Kombination Tonabnehmer Tonarm auf Analog-Laufwerken

  • Ach ja, Autos. Der vergleich wie gestellt geht denke ich nicht gleich auf. Porsche hatte den 912 und die Ente konnte man als 4x4 mit zwei motoren bekommen (Sahara).


    Mit meiner Alfa Gulia habe ich immer sehr gute rundezeiten gefahren, schneller als einige mit hoch getunte motoren. Meine Gulia hatte die groesseren bremsen vom Montreal ;)


    Ingo

    ... a simple product of sophisticated thinking.

  • Das sehe ich anders. Weil der kleinere Motor von Anfang an eine Fehlinvestition war, die unnötig Geld verbraucht.

    Das mag dann aber jeder für sich entscheiden. Falls ich mir mal irgendwann einen Dreher neu kaufen sollte, werde ich bestimmt kein Paket kaufen, das mit einem AT 95 oder einem sonstigen Abtaster ausgestattet ist, der von vorn herein deutlich erkennbar mit der sonstigen Kombi nicht mithalten kann. Ich sage ausdrücklich "deutlich erkennbar", denn in der Tat wird vieles erst klar, wenn man es ausprobiert. Diesen Weg der Optimierung sind viele hier gegangen und man ist eigentlich niemals am Ende. Aber man muss doch nicht etwas kaufen, von dem man bereits vor dem Kauf wissen könnte, dass es suboptimal ist.


    Dass es im Interesse des Verkäufers liegen kann, den Preis für ein Paket unter einer bestimmten Schwelle zu halten, ist unbestritten. Die Frage ist allerdings, ob das auch im Interesse des Käufers ist. BG Konrad

  • Das sehe ich anders. Weil der kleinere Motor von Anfang an eine Fehlinvestition war, die unnötig Geld verbraucht.

    kann man auch anders sehen. Der kleine Abtaster ermöglich ja vielleicht den Einstieg in eine höhere Klasse von Laufwerken und hat sowieso eine endliche Lebensdauer.

    Zitat:

    Dass es im Interesse des Verkäufers liegen kann, den Preis für ein Paket unter einer bestimmten Schwelle zu halten, ist unbestritten. Die Frage ist allerdings, ob das auch im Interesse des Käufers ist.(Ende Zitat)


    Wenn ein festes Budget gesetzt ist, spätere Updates jedoch nicht ausgeschlossen werden, dann ist es auch im Interesse des Kunden.

    Und: wer glaubt, er kaufe einmal den kompletten Plattendreher fürs ganze Leben, der irrt sowieso :P


    (Sorry für falsches Format des Zitats, bin den Kampf mit dem Foren-Editor leid)

    Steve Albini: "I don't use computers to make records. I use tape machines, like nature intended. I use computers for correspondence, arguments, poker and porn."

  • Hallo,


    ich sehe es genauso wie die Linn-sche Philosophie: Als erstes kommt das Laufwerk, dann der Arm und zum Schluß der Tonabnehmer.

    Ein gutes Laufwerk mit passendem Tonarm und mittelmäßigem bzw. billigen Tonabnehmer klingt immer besser als ein teurer TA im mittelmäßigem Arm auf billigem Laufwerk. Sprich, ein Plattenspieler für 5000 Euro, bei dem das meiste des Budgets in den TA investiert wurde, klingt immer schlechter als ein 5000-Euro Dreher, bei dem mehr für das Laufwerk ausgegeben wurde.

    Ich höre z. Zt. sehr zufrieden mit einem LP-12 mit Akito-(nicht Ekos-)Arm und einem alten AT12xe MM-System von Audio-Technica (war wohl der Vorgänger von AT95).


    Gruß Jan

  • Hallo Jan: Dass von 5000 € der größte Teil in den TA investiert werden soll, wurde hier nicht vorgeschlagen. Jedenfalls nicht von mir. Solche Extrembetrachtungen sind m.E. nutzlos. Es geht mir vielmehr um Ausgewogenheit. Das Interesse des Käufers ist natürlich gewahrt, wenn es Alternativen gibt und er darüber gut beraten wird oder sich hinreichend selbst auskennt. Meinetwegen darf auch jeder gern seinen 5000 € Dreher mit einem AT 95 o.ä. betreiben, wenn er so viel Spaß daran hat. Man kann fast aus jeder Not eine Tugend machen. Und was Linn seinen Kunden sagt, kann ja auch gar nicht falsch sein ;)


    BG Konrad

  • Ne Konrad, das mit den 5000 Euro war nur für eine Beispiel-Rechnung. Ich wollte damit sagen, dass man mit begrenztem Budget klanglich weiter kommt, wenn man den Großteil ins Laufwerk investiert als wenn man preislich und qualitativ aufeinander abgestimmte Komponenten kombiniert.

    Und da kann am Ende ein 100-Euro-System besser klingen als eins aus der 500er Klasse.


    Gruß Jan

  • Diese "Erfahrung" kann ich so nicht bestätigen. Klar, eine gewisse Grundqualität muß natürlich da sein, ein Cadenza Black auf einem Auna Plastikdreher bringt natürlich nix. Aber ein guter Dreher für ca. 1000€ muß nicht schlechter sein als einer für 5000€. Oft wird der hohe Preis nur durch Marketinggeschwurbel gebildet oder/und durch schieren Materialeinsatz. Wirklich BESSER muß der aber deswegen keineswegs sein... Das gleiche gilt auch für Tonarme und Tonabnehmer.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo


    Man kann das ganze halt nicht verallgemeinern denk ich, für manche spielt der Arm die größere Rolle da manche Tonabnehmer gewisse Arme benötigen und dazu kommt dann das passende Laufwerk oder? Ich denk da an die SPU's zB, sicher ein Sonderfall aber da gibt's so einige die mit Tondosen glücklich sind.


    Beste Grüße Oliver

  • Ich hatte die Gelegenheit einen Phonosophie P3 mit Naim Aro mit einen Bauer dps und Bauer Tonarm bei mir zu Hause zu vergleichen. Beide waren mit einen Benz Glider SL bestückt.

    DIe bessere Kombination wollte ich dann behalten, dabei war schnell klar das der dps die Nase vorn hatte.


    Aus diesem Grund bin ich der Meinung das nicht der Tonabnehmer die größte Rolle spielt, sondern Laufwerk und Arm erstenmal die Priorität haben.

  • bin ja gerade dabei das Zontek Laufwerk (mit Zontek Arm zu UVP 16.000,-eur) optimal zu platzieren.
    Dies mache ich mit einen Audio Technica AT 33 SA, welches mit UVP 700,-eur sicherlich das Laufwerk noch nicht ausreizt.
    Das spannende für mich ist aber dabei, dass ich das AT 33SA noch nie so gut gehoert habe.
    Die gute Laufwerks (einzeln 12.000,-eur) und Arm (einzeln 4500,-eur) Kombination macht sich klanglich auch bei dem verwendeten Mittelklasse Tonabnehmer klar bemerkbar. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass man den Zontek erstmal mit einem Abtaster der 500,- bis 1000,- eur Klasse ausstattet und erst mit dem Verschleiss des Tonabnehmereinstiegs auf einen preislich passenden Tonabnehmer zu 3000,- bis 7000,- wechselt .
    (Ich habe den Zontek bei mir bereits mit Transfiguration Proteus und Ikeda KAI laufen gehabt, in der Summe hat das AT33SA das beste Preis/Klang Verhältnis, auch wenn Proteus oder KAI klanglich klar besser sind.

    gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Ja Andreas, ich stimme Dir zu und bevorzuge eine differenzierte Betrachtung im Einzelfall und eine Hinterfragung der anzusetzenden Preise. Dass eine gewisse Mindestqualität bei Dreher und Arm vorhanden sein sollte, damit es überhaupt lohnt, sich das anzuhören, ist unbestritten.

    Jedoch halte ich es für eine Verschwendung von Geld, einen teuren Dreher (auf Dauer) mit einem Einsteigersystem zu betreiben. Dass man manchmal aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend so verfährt, weil nicht mehr genügend Geld für ein gutes System vorhanden ist, kann ja sein. Aber wie gesagt: Da sollte man aus der Not keine Tugend machen, d.h. die Notlösung nicht zu sehr schönreden.

    BG Konrad

  • @Konrad
    genau so wuerde ich es auch sehen,
    bei begrenzten Budget von sage ich mal 5000,-eur und der Aussicht in ein oder 2 Jahren noch mal 2000,-eur investieren zu können, wuerde ich auch mit einem zB Denon DL 103 starten und später auch ein hochwertiges System wechseln.

    (....und manch einer ist dann dennoch beim Denon geblieben :-)

    Gruss

    Juergen

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    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • DIe bessere Kombination wollte ich dann behalten, dabei war schnell klar das der dps die Nase vorn hatte.

    Das WIRKLICH Interessante dabei wäre gewesen, die Tonarme samt TA wechselseitig zu tauschen... Klar geht das nicht so einfach aber manchmal geht's ja doch. Ich habe so einen Test mal gemacht und hab in ein, zwei Minuten einen SME 312 samt Benz Wood von einem Dreher auf den anderen verpflanzt - 5000€ Dreher gegen Eigenbau ... und jetzt rate mal, wie der Test ausgegangen ist...;) Der 5000€ Dreher, in der Fachpresse selbstverständlich mehrfach bejubelt, war nur einen klitzekleinen Tick besser als der Eigenbau, wobei letzterer noch nichtmal in seiner heutigen Ausbaustufe war... Der unterschied war so klein, daß ich mir nicht sicher war, ob da nicht der Wunsch der Vater des Gedanken war. Einen Doppelblindtest hätte ich mir nicht zugetraut. Jedenfalls nichts, was den Mehrpreis auch nur ansatzweise rechtfertigen würde...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Hallo

    Und bitte nicht die Phonostufe außer acht lassen, hat sich bei mir Klanglich am meisten bemerkbar gemacht (mit günstig bis Teueren Drehern)


    Gruß Jürgen

    Rega RP6, Shelter 90X, Devialet D120 (mit DAC/Phono), Dynaudio Confidence C1, Aries Femto, Gigawatt PC EVO