Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Hallo Frank,


    freut mich nun doch, dass Du innerhalb

    Deiner sommerlichen Ruhepause nun wieder aktiv bist. Dass diese von Dir genannte Einspielung sehr gut ist, glaube ich gerne.

    Ich gebe allerdings zu, dass die 5. Mahler bei mir etwas stiefmütterlich behandelt wird. Bei mir gibt es ebenfalls eine Einspielung mit dem Chicago Symphony Orchestra von 1981auf DG. Leider eine frühe Digital-Aufzeichnung unter dem Dirigat von Claudio Abbado, der gewissermaßen als Mahler-Spezialist galt.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Ich war heute wieder einmal in zwei Plattenläden, die ich 15 J. lange nicht mehr besucht hatte -- die haben ihr Klassik-Angebot inzwischen extrem reduziert (da Klassik dort wenig nachgefragt wird).


    Ich habe zwei schöne Philips 1970er Jahre Pressungen gefunden:


    1) die Boccherini Cellokonzerte mit Maurice Gendron (das B-dur Konzert mit dem Orchestre des Concerts Lamoureux unter dem Dirigat von Pablo Casals 1961 aufgenommen, das G-dur Konzert mit dem LSO unter Raymond Leppart 1966 aufgenommen):


    http://www.discogs.com/de/Bocc…rchestra-R/master/1222177


    2) Beethoven Sonaten für Violine und Klavier op. 12, No. 2 und op. 23 mit Arthur Grumiaux und Claudio Arrau (1977 aufgenommen -- es gibt eine frühere Aufnahme von Grumiaux mit Clara Haskil, eine ganze Box von Philips, die auch sehr gut ist):


    http://www.discogs.com/de/Beet…-2-Op-23/release/10271531


    Viele Grüße,


    Joachim

  • Hallo Joachim,


    schön, dass auch Du wieder aktiv bist!

    Diese Schallplatten-Threads sind für mich immer wieder gute Erinnerungen an Musik, die schon lange nicht mehr gehört wurde. Die von Dir genannten LPs habe ich z.T. ebenfalls hier, aber heute Abend werde ich einmal die mit Pepe Romero und der Academy of St. Martin in the Fields als Chamber Ensemble auflegen. Es erstaunt mich immer wieder, dass sehr viele doch noch Platten kaufen, bei mir ist es umgekehrt.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • ....


    Es erstaunt mich immer wieder, dass sehr viele doch noch Platten kaufen, bei mir ist es umgekehrt.





    Hallo Reinhard,


    ich muss gelegentlich zu meiner bestehenden Sammlung neue Platten dazu kaufen, auch um mein Interesse an der bestehenden Sammlung aufrecht zu erhalten ... dann kann ich die Interpretationen und/oder den Klang der neuen Exemplare mit denen von schon länger nicht mehr gehörten Platten aus der Sammlung vergleichen.


    Aber man sollte inzwischen selektiver kaufen (auch im Bereich Klassik) als noch vor 20 oder 30 Jahren -- die meisten Secondhand Platten stammen nicht mehr vom Erstbesitzer sondern oft von Sammlern, die defekte Platten wieder weiter verkaufen.


    Viele Grüße,


    Joachim

  • Aber man sollte inzwischen selektiver kaufen (auch im Bereich Klassik) als noch vor 20 oder 30 Jahren -- die meisten Secondhand Platten stammen nicht mehr vom Erstbesitzer sondern oft von Sammlern, die defekte Platten wieder weiter verkaufen.

    ...das stimmt...die letzte Charge die ich in nem Plattenladen mitnahm machte auch so nen "aussortierten" Eindruck....alle schön gewaschen und trotzdem etwas zu viel "Geraschel-Geknackse"...da drang sich mir auch der Eindruck auf...!

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Ludwig van Beethoven (1770-1827)
    Symphonien Nr.4,6,7 (120g)
    Bayerisches Staatsorchester, Carlos Kleiber
    3 LPs


    Label: Orfeo, 1982/1983

    Erscheinungstermin: 18.9.2014


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    Carlos Kleibers Aufnahme der 7. mit Bayerischen Staatsorchester sind herausragend. Das was er bei der 5. mit den Wienern entwickelt hat, nämlich Dramatik, Wucht, Präzision, Gefühl und Leichtigkeit zusammen gebracht hat und das der 7. in Wien etwas fehlt, setzte Calos Kleiber bei dieser 7. um.


    Oder wie schreibt der Penguin Guide:

    This is the real thing! (...) The Bavarian State Orchestra plays as their lives depended on it.“


    Die Live-Aufnahme in der Staatsoper vom 3. Mai 1982 selbst ist unglaublich direkt und klingt für feinere Ohren teilweise fast roh. Die 4., hat die gleichen Qualitäten und auch die 6. ist sehr gut gelungen.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • die meisten Secondhand Platten stammen nicht mehr vom Erstbesitzer sondern oft von Sammlern

    Hallo Joachim,


    ich zähle mich ebenfalls zu den Sammlern, allerdings bin ich gleichfalls der Erstbesitzer. Es ist für einen alten Sammler immer wieder erstaunlich, welche Preise heute für Schallplatten aufgerufen werden.


    Daher lege ich anschließend diese Philips LP aus der preiswerten Sequenza-Serie auf. Die LP hatte seinerzeit neu im Laden DM 7,90 gekostet, dafür bekommt man bei heutigen Second Hand Läden nicht mal eine verhunzte Platte.


    Das ist eine Aufnahme mit dem Concertgebouw-Orchester, Amsterdam. Dirigent ist Bernhard Haitink.

    Eine ganz hervorragende Aufnahme.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    mit "Sammler" meinte ich in dem Kontext natürlich Sammler von 2nd-Hand LPs (welche sich mehrere Exemplare einer Aufnahme besorgen, die beste für sich auswählen und die übrigen wieder abgeben). Selbstverständlich kann (und konnte man in der Vergangenheit noch viel bequemer) auch neue LPs sammeln.


    Auch ich besitze etliche LPs aus den 1980er Jahren, die damals zu Neupreisen von 8 oder 9 DM verschleudert wurden (weil v.a. Klassikhörer auf CD umsteigen wollten) -- und das war auch die beste Zeit für den Kauf von 2nd-Hand Klassik-LPs (etwa englische Decca SXL).


    Allerdings findet man auch heute noch in lokalen Buch- und Plattenläden -- versteckt zwischen LPs, die niemand will (wegen des Zustands oder aus musikalischen Gründen) -- ab und zu Raritäten im Mint-Zustand für 1 Euro.


    -- Joachim

  • Geile Aufnahme, Dynamik pur

  • Zum Frühstück wieder einmal die Partita Nr. 2 für Solovioline (von Bach) mit Arthur Grumiaux (1961 aufgenommen). Das ist die 2. LP in meiner Philips 3-LP-Box, die schätzungsweise in den 1970er Jahren erschienen ist (auf den späteren Philips Pressungen ist in der Regel nur das Datum der Erstveröffentlichung angegeben):


    http://www.discogs.com/de/Bach…olin-Solo/release/8801800


    Viele Grüße,


    Joachim


    PS: Die Originalpressungen von 1961, die ich nicht besitze und somit bzgl. ihrem Klang mit den späteren Pressungen nicht vergleichen kann, haben das "Hi-Fi Stereo" Label und sind zunächst als 3 separate LPs erschienen:


    http://www.discogs.com/de/Arthur-Grumiaux-JS-Bach-Sonaten-und-Partiten-für-Violine-allein-Sonata-1-and-Partita-1/master/855896


    Auch kann ich mir vorstellen, dass die Mono-Pressungen mindestens genauso gut wie die Stereo-Pressungen sind:


    http://www.discogs.com/de/Arthur-Grumiaux-JS-Bach-Sonaten-und-Partien-für-Violine-allein-Sonata-1-and-Partita-1/release/7396849

  • die Partita Nr. 2 für Solovioline (von Bach)

    Hallo Joachim,


    sehr schön, dies wird in aller Regel bei Zugaben in Konzerten gespielt. Von Grumiaux, dem Klassizisten, habe ich vorwiegend Mozart-Aufnahmen, damals wohl einer der besten Mozart-Spieler.


    Daher werde ich mir später diese LP anhören, hier spielt Grumiaux mit Clara Haskil 2 Sonaten von Mozart. Dies ist ebenfalls eine Mono-Ausgabe, wobei ich auch hier keine Unterschiede zwischen Mono oder Stereo erhören könnte.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    die 1956er Aufnahme der Sonaten f. Klavier u. Violine KV 545 u. KV 526 ist sowieso Mono -- die 1959er Aufnahme der Sonaten KV 301, 302, 376 u. 378 ist dann eine Stereoaufnahme. Es gibt zwar eine Philips Stereo Doppel-LP, welche die beiden Aufnahmen kombiniert, bei dieser ist die Mono-Aufnahme in Pseudo-Stereo (igitt!).


    Ausser den anderen Mozart-Aufnahmen mit Grumiaux (der Violinkonzerte und der Mozart Quintette, verfügbar als Philips LP-Boxen) finde ich eigentlich alle Aufnahmen von Arthur Grumiaux gut (auch Barock und moderne Klassik).


    Viele Grüße,


    Joachim

  • Mono-Aufnahme in Pseudo-Stereo (igitt!).

    Hallo Joachim,


    diese LPs befinden sich in einer Box mit insgesamt 7 LPs.

    Die von Dir genannten Sonaten KV 301, KV 304, KV 378 sind ebenfalls darin enthalten.


    Die Stereo-Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1959

    sind demnach gerade mal drei Jahre jünger. Ich habe die Mono-Aufnahme einmal mit den Stereo-Versionen verglichen, igitt würde ich zur Mono-Fassung nicht sagen! Die klanglichen Unterschiede sind deratig gering, dass es sich nicht lohnt darüber zu reden.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Mein "igitt" bezog sich nicht auf die Mono-Aufnahmen (im Gegenteil)! Du hast ja eine Mono-Pressung der 1956er Mono-Aufnahme, was Sinn macht. Leider hat Philips die Sonaten für Violine und Klavier (wie ich sagte) auch als Doppel-LP herausgebracht: die 1959er Aufnahme in Stereo, aber die 1956er Mono-Aufnahme leider nicht als Mono-Pressung sondern als Pseudo-Stereo ...


    Diese Doppel-LP meine ich (LP1 ist echtes Stereo, LP2 ist Pseudo-Stereo):


    http://www.discogs.com/Mozart-Clara-Haskil-Arthur-Grumiaux-Sonaten-Für-Klavier-Und-Violine-Sonatas-For-Piano-And-Violin/release/11583024


    -- Joachim

  • etwas leichtere Barock-Kost --

    ...habe ich mir auch angehört. Ich meine, die Decca-Grafiker sind schon ein paarmal erwähnt worden. Hier war der Herr Layouter offensichtlich von Nymphenburger Porzellan angetan - köstlich, die Figuren hätte ich auch gerne. Mit Gluck kann ich musikalisch nicht so viel anfangen - zumindest die Ballettmusik zum Don Juan ist aber durchaus unterhaltsam. Tatsächlich bedeutend war historisch die Choreographie, u.a. erstmals ohne Masken und eine Geschichte erzählend - was für eine ist auch klar, das Thema zog schon immer. Und dazu dann dieses Cover mit den drei schmachtenden Barockdamen plus einer Gouvernante...kann man nicht aussortieren.

    Decca SXL 6339 (1968), Neville Marriner und die Academy of St. Martin in the Fields mit Simon Preston.


    Viele Grüße - Frank


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  • Noch etwas Barock-Musik -- allerdings ohne die üppige Coverausstattung mit Zeichnungen von Porzellanfiguren wie auf dem Cover der Decca SXL von Frank. Die beiden Aufnahmen von 1979 in der Reihe Archiv Produktion mit der Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel sind nämlich nicht mehr mit so aufwändigen Covern und dickem Vinyl ausgestattet wie die früheren Archiv Produktion LPs.


    1) Kammerkonzerte von Georg Philipp Telemann:


    http://www.discogs.com/de/Georg-Philipp-Telemann-Musica-Antiqua-Köln-Reinhard-Goebel-Kammerkonzerte-Chamber-Concertos-Concert/release/3466347


    2) Musique de Chambre von Jean-Marie Leclair:


    http://www.discogs.com/de/Jean-Marie-Leclair-Musica-Antiqua-Köln-Musique-De-Chambre-Spätwerke-Late-Works/release/5370290


    Dennoch sind Interpretation und Klang sehr gut.


    -- Joachim

  • Bruno Walter, Columbia Symphony Orchestra, Beethoven* ‎– Symphony No. 5 · Symphony No. 4

    Label: Columbia Masterworks ‎– MS 6055
    Country: US

    Released: 1959

    Recorded at American Legion Hall, Hollywood

    Producer John McClure


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    Heute morgen konnte man im BR ein Feature über die Proben zu Beethovens 4. von Herbert Blomstedt mit dem BRSO sehen. Beeindruckend wie der damals 87 jährige Blomstedt mit dem Orchester und einzelnen Musikern seine Lesart des Notentextes entwickelt. Neben der bereits erwähnten Einspielung von Carlos Kleiber mit dem Orchester d. Bayer. Staatsoper gefällt mir Bruno Walters Einspielung ebenfalls sehr gut.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“