DIY Lautsprecher - Überraschend gut - kleiner Bretterhaufen

  • Hallo Zusammen


    Möchte kurz meine Begeisterung über einen kleinen Supergünstigen DYI LS teilen. Da mir die Konzepte mit Koax und auch Breitbandlautsprecher gefallen, habe ich mal im Netz etwas rumgestöbert. Hab dann das Projekt "kleiner Bretterhaufen" gefunden und auch Nachgebaut (http://www.hifi-forum.de/viewthread-267-183.html#357). Das Material hat insgesamt um die 45 Euro gekostet, zum Einsatz kam das Visaton FR10. Normalerweise steht der Bretterhaufen in meiner Werksatt (passend auch das spartanische Finish :)), heute habe ich die Kleinen kurzerhand mal an den Audioresearch Vollverstärker angeschlossen. Wow, was für ein Auftritt! Klingt wirklich tonal korrekt und macht spass.

    Falls ihr etwas sehr günstiges für eure Zweitanlage sucht und gerne mit Holz und Lötkolben rumhantiert, meine wärmste Empfehlung für den "kleinen Bretterhaufen".


    Grüsse

    Alessandro


    kleiner Bretterhaufen 2.JPG



    kleiner Bretterhaufen 1.JPG

  • Servus


    Ich bin auch bekennender Selberbauer. Es muss nicht unbedingt high end oder irgendein toller Name auf den LSP stehen. Ein gut durchdachter Bausatz zum kleinen Preis kann oft positiv überraschen. Ist es doch oftmals das sehr gute PL-Verhältnis welches begeistert.

    Darüber hinaus gibt es in den einschlägigen Zeitschriften und Internetseiten Bauvorschläge mit nicht alltäglichen Prinzipien.

    Habe den kleinen Haufen wie ich ihn gerne nenne leider noch nicht gebaut, durfte ihn aber schon mal hören. Hat wirklich großen Spaß und Freude bereitet. Und das bei dem Preis.... Hach, da juckt es wieder in der Fräse.....


    Gruß, Andreas

  • Hallo Andreas,

    Ich hab meinen ersten LS vor über 30 Jahren gebaut, der war mit Peerless Treibern bestückt. Hab dann vor einigen Jahren für meine Ex 2 Weg Peerless gebaut, die waren phänomenal.

    Ich bin auch der Meinung, man hat einfach einen andern Bezug zur Materie, wenn man was selber baut oder revidiert. Hab ja einen Post bei den Plattenspielern, das ist auch spannend, einen alten Dreher wieder zum leben zu erwecken.

    Übrigens läuft der kleine Bretterhaufen im Moment an einem Miniverstärker, Audiophonics BT60W, kostet 39.90 Euro. Wie du schreibst, ist kein Highend, macht aber Spass - maximal Sound unter 100 Euro.


    Gruss Alessandro


    Hier noch ein Mic mit Vollverstärker :-)

    audiophonics.JPG

  • Spass ist das was unser Hobby ausmachen sollte. Wünsche Dir viel davon mit deinem Breitbänder!

    Viele Grüße
    Dieter


    AAA Mitglied

    Hat zu viele Pläne und zu wenig Zeit zum Basteln 8)

  • Hallo Alessandro , freut mich sehr!!!

    Ich habe auch schon einiges selbstgebaut (Klang&Ton , Hobby Hifi), immer wieder ein Erlebnis :)

    Letztes Jahr habe ich einen älteren Vorschlag aus K&T realisiert,

    Die Notch mit Visaton Bg20 Breitbändern.

    Allerdings nicht das Gehäuse wie vorgeschlagen sondern in einer kurzen Version aus meinem Kopf.

    Das Ergebnis ist himmlisch ;) zumindest klanglich ( bin kein Schreiner)

    Für das was man klanglich durch Selbstbau erreicht muss man im Fertigsektor sehr tief in die Tasche greifen.

    Viel Spaß

    Viele Grüße

    Mario

  • Moin allerseits


    Habe in den letzten 20 Jahren knapp 25 Paar LSP gebaut und teils mit gebaut. Ich wurde bisher nie enttäuscht. (außer von meinen Fähigkeiten an der Lackierpistole) Das Gefühl LSP mit Treibern aus weitaus teureren FertigLSP gebaut zu haben zum übrrschauberen Preis ist super. Man bekommt einen Blick dafür, welche Chassis in welchen FertigLSP stecken. Hier eine Visatonkalotte, da ein bisschen Scanspeak, Eton, Swans.....

    Zum Glück arbeite ich in einer Werkstatt die weit über der Ausstattung liegt, die der Normalo daheim hat. Nur die Zeit.... Mit 18, 19 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass man irgendwann wenig bis gar keine Zeit für sein Hobby haben kann. Naja. Es kommen auch wieder andere Zeiten. Heute zum Beispiel. Ich geh dann mal wieder an die CNC und Fräse Rückwände für meine Monoendstufen....

    :)

    Gruß, Andreas

  • Heute zum Beispiel. Ich geh dann mal wieder an die CNC und Fräse Rückwände für meine Monoendstufen....

    Hallo Andreas,

    das Leben ist so ungerecht, ich säge heute mit der Kreissäge Aluprofile, um mir für meine Gremlins mit M3 Schrauben zusammengenähte Verstärekergehäuse zu bauen ... na ja, stabil werden sie .... optisch wird man sie später nicht sehen.

    Hast du schon mal für Lautsprecher an eine Aluminiumfrontwand oder ein ganzes Aluminiumgehäuse gedacht?

    Jrooß Kalle

  • Servus


    Sicherlich. Sooo oft schon. Leider baue ich in der Regel nur Standboxen oder geräumige Regalboxen. Habe vor drei Jahren kleine Satelliten (Monacor) gebaut. Die habe ich allerdings in Schichtbauweise aus MPX gefräst. Nix wildes. Aber mit der Oberfräse hätte ich bestimmt vier Finger und die Geduld verloren. So waren die Gehäuse, 2 x 13 Platten, an einem Tag gefräst, geleimt und geschliffen.

    Dachte aber schon vor Jahren an Hochtöner in tropfenförmigen ALgehäusen. Ist ne Menge Arbeit....


    Muss mit der Zeit haushalten. Noch keine Kinder aber genug Arbeit plus drei mal die Woche Abendschule plus Lernen. Ach ja. Sport darf auch nicht fehlen. Und Freunde. Hab ich überhaupt noch welche...:/ Oh. Die Partnerin. Da war ja was....:wacko:


    Gruß, Andreas

  • Super!!!👍


    Leider habe ich davon absolut keine Ahnung wie man solche Thematiken genau angeht. Ich finde es immer wieder spandend was für tolle diy- Endprodukte dann entstehen. Nicht nur beim Lautsprecherbau, sondern auch bei Kabel-, Verstärker- und Turntablegeschichten.

  • Ganz einfach.

    Sich Baupläne und alles mögliche durchlesen. Dann abwägen was mit den eigenen Mitteln und Fähigkeiten machbar ist. Und dann einfach mal machen. ZB der Bretterhaufen. Guter Einstieg. Nicht teuer, nicht besonders anspruchsvoll aber wenn fertig. Dann hat mein sein erstes DIY Erlebnis!

    Gruß, Andreas


    PS. Plattenspieler muss ja nicht direkt sein. Ist aber auch mit den einfachsten Mitteln machbar. Ikea plus Akkuschrauber...

  • Da gebe ich Andreas recht. Mal mit was kleinen anfangen. Ich hab die MDF Teile bei Obi zuschneiden lassen, kostete mich nicht mal 10.-Fr für 26 teile. Das zusammenleimen war dann eine mittlere Herausforderung, da macht es sinn ein paar Schraubzwingen zu haben. Bei meinem Bretterhaufen ist alles stumpf geleimt, hält mit Holzleim wunderbar. Es ist keine Augenweide, aber für Werkstatt oder Home-Büro allemal noch genügend.

    Würde mich schon reizen einen grösseren Breitband LS zu bauen. Am meisten faszinieren mich die Konstruktionen mit alten LS (wie Altec, Lothar usw.).


    Gruss Alessandro

  • Oha. Das wäre was feines.

    Mein Bruder hat mal ein großes Exponentialhorn mit einem kleinen Fostex FE 103 Sigma gebaut. Was diese Geräte eine Freude gemacht haben! Unglaublich! Wir waren damals komplett von den Socken. Das war so um 2000/ 2001 wenn ich mich recht endsinne. Seit dem möchte ich auch mal einen Breitbänder verbauen. Gerne Dipol. Oder Horn. Oder Transmissionline. Oder oder.... Aber sowas kann man nicht in ein 15qm Wohnzimmer pressen. Das braucht Platz.

    Irgendwann.


    PS. Eine Endstufe ist eben im wahrsten Sinne des Wortes abgebrannt... Ich kann halt nur Mechanik....

  • Mal ein Frage in die Runde an die diy Entwickler. Hat schon mal jemand open baffle Speakers ( denke an Bastanis ) gebaut ? Wirkungsgrad so gegen die 100 db ?


    Ich habe noch zwei Röhrenmonoendstufen mit ca 4 Watt / Leistung pro Endstufe rumliegen.....

  • Hallo in die Selbstbau Runde,

    hat hier im Forum jemand Erfahrungen mit den im weitesten Sinne noch DIY Lautsprechern von "humble homemade hifi" ?

    Ich bin recht angetan von den Bausätzen die Tony da auf seiner Homepage vorstellt und anbietet. Ich will Ende Januar mal mit zwei Kollegen aus unserem "Schwarzhörerclub - Ruhrpott" bei Tony vorbei schauen und seine aktuellen Modelle Probhören.

    Gruß aus DO

    Willy

  • Ich habe auch mit Selbstbau angefangen: Isophon TML irre Teile mit wahnsinns Bass - meine Nachbarn haben sie gehasst 😀. Viele meiner Freunde, die eine Kompaktanlage oder auch etwas besseres hatte, haben mich um diese LS beneidet. Als Fertiglautsprecher hätte ich sie als 20 jähriger nie leisten können. Der Vorteil beim Selberbauen ist, dass man von Breitbänder über Hornlautsprecher bis zu High-End Standboxen komplett flexibel ist. Leider sind meine Handwerklichen Fähigkeiten und mein Maschinenpark so ausgestattet, dass ich alles alleine machen kann. Ich bekomme die LS zwar ansehnlich lackiert , aber man sieht schon dass es ein Selbstbau ist. Somit steht im Wohnzimmer heute was gekauftes. Allerdings habe ich die meisten Lautsprecher zerlegt und die Schwachstellen beseitigt ( vernünftige Chassisschrauben , Weiche befestigt, Dämmung optimiert, bessere Terminals verbaut, etc). Es ist schon manchmal eine Fechheit, wie lieblos gekaufte LS zusammengebaut werden. Besonder enttäuscht war ich bei der Harbeth Compakt 7, die bei gut 3.100 Euro lag. Spanplattengehäuse, einfachste Blechstcker an den Kabeln, Weiche über das Terminal mit Schrauben verbunden und nicht mit Kabel, die Dämmung flog lose umher, usw. Alleine die Fixierung der Dämmung und die ordenliche Befestigung der Kabel - ich habe dann gleich die gleichen LS-Kabel eingesetzt- war deutlich hörbar.

    LS: Klipsch Heresy III, Vollverstärker: Mission Cyrus II + PSX, CD: Creek CD42, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV