RIAA-Phonovorstufe mit LT1115

  • ein Problemchen beschäftigt mich, als nach dem auflöten der RIAA Elementen - R + C - die Kapazität der Kondensatoren nachgemessen habe.

    Die Kapazität kannst Du nach dem Einlöten in der Regel nicht mehr genau bestimmen, schon gar nicht wenn auch die Widerstände schon eingelötet wurden.

    mfg klaus

  • Ich habe ein Verständnis Problem mit dem Netzteil.

    Warum befinden sich hier so hohe Widerstandswerte?

    Bis jetzt habe ich die Werte um die 240 Ohm, bzw. 3-5kOhm benutzt.

    Abhängig von der gewünschte Spannung.

    Oder bin ich auf dem falschen Dampfer?


    Grüß

    wojtus419

  • Hallo,

    Du sprichst beim LT317, bzw. LM317, den Widerstand von OUT zu ADJ an. Im Datenblatt wird gerade für diesen Widerstand ein Wert von 240 Ohm angegeben, bzw. man findet ihn in den Schaltbeispielen des Datenblattes.


    Ich habe das Verhalten des Netzgerätes mit LTspice simuliert. Die beste Unterdrückung der Restwelligkeit der Siebung erreicht man mit einer Kapazität zwischen ADJ und Masse. Ein Wert von 10 µF ist dabei schon optimal. Mehr bringt auch nicht viel mehr Unterdrückung. Um jetzt die Wirkung des 10 µF Kondensators zu unterstützen habe ich den Spannungsteiler für ADJ so gewählt, daß der Widerstand parallel zum 10 µF Kondensator relativ hoch ist und habe mich für 10 K entschieden. Dadurch muß aber auch der Wert zwischen OUT und ADJ größer werden. Mit 700 Ohm bis 1,2 K liegt der Wert aber noch gut im Rahmen des Möglichen.


    Es war also ein Kompromiss um die Brummunterdrückung zu optimieren. Bei diesen kleinen Strömen von maximal 25 mA / 50 mA konnte ich auch keine anderen Nachteile entdecken. Die Last ist auch so gut wie unabhängig vom Nutzsignal, da die OPV mit Bezug zum Nutzsignal relativ hohem Ruhestrom betrieben werden.

    mfg Klaus

  • Danke Klaus,

    diese Erklärung wirkt wie Balsam auf mein Gemüt.

    Mit LTSpice kann ich nichts anfangen.

    Das Netzteil were in folge auch für LiTe brauchbar? - vielleicht nur in einfachere ausführung.


    Danke und Grüße

    wojtus419

  • Das Netzteil were in folge auch für LiTe brauchbar? - vielleicht nur in einfachere ausführung.

    Roman, danke für den Link. Ja sicher kann man das Netzteil auch ähnliche Projekte einsetzen.


    Netzteil_teilbestückt_web.jpg


    Vollbestückt hat man für den rechten und linken Kanal jeweils eigene Stabilisierungen. Da wollte ich es einfach mal wissen. Für ein anderes Projekt habe ich dabei nur die Stabilisierung eines Kanals bestückt.


    Die Stabilisierung eines Kanals bleibt dabei zweistufig. Der Ripple, die Welligkeit, geht dabei hinunter bis auf 2 µV (spitze-spitze). Das ist wirklich nichts mehr.

    mfg Klaus

  • Hallo,

    Netzteil aufgebaut.

    Jeder Zweig mit 507 Ohm belastet.

    Folgender Ergebnis -

    L+ = 12,15 V - 23,9 mA

    L - = 12,52 V - 24,7 mA

    R + = 12,07 V - 23,8 mA

    R - = 12,37 V - 24,4 mA

    Was besonders auffellt ist die um 2% bzw. 4% abweichende soll im Negativen Zweig.

    Die Positive Seite weicht um 0,7% (L -R).

    Kann man das nachbessern? Bringt das was?


    Grüße

    wojtus419

  • Kann man das nachbessern? Bringt das was?

    Man könnte es nachbessern, es bringt aber nichts. Die Verstärkung hängt nicht von der Versorgungsspannung ab oder deren Symmetrie, zumindest nicht bei diesen Abweichungen. Die Ausgangsspannung wird in der Regel 500 mV nicht übersteigen. Wenn wir in die Nähe von 10 V kämen sähe es u.U. anders aus. Dann würde man aber auch mit der Versorgungsspannung höher gehen.

    mfg Klaus