Problem liegen soll. Die Verbreitung im Internet findet doch bereits heute schon statt.

  • Erklär mal bitte, wo ein Problem liegen soll. Die Verbreitung im Internet findet doch bereits heute schon statt.

    Als Experte könntest Du Dir diese und auch andere Fragen gern selber beantworten. Diese Art der Diskussion kannst Du gern führen, aber ohne mich. BG Konrad

  • Konrad hat vermutlich damit gemeint, dass Radio via Internet ein eigenes und spezielles Fachgebiet ist. Damit hätte er auch recht, es würde auch den Rahmen dieses Thema sprengen.


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Die Zeit und auch das System DAB (ohne Plus) waren bei Einführung noch nicht hinreichend reif und die Markteinführung hatte nicht genügend Power für ein Massenprodukt.

    Jein. Das Hauptproblem bei der Markteinführung war, dass bei flächendeckender Einführung auch die privaten Sender an allen Standorten empfangbar gewesen wären. Die öffentlich rechtlichen Sender wollten aber ihre damals teilweise noch vorhandene Gebietshoheit behalten weswegend die privaten Sender insgesamt eine lange Nase gemacht haben und das Projekt nicht unterstützt haben bzw. nicht mitmachen wollten. Dadurch hätte es bei Umschaltung keine Akzeptanz geben können und war auch rechtlich nicht machbar. Ganz nebenbei haben die Mehrwegdienste damals auch nicht jedem Freude bereitet. Immerhin gab es für zeitgenössische Verhältnisse atemberaubende Übertragungsraten von 96 KBit/s für ein quasi Internet, der Rückkanal war ja in Arbeit. Das kollidierte mit dem aufkommenden Internet - wer auch immer da wieder in der Lobby saß.


    Außerdem standen erst mal die Versteigerungen der Mobilfunklizenzen an.


    Fertig war der Kram und wäre, wenn alle mitgemacht hätten, seit 10 Jahren ausnahmsloser Standard.

  • Hi:


    Allein die technische Reife, die Funktionsfähigkeit, genügt nicht. Sondern es geht auch um eine möglichst breite Unterstützung und Akzeptanz, was voraussetzt, dass substanzielle Streitpunkte beigelegt sind.


    Ich war davon ausgegangen, dass die Probleme, die sich aus der Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund (Telekommunikation) und Ländern (Rundfunk) ergeben, und deren Auswirkungen im Zeitalter des Internet und der Konvergenz doch jedem, der sich hier zum Thema äußert, einigermaßen geläufig sind. Ansonsten hilft vielleicht eine Google Recherche.


    BG Konrad