Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Es sind ganz hervorragend produzierte Schallplatten, was ebenfalls die Vinyl-Qualität angeht, dies ist tadellose Ware.

    Hallo Reinhard,


    von den "100 Meisterwerken" besitze ich auch einige einzelne. Stimmt, das sind durchweg gute Nachpressungen, und ein guter Tip. Ich meine, die sind Anfang der 80er Jahre erschienen, und spätestens ab der zweiten Hälfte der 70er Jahre blickt man fast nicht mehr durch, welche Platten der DGG was taugen, und welche nicht.


    Viele Grüße - Frank

  • Danke für die umfangreichen Infos.Da kann ich dazulernen. Ich wußte gar nicht, dass es derartig viele Tonsysteme gab.

    Denke ich allerdings an die Tonarme und wie vergleichsweise einfach oder besser sorglos mit den den Plattenspielern und dem Plattenabspielen umgegangen wurde, dann erklärt sich für mich schon der Verlust an Qualität. Dafür haben sich die Scheiben dann wieder gut gehalten.


    Gruß

    Frank

  • Denke ich allerdings an die Tonarme und wie vergleichsweise einfach oder besser sorglos mit den den Plattenspielern und dem Plattenabspielen umgegangen wurde, dann erklärt sich für mich schon der Verlust an Qualität. Dafür haben sich die Scheiben dann wieder gut gehalten.

    Hallo Frank,


    das war auch in meiner Jugend (West) so, jedenfalls in meiner Umgebung. Die Schallplatte war ein Verbrauchsartikel, und es war ja auch so gewollt, dass sich die Scheiben abnutzten, irgendwann verschlissen und neue gekauft wurden (oder die gleiche nochmal). Allerdings kam keiner auf die Idee, dass eines Tages keine Platten mehr hergestellt werden würden.

    Insbesondere aus der Rockszene wurden da Scheiben sorglos abgenudelt, die heute ein kleines Vermögen wert wären. Allerdings auch nur, wenn sie NM und ein wenig darunter geblieben wären - also damals unmöglich.


    Viele Grüße - Frank

  • Schallplatte war ein Verbrauchsartikel, und es war ja auch so gewollt

    Hallo Frank,


    wahrscheinlich hat auch kein Mensch darüber nachgedacht. Die Platten von meinem Schwiegervater sind fast durchweg nicht zu gebrauchen, denn es knistert am laufenden Band. Natürlich alles West-Platten, keine Ost-ETERNAS!;(


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo,


    jetzt habe ich mir wieder einmal die verschiedenen Einspielungen des Forellen-Quintetts von Franz Schubert aufgelegt.


    Zuerst eine Harmonia Mundi Platte, es spielen Mitglieder des Collegium Aureum

    ganz wunderbare Einspielung, techn. Qualität 1 a


    Die nächste Aufnahme stammt von CBS, damals eine Sonderausgabe für DM 10,00, aber von allerbester Qualität. Ebenfalls eine von mir bevorzugte Version.


    Weiterhin liegt bei mir noch die Aufnahme der DECCA vor, es handelt sich um eine RI, es ist eine Aufnahme von 1958. Ebenfalls sehr schön, welche ich eigentlich hauptsächlich wegen dem Geiger Willy Boskovsky gekauft hatte. Boskovsky war schließlich Jahrelang der legendäre Dirigent der Neujahrskonzerte. Boskovsky war jedoch "nur" der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker.

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  • Auch von Eterna gibt es eine sehr schöne Einspielung des Forellen-Quintetts

    Hallo Joachim,


    natürlich, da Du es erwähnst, hier habe ich eine sehr schöne Haydn-Aufnahme

    mit dem Berliner Streichquartett. Mit der klassischen Streichquartett-Besetzung

    2 Violinen, 1 Bratsche, 1 Cello.

    Ausgesprochen authentisch aufgenommen, klingt hervorragend!

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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    das ist eine sehr schöne Aufnahme! Gewandhaus-Qt., Suske-Qt. und Berliner Streichquartett sind durch den Geiger Karl Suske miteinander verbunden:


    ab 1955 bis Ende der 1960er Jahre spielte K. Suske die 2. Violine im Gewandhaus-Qt. (1. Violine: Gerhard Bosse).


    Danach spielte er bis Anfang der 1980er Jahre die 1. Violine in dem von ihm gegründeten Suske-Qt.


    Nach seiner Rückkehr zum Gewandhaus-Qt. (als Primarius) haben die anderen Mitglieder des Suske-Quartetts dieses in Berliner Streichqt. umbenannt.


    -- Joachim

  • 1955 bis Ende der 1960er Jahre spielte K. Suske die 2. Violine im Gewandhaus-Qt. (1. Violine: Gerhard Bosse).

    Hallo,


    da wir über das Suske-Quartett schreiben, ist mir wieder eingefallen, dass ich von diesem Quartett ebenfalls ein Platte habe. Es ist allerdings eine Übernahme von VEB Deutsche Schallplatten, diese hatte Eurodisc übernommen. Aus klanglichem Blickwinkel betrachtet stehen diese Platten den ETERNA-Platten in nichts nach. Weiterhin einwandfreie Fertigung, welche damals als Club-Sonderauflage herausgegeben wurde.


    Aufgenommen 1971/72 in der Lukaskirche Dresden.


    Karl Suske, 1. Violine, Klaus Peters, 2. Violine, Karl-Heinz Domnus, Viola, Matthias Pfaender, Violoncello


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    von dem Suske-Qt. gibt es 7 LPs mit Mozart Quartetten und 10 LPs (davon 2 Doppel-LPs) mit Beethoven Quartetten (eine LP fehlt mir noch, Eterna 827 481):


    Eterna 826 470 bis 826 474 und 827 013, 827 014 (Mozart)


    Eterna 825 996-7, 826 107-8, 826 859 bis 826 862, 827 221, 827 222, 827 454 und

    827 481 (Beethoven)


    Dann haben K. Suske (Violine) + W. Olbertz (Klavier) Mozart Sonaten (7 LPs)

    und Beethoven Sonaten (5 LPs) auf dem Eterna-Label eingespielt.


    Die Suche nach diesen Aufnahmen lohnt sich, meiner Meinung nach -- allerdings sind sie seltener als die Aufnahme des Forellen-Quintetts mit Suske.


    -- Joachim

  • K800_IMG_1302.JPGDie Suche nach diesen Aufnahmen lohnt sich

    Hallo Joachim,


    glaube ich gerne, allerdings werde ich keine Platten mehr suchen.


    Da ich gerade gestern im Live-Konzert u.a. die 5. Sinfonie von Beethoven hören konnte, folgt natürlich unweigerlich die Schallplatte.


    Tatata taa! Es gibt nur wenige Tonfolgen auf dem weiten Feld der abendländischen Musikgeschichte, die es mit solch buchstäblicher Vehemenz zum Allgemeingut geschafft haben.


    Eine sehr gute Version dieser Sinfonie auf einer US CBS mit den New Yorker Philharmonikern unter der Ltg. von Leonard Bernstein. Aufnahmetechnisch erste Klasse, ebenfalls die Pressung. Vor einigen Postings hatte ich u.a. die Aufnahme dieser Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern unter Carlos Kleiber vorgestellt. Wenn man beide Aufnahmen vergleicht fällt auf, dass Bernstein mit einem anderen Tempo an die Musik herangeht, sehr gut.

  • Wenn man beide Aufnahmen vergleicht fällt auf, dass Bernstein mit einem anderen Tempo an die Musik herangeht, sehr gut.

    Hallo Reinhard,


    nicht nur das Tempo ist ein anderes. Das New Yorker Orchester spielt bei allen Beethoven-Symphonien unter Bernstein weit mehr mit einer Betonung auf die Melodien und höheren Töne als die Wiener Philharmoniker mit Carlos Kleiber (5 & 7). Die Wiener spielen zwar nicht ganz auf dem starken tiefen harmonischen Fundament der Bässe und Celli wie die Berliner, aber doch hörbar mehr als die New Yorker. Noch deutlicher übrigens auch das Gewandhausorchester, dessen Beethoven-Einspielungen mit Konwitschny hier besprochen wurden. Ihr "Roll over Beethoven", diesen "Drive" Beethovens, der einen mitzieht, konnten die Beatles eigentlich nur bei den Berliner Philharmonikern gehört haben.


    Viele Grüße - Frank

  • Hallo Frank,


    ja das stimmt, ich muß allerdings sagen, dass mir die Version der New Yorker etwas besser gefällt. Erst am Mittwoch hatte ich im Konzert die 5. Sinfonie von Beethoven gehört. Bei diesem Konzert fiel ebenfalls stark auf, dass mit forciertem Tempo gespielt wurde, offenbar ist das heutzutage in Mode. Im Konzert spielte das sehr gute Mozarteum Orchester Salzburg, unter der Ltg. von Riccardo Minasi.



    Viele Grüße

    Reinhard

  • Bei diesem Konzert fiel ebenfalls stark auf, dass mit forciertem Tempo gespielt wurde, offenbar ist das heutzutage in Mode.

    Beethoven nicht nur ein bißchen schneller gespielt, sondern ganz modern und neu interpretiert (u.a. sachlicher & dynamischer) gab es 1961 mit Leibowitz und dem Royal PO. Da würde mich einmal interressieren, ob die Platten aus der Phönix-Serie der AAA bedeutend besser sind als die originale Readers Digest-Ausgabe oder die Nachpressung davon, die ich hier habe. Vielleicht konnte sie ja jemand vergleichen. Irgendwo wurde die AAA-Box mal angeboten, aber ist wusste nicht, ob sie rund 100 Euro wert ist.


    Viele Grüße - Frank


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  • Vincono schrieb:


    „Beethoven nicht nur ein bißchen schneller gespielt, sondern ganz modern und neu interpretiert (u.a. sachlicher & dynamischer) gab es 1961 mit Leibowitz und dem Royal PO.“


    Hallo Frank,

    da hast Du mir einen interessanten Tip gegeben. Ich besitze von den Leibowitz-Aufnahmen der Beethoven-Sinfonien eine komplette Box mit den CD-Reissues von Chesky. Wirklich hörenswerte Interpretationen und auch aufnahmetechnisch top. Gerade mal wieder reingehört.

    Offensichtlich sehr gefragte Aufnahmen, da ich vor kurzem über Discogs eine Anfrage hinsichtlich eines Verkaufs meiner Box bekam.

    Gruß Jens-Peter

  • Die 61er Einspielung der Beethoven von Leibvitz mit dem RPO ist hervorragend gut. Sowohl interpretatorisch wie auch aufnahmetechnisch. Und das sagt einer der nur das Naxo-Reissue hat.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

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    Das 5. Klavierkonzert von Beethoven mit einer Aufnahme von 1944. Das interessante ist, das diese Aufnahme in Stereo hergestellt wurde. Ich glaube, beim Analog Forum 2017 wurde in einem Vortrag im Vintageraum, diese Aufnahme bestprochen. Auch die Tatsache, dass an einer Stelle Geschützfeuer zu hören ist. Im Netz kursiert diese Aufnahme auch, doch die Qualität ist von der Platte natürlich viel besser. Die Pressung ist von 1978.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.