Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Und ich weiss nicht wie Du darauf kommst???


    Hattet Ihr euch nicht über die "4 letzten Lieder" in der Aufnahme mit E. Schwarzkopf unterhalten?


    "Offen gestanden konnte ich mit den „Vier letzten Liedern“ nie so recht etwas anfangen. Diese Legato-Streichersauce an zerdehnten Sopran-Gesang ist einfach nicht meins." [Zitat: deepgroove]



    "Mir geht es ganz genau so, aber Elisabeth Schwarzkopf ist schon eine Größe für sich." [Zitat: vincono]


    Das Schlusslied der "4 letzten Lieder" ist eine Vertonung des von mir zitierten Eichendorff-Textes "Im Abendrot". Ich denke, dass Strauss bei seiner Vertonung von Textpassagen wie "Es dunkelt schon die Luft ..." mit der Verwendung des Legato in den Streicherpassagen stimmungsmässig nicht völlig daneben gegriffen hat (finden zumindest viele, die die 4 letzten Lieder mögen ...).


    -- Joachim





  • Wolfgang Amadeus Mozart - Lucine Amara, Laurel Hurley, Mildred Allen, Brian Sullivan, Theodor Uppman, Jerome Hines, The Metropolitan Opera Orchestra And Chorus, Tibor Kozma ‎– The Magic Flute

    Label: RCA ‎Victor Red Seal - LM-6089
    Format: 2 × Vinyl, LP, Box

    Country: US
    Released: 1960

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    Weil nun der Mono-Tonabnehmer gerade montiert ist, kommt noch LM-6089, 1960 in der Met aufgenommen, auf den Plattenteller.

    Von dieser Einspielung gibt es keine LSC; und die braucht man auch nicht. Hört man die ersten Minuten von LM-6089 hat man schnell vergessen, dass man „nur“ mono hört. Zum einen weil man von einem Libretto in englischer Sprache, zum anderen von einer Aufnahme überrascht wird, die Stereo quasi überflüssig macht. Das Mono-Panorama ist breit, Stimmen und Instrumente sind klar fokussiert, natürlich und dynamisch-brillant. Die Interpretation (flüssig-beschwingt) und die Solisten (gefühlvoll-ausdrucksstark) machen diese quasi für nen Appel und’n Ei erhältliche Box zu einer in jeder Hinsicht vergnüglich-unterhaltsamen Angelegenheit.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

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  • Clifford Curzon, Johannes Brahms, Wiener Philharmoniker, Hans Knappertsbusch ‎– Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2

    Label:Decca ‎– LXT 5434
    Format: Vinyl, LP, Mono

    Country: Germany
    Released: 1960

    Recorded: 28-30 Oct 1957, Sofiensaal, Vienna

    Pr: John Culshaw (m) Pr: Erik Smith (s)

    Eng: Gordon Parry (m) Eng: James Brown (s)


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    Noch eine Aufnahme von der es keine Stereo-Version gibt. Aufgenommen 1957 im Sofiensaal, Wien, glaubt man teilweise Stereo zu hören, so räumlich breit und tief bildet sich der Aufnahmeraum ab. Jede Orchesterstimme ist in einer nahezu unglaublichen Klarheit und Deutlichkeit zu hören. Das Piano und das Orchester sind in einem perfekten Verhältnis im Raum abgebildet. LXT-5434 ist eines der spektakulärsten Mono-Alben, die ich kenne. Die Interpretation zeigt Solist, Dirigent und Orchester hoch-motiviert, die Tempi Kna-typisch eher breit, mit einem sehr schönen quasi kammermusikalisch-virtuosen Ansatz.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Beethoven / Wilhelm Backhaus / Wiener Philharmoniker, Clemens Krauss ‎– Klavierkonzert Nr. 5 Es-dur, Op. 73

    Label: Decca ‎– LXT 5355
    Format: Vinyl, LP, Album, Mono

    Country: Germany
    Released: 1960

    Recorded: May 1953, Sofiensaal, Vienna


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    Vier Jahre zuvor im Mai 1953 ein Jahr vor seinem frühzeitigen Tod hat Clemens Krauss mit Wilhelm Backhaus und dem VPO Beethovens KK Nr. 5 eingespielt. Die Tempi sind zügig, die Diktion ist kraftvoll-wuchtig im Allegro und Rondo und lyrisch-gefühlvoll im Adagio. Aufnahmetechnisch kann LXT-5355 mit 5434 nicht ganz mithalten. Das Klangbild ist kompakter und so fehlt es etwas an Transparenz und Brillanz. Die Wucht und Dynamik, die Monos auszeichnet ist aber auch mit LXT-5355 sehr gut erfahrbar.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Hallo Thomas,


    offenbar bist Du mir einen Schritt voraus, denn gerade wollte ich das 2. Klavierkonzert von Brahms mit dem Pianisten Wilhelm Backhaus auflegen. Es spielen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Karl Böhm. Die Original Decca Aufnahme stammt aus dem Jahr 1967. Dies ist eine Nachpressung von King Record, Tokyo, welche unter dem Label London erschienen ist. In den 1980er Jahren hatte ich eine ganze Reihe solcher Klassik-LPs von King Record erworben.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Orbis SK 1000, Jubiläumsausgabe des Rings der Musikfreunde 1959


    https://www.discogs.com/de/Lud…infonien/release/11480653


    Heute habe ich diese Mono-Ausgabe der neun Beethoven-Sinfonien in einer Vox-Produktion aus der Mitte der fünfziger Jahre herausgeholt und zunächst die 9. Sinfonie angespielt. Pro Musica Symphonieorchester Wien, geleitet von Jascha Horenstein, Solisten: Patzak, Wiener, Lipp, Hoengen.

    Sehr druckfoll die Kontrabässe zu Beginn des 4. Satzes. In der Gesamtaufnahme kommen 5 Orchester und 4 Dirigenten zum Einsatz.

    Eine bemerkenswerte Zugabe ist eine von Kaspar Brüninghaus vorgetragene klingende Beethoven-Biographie. Etwas sentimental, aber mein Vater und wir als Kinder waren beim Hören immer sehr beeindruckt.

    Gruß Jens-Peter

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  • Mozart: Klavierkonzerte Nr. 20 & 21

    mit Friedrich Gulda am Klavier und den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Claudio Abbado.

    Dies ist eine Nachpressung von SC aus dem Jahr 2001,

    die Original-LP stammt aus dem Jahr 1975.


    "Die Welt" schrieb einmal über Gulda: Der Musiker der Mozart und Mingus sein wollte.


    Bei diesen beiden Mozart-Konzerten ist die "Mozart-Welt"

    ganz ausgeglichen: gemäßigte Tempi, stimmige Phrasierungen, ein herrlich runder Ton, ein schönes Mozart-Spiel.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Dies ist eine LP, quasi aus meiner Aservaten-Kammer.

    Eine Mono-Aufnahme von: Westminster Laboratory

    Recorded November
    Nixa Record Co Limited 66 Haymarket London SWI
    Includes a small 30 page book on the recording process.


    Outer Sleeve is a Heavy Cardboard Folder With No Pocket.


    Allerdinsg fehlt hier die 30-Seiten Beschreibung über den Aufnahme-Prozess.


    Da ich über keinen richtigen Mono-Tonabnehmer verfüge,

    möchte ich diese LP an ein Forenmitglied verschenken. Wer einen solchen Abtaster zur Verfügung hat, bitte bei mir melden!


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • ...habe mir letzte Woche diese zwei geholt und gestern angehört:R-3809255-1345264879-7966_jpeg.jpg

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    ....weil ich endlich ne gute 5. auf LP haben wollte.

    Aber was ist das?

    Zuerst die CBS: Bernstein verpennt die Tempi...der erste Satz hört sich an als ob das Stück "Zyklopensinfonie" heißen würde...wäre da nicht die stimmende Tonhöhe würde man glauben das Laufwerk läuft zu langsam....dazu noch dieser "Bollersound"---alles viel zu gross aufgepumpt und sulzig in Mitten und Bässen, die Streicher per EQ zu Glasharfen verhonigt....buah, geht gar nicht...das ist Opa`s "Klassikklang" den ich als Kind im Musikunterricht so gehasst habe...:wacko:


    Dann die Decca....die Interpretation würde ich mal als unauffällig bezeichnen...er wagt nix der Herr Ansermet und "verbelanglost" die 5. Genauso auch die Aufnahme-matt, flach....erinnert auch an Musikunterricht mitm Dual-Kofferplattenspieler:sleeping::(.


    Schade....da hätte ich mir doch einiges mehr erwartet...


    Gruss,

    Bernie

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

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    .....die hier suche ich!

    Die hatte ich mal....und hab sie im Anfall eines Wahns verschenkt, weil ich mír meinen ersten CD Player gekauft habe...naja, da war ich noch um die 20, da macht man sowas...X/....

    Hat die jemand über?


    Gruss,

    Bernie

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Hallo Bernie,


    hier ein paar andere (meiner Meinung nach) empfehlenswerte Aufnahmen:


    unter den Stereo-Aufnahmen der 5. Sinfonie gefallen mir u.a. die Eterna-Aufnahmen mit Konwitschny + Gewandhausorchester und mit Suitner + Staatskapelle Berlin, ebenso die Deutsche Grammophon-Aufnahme mit Carlos Kleiber + Wiener Philharmoniker.


    Als Mono-LP z.B. Erich Kleiber + Concertgebouw Orch. Amsterdam (Decca 1953).


    Viele Grüße,


    Joachim

    The post was edited 1 time, last by jhr ().

  • ...die DG Klaiber habe ich ja zum Trost als remasterte CD...bisher meine beste Version.

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Deutsche Grammophon-Aufnahme mit Carlos Kleiber + Wiener Philharmoniker.


    Als Mono-LP z.B. Erich Kleiber + Concertgebouw Orch. Amsterdam (Decca 1953).

    Hallo Joachim,


    sehr gute Empfehlungen. Die alte Mono-LP mit Erich Kleiber habe ich als Schwedische Nachpressung von Recut Records, Stockholm


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    Von diesen beiden gefällt mir die Aufnahme mit Carlos Kleiber besser.


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    "Zyklopensinfonie" heißen

    Kann ich so nicht nachvollziehen, obwohl ich zugeben muß, dass man Bernstein oft nachgesagt hatte, er wäre Ausdrucksmusiker par excellence und steht damit in der Espressivo-Tradition. Meine LP der 5. Symphonie, ist eine Amerikanische Columbia, der man in klanglicher Hinsicht nichts negatives nachsagen kann.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • .Dann die Decca....die Interpretation würde ich mal als unauffällig bezeichnen...er wagt nix der Herr Ansermet und "verbelanglost" die 5. Genauso auch die Aufnahme-matt, flach....erinnert auch an Musikunterricht mitm Dual-Kofferplattenspieler:sleeping::(.


    Schade....da hätte ich mir doch einiges mehr erwartet...

    Hallo Bernie,


    Deine Einschätzung lässt mich doch sehr ratlos zurück. Wenn Du geschrieben hättest Ansermet überzieht im 1. Satz die Tempi, und riskiert sozusagen zu viel, übertreibt es in den Crescendi, hätte ich gesagt: Ja kann man so sehen.

    Das was Du beschreibst mag auf andere Einspielungen zutreffen, auf SXL 2023/CS6037 trifft es bestimmt nicht zu. Was Deine Klangbeschreibung anbetrifft bin ich fast noch ratloser. Es kann sein, dass Decca bei Deinem Reissue irgendwas verbockt hat. Das wäre allerdings die erste Decca der Stereo-Ära, die die von Dir beschriebenen Klangeigenschaften aufweisen würde. Ich habe gerade London CS-6037 aufliegen und habe Bedenken, dass meine kleinen Monitore in den Cescendi mir die Chassis vor die Füße husten, so geht die Produktion ab.




    Hier gibt es noch einen Review zu den Beethoven Symphonien Ansermet/OSR.


    Beethoven, Ernest Ansermet Conducting L'Orchestre De La Suisse Romande ‎– Symphony No.5 In C-Minor, Opus 67

    Label: London Records ‎– CS 6037
    Country: US

    Released: 1958


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    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

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  • Hallo Reinhard,


    von der Decca-Aufnahme mit Erich Kleiber gibt es die nicht-RIAA verzerrte Mono-LP LXT 2851 (von 1953) und einen RIAA-verzerrten Reissue LXT 5358. Ist die Recut auch Mono oder Pseudo-Stereo?


    Ich habe irgendwo gelesen, dass Erich Kleiber der Auffassung war, dass sein Sohn Carlos für den Dirigentenberuf nicht begabt genug sei -- ich kenne aber viele Leute, die bei der 5. Sinfonie die Aufnahme von Carlos Kleiber der von Erich Kleiber vorziehen. Ich schätze die Aufnahme von Erich Kleiber sehr -- die Tempi von Konwitschny bei den Beethoven Sinfonien machen seine Aufnahmen aber zu meinen Lieblingsaufnahmen (obwohl mir die Wiener Philharmoniker besser als das Gewandhausorchester gefallen). Bei der 3. Sinfonie finde ich die Westminster LP mit Scherchen aber genauso gut.


    Viele Grüße,


    Joachim