Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • EMI 1C 197-52 249 60, daraus gehört KV 537, Krönungskonzert.

    Im Vergleich mit der Gulda/Harnoncourt-Aufnahme (#2.197) enttäuschend. Insbesondere wegen des kompakten Orchesterklangs und des eher stumpf klingenden Klaviers. Live im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker war Barenboim hingegen sehr überzeugend, auch die Aufnahmetechnik war excellent.

    Gruß Jens-Peter

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    Mozart: Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur

    Solist: Alecia da Larrocha


    virtuose Meisterschaft, besonders im 3. Satz (Rondo),

    einen Tick zu "zart" interpretiert, vielleicht kommt es mir

    aber auch nach den "Beethoven Wochen" hier nur so vor :)

  • "Good old England", oder als die Inselwelt noch in Ordnung war. Elgar konnte durchaus was anderes als "Pomp and Circumstance", auch wenn das Cover in die Richtung geht. Seine zweite Symphonie beispielsweise, hier von Altmeister Adrian Boult meisterlich dirigiert. Nicht ganz mein Geschmack, aber technisch eine hervorragende Schallplatte.


    Viele Grüße - Frank


    Elgar Boult Cover.jpg

  • Gerade eben das Violinkonzert von Beethoven mit Josef Wolfsthal, 1921. Absolut grandios, in jeder Beziehung. Ok, klanglich natürlich nicht. Aber dieser Mann spielt das Stück so klar und durchsichtig, so sinnig, schlüssig und organisch, dass es eine einzige Freude ist.

  • Josef Wolfsthal, 1921

    Glaube ich gerne, allerdings hatte Wolfsthal nur ein sehr kurzes Leben!

    Aber von einem sehr renommierten Fachmann konnte ich einmal folgendes erfahren:


    Wie Wolfsthal das Beethoven-Konzert gleichsam neu endeckte und darstellte.


    Sehr interessant, wäre schön wenn man mal Vergleiche anstellte mit der Interpretation heutiger Künstler. Ende Dezember konnte ich u.a. dieses Konzert mit der Geigerin Mayumi Kanagawa erleben. Die Auffassung der Künstler dürfte doch stark abweichen.


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Guten Abend,

    ja, leider ist er sehr jung gestorben. Was da noch hätte kommen können.

    Er muss ein äußerst intelligenter Musiker gewesen sein, der auch ein erstklassiger Dirigent hätte werden können. Einige Stellen gerade im ersten Satz, die bei den meisten Solisten etwas verfahren wirken, besitzen hier eine zwingende Logik.

    Mullowa/Gardiner wirken im Vergleich schon recht romantisierend ...

  • Mal was weniger ernstes für diese trübe Jahreszeit. Leider konnten weder Kurt Weill noch Bert Brecht diese Verfilmung ihrer Dreigroschenoper 1962 noch erleben. Was hätten sie wohl dazu gesagt? An sich wollte das Duo Brecht/Weill für ihr bekanntestes Stück keine ausgebildeten Sängerinnen und Sänger der Oper haben - was sich natürlich nie wirklich machen ließ. Aber bei dieser Aufnahme sind mit Curd Jürgens und Gerd Fröbe immerhin zwei tragende Rollen dabei, die definitiv nicht singen können und trotzdem zu den Texten passen wie der Deckel auf Topf. Der Rest schließt sich ebenfalls recht hemdsärmelig an, so "Hilde" Hildegard Knef, die fast so rotzig und rauh singt wie Lotte Lenya (warum war die nicht dabei?), außerdem Kurt Mühlhardt, June Ritchie und andere.

    Der Ton (mono) fürs Kino ist phantastisch gesoundet, hat also mit Hifi nichts zu tun. Aber wenn man sich das vorstellt, wie das in einem guten Kino über die damals übliche Siemens-Klangfilm-Anlage rüberkam - und selten wurde mehr Klangfülle dann auch auf eine Scheibe gepresst. Allerdings nur auf der ersten (deutschen) Decca-Auflage - siehe Label. Ich habe eine spätere Nachpressung (hellrotes Label) gehört, die war nicht halb so gut. Stellenweise sind die Titel im Stil der Zeit verjazzt, und das ganze darf man natürlich nicht ernst nehmen. Dann macht es richtig Spaß.

    Hat das überhaupt etwas hier in der Klassik-Ecke zu suchen? Ich wüsste nicht, wer sonst so eine Aufnahme würdigen könnte.


    Viele Grüße - Frank


    Dreigroschenoper Cover.jpgDreigroschenoper Label web.jpg

  • Hallo,


    Also ich sehe bei Deinen Fotos immer nur die gleiche Solti Edition von Decca.

    Hallo Uwe,


    die LPs der Solti-Edition stecken wohl alle im gleichen generischen Cover. Da wäre ein Foto des Labels sicherlich interessanter.

    Viele Grüße

    Thomas


    He sticks to his guns
    He takes the road as it comes
    It takes the shine off his shoes