Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Ernest Ansermet‘s letzte Aufnahme stammt aus dem Jahr 1968. Der damals 85-jährige Ansermet nahm mit dem New Philharmonia Orchestra Stravinsky‘s Feuervogel auf. Es gibt nicht wenige, die diese Einspielung für eine seiner besten halten. Aber wer mag das bei den insgesamt 314 Aufnahmen, die Ansermet allein mit der Decca machte einschätzen können. Ich kann es natürlich auch nicht. Und obwohl ich alles kaufe, was mir von EA in die Finger kommt, bin ich noch recht weit von den 314 entfernt. Ich wage allerdings zu behaupten, dass dieser Feuervogel mein liebster ist. Als Zugabe gibt es die Proben zur Aufnahme, die (fast) so spannend sind wie die Einspielung selbst.


    Stravinsky / Ansermet, New Philharmonia Orchestra ‎– Ansermet Rehearses And Conducts The Firebird


    Label: Decca ‎– SET 468-468A
    Format: 2 × Vinyl, LP Box Set

    Country: UK
    Released:1970


    8E3E57CA-06C2-428A-915C-56CA76F9C762.jpeg

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Sir George Solti hat seinen Mahler-Zyklus mit dem LSO gestartet und in der Kingsway Hall die Wunderhorn-Symphonien, also Nr. 1 - 4, eingespielt. Bei der gerade aufliegenden 3. fehlt mir im 1. Satz ein wenig die Unerbittlichkeit von Horenstein und Abbado. Aber das ist zugegeben schon ein wenig beckmesserisch. Ansonsten gibt es an dieser Einspielung nichts auszusetzen.


    Mahler / Helen Watts, London Symphony, Georg Solti ‎– Symphony No. 3

    Label: Decca ‎– SET.385/386
    Format: Box Set 2 × Vinyl, LP

    Country: UK
    Released: 1968


    20B3C3B1-6948-4883-8FC0-081B08614A78.jpeg

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

    The post was edited 1 time, last by Deep Groove ().

  • BEETHOVEN Symphony No.9 in D minor Op.125 “Choral” Grosse Fuge in B flat Op.133


    Joan Sutherland (soprano), Norma Procter (contralto), Anton Dermota (tenor), Arnold Van Mill (bass),

    Choeur des Jeunes de l’Église Nationale Vaudoise, Chorale du Brassus; Suisse Romande Orchestra, Ernest Ansermet


    Recorded: 21,23,25,26 Apr, 2,3 & 4 May 1959 Victoria Hall, Geneva

    Pr: James Walker, Eng: Gil Went, Roy Wallace (s)


    (Jun61) SXL2274; (Oct60) CS6143


    C17D0BC9-DEEE-4AFB-9F5E-7BA49025F403.jpeg

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Hallo Reinhard,


    die Mravinskij-Einspielung der 6. ist ja sowas wie die Mutter der „Pathetique“. Die Mitropoulos kommt interpretatorisch da nicht ganz hin. Aber mMn auch nur deshalb weil die Tempi im ersten Satz teilweise zu verhuscht sind. Dafür klingt die CBS sehr, sehr gut.


    Die Erstpressung der Mravinskij ist mittlerweile recht teuer geworden. Gut ein gut erhaltenes Exemplar im Regal zu haben.


    EDB1A8ED-4EE5-45C6-AC61-FF1EE79260C0.jpeg


    Die von Dir gepostete Milstein/Walter soll übrigens die erste Einspielung gewesen sein, die als Microrille veröffentlicht wurde.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

    The post was edited 2 times, last by Deep Groove ().

  • Dafür klingt die CBS sehr, sehr gut.

    Hallo Thomas,


    das kann man so sagen, selbst meine Deutschen CBS sind sind hervorragend.



    Milstein/Walter soll übrigens die erste Einspielung gewesen sein, die als Microrille veröffentlicht wurde.

    Meine ist nur eine Nachpressung, sicher in einem völlig anderen Format gespresst, als die damalige Microrille. Jedenfalls klingt sie ebenfalls recht ordentlich. Gibt es von reson weiterhin LPs?


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Peter Tschaikowsky – Leningrader Philharmonie · Jewgenij Mrawinskij ‎– Sinfonie Nr. 4 F-moll Op. 36

    Label: Deutsche Grammophon ‎– 138 657 SLPM
    Country: Germany

    Released: Nov 1960


    347E77B3-ECD0-48E9-8F4C-677DE701ADA2.jpeg


    Die 4. JM/LP kann/muss man eigentlich auch haben. Die Preise für dieses Vergnügen sind allerdings ebenso abgehoben wie bei der 6.. Den Vogel schießt das aktuell in Discogs als einzigstes angebotene Exemplar mit €655 ab. Interpretatorisch gibt es nur wenige Alternativen, klanglich ungleich mehr.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

    The post was edited 3 times, last by Deep Groove ().

  • Wagner - Tannhäuser


    Wiener Sängerknaben, Vienna State Opera Chorus, Vienna Philharmonic Orchestra, Georg Solti

    SET506 (Nov71)

    Pr: Ray Minshull & David Harvey 3-21 Oct 1970

    Eng: Gordon Parry, James Lock & Colin Moorfoot Sofiensaal, Vienna


    C365D9DD-A9B2-4941-B84F-8F3F19C24BB3.jpeg


    Nachdem ich mich letztes Jahr durch Böhms Ring durchgekämpft habe, und weil dieses Jahr am grünen Hügel mit „Der Tannhäuser“ eröffnet wird bietet es sich es an dem in heimischen Gefilden gleich zu tun. Soltis Einspielung ist nach wie vor eine der Top-Empfehlungen für dieses Werk. Das Line-Up der Solisten ist bis auf Rene Kollo und Christa Ludwig nicht mit weiteren Superstars vollgestopft, was die Leistungen der Sänger nicht im geringsten mindert. Die Aufnahmetechnik der Decca in Wien ist auch ohne Culshaw/Wilkinson ausgezeichnet.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • ...die hier hab ich gestern Abend aufgelegt.

    Das Orchester spielt sich durchaus prägnant, dynamisch und mit Feinsinn durch die Werke...denen man aber doch etwas anhört (zumindest meine Meinung) dass hinter all dem zelebrierten Pomp die barocke Leichtigkeit in den schnellen aber auch liedhafte subtile Tiefe der einfachen Melodien in den langsamen Teilen etwas abgeht, die viele Werke auszeichnet die bis ca. 30 Jahre davor geschrieben wurden.

    Die beseelte Inspiration eines Corelli/Händel/Vivaldi/Purcell oder gar geniale Askese eines Bach ist halt in dieser Zeit schon etwas dem auf Eindruck und Form bedachten Pompösen gewichen...da kann dann auch das um Tiefe ringende Orchester unter der trefflichen Leitung von Gerard Schwarz nicht alles richten-was dennoch oft ganz gut gelingt.

    Aufnahme und Pressung sind allerdings uneingeschränkt top-also alles in allem eine doch sehr schöne Platte-man muss sie ja nicht am Stück hören8o

    A1f8Yd07XcL__SY355_.jpg

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^