Koetsu Systeme - erste Erfahrungen!

  • Habe die Hoersessions mit FR-64 fx und FR-64s und teilweise am Jelco 750L gemacht. Meine Anzahl an Titan Headshells ist leider begrenzt, so dass das Rosewood nur im Rosenholz headshell gehoert wurde.

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • nachdem ich mit Genuss die Holzsysteme verglichen habe, plane ich diesen Themenkreis zu vertiefen. Der Unterschied zwischen lackiertem und umlackiertem Holzbody ist schon durchaus signifikant. Nun bestätigte mir ein Koetsu Kenner, dass die verwendeten Farbpartikel den Koetsu Urushi Varianten ebenfalls unterschiedliche (minimal) Klangfarben mitgeben.
    So plane ich die Anschaffung eines weiteren Urushi, bin ich doch neugierig :-)

    Schaut man sich die stone body Familie bei Koetsu an, bestechen diese nicht nur durch wunderbare Edelstein Optiken, sondern auch durch unterschiedliche Material (Stein) Härten, welche sich bei identischen Maßen auch in unterschiedlichen Gewichten ausdrücken.

    So ist der klangliche Vergleich verschiedener stone bodies auch ein grosser Wunsch, den mir gerne auch kurzfristig erfüllen mag.

    So könnte der Koetsu Vergleich am 25./26.11. bei mir evtl noch umfangreicher werden !

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Quote

    Nun bestätigte mir ein Koetsu Kenner, dass die verwendeten Farbpartikel den Koetsu Urushi Varianten ebenfalls unterschiedliche (minimal) Klangfarben mitgeben.

    Synästhesie bei Haienders...

    Pflug oder sägen?

  • Optisch eine Augenweide. Bei den Urushi Varianten sehe ich aber eher die Fertigungstoleranz als Klangunterschied an. Farbpartikel heraushören finde ich dann doch etwas übertrieben.

    Gruß Volker


    -------------------------------------------------------------
    Gewerblicher Teilnehmer und AAA-Mitglied

  • Fertigungstoleranz als Klangunterschied

    ...der war gut!


    Und was folgt daraus: Nicht nur der Vergleich unterschiedlicher Modelle macht Sinn, sondern mehr noch der Vergleich unterschiedlicher Ausgaben eines Modells.


    Drum: "Auf zu neuen Taten, teurer Helde!" ("Götterdämmerung", erster Akt, ich glaube, zweite Szene)


    SG - Michael

  • nun habe ich die ersten Stunden mit den verschiedenen Holz/Urushi Varianten hinter mir. Wenn man sich intensiver mit diesen beschaeftigt, sind die Unterschiede größer als gedacht. Alle Urushi kosten um die 5000,-eur, dh scheint eigentlich vom Hersteller kein eingepreister QualitaetsUnterschied vorgesehen zu sein. Habe die Urushi im Jelco HS 30 Headshell , dieses ist baugleich mit dem Koetsu headshell, sollte also speziell zu den Holzbody Typen gut passen.

    Was beim Einbau auffällt, ist , dass die Auflagekraft bei jedem System krass anders eingestellt werden muss. Ich habe die Systeme dann mal zusammen mit dem Headshell gewogen. Die Gewichte liegen zwischen 26,5 und 29,8g, was für scheinbar identische Systeme schon ein recht grosser Unterschied ist. Speziell das Urushi Wajima Gold ist sehr schwer. Da scheinen die Gold Partikel doch einiges an Gewicht zu haben :-)

    Gehe mal davon aus, dass das verwendete Rosenholz zwar die selben Maße hat, aber jeh nach Serie und Baujahr unterschiedliche Gewichte möglich sind.

    Zumindest haben die real gewogenen Gewichte nichts mit den techn Daten zu tuen. Dies bin ich aber von Manufaktubetrieben bereits gewöhnt, letztendlich ist jedes System ein Unikat!

    Ich habe die unterschiedlichen Systemgewichte mit Auflegegewichten etwas kompensiert (Technics spacer), so dass der Vergleich mit identischer Tonarm Gegengewichtseinstellung möglich ist.

    Den Unterschied zwischen :

    - Koetsu Rosewood Signature
    - Koetsu Urushi Blue Sky
    - Koetsu Urushi Vermillion


    sind so geblieben, wie bereits oben beschrieben.

    Das


    - Koetsu Urushi Wajima Gold

    spielt sich direkt neben das Vermillion und gefällt mit ausgesprochen gut. Es kommt nicht ganz an die filigrane Auflösung des Vermillion ran, aber besitzt speziell im Stimmbereich bereits all das, was ich an einem Koetsu Stonebody so schätze. Die Abbildung ist fest , präzise und einfach sehr realistisch.

    ich vermute, dass dies am schwereren und vor allen Dingen offensichtlich festeren Gehäuse zu hat, Die metallenen GoldPartikel scheinen das System nochmal mehr auszuhärten, als es der Standard Urushi Lack sowieso schon tut.

    Haette, offen gestanden, nicht mit diesem Unterschied gerechnet.

    Dass sich rohes Holz und Lack unterscheiden war mir klar, dass sich unterschiedliche Spulenwindungen bemerkbar machen, auch klar.

    Aber dass unterschiedliche urushi Typen so signifikant anders sind, hmmm...


    Macht neugierig auf das Koetsu Urushi Tsugaro , dass zusätzlich zum Gold noch Chaotisch beigemischte Dreiecke (material?) im Lack hat.


    Dieses ist dann auch das einzige Urushi, dass etwas teurer ist.

    Macht auf jeden Fall sehr viel Spass , sich mit den unterschiedlichen Persoenlichkeiten dieser Systeme auseinanderzusetzen :-)


    Die Erfahrung mit den Urushi Systeme lässt jetzt natürlich meine Neugier wachsen, wie sich die Stonebody Koetsu Systeme im Vergleich anhören.

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Gehe mal davon aus, dass das verwendete Rosenholz zwar die selben Maße hat, aber jeh nach Serie und Baujahr unterschiedliche Gewichte möglich sind.

    Zumindest haben die real gewogenen Gewichte nichts mit den techn Daten zu tuen. Dies bin ich aber von Manufaktubetrieben bereits gewöhnt, letztendlich ist jedes System ein Unikat!

    Und da sehe ich den größten Unterschied im Klang bei den Urushi Varianten (ausser dem Vermillion). Dem Lack schreibe ich da deutlich geringere Änderungen zu.

    Gruß Volker


    -------------------------------------------------------------
    Gewerblicher Teilnehmer und AAA-Mitglied

  • volker
    Meine Erfahrungen hinsichtlich des klanglichen Einflusses von Lack beruhen auf hölzernen Lautsprechergehauesen, insofern ging ich davon aus, dass dies bei Koetsu ähnlich ist. Koetsu selber weist daraufhin, dass mit zunehmender Aushärtung des Lackes eine klangliche Änderung stattfindet, was zumindest die Vermutung zulässt, dass auch der verwendete Lack, bzw das Material der Pigmentierung einen Einfluss hat.

    Denke, dass sowohl das Gehäusegewicht, als auch die Lackierung einen Einfluss hat.

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • nein, dieses hat den Weg noch nicht zu mir gefunden.


    Ich hatte aber mal die Moeglichkeit Jade mit und ohne Platinum zu hoeren, insofern kann ich mir vorstellen, wie ein rosewodd signature platinum im Vergleich zum normalen signature spielen wird.


    gruss

    juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo Jürgen,

    deiner Ausführung stimme ich zu 100% zu. Doch den Einfluß der Fertigung und der Hölzer sehe ich als ausschlaggebenden Faktor für die Unterschiede im Klang an. Das sich jedes System für sich über die Zeit noch verändert ist klar, doch die Differenzen werden bleiben.

    Gruß Volker


    -------------------------------------------------------------
    Gewerblicher Teilnehmer und AAA-Mitglied

  • Hiermal ein Koestu Erfahrungsbericht eines amerikanischen Koetsu Nutzers, mit dem ich aktuell viele mails austausche . Er nutzt (e) ein Koetsu Blue Lace am langen 14' Kuzma 4 point.

    Auf Grund meiner positiven Erfahrungen mit Kuzma in FR Armen, hat er sich einen Fidelity Research FR66s gegoennt :

    "Last night I was able to mount my FR-66s and play my Koetsu Blue Lace Platinum with it using the Jelco rosewood headshell (I haven't modified the titanium one yet) and all I can say is wow! What a difference compared to the Kuzma - it's much more dynamic and also more resolving. Sounds like a totally different cart - more like the Lyra Atlas I tried with my Kuzma (but without the high end glare). Also PRAT is awesome and there's real sparkle to the music like I've never heard before - hard to imagine a ~40 year old tonearm design could be so good."


    Ich denke, dass dieser kurze Bericht klar macht, wie wichtig ein passender Tonarm fuer die Koetsu Performance ist, freue mich auf jeden Fall auf den Tag, dass auch bei mir ein FR66s laeuft :-)

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • kann man so nicht beantworten, ein Koetsu gefaellt mit am FR besser, ein Colibri (mit harter Aufhaengung) am 407.

    Ein Audio Technica ART 7 oder ART 9 auch wieder am FR .

    Deshalb steht mein Beitrag ja auch im Koetsu thread, da man die Erfahrung eben nicht verallgemeinern kann.

    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo,

    Hat jemand mehr Infos über die unterschiedlichen Urushi Varianten? Geht es dort nur um Unterschiede im Lack?

    Oder doch um mehr?

    Jürgen, du hast mal das Urushi Vermillion als Besser beschrieben, als andere Urushis, und hatte mit 0, 2mV Ausgangsspannung auch weniger, als die normalen mit 0,3. Also gibt es doch auch technische Unterschiede bei den Urushis.

    Was ist an dem Tsugaru Black besonders?


    Und klanglich?


    Hat jemand weitere Erfahrungen mit Koetsu, bevorzugt Urushis in Kuzma Armen? Dort Unterschiede zwischen Airline und 4Point?


    Danke für jegliche Infos.

    Schöne Grüße
    Balázs

  • Die Urushi Systeme unterscheiden sich klanglich mehr, als ich anfangs der moeglich gehalten habe.

    Das Vermillion hat weniger Spulenwindungen (aehnlich my Lyra die SL Varianten) und unterscheidet sich deshalb als einziges vom Generator.

    Ich empfand die Aufloesung am besten und somit die klangliche Balance als sehr gut, Es kling aber dadurch auch am wenigsten so , wie viele ein Koetsu erwarten wuerden, Ich empfand es vor allen Dingen mit einem passenden Uebertrager als sehr gut (hatte damals einen Kondo ÜT)

    Sehr gut sind auch Wayima und Tsugaru, hier sind dem Urushi Lack Metallpartikel beigemischt, die Systeme sind dann auch messbar schwerer.

    Der Klangeindruck geht dann schon mehr in die Richtung der Stonebodies. Auf meinem workshop gab es einige , die speziell das Wayima sogar den stone bodies vorgezogen haben.

    Das Tsugaru hatte ich leider nur sehr kurz da und kann es deshalb nicht im Unterschied zum Wayima einsortieren, es kam mir aber sehr aehnlich vor.

    Das Urushi Black hatte ich leider noch nie in den Händen, habe somit keine Klangeindruck.


    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter audiophiler Events

    TechDAS Stützpunkt


    AAA- Mitglied

  • Hallo,

    Vielen Dank.

    Wenn man durch die internationalen Angebote und Onlineshop mit den jeweiligen Angeboten schaut und die dortigen Bilder sich anschaut, gibt es doch einige Unterschiede.


    Zunächst technisch: Vermillon manchmal mit 0,2mV, manchmal 0,4, der Rest mit 0,4 oder 0,6.


    Der Tsugaru ist mal Circusbunt, manchmal aber auch als Tsugaru Black beschrieben, und dann dezent mit einigen feinen Goldsprenkeln auf Klavierlack schwarz.

    Ebenso gibt es mal Wajima als kunterbunt, mal aber auch als Wajima Gold, recht dezent im Vergleich.

    Evtl sind das aber nur unterschiedliche Versionen über die Jahre bzw. unterschiedlich alte Bilder.


    Aber womöglich auch egal....😉


    Wenn Ihr Fotos von den jeweiligen Typen habt, bitte nur zu! Hübsch sind die auf jeden Fall!

    Schöne Grüße
    Balázs