Welche Klassik-LP habt Ihr das letzte Mal aufgelegt?

  • Eine Frage in die Runde: Kennt jemand eine sehr gut klingende und interpretatorisch zügige Einspielung der 2. Sinfonie von Schumann.


    Gruß

    Frank

    Hallo Frank,

    ich möchte Dir die Aufnahme von John Eliot Gardiner empfehlen, wenn ich darf.

    Gibt es zwar nur digital, aber manchmal muss man Kompromisse machen.

    :sorry: für :off: schon vorab.8)

    Viele Grüße

    Christian

  • Eben aus der Kiste gefischt, für gut befunden und fix gewaschen. Nun liegt sie auf dem Plattenteller und erfreut mich außerordentlich mit bestem Klangbild, wie man es von Eterna ja gewohnt ist.


    ETERNA - 8 27 449

    Georg Philipp Telemann,

    • Concerto Grosso A-dur
    • Overtürensuite G-dur " La Bizarre"
    • Suite a-moll

    Collegium Instrumentale Lipsiense

    Dirigent: Georg Moosdorf

    Aufnahme: 1979 im Studio Paul-Gerhardt-Kirche, Leipzig


    Wer also nicht weiss, was er sich zum Tagesausklang auflegen soll, es lohnt sich!

    Kontaktaufnahme nur per E-Mail. Eigene Adresse ist mitzusenden.

  • Hier noch eine späte Aufnahme der Eterna (1980 und 1982 im Studio Lukaskirche, Dresden, aufgenommen -- zum Glück noch analog): Violinsonaten von Händel mit dem Geiger Gustav Schmahl (begleitet von Siegfried Pank, Viola da Gamba, und Walter Bernstein, Cembalo).


    -- Joachim


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  • Eine Frage in die Runde: Kennt jemand eine sehr gut klingende und interpretatorisch zügige Einspielung der 2. Sinfonie von Schumann.

    Wirklich, wirklich exzellent ist diese Doppel-CD, mit der 2., die "leider" auch sämtliche anderen Sinfonien enthält:

    https://www.jpc.de/jpcng/cpo/d…onien-nr-1-4/hnum/7074200

    Eine in jeder Hinsicht gelungene Aufnahme - allerdings auch nur ein digitaler Kompromiss.

    Wenn es analog sein muss und zügig-frisch sein soll, die würde ich wohl George Szell empfehlen. Jedoch muss man hier vermutlich Eingeständnisse in Sachen Klangqualität machen.


    Viele Grüße

    Frank :)

  • Eine Mega-Aufnahme haben sie da realisiert, bei unserem guten alten SWR in Baden-Baden. Ihre Platten finde ich generell sehr gelungen, auch die der anderen Rundfunkanstalten. Die wussten was sie taten. Über die Kombination der Kodály - Háry János Suite mit einer Bach-Kirchenkantate mag man geteilter Meinung sein. Ich habe nicht alle ihre LP´s, wüsste nicht, dass sie etwas mittelmäßiges gemacht hätten. Tontechnikerin dieser LP: Liselotte Ersig. Chapeau, die hat´s drauf gehabt. Kein Fehler, dass manches womöglich an der Aufnahme in den 70ern beteiligte Equipent heute im Amateur-Umfeld immer noch seinen Dienst tut. Die große Orchestertrommel der Kodály-Suite versetzt den Hörsessel mühelos in sanfte Schwingung. "Frau Werwolf sagt, des g´heert so..."


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  • Hallo


    Gerade läuft aus fgegebenem Anlass:


    Dvorak: Sinfonie aus der Neuen Welt, mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern in der Aufnahme von 1964. Diese Einspielung ist erstklassig, das Orchester hat einen wunderbaren Ton und spielt auf den Punkt. Diese Einspielung landet immer öfter auf dem Teller und hat die beiden Versionen von Kertesz fast abgelöst.



    In der Hoffnung, daß dieses Land wieder mehr zur Besinnung kommt.


    Sorry für den folgenden Link. Falls er der Moderation zu sehr ins Politische abdriftet, bitte löschen. Mir erscheint er sehr Menschlich.



    Gruß von eugen

  • Hallo Jens-Peter


    Genau die LP habe ich auch.


    Karajan dirigiert dermaßen fein, da geht nichts unter, sehr ausgewogen, ausdrucksstark,und vital ohne die späteren Glattheiten. Mit viel Ruhe und Übersicht.

    Die Berliner Philharmoniker haben Anfang bis Mitte der 60er Jahre einen so satten warmen Ton und spielen dabei so differenziert. Die Sibelius- als auch die Ravel/Debussy Einspielungen aus dieser Zeit sind vom gleichen Rang.

    Die Interpretation der "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgsky höre ich ebenfalls sehr gerne.


    Gruß von eugen

  • Hallo


    Nach 8 überaus anstrengenden Wochen bleibt heute abend die Welt einmal komplett draußen.

    Mein Akku ist so langsam komplett leer und da hilft nur viel Schlafen.


    Davor bin ich aber in folgende Aufnahme versunken:


    Mozart: Klavierkonzert Nr. 27 mit Friedrich Gulda, Claudio Abbado und die Wiener Philharmoniker auf DGG. Was für eine wunderbare Reise. :love:


    Guts Nächtle.


    Gruß von eugen

  • Fidelio aus der UDSSR ... 1960er?

    Drei Platten, die sind so konzipiert, das diese auf einen Plattenwechsel gesteckt werden, ganz typisch für frühe SU Mono Scheiben.

    Zuerst die A Seiten der drei Platten, dann den Schwung umdrehen & von der letzten sich nach vorne rollen. Seitenangaben, wozu, sind überflüssig. Es genügen fortlaufende Nummern; Platte 1 04518-04523 | Platte 2 04519-04522 | Platte 3 04520-04521


    Selbstverständlich in Russisch ...

    Chor & Orchester des Bolschoi Theater unter A. Melik Pashaev.

    Die Platten sind neuwertig.

    Das Vinyl ist von der ersten, bis zur letzten Rille total ausgenutzt. Ein Vollautomat oder Halbautomat hätte seine liebe Mühe mit den Scheiben.


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    Eine adequate Covergestaltung ist zu bürgerlich, zu westlich ...

    Behelfsverpackung geht auch.


    Fidelio 02.jpg

  • jaromir-jagr schreibt:


    Genau die LP habe ich auch.


    Karajan dirigiert dermaßen fein, da geht nichts unter, sehr ausgewogen, ausdrucksstark,und vital ohne die späteren Glattheiten. Mit viel Ruhe und Übersicht.

    Die Berliner Philharmoniker haben Anfang bis Mitte der 60er Jahre einen so satten warmen Ton und spielen dabei so differenziert“


    Habe gerade meine LP-Versionen der „Neuen Welt“ gesichtet und abgehört. Ich hatte vor ca. 2 Jahren meine bisher bevorzugte Aufnahme mir Slatkin bei Telarc (#2.158) vorgestellt. Sie klingt wirklich sehr angenehm und üppig voluminös, aber deutlich weniger durchsichtig als die transparente und schlanke Karajan-Interpretation. Vermutlich geschuldet der puristischen Mikrophonierung der Telarc-Aufnahme ohne Stützmikrophone. Die hochgelobte Decca-Aufnahme mit Kerstesz schätze ich auch sehr, aber man hört doch etwas das Alter der Aufnahme. Die Aufnahme mit Muti wirkt Vergleich mit den anderen eher unauffällig.

    Gruß Jens-Peter


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  • Decca-Aufnahme mit Kerstesz schätze ich auch sehr, aber man hört doch etwas das Alter der Aufnahme

    Man darf natürlich nicht vergessen, bei den Berliner Philharmonikern und auch bei den Wiener Philharmonikern handelt es sich um absolute Weltklasse Klangkörper. Selbst ein mittelmäßiges Dirigat könnte nicht sehr viel daran ändern!


    Von TELARC habe ich einige Platten, jedoch kann mich diese Digital-Technik kaum begeistern, dann doch lieber eine uralte Decca.;(;)


    Frohes Hören

    Reinhard

  • Nun auch von mir wieder eine LP, Mozart Sonaten für Klavier und Violine. Es spielen Clara Haskil und Arthur Grumiaux.

    Diese vier Klavier-Sonaten von Mozart sind wunderschön interpretiert. Clara Haskil ist eine hervorragende Mozart-Interpretin: Elegante Virtuosität wird ständig mit der klassischen Mozart-Balance kombiniert. Leider musste sie zwei Jahre nach diesen Aufnahmen sterben. Was Arthur Grumiaux betrifft, ist er einer meiner Lieblings-Klassik Geiger! Die Finesse seines Spiels, sein Klang, alles ist perfekt. Das Zusammenspiel der beiden großen Künstler ist außergewöhnlich. Die Sonaten K376 und K378 sind meiner Meinung nach besonders erfolgreich.


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    Viele Grüße

    Reinhard

  • Hallo Jens-Peter,


    die neuere Kertesz mit dem LSO ist klanglich ausgewogener - ist ja auch ein paar Jahre später aufgenommen worden.

    Diese spätere Interpretation hat mir immer besser gefallen als die von Dir gezeigte.

    Aller guten Dinge sind fünf.:)

    OK, die Kingsway Hall (der späteren SXL mit Kertesz) gewinnt vielleicht den Raumakustik-Vergleich gegen den Wiener Sofiensaal -- bei den Orchestern präferiere ich jedoch die Wiener Philharmoniker (in der früheren SXL) gegenüber dem LSO. Trotzdem sollte man beide SXL haben.


    -- Joachim

  • Hallo,


    nun habe ich mir teilweise verschiedene Aufnahmen der letzten Dvorak-Symphonie angehört. Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass diese Symphonie entweder als 5. bzw. als 9. bezeichnet wird. Die 1883 enstandene Symphonie in e-moll, die allgemein als fünfte bekannt geworden ist, in Wirklichkeit jedoch seine neunte war (die vier ersten blieben unveröffentlicht) Ihr gab er den Beinamen aus der neuen Welt.

    Decca-Aufnahme mit Kerstesz schätze ich auch sehr,

    Verglichen mit den beiden Karajan-Aufnahmen, bevorzuge ich noch immer die alte, aber hervorragende Decca-Aufnahme mit Kertesz.


    Nachfolgend meine beiden Aufnahmen mit Karajan, die DG-Aufnahme stammt aus dem Jahr 1964, während ich das Aufnahmejahr der EMI LP nicht kenne.

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    Viele Grüße

    Reinhard