Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Von Orffs Carmina Burana gibt es zahlreiche eindrucksvolle Einspielungen, die bei mir aus welchen Gründen auch immer im Regal bleiben.

    Hallo,


    das geht mir ganz genau so!


    Die von Dir genannte Einspielung habe ich ebenfalls, außerdem noch diese von mobile fidelity, als Audiophiler hat man seinerzeit fast alles gekauft, jedoch bis heute nicht gehört.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Kammermusik geht immer (nicht nur an Ostern ...). Gerade gehört:


    (1) Die folgenden Aufnahmen des Beethoven c-moll Trios, Op. 1, Nr. 3:


    (a) Johanna Martzy (Viol.), István Hajdu (Klav.), Paul Szabo (Cello),

    in einer Mono-Aufnahme vom 10.11.1969 des WDR, erschienen 2011 als COUP 004 auf dem COUP d'ARCHET Label (als Teil der Radio Recordings Box):


    http://www.discogs.com/de/Joha…ecordings/release/9966202


    (b) Beaux Arts Trio (in der frühen Besetzung: Daniel Guilet (Viol.),

    Menahem Pressler (Klav.), Bernard Greenhouse (Cello)), Philips 6747 142,

    veröffentlicht 1965:


    http://www.discogs.com/de/Ludw…ano-Trios/release/6774676


    (2) Schubert, Der Tod und das Mädchen (Qt. Nr. 14, D 810), mit dem

    Streichquartett der Wiener Philharmoniker (Willi Boskovsky (1. Viol.),

    Otto Strasser (2. Viol.) Rudolf Streng (Viola), Robert Scheiwein (Cello)),

    Decca SXL 6092 (wideband ED1, erschienen 1964):


    http://www.discogs.com/Schuber…lat-Op-12/release/7572363


    Einen angenehmen Abend!


    Joachim

  • Nicht nur für Kinder, die "Comoedia de Christi Resurrectione", das Osterspiel von Carl Orff. Mit dem RSO und Chor des BR sowie dem Tölzer Knabenchor und Leitung von Kurt Eichhorn eingespielt, ich tippe auf Anfang der 70er Jahre. Das Stück wurde erst 1956 uraufgeführt. Die Text sind in bayrischem Dialekt gesprochen.


    Viele Grüße - Frank


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  • Hallo Reinhard,


    bzgl. der Interpretation der 9. Schubertsinfonie ist die Aufnahme mit Krips meine Lieblingsaufnahme -- das Scherzo und das Allegro vivace sind bei Krips so schön beschwingt und federnd, da wirkt z.B. die Aufnahme mit Klemperer (SAX 2397) vergleichsweise hölzern.


    Die Aufnahme mit Krips habe ich als frühe SXL 2045 Pressung und als (relativ späte, jedoch noch englische und nicht bereits holländische) SPA 467 Pressung aus dem Jahr 1976. Beide sind klanglich sehr gut und haben gegenüber der jeweils anderen ihre Vorzüge.


    Auch die von Matthias (in Beitrag #2.523) empfohlene Philips-Box mit Mozart Sinfonien unter Krips ist inzwischen aus Holland bei mir eingetroffen (und ich habe die Platten mit meiner Waschmaschine von der Haaren der Katze des Vorbesitzers befreit): Interpretation und Klang sind vorzüglich -- bis jetzt habe ich die Sinfonien Nr. 31 (Pariser Sinf.) und Nr. 40 angehört.


    Viele Grüße,


    Joachim

  • bis jetzt habe ich die Sinfonien Nr. 31 (Pariser Sinf.) und Nr. 40 angehört.

    Hallo Joachim,


    wie bereits vor einigen Postings zuvor erwähnt, liegt bei mir die Mozart Edition vor, zunächst unter Nr. 1, die Sinfonien. 4 Sinfonien werden auf dem Label Philips ebenfalls von Krips dirigiert. Innerhalb dieser Edition, welche praktisch das Gesamtwerk von Mozart umfasst, befinden sich LPs sowohl von Philips als auch von der Deutschen Grammophon.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Die Einspielung von Solti mit den Wienern ist auch sehr, sehr gut.


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    Und besonders spannend finde ich Abbado/COE mit einer fast kammermusikalischen Besetzung! Diese gibt es aber nur auf CD.


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    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

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  • Hallo Reinhard,


    Deine Mozart Edition enthält diverse interessante Dirigenten -- Szell hat also auch mit dem Concertgebouw Orch. Mozart aufgenommen, ich kenne nur die Aufnahmen von Szell mit dem Cleveland Orch. (1960er Jahre Columbia Aufnahmen).


    Gerade habe ich eine RCA-LP des 1974er Live-Konzertes des kubanischen Pianisten Jorge Bolet in der Carnegie Hall gehört (die stand 25 Jahre ungehört im Regal). Auf dem Cover der Doppel-LP wird erwähnt, dass es einige technische Probleme bei der Aufnahme gab und dass einige Passagen noch einmal eingespielt werden mussten. Auch war 1974 die unrühmliche "Dynaflex" Zeit von RCA und auf der A-Seite gibt es einige Verzerrungen durch Pressfehler (man hört wohl benachbarte Rillen, die Pressung ist keine "Dynagroove" mit variabel angepasstem Rillenabstand).


    Aber die D-Seite (mit den Bolet Paradestücken und Zugaben) ist in Ordnung und ziemlich spektakulär. Das amerikanische Publikum johlt und gröhlt beim Applaus wie in einem Fussballstadium (vielleicht war es für manchen im Auditorium das erste klassische Konzert ...).


    http://www.discogs.com/de/Jorg…y-25-1974/release/7829732


    Viele Grüße,


    Joachim

  • (vielleicht war es für manchen im Auditorium das erste klassische Konzert ...).

    Guten Morgen Joachim,


    sehr schöner Bericht, den genannten Pianisten kenne allerdings nicht. Das o.a. kann man heute auch bei Konzerten in Deutschland ganz genau so erleben, wundert mich nicht.


    Folgendes wurde über diesen 1990 verstorbenen Pianisten geschrieben: Seit sein Auftritt 1974 in der New Yorker Carnegie-Hall auf den Kritiker der New York Times wie ein "trowback to the romantic giants of the keyboards" wirkte, scheint der Name Jorge Bolets nahezu untrennbar mit dem Etikett eines letzten Großen der alten romantischen Schule des Klavierspiels des legitimen Nachfolgers eines Hofmann, Godowsky und Rachmaninow verbunden zu sein.



    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hier kommt auch ein/der „letzte/r große Romantiker“ mit einem vier Jahre vor seinem Tod eingespielten Recital mit Werken von Bach bis Scrajabin.


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    Sehr zu empfehlen ist auch die auf Youtube in voller Länge verfügbare Doku „Vladimir Horovitz - The Last Romantic“. Viel näher kann man einem Künstler und Menschen wohl nicht kommen.


    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Hallo Reinhard und Thomas,


    für viele Kritiker sind Vladimir Horowitz und Jorge Bolet die letzten Exemplare dieser Gattung der großen Romantiker. Von Bolet gibt es leider viel weniger Aufnahmen als von Horowitz, und in den 1970ern soll Bolet schon über seinen Zenit hinaus gewesen sein (ab Mitte der 1970er gibt es einige Decca Aufnahmen von ihm) --- hier die chronologisch geordenete Diskographie auf Discogs:


    http://www.discogs.com/de/artist/892835-Jorge-Bolet


    Viele Grüße,


    Joachim

  • Unter den zahlreichen gelungenen Einspielungen von Rimski-Korsakoffs Scheherazade (Karajan, Beecham, Reiner usw.) ist diese 1959 eingespielte Aufnahme so etwas wie ein Geheimtipp. Nicht dass die Interpretation jetzt neue Aspekte liefern würde. Sie ist am Ende im Vergleich mit Reiners Jahrhunderteinspielung vielleicht sogar etwas unausgewogen, nichtsdestotrotz punktet das Album mit einer mehr als soliden Interpretation und einer hervorragenden Aufnahmequalität. Mir liegt die Aufnahme als 2001er Speakers Corner Reissue vor, welches ausgezeichnet ist.

    Rimsky-Korsakoff / Vienna State Opera Orchestra Conducted by Hermann Scherchen ‎–Scheherazade

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    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Speakers Corner Reissue vor, welches ausgezeichnet ist.

    Hallo Thomas,

    kann ich ebenfalls bestätigen, denn ich habe auch einige RIs von Speakers Corner.


    Die von Dir genannte Aufnahme kenne ich leider nicht, jedoch kann man schon sagen, dass Scherchen sicher zu den wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb des Musiklebens im 20. Jahrhundert gehört. Seine Mozart Interpretationen und die der Romantiker sind auch heute noch unübertroffen.


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Nicht mehr romantisch, aber trotzdem voll Leidenschaft: die nicht sehr oft aufgenommene und gespielte Sinfonie in Es von Paul Hindemith ist eines meiner Lieblingswerke - und wirklich ein Fall für die Schallplatte (oder eben CD). Denn, man muss dieses Werk ein paarmal hören um auch nur die Hälfte aller Feinheiten wahrzunehmen. Meine ich jedenfalls. Und, für das volle und satte Klangbild, das Hindemith hier kraftvoll angelegt hat - ähnlich den Bruckner-Symphonien - braucht es das richtige Orchester, was bei dieser Aufnahme mit der Staatskapelle Berlin und Otmar Suitner eindeutig der Fall war. Die Einspielung von Bernstein mit dem New York Philharmonic (Columbia Masterworks) fällt im Vergleich dazu richtig ab, obwohl Bernstein und Orchester alles geben - aber das ist wie immer eine Sache der persönlichen Vorlieben und soll auch nicht gerecht sein.

    Die Platte (80 544 PK) ist eine der technisch guten Eurodisc-Übernahmen (schwarz-weisses Label) vom VEB Deutsche Schallplatten, anscheinend gar nicht auf Eterna erschienen - oder vielleicht doch?


    Viele Grüße - Frank


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  • Hallo Frank,


    es gibt eine Eterna 825843 mit Werken von Paul Hindemith, dirigiert von Otmar Suitner (aus dem Jahr 1970). Diese enthält:


    1) die Sinfonischen Metamorphosen Carl Maria von Weber'scher Themen für großes Orchester -- Orchester: Staatskapelle Dresden


    2) Sinfonie in Es-Dur -- Orchester: Staatskapelle Berlin.


    -- Joachim


    PS: hier wird diese Eterna (für 15,95 Euro) zum Verkauf angeboten


    http://www.vinyl-hst.de/hindem…nische-metamorphosen.html


    PS (Ergänzung): VEB Deutsche Schallplatten hatte für Neue Musik auch das Nova Label (ausser der Reihe "Unsere Neue Musik" auf dem Eterna Label)